Als Free­lan­cer oder Frei­be­ruf­ler ist man stets aktiv auf der Suche nach neu­en Pro­jek­ten und inter­es­san­ten Her­aus­for­de­run­gen.


Doch obwohl der Markt so geprägt ist, dass Online Mar­ke­ting Dienst­leis­tun­gen sehr gefragt sind, befin­den sich Free­lan­cer im Wett­be­werb mit ande­ren Free­lan­cern, Frei­be­ruf­lern oder grö­ße­ren Agen­tu­ren.

Eine gro­ße Her­aus­for­de­rung bei der Unter­neh­mens­prä­senz ist das Her­vor­ste­chen aus der Mas­se. Wer sei­ne Dienst­leis­tun­gen anbie­tet, will Unter­neh­men mit ein­zig­ar­ti­gen Allein­stel­lungs­merk­ma­len auf sich auf­merk­sam machen.

Hier wer­den spe­zi­ell für Frei­be­ruf­ler und Free­lan­cer Tipps gege­ben, wie sie ihre eige­ne Web­prä­senz auf­bau­en und wor­auf aus SEO-tech­ni­scher Sicht geach­tet wer­den soll­te.

Schließ­lich ist die Unter­neh­mens­web­sei­te der wich­tigs­te Ver­triebs­ka­nal. Sie hat ent­schei­den­den Ein­fluss dar­auf, ob Kun­den an Land gezo­gen und Umsatz gene­riert wird.

Warum eine eigene Homepage erstellen?

In Deutsch­land beträgt die Zahl der Selbst­stän­di­gen in Deutsch­land bei rund 4 Mil­lio­nen. Die Wahr­schein­lich­keit, dass eine gro­ße Anzahl an Selbst­stän­di­gen in den jewei­li­gen Fach­be­rei­chen unter­ein­an­der kon­kur­rie­ren, ist beson­ders groß. Begehr­te Pro­jek­te sind dabei hart umkämpft, wenn man sich bei­spiels­wei­se nur die aus­ge­schrie­be­nen Por­ta­le für Free­lan­cer und Frei­be­ruf­ler ansieht.

Teil­wei­se bewer­ben sich rund 30 bis 100 Bewer­ber auf ein Pro­jekt. Bei welt­wei­ten Platt­for­men gibt es auch Free­lan­cer, die für einen Stun­den­satz arbei­ten, der deut­lich unter dem Stun­den­satz von Deutsch­land liegt. Doch auch bei Pro­jekt­platt­for­men für die eige­nen Regio­nen gibt es einen har­ten Kon­kur­renz­kampf.

Des­we­gen ist eine eige­ne Web­prä­senz fast schon ver­pflich­tend, um einer­seits die eige­nen Stär­ken und Fach­kom­pe­ten­zen deut­lich her­vor­zu­he­ben und ande­rer­seits sei­ne Stra­te­gien und Arbeits­wei­sen klar auf­zu­zei­gen. Jeder, der drau­ßen in der Wirt­schaft selbst­stän­dig für Kun­den arbei­tet und dabei eigen­stän­dig Stra­te­gien aus­ar­bei­tet, braucht eine eige­ne Visi­ten­kar­te für die brei­te Mas­se der Inter­es­sen­ten drau­ßen.

Wenn wir uns beim The­ma des digi­ta­len Mar­ke­tings blei­ben, wird der Sta­tus Quo im Hin­blick auf die Digi­ta­li­sie­rung deut­lich. Ein Groß­teil der Unter­neh­men im KMU-Umfeld hat Web­sei­ten, die sowohl im orga­ni­schen als auch im bezahl­ten Bereich inmit­ten des har­ten Kon­kur­renz­kamp­fes gro­ßer Por­ta­le gera­de­zu unsicht­bar sind.

Die Digi­ta­li­sie­rung und eine immer stär­ker ver­netz­te Welt brin­gen selbst eta­blier­te Unter­neh­men dazu, im Inter­net stär­ker prä­sent zu sein.

Worauf ist bei der Erstellung der eigenen Webpräsenz zu achten?

