Geld im Internet verdienen — Was ist mit Steuern?

Mitt­ler­wei­le kann man auf die ver­schie­dens­ten Arten und Wei­sen im Inter­net Geld ver­die­nen. Doch auch dabei fal­len natür­lich Steu­ern an. Das Pro­blem ist, dass unser ver­al­te­tes Steu­er­sys­tem in der Regel nicht auf die­se neu­en Arten des Geld­ver­die­nens ange­passt ist.

Die steu­er­li­chen Regu­la­ri­en in Deutsch­land zäh­len ohne­hin schon zu den kom­ple­xes­ten welt­weit, im Online-Bereich ist es sogar noch kom­pli­zier­ter. Wenn du einen Online-Shop betreibst oder ande­ren digi­ta­len Tätig­kei­ten nach­gehst, dann lohnt sich oft­mals ein Steu­er­be­ra­ter, da man durch den Steu­er­dschun­gel selbst kaum durch­bli­cken kann.

Ab wann muss man Einkommenssteuer bezahlen?

Du musst immer Ein­kom­mens­steu­er bezah­len, wenn dein Ein­kom­men pro Jahr mehr als 9744 € beträgt. Die­ser Steu­er­frei­be­trag gilt für ein­zel­ver­an­lag­te Steuerbürger. 

Bei zusam­men­ver­an­lag­ten Ehe­gat­ten oder Lebens­part­nern wird der Grund­frei­be­trag auf 19.488 € ver­dop­pelt. Wenn dein Ein­kom­men die­sen Betrag über­steigt, dann musst du die­sen Betrag versteuern.

Anforderungen an die steuerliche Beratung wachsen

Je glo­ba­ler und digi­ta­ler gear­bei­tet wird, des­to kom­ple­xer sind die steu­er­li­chen Anfor­de­run­gen. Vor allem, wenn auch noch grenz­über­grei­fend gelie­fert wird oder Koope­ra­tio­nen mit welt­wei­ten Part­nern bestehen. Dann benö­tigst du Schnitt­stel­len und Anbin­dun­gen zu Buch­hal­tungs­sys­te­men sowie auto­ma­ti­sier­te Abrech­nun­gen. Manu­ell kön­nen die Daten häu­fig kaum noch ver­ar­bei­tet werden.

Doch nicht nur für Unter­neh­men ist eine steu­er­li­che Bera­tung gera­de bei Tätig­kei­ten in sol­chen Bran­chen sinn­voll, auch die Bera­tung und Betreu­ung von Pri­vat­per­so­nen wird mitt­ler­wei­le emp­foh­len, da die Anfor­de­run­gen an die steu­er­li­che Bera­tung ste­tig wach­sen. Die Din­ge selbst zu regeln, erfor­dert mitt­ler­wei­le ein kom­ple­xes Know-how und ist kaum noch ohne Hil­fe möglich.

2021 kam zudem eine euro­pa­wei­te Umsatz­steu­er­re­form, wel­che einen ein­heit­li­chen Bin­nen­markt im E‑Commerce schaf­fen soll. Das sorgt für wei­te­re Schwie­rig­kei­ten, auf Sei­ten der Onlinehändler.

Alle Händ­ler, die ihre Waren an pri­va­te Kun­den im EU-Aus­land ver­kau­fen, müs­sen mit zahl­rei­chen Ver­än­de­run­gen rech­nen. Um jetzt kei­ne Feh­ler zu machen, soll­te auf eine pro­fes­sio­nel­le und kom­pe­ten­te Steu­er­be­ra­tung zurück­ge­grif­fen werden.

