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Kauf einer Kaffeemaschine fürs Home-Office: Was du beachten solltest

Kauf einer Kaffeemaschine fürs Home-Office: Was du beachten solltest

Lesedauer: 4 Minuten

Die Zahl der Home-Office-Arbeiter ist dank Corona in den letzten Wochen stark angestiegen. Nicht nur wir Webworker, die in den allermeisten Fällen im Home-Office arbeiten, sondern auch viele Arbeitnehmer/innen mussten bzw. durften ihren Büro-Platz nach hause in die eigenen vier Wände verlegen.

So gestaltet sich nun der Alltag von Millionen Deutschen: Acht Stunden Arbeit am Tag im Home-Office vor dem Bildschirm. Abwechslung ist dabei völlige Fehlanzeige, Gespräche mit den Kollegen? Nur über Zoom.

Die Grenzen zwischen Freizeit und Beruf verschwimmen immer mehr. Kein Wunder, dass viele Home-Office-Arbeiter derzeit Probleme mit der Konzentration und Müdigkeit haben.

Die altbewährte Patentlösung ist da der Griff zur Kaffeetasse. Jedoch ist man daheim, anders als im Büro, oftmals nicht nur wenige Schritte von einem Kaffeevollautomat der gehobenen Klasse entfernt.

Bei vielen Deutschen steht in der Küche noch die gute alte Kaffeemaschine mit Filter und Glaskanne. Zwar hat diese ihren Dienst sicherlich über Jahre verlässlich getan, doch gerade für Neulinge im Home-Office lohnt sich das Kaffeemaschinen-Upgrade.

Darf es ein Kaffeevollautomat sein?

Die wohl grundsätzlichste Frage, die sich jeder potenzielle Käufer einer neuen Kaffeemaschine stellen muss, lautet: Darf es einer dieser schicken Vollautomaten sein, die seit Jahren im Trend sind?

Für ein Ja bedarf es zweierlei Dinge – zum einen die Zahlungsbereitschaft, da man mindestens einige hundert Euro, bis hin zu vierstelligen Euro-Beträgen in eine neue Maschine investieren muss.

Dafür bekommt man im Gegenzug aber auch kaffeetechnisch einiges geboten, das sich mit althergebrachten Filtergeräten nicht vergleichen lässt.

Die ganzen Bohnen werden im Laufe des Zubereitungsvorgangs erst gemahlen und dann so frisch wie nur irgend denkbar mit dem heißen Wasser in Kontakt gebracht. Das Resultat ist Kaffee, der frischer nicht sein könnte – quasi wie im italienischen Café.

Beim Kauf eines Kaffeevollautomaten auf die Details achten

Dass die Deutschen mehr und mehr solche Maschinen kaufen, hat auch die Angebotsvielfalt explodieren lassen. Rund ein Dutzend Hersteller hat jeweils mindestens fünf verschiedene Modelle im Angebot. Einsteigervarianten gibt es aktuell schon für unter 200 € und nach oben hin sind preislich sowieso keine Grenzen erkennbar.

Die fundamentalste, aber dennoch oftmals ignorierte Frage ist, wie viel Platz habe ich eigentlich?

Mag die Kaffeemaschine im Großraumbüro vielleicht nicht dermaßen groß wirken, auf einer Arbeitsplatte in der heimischen Küche, die nur drei Meter lang und 60 Zentimeter tief ist, kann ein Kaffeevollautomat riesige Ausmaße annehmen und den verfügbaren Platz erheblich einschränken.

Deshalb sollte man auf jeden Fall vor dem Kauf den Zollstock zücken und austesten, was vom Platz her überhaupt möglich ist. Nur so bereut man den nicht immer ganz so günstigen Kauf der neuen Kaffeemaschine auch nicht.