Hier wird der Fokus nicht stark in die Detail­tie­fe gelegt, wor­auf ange­hen­de Frei­be­ruf­ler auf tech­ni­scher Ebe­ne im Detail legen soll­ten. Doch eine stra­te­gi­sche Aus­rich­tung muss vor­ab schon klar fest­ge­legt wer­den. Schließ­lich wird die Home­page das Aus­hän­ge­schild der eige­nen Per­son sein und ver­mit­telt einen ers­ten Ein­druck von der Fach­kom­pe­tenz des Dienst­leis­ters.

Die Darstellung der Seite im Netz

Der ers­te Ein­druck zählt und das gilt auch für die eige­ne Web­prä­senz. Wenn Auf­trag­ge­ber sich zwi­schen ver­schie­de­nen Web­de­si­gnern ent­schei­den müss­ten, besu­chen sie auch gern die Inter­net­prä­senz der Anbie­ter.

Klei­ne Details kön­nen den Unter­schied machen. Aber bei einer Web­de­sign Sei­te geht es nicht in ers­ter Linie dar­um, mit einem rie­si­gen Text die eige­nen Kom­pe­ten­zen her­vor­zu­he­ben, son­dern kurz und knapp dar­zu­stel­len, was man fach­tech­nisch drauf­hat. Eine lang­wei­li­ge Sei­te mit HTML Text auf wei­ßem Hin­ter­grund ist wenig spek­ta­ku­lär.

Eine Web­prä­senz, bei der ver­schie­de­ne künst­le­ri­sche und opti­sche Ele­men­te ein­ge­baut sind, die auch die Krea­ti­vi­tät des Web­de­si­gners wie­der­spie­gelt, kann für Auf­merk­sam­keit sor­gen.

Bei einem SEO-Free­lan­cer sind die Gege­ben­hei­ten kom­plett anders. Wenn jemand damit wirbt, sicht­ba­re Ergeb­nis­se im orga­ni­schen Bereich zu erzie­len, ist auch die pas­sen­de Per­for­mance durch die eige­ne Web­prä­senz fest­zu­hal­ten. Bei neu­en Sei­ten sind Erfol­ge im orga­ni­schen Bereich noch nicht aus­ge­prägt.

Doch man sieht schnell die Hand­schrift eines SEOs, der Inhal­te auf bestimm­te Wei­se ver­fasst, eine schnel­le Web­sei­te prä­sen­tiert und auch tech­nisch eini­ges drauf hat. Jemand, der als Lek­tor und Tex­ter aktiv ist, beweist auf sei­ner Sei­te anhand von Text­bei­spie­len sei­ne Stär­ken. Die eige­ne Visi­ten­kar­te ist eng ver­knüpft mit den eige­nen Fähig­kei­ten.

Weniger ist mehr – Die Schwerpunkte müssen klar erkennbar sein

Wenn Dienst­leis­ter und Bera­ter im Inter­net prä­sent sind, kön­nen Kun­den sie im Ide­al­fall anhand eini­ger Schwer­punk­te ihrer Arbeit klar iden­ti­fi­zie­ren. Ist man brei­ter auf­ge­stellt, ist zumin­dest der Fokus auf eine bestimm­te Ziel­grup­pe nach außen zu kom­mu­ni­zie­ren.

Ange­nom­men man bie­tet eine brei­te Palet­te an Online Mar­ke­ting Dienst­leis­tun­gen wie Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, Such­ma­schi­nen­wer­bung oder Social Media Adver­ti­sing an – dann ist die Fokus­sie­rung auf eini­ge Bran­chen ein Hin­weis über die mög­li­chen Schwer­punk­te der Arbeit.

Jemand, der jah­re­lang für Restau­rants und Hotel­be­trie­be ein brei­tes Set an Dienst­leis­tung im digi­ta­len Bereich anbie­tet, ist eher der idea­le Ansprech­part­ner als jemand, der schein­bar alles macht und jeden Kun­den vom Klein- bis Groß­un­ter­neh­men quer­beet durch alle Bran­chen behan­delt.

Das ist übri­gens ein Feh­ler, den nicht nur Free­lan­cer, son­dern Agen­tu­ren in die­sem Umfeld machen. Sie stel­len sich sehr breit auf.

