“Long Term Evo­lu­ti­on” wird mit den Buch­sta­ben LTE abge­kürzt. Dies ist die Bezeich­nung für den Stan­dard des Mobil­funks in der vier­ten Genera­ti­on. Somit ist für den Nut­zer von LTE eine wei­te­re Stei­ge­rung der Band­brei­te mög­lich.


Dies bedeu­tet auf dem Papier eine Stei­ge­rung auf ca. 326 Mbit pro Sekun­de beim Down­load. Pra­xis­mä­ßig wird von den Netz­be­trei­bern jedoch eher eine Stei­ge­rung auf 21,6 Mbit pro Sekun­de ange­bo­ten. Zum Ver­gleich, her­kömm­li­che DSL-Ver­bin­dun­gen brin­gen es maxi­mal auf 16 Mbit pro Sekun­de.

Hier­bei unter­stützt LTE die Fre­quenz­be­rei­che 800, 2000 und 2600 MHz. Die­se Fre­quenz­spek­tren spie­len eine gro­ße Rol­le bei der Reich­wei­te. Beson­ders die Fre­quenz um 800 MHz besitzt einen Radi­us von ca. 10 Kilo­me­tern. Als Ver­gleich bie­tet ein 2,6‑GHz-Spektrum gera­de mal eine Reich­wei­te von ca. 300 Metern.

LTE nicht nur als Surfspaß

Klar ist der Surf­spaß mit LTE weit­aus grö­ßer, jedoch ist LTE eher für länd­li­che Regio­nen mit wenig bis gar kei­ner DSL-Ver­sor­gung gedacht. Hier ist LTE ein Muss. Gera­de in die­sen Regio­nen wird den Unter­neh­mern und pri­va­ten Nut­zern der Anschluss an die High-Speed-Daten­bahn ermög­licht.

So wur­de von der Bun­des­re­gie­rung bei der Ver­ga­be der Lizen­zen vor­ge­schrie­ben, dass das Netz mit LTE in weni­ger besie­del­ten Gebie­ten zunächst Haupt­ein­satz­ort sein soll. Erst danach sol­len die städ­ti­schen Gebie­te fol­gen. Somit blieb den Betrei­bern nichts ande­res übrig, als die weni­ger lukra­ti­ven Gebie­te mit weni­gen Nut­zern vor den lukra­ti­ven Stadt­ge­bie­ten vor­zu­zie­hen. Jedoch ist LTE nicht das Ende der Fah­nen­stan­ge, denn LTE Advan­ced wird der Nach­fol­ger sein. Mit ihm ist bis zu 1 GBit pro Sekun­de Down­load mög­lich.

LTE Tarife im Vergleich

Voda­fone, Tele­kom und O2 bie­ten eine LTE-Abde­ckung an, Tari­fe gibt es aber seit kur­zem auch von güns­ti­gen Dis­coun­tern wie Pre­mi­um­SIM. Bis­her hat O2 eine LTE-Geschwin­dig­keit von maxi­mal 50 Mbit pro Sekun­de an. Bei der Tele­kom und Voda­fone wer­den LTE-Geschwin­dig­kei­ten bis zu 100 Mbits pro Sekun­de in den Tari­fen ange­bo­ten. Die Tele­kom hat sogar ein­zel­ne Tari­fe, wo bis zu 150 Mbit pro Sekun­de offe­riert wer­den. Die Wahl des opti­mier­ten Anbie­ters hängt vom LTE-Aus­bau am Stand­ort des Nut­zers ab. Hier­zu dient eine Netz­ab­de­ckungs­kar­te bei der Ermitt­lung.

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Top­ak­tu­el­le Smart­pho­nes sind zumeist LTE-fähig, auch sol­che für das klei­ne­re Bud­get. Bei den Tablets gibt es bis­her nur weni­ge Model­le, die LTE unter­stüt­zen. So wird mit dem neu­en Mobil­funk­stan­dard ein neu­es Sur­f­erleb­nis garan­tiert. Dank des Net­zes mit 3 G sind jeder­zeit maxi­mal 42,2 Mbit pro Sekun­de mög­lich. Hier­bei kommt es auf den abge­schlos­se­nen Tarif an, denn die meis­ten User nut­zen der­zeit nur maxi­mal 7,2 Mbit pro Sekun­de.

Selbst­ver­ständ­lich bie­tet LTE nicht nur mehr Speed, son­dern auch eine bis­her gerin­ge Ver­brei­tung. Eine hohe Netz­aus­las­tung kann selbst bei 3 G zu Ver­zö­ge­run­gen füh­ren. Da es noch nicht so vie­le LTE-User gibt, ist dies bei LTE aus­zu­schlie­ßen. Last but not least bie­tet LTE eine bes­se­re Latenz­zeit. So sind Spit­zen­wer­te von 10 bis 20 Mil­li­se­kun­den mög­lich. Beim 3‑G-Netz sind in der HSDPA 65 bis 100 Mil­li­se­kun­den als maxi­ma­le Reak­ti­ons­zeit drin. Dies bedeu­tet ein pro­blem­lo­ses Mul­ti­play­er Erleb­nis mit unend­lich vie­len, flüs­si­gen Spiel­mög­lich­kei­ten beim mobi­len Gaming.

Was wird für den LTE-Anschluss benötigt?

Für den LTE-Anschluss benö­tigst du einen Strom­an­schluss, den LTE-Rou­ter und eine akti­ve SIM-Kar­te. Der Rou­ter soll­te in der Nähe des Fens­ters auf­ge­stellt wer­den. Zusätz­lich kann in länd­li­chen Gebie­ten eine Außen­an­ten­ne nötig wer­den. Die­se soll­te mög­lichst am Fens­ter oder an der Satel­li­ten­schüs­sel, rund­um frei von Metall­ge­gen­stän­den, mon­tiert wer­den. Ist der Rou­ter mit dem Netz­ka­bel ver­bun­den, kann per WLAN oder Netz­werk­ka­bel der Com­pu­ter (Note­book, Lap­top, Tablet) mit dem Rou­ter ver­bun­den wer­den.

Dann ist die PIN der SIM-Kar­te ein­zu­ge­ben. Der LTE-Rou­ter lie­fert dann das Inter­net­si­gnal als Zugang zum Daten­netz für den Com­pu­ter. Da das LTE über WLAN ver­fügt, kön­nen nun alle Gerä­te draht­los mit dem Inter­net ver­bun­den wer­den. 4‑G-fähi­ge Han­dys kön­nen somit auch in der vom Anbie­ter (Voda­fone, Tele­kom oder O2) ange­ge­be­nen Reich­wei­te genutzt wer­den.

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