Capuccino-im-Office

Bild: © Engin_Akyurt /Pixabay.com

Die Ausstattung bestimmt schlussendlich den Preis

Egal ob man das hochpreisige Schweizer Fabrikat Jura wählt, sich auf die italienischen Hersteller verlässt, beim bewährten deutschen Hersteller zugreift, oder gar einen Exoten kauft: Ähnlich wie beim Erwerb eines Autos, gibt es unzählige Ausstattungsvarianten, gleichsam gilt aber auch, dass alles extra kostet.

Du brauchst keine Kaffeemaschine, die ans WLAN angeschlossen ist und so quasi von der Couch oder im Zweifel auch vom anderen Ende der Welt fernsteuerbar ist?

Gut, dann kannst du bares Geld sparen. Gleiches gilt für andere Extras, wie einen zweifachen Auslass, mit dem gleich zwei Espressi gleichzeitig zubereitet werden können, oder ein edles Finish aus gebürstetem Metall.

Die Top-Modelle haben zum Teil bis zu zehn verschiedene Kaffeeprogramme, die in verzweigten Untermenüs ausgewählt und in voreingestellten Profilen verschiedener Nutzer gespeichert werden können. Ein Tassenwärmer, oftmals auf dem Gerät platziert, ist ein weiterer Luxus, den nicht jeder Nutzer braucht.

Im Endeffekt gilt: Je weniger man bereit ist auszugeben, desto weniger Funktionen wird der Vollautomat am Ende haben. Ein Muss bleibt für viele potenzielle Käufer die Möglichkeit, Milch aufzuschäumen, um richtigen Cappuccino oder Latte Macchiato zuzubereiten.

Tatsächlich findet man im Handel bereits günstige Kaffeemaschinen, die diese Funktion bieten. Dabei gibt es einerseits integrierte Milcheinheiten mit Tanks, aus denen sich die Maschine die Mich selbstständig zieht. Andererseits bieten die oftmals günstigeren Alternativen einen Aufschäumer, mit dem man die Milch getrennt in die gewünschte Form bringt.

Eine austauschbare Brühgruppe kann dir später bares Geld sparen

Bereits bei der Anschaffung einer teuren Kaffeemaschine sollte man auf ein Detail achten, das einem später bares Geld sparen könnte. Die sogenannte Brühgruppe, oder Brüheinheit ist eines von zwei Teilen, die am häufigsten kaputt gehen.

In der Brüheinheit kommen Kaffee und Wasser in Kontakt. Hier bilden sich Ablagerungen, die im Lebenszyklus einer Maschine zu Problemen führen können. Viele Modelle bieten eine herausnehmbare Brühgruppe, so dass man diese erstens regelmäßig reinigen kann, was die Lebensdauer verlängert.

Sollte diese tatsächlich mal den Geist aufgeben, kann man sie ersetzen. Das ist nicht unbedingt ein günstiger Spaß, jedoch weitaus günstiger, als eine komplette Neuanschaffung.

Die Fabrikate von Jura und Krupps kommen in der Regel ohne eine herausnehmbare Brühgruppe, während dies bei den meisten Modellen der anderen Hersteller der Fall ist.

Das Mahlwerk einer Kaffeemaschine ist ein weiteres Verschleißteil. Die meist aus Keramik oder Stahl gefertigten Teile können über die Lebensdauer einer solchen Maschine durchaus Schaden nehmen.

Bei einigen Modellen sind sie austauschbar, womit auch hier der Kauf einer neuen Maschine vermieden werden kann.

Gerade bei den teuren Kaffeemaschinen des Schweizer Herstellers Jura bietet sich der Austausch an, der auch von Laien mit einer detaillierten Anleitung vollzogen werden kann.

Fazit

Die Wahl der neuen Kaffeemaschine für das Home-Office ist am Ende des Tages eine sehr persönliche Wahl und hängt sehr stark von den eigenen Bedürfnissen und nicht zuletzt von der Zahlungsbereitschaft ab.

Die Kaufentscheidung sollte aber gut durchdacht sein, denn eine Investition in eine Kaffeemaschine der Oberklasse tätigt man nur alle paar Jahre.

 

(Bildquelle Artikelanfang: © sonerkose /Pixabay.com)

 

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