Doch wenn es dar­um geht, die grund­le­gen­den Basics in einer Dis­zi­plin zu erbrin­gen, könn­te man ins Strau­cheln gera­ten. Aus Kun­den­sicht ist es erstre­bens­wer­ter, zu einem rich­ti­gen Pro­fi zu gehen, der über die Grund­la­gen hin­aus kom­ple­xe­re The­men­fel­der in die­sem Kanal beherrscht, weil er sich dar­auf spe­zia­li­siert hat.

Grundlegende Basics in der SEO-Optimierung sind Pflicht

Erstellt man eine Web­sei­te, möch­te man im Inter­net auch gefun­den wer­den. Doch gera­de am Anfang fehlt als Frei­be­ruf­ler nicht sel­ten das nöti­ge Bud­get, eine Agen­tur oder einen ande­ren Free­lan­cer zu beauf­tra­gen. Von daher ist man wohl oder übel gezwun­gen, sich vie­les selbst bei­zu­brin­gen.

Damit man weiß, wo der Fokus gelegt wer­den soll­te, sind hier eini­ge Schwer­punk­te mal auf­ge­lis­tet. Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung besteht im Kern aus den Berei­chen Tech­nik, Con­tent und Lin­kauf­bau bzw. SEO Off­pa­ge. Die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für den Start wer­den das tech­ni­sche Auf­set­zen und die Prä­sen­ta­ti­on des ent­spre­chen­den Inhalts in prä­sen­tier­fä­hi­ger Form sein.

Eine feh­ler­freie Sei­te ohne defek­te Links ist selbst­ver­ständ­lich. Eine gut struk­tu­rie­re Sei­te ist immens wich­tig, wenn die Besu­cher spä­ter navi­giert wer­den. Von der Start­sei­te geht man auf über­ge­ord­ne­te Ver­zeich­nis­se oder Sei­ten, die klar von den ande­ren Inhal­ten unter­schei­den. Auf wei­te­ren Ebe­nen befin­den sich die Bei­trä­ge oder Unter­sei­ten die­ser Sei­ten. Emp­feh­lens­wert ist daher, am Anfang ein Baum­dia­gramm zu erstel­len, um eine gro­be Skiz­zie­rung der Domain zu haben.

Die Con­tent-Erstel­lung ist mehr eine Auf­be­rei­tung ein­zig­ar­ti­ger Arti­kel als eine Opti­mie­rung über Key­word Dich­ten, Termfre­quenz­mes­sun­gen oder sons­ti­gen Mythen wie Umfang des Tex­tes.

Eini­ge Din­ge soll­te man aber den­noch beach­ten: So sind wich­ti­ge Schlüs­sel­be­grif­fe schon in der Über­schrift und im ein­lei­ten­den Text­ab­schnitt ersicht­lich, damit der Leser gut ein­ge­führt wird. Auch Ver­wei­se zu ande­ren Quel­len sowie Ver­lin­kun­gen zu ande­ren Quel­len inner­halb des Text­do­ku­ments sind emp­feh­lens­wert.

Was die Aus­wahl der The­men angeht, emp­fiehlt sich vor­ab die Nut­zung eines kos­ten­lo­sen Key­word Tools wie den Key­word Pla­ner von Goog­le oder die frei ver­füg­ba­ren Tools wie Uber­sug­gest. So kön­nen dort inter­es­san­te Key­words mit Such­vo­lu­men iden­ti­fi­ziert wer­den. Sucht man im Inter­net nach den Top-Quel­len, erhält man einen guten Ein­blick zur inhalt­li­chen Gestal­tung.

Eine Sei­te lebt auch von Ver­wei­sen ande­rer Quel­len. Für einen Dienst­leis­ter mit loka­len Ser­vices sind Goog­le My Busi­ness Ein­trä­ge, Links in Bran­chen­ver­zeich­nis­sen ein guter Start. Spä­ter kann man sich um Backlinks bemü­hen, wenn man Gast­ar­ti­kel auf ande­ren Sei­ten schreibt.