Beliebte Tätigkeiten im Internet

Du kannst im Inter­net auf unter­schied­li­che Arten und Wei­sen Geld ver­die­nen, im Fol­gen­den stel­le ich dir zwei der belieb­tes­ten For­men vor und erklä­re dir, was es dabei steu­er­lich zu beach­ten gilt:

Steuern im Online-Handel

Im Online-Han­del sind die steu­er­li­chen und buch­hal­te­ri­schen Anfor­de­run­gen sehr kom­plex sowie umfang­reich. Daher grei­fen die meis­ten Fir­men auf spe­zia­li­sier­te Steu­er­be­ra­ter zurück, da der Auf­wand ansons­ten kaum zu bewäl­ti­gen ist.

Vor allem, wenn du als Unter­neh­mer nicht den Fokus auf das Kern­ge­schäft ver­lie­ren möch­test. Der E‑Commerce Sek­tor ist in den letz­ten Jah­ren stark und rasant gewach­sen, was natür­lich auch Finanz­be­hör­den auf­merk­sam gemacht hat.

Die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen, in Kom­bi­na­ti­on mit feh­len­dem Fach­wis­sen, ber­gen eini­ge umsatz­steu­er­li­che Risi­ken. Zudem gibt es vie­le Händ­ler im E‑Commerce, wel­che die steu­er­li­chen Anfor­de­run­gen nicht wirk­lich ernstnehmen.

Dadurch kam es in den letz­ten Jah­ren immer wie­der dazu, dass eini­ge Online­händ­ler Betriebs­prü­fun­gen unter­zo­gen wor­den. Vor allem Fir­men, die an den Ama­zon FBA Pro­gram­men teil­neh­men, wer­den häu­fig geprüft. Das liegt dar­an, dass das Risi­ko von falsch aus­ge­wie­se­ner Umsatz­steu­er hier beson­ders hoch ist.

Unter Umstän­den kann das zu sehr hohen Nach­zah­lun­gen füh­ren, was im Extrem­fall exis­tenz­ge­fähr­dend ist. Las­se dich daher von Anfang an, von einem spe­zia­li­sier­ten Bran­chen­ken­ner unter­stüt­zen, um Rechts­si­cher­heit zu erhal­ten. Grei­fe dabei auf einen Steu­er­be­ra­ter zurück, wel­cher sich spe­zi­ell mit Online-Ver­kaufs­platt­for­men sowie Online-Bezahl­sys­te­men auskennt.

Steuern als Influencer/​in

Auch Influ­en­cer und Influ­en­ce­rin­nen muss­ten sich in den letz­ten Jah­ren häu­fig mit dem Finanz­amt aus­ein­an­der­set­zen. Dabei gibt es jedoch weni­ger Regu­la­ri­en zu beach­ten, im Ver­gleich zu Online-Händ­lern. Ob du dein Geld als Arbeitnehmer/​in oder Influencer/​in ver­dienst ist rela­tiv egal; alle Ein­nah­men ab 9744 € müs­sen ver­steu­ert werden.

Influ­en­cer gehen einer gewerb­li­chen Tätig­keit nach, wes­halb die­se ver­pflich­tet sind, eine Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben. Spe­zi­el­le Regu­la­ri­en müs­sen hier­bei nicht beach­tet wer­den, wich­tig ist nur, dass alle Ein­nah­men auch klar dekla­riert wer­den. So gibt es bei Influ­en­cern unter­schied­li­che Wege, um Geld zu verdienen.

Sie kön­nen Wer­bung machen, Koope­ra­tio­nen ein­ge­hen oder mit Affi­lia­te-Links arbei­ten. Die Ein­nah­men müs­sen sum­miert und anschlie­ßend ver­steu­ert werden.

Wenn du im Online-Bereich dein Geld ver­dienst, dann soll­test du auf einen spe­zia­li­sier­ten Steu­er­be­ra­ter zurück­grei­fen. Aber auch die Anfor­de­rung für Pri­vat­per­so­nen stei­gen rasant an, wes­halb es sich lohnt pro­fes­sio­nel­le Hil­fe anzu­neh­men. Dadurch sparst du eini­ges an Geld und umgehst unnö­ti­ge Fehler.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © ste­vepb /Pixabay.com)

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