Dein geistiges Eigentum sichern: Websites und Tools zum Aufspüren von Plagiaten

Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich in diesem Artikel mit geklautem Website- bzw. Blogcontent. Vor ein paar Tagen wurde mir von einem anderen Geschädigten mitgeteilt, dass auf einer Website (den Namen werde ich hier nicht nennen) zahlreiche Beiträge von mir einfach so geklaut und minimal mit Hilfe eines Textspinners geändert wurden.

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Und wer weiß, ob nicht irgendwo auf anderen Blogs ebenfalls geklaute Texte von mir „übernommen“ wurden. Nicht immer lassen sich diese Kopien so einfach finden, denn schließlich verschwende ich kaum Zeit damit, nach Plagiaten zu suchen.

Dieser Diebstahl ist echt ärgerlich, vor allem weil ich nun ein paar Stunden damit beschäftigt bin, die Links der geklauten Beiträge sowie meine Links mit den Originalartikeln zu sammeln und dieses Vergehen an Google zu senden, in der Hoffnung, dass die Kopien wenigstens aus dem Google-Index genommen werden. Wahrscheinlich werde ich auch Anzeige bei der Polizei erstatten.

Außerdem kommt bei kopierten Texten neben der Verletzung des Urheberrechts noch ein weiterer negativer Punkt dazu, nämlich der des doppelten Contents, was sich auf Dauer schlecht auf das Ranking einer Seite auswirken kann und zu niedrigeren Besucherzahlen führt.

Ob ich mit einer Abmahnung Erfolg haben werde, kann ich bezweifeln, weil die Domain-Einträge, was den technischen Ansprechpartner (also Provider) sehr eigenartig sind. Und die DENIC, die ja die Domain registriert hat, weist jede Schuld von sich. Ich solle einen Anwalt heranziehen, denn gegen Inhaltsdiebstahl könne die DENIC nicht aktiv werden.

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Content rechtlich absichern lassen ist möglich

Es stellt sich in so einem Fall die Frage, ob man als Kreative/r eigenen Content vor Inhaltsdiebstahl absichern kann. Das Schweizer Unternehmen CopyrightControl bietet eine Rechtsschutzversicherung im Bereich des Urheberrechts und weitere Dienstleistungen zum Schutz des geistigen Eigentums an. Für Kreativschaffende ist deren Website eine wichtige Informationsquelle bezüglich der Absicherung vor Plagiaten.

Doch bevor du rechtlich gegen Urheberrechtsverletzung vorgehen kannst, musst du zuerst Plagiate aufspüren. Dafür gibt es zahlreiche Websites und Tools, die wichtigsten stelle ich nachfolgend vor:

Websites und Tools zum Aufspüren von Plagiaten

Du kannst mithilfe von Websites oder den entsprechenden Tools selbst auf die Suche nach Plagiaten gehen. Einer der bekanntesten Internetseiten für das Aufspüren von Plagiaten und Testen von Unique Content ist Copyscape, dessen Dienst man sowohl kostenlos – mit weniger Features – und auch kostenpflichtig nutzen kann. Kopierte Online-Texte lassen sich in der Gratis-Variante gut entdecken, indem du einfach auf der Startseite in das Feld die URL deines Beitrages eingibst und dann dir anzeigen lässt, ob dieser Artikel nochmal in dieser Fassung im Internet rumschwirrt.

Im kostenpflichtigen Premiumbereich kannst du noch ausführlicher und genauer testen. Außerdem ist es auch praktisches und unverzichtbares Tool für Webautoren, ihre eigenen Texte auf Einzigartigkeit zu überprüfen.

Denn wie schnell hat man einen gleich formulierten Satz wie in einem anderen Artikel geschrieben. Copyscape zeigt die identische Wortfolge genau in seinen Suchergebnissen an, sodass du auf dieser Grundlage Dubletten vermeiden kannst, indem du die betroffenen Textstellen umänderst.

Ich selbst habe auch schon mit Copyscape gearbeitet und war mit dessen Aufspürleistung sehr zufrieden.

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Du findest noch weitere interessante Anbieter von Plagiatsprüfungswebsites und -software im Internet. Hier die wichtigsten:

Plagaware: Ein weitere Website zum Aufspüren von Plagiaten ist Plagaware, wo du einmal den kostenlosen Dienst nutzen oder noch mehr Funktionen mit verschiedenen Tarifmodellen kaufen kannst.

PlagScan: Auf PlagScan lädst du nach deiner Registrierung deine zu prüfenden Dokumente hoch und lässt sie auf ihre Einzigartigkeit hin analysieren. Die Kosten hängen vom Nutzungsvolumen und gewählten Funktionsumfang ab, beginnen aber sehr niedrig mit 5 Euro.

PriorMart: Auf PriorMart kannst du auch zwischen verschiedenen Paketangeboten wählen. Außerdem bietet PriorMat eine notarielle Hinterlegung deiner Werke an.

Unicheck: Bis zu 500 Wörter kann man auf dieser Seite kostenlos testen. Bei längeren Texten gibt es auf Unicheck.com 3 verschiedene Preismodelle: Basic (1 Monat) für 9,97 Dollar, Quarter (3 Monate) für 6,98 Dollar pro Monat und Annum (12 Monate) für 4,99 Dollar pro Monat.

Docoloc: Vor allem für Institutionen wie Agenture, Verlage und Firmen ist der Online-Dienst Docoloc. Damit du deine Dokumente überprüfen kannst, musst du eine Lizenz kaufen, deren Kosten sich nach der Menge der kontrollierten Dokumente richtet.

Plagiarism Checker: Der kostenlose Plagiatschecker von Small SEO Tools ist praktisch für Texte, die eine Länge von 1000 Wörtern nicht überschreiten. Du kannst auch ein docx- und txt-Dateityp für den Test hochladen.

Duplichecker: Genauso wie der kostenlose Plagiarism Checker ist der Duplichecker ebenfalls ein Gratis-Tool zum Aufspüren von Plagiaten. Der zu überprüfende Text darf nicht mehr als 1000 Wörter lang sein. Das Hochladen eines Textdokuments ist ebenfalls möglich. Willst du einen Text überprüfen, der das Textlimit überschreitet, kannst du den Text in mehreren Abschnitten unterteilen und jeden einzeln auf Dubletten testen.

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Urheberrechtsverletzungen Google melden

Falls du Urheberrechtsverletzungen im Internet entdeckst, kannst du diese Google melden. Google bietet für diesen Zweck ein Formular an, in das du die entsprechenden Angaben einträgst und sie anschließend an Google sendest. Ich werde mir diese Sache in den nächsten Tagen genauer ansehen und diese Vorgehensweise testen. Ob sie den gewünschten Erfolg bringt – Entfernung der kopierten Texte aus dem Google-Index – wird sich zeigen.

Kategorien: Content|Tags: |2 Kommentare

2 Kommentare

  1. Olga Kulmann 4. August 2017 um 14:09 Uhr

    Hallo! So ein Diebstahl ist wirklich unangenehm. Hat Google auf Ihren Bericht schon reagiert?

  2. Susanne Braun 7. August 2017 um 08:50 Uhr

    Hallo Frau Kulmann,

    bis jetzt habe ich von Google noch nichts gehört. Das kann wohl dauern.

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