Auf die passenden Qualitätssignale setzen

Als Dienst­leis­ter möch­te man der Außen­welt von sei­nen Qua­li­tä­ten über­zeu­gen. Vie­le Dienst­leis­ter machen das, indem sie Refe­ren­zen auf ihrer Sei­te set­zen. Das ist jedem indi­vi­du­ell über­las­sen, wie er das hand­habt. Doch wenn Kun­den sehen, dass über die Jah­re die glei­chen Logos der Kun­den, die schon län­ger nicht mehr zum aktu­el­len Kun­den­stamm gehö­ren, ver­liert der Dienst­leis­ter schnell sei­ne Glaub­wür­dig­keit.

Haben SEO-Agen­tu­ren für Groß­kun­den gear­bei­tet, die einen Welt­ruf genie­ßen, kön­nen sie als ehe­ma­li­ge Kun­den in den Refe­ren­zen gelis­tet sein. Viel­mehr soll­te man als Qua­li­täts­si­gnal aktu­el­le Pro­jek­te lis­ten. So kön­nen aktu­el­le Case Stu­dies von aktu­el­len Pro­jek­ten sehr inter­es­sant sein.

Eine Kate­go­rie zu Case Stu­dies ist inter­es­san­ter als nur die blo­ße Auf­lis­tung von Logos, mit denen man neu­er poten­zi­el­ler Kun­den nicht viel anfan­gen kann. Doch wer­den Logos nach der Aktua­li­tät der Cases sor­tiert, merkt der poten­zi­el­le Kun­de, wie enga­giert der Dienst­leis­ter für den Kun­den aktiv ist.

Aber auch aktu­el­le Reviews wie bei­spiels­wei­se durch Goog­le My Busi­ness Ein­trä­ge oder Bewer­tun­gen durch ande­re Por­ta­le mit Datums­an­ga­be sind viel mehr wert als nur die blo­ße Auf­lis­tung mit der Anzahl der 5‑Sternchen Bewer­tun­gen.

Eine About Me Seite sinnvoll aufbauen

Im Fokus ste­hen nicht gan­ze Unter­neh­men oder Agen­tu­ren, son­dern eine ein­zi­ge Per­son. Und auf den Schul­tern die­ser Per­son wird das Schick­sal des Unter­neh­mens gelegt. Damit poten­zi­el­le Kun­den auch wis­sen, mit wem sie es hier zu tun haben, ist auch eine gesun­de Selbst­prä­sen­ta­ti­on nötig, um die Kom­pe­ten­zen zu unter­strei­chen.

Aller­dings soll­te man bei der Selbst­prä­sen­ta­ti­on sich nicht über­schwäng­lich in Selbst­lob ver­herr­li­chen und der Welt mit­tei­len, dass es einem so gut geht, dass man nur auf Koope­ra­tio­nen ange­wie­sen ist, die einem lang­fris­tig was brin­gen. Auch die Her­ab­stu­fung der Kom­pe­ten­zen ande­rer Dienst­leis­ter wie „Juni­or Free­lan­cer hat null Ahnung. Komm bes­ser zum Pro­fi.“ Ist ein No-Go.

Jede Webseite ist individuell und trägt die Handschrift der Person

Anders als bei Agen­tu­ren oder Unter­neh­men ent­fällt der Abstim­mungs­auf­wand, wel­cher Inhalt auf die Sei­te gepackt wird. Denn die indi­vi­du­el­le Visi­ten­kar­te im Inter­net ist geprägt von der eige­nen Hand­schrift des Dienst­leis­ters und hat ent­schei­den­den Ein­fluss dar­auf, ob poten­zi­el­le Kun­den einen ers­ten posi­ti­ven Ein­druck von der Sei­te haben.

Über den Autor:

Online Marketing SEO Freelancer Khoa Nguyen aus MünchenKhoa Nguy­en ist Online Mar­ke­ting Free­lan­cer aus Mün­chen und berät klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men bei ihrem Auf­tritt im Inter­net. Erfah­re hier unter https://​khoa​-nguy​en​.de/ mehr über sei­ne Arbeits­wei­se.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Free-Photos/Pixabay.com)