Goog­le Ana­ly­tics gehört zu den am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Moni­to­ring- und Aus­wer­tungs­tools, doch die meis­ten User nut­zen nur einen ganz gerin­gen Teil aller vor­han­de­nen Funk­tio­nen, teils weil sie nicht mehr benö­ti­gen, teils aber auch, weil sie sich mit der Anwen­dung nicht rich­tig auskennen.


Daher dürf­ten vie­le auf der Suche nach einem aus­führ­li­chen Hand­buch zu Goog­le Ana­ly­tics sein, so wie ich es auch war. Um mehr über Web­ana­ly­se, Kam­pa­gnen-Tracking, Con­ver­si­on-Ana­ly­se und indi­vi­du­el­le Daten­an­sich­ten zu erfah­ren, habe ich mir das Buch Goog­le Ana­ly­tics: Das umfas­sen­de Hand­buch zugelegt.

Wie ich fest­ge­stellt habe, gibt es die­ses Werk nun in neu­er Aus­ga­be inklu­si­ve Goog­le Tag Mana­ger und Search Con­so­le. Die Aus­ga­be von 2014 schließt dage­gen Goog­le Adwords und Goog­le Web­mas­ter Tools (frü­he­re Bezeich­nung für Search Con­so­le) ein.

Inhaltsaufbau von Google Analytics ‑Das umfassende Handbuch

Das Hard­co­ver-Buch ist mit fast 680 Sei­ten (inklu­si­ve Index) sehr umfang­reich. Der Kapi­tel­auf­bau gestal­tet sich folgendermaßen:

  1. Web­ana­ly­se im digi­ta­len Marketing
  2. Goog­le Ana­ly­tics kennenlernen
  3. Tracking-Kon­zept erstellen
  4. Struk­tu­ren schaffen
  5. Kon­to ein­rich­ten und Tracking-Code erstellen
  6. Daten­an­sich­ten anle­gen und Zie­le einrichten
  7. Die ers­te Säu­le der Aus­wer­tung: Besu­cher kennen
  8. Die zwei­te Säu­le der Aus­wer­tung: Besu­cher­quel­len entdecken
  9. Die drit­te Säu­le der Aus­wer­tung: Besu­cher­inter­es­sen verstehen
  10. Die vier­te Säu­le der Aus­wer­tung: Con­ver­si­ons analysieren
  11. Indi­vi­du­el­le Aus­wer­tungs­wün­sche erfüllen
  12. Feh­ler fin­den und beheben

Ers­ter Ein­druck: Um die mäch­ti­ge Ana­ly­se-Soft­ware Goog­le Ana­ly­tics zu erläu­tern, bedarf es natür­lich nicht nur vie­ler Wor­te, son­dern auch zahl­rei­cher Screen­shots. Und die gibt es in dem Buch in gro­ßer Anzahl, aller­dings alle in Schwarz-Weiß-Dar­stel­lung. Man­cher dürf­te sich dar­an stö­ren, aber ob die Dia­gram­me und wei­te­re Aus­wer­tungs­an­sich­ten in Far­be oder in Grau­tö­nen gedruckt sind, macht der Deut­lich­keit kei­nen Abbruch. Mich jeden­falls hat es nicht gestört.

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Ver­voll­stän­digt wird das Hand­buch von Tracking-Skript-Biblio­the­ken und regu­lä­ren Aus­drü­cken im Anhang sowie einem Index.

Was mir an die­sem Hand­buch sehr zuge­sagt hat, ist, dass die bei­den Autoren den Auf­bau und die Funk­tio­nen von Goog­le Ana­ly­tics anhand eines fik­ti­ven Online-Unter­neh­mens namens Tira­mi und des­sen Aus­wer­tungs­zie­len erläu­tern, denn Ana­ly­tics abs­trakt ohne kon­kre­te Bei­spie­le dem Leser nahe zu brin­gen, wür­de kaum funktionieren.

Der Einstieg in das Analyse-Tool: Kapitel 1 bis 5

Doch zuerst begin­nen die Autoren ganz von vor­ne, stel­len Goog­le Ana­ly­tics und sei­ne Ober­flä­che vor, erstel­len ein Tracking-Kon­zept und prä­sen­tie­ren Tira­mi, das fik­ti­ve Online-Unter­neh­men, anhand des­sen Bei­spiel Kon­ten, Pro­per­ties, Ansich­ten und ver­schie­de­ne Aus­wer­tun­gen in Goog­le Ana­ly­tics vor­ge­nom­men und dem Leser ver­mit­telt werden.

Und mit Tira­mi beginnt dann der kon­kre­te Ein­stieg in das Tool, indem das Kon­to ein­ge­rich­tet und der Tracking-Code abge­ru­fen wird. Ich ver­mu­te mal, dies sind die wesent­li­chen Schrit­te, die jeder, der Goog­le Ana­ly­tics für die Erfas­sung der Web­site-Besu­cher­zah­len ein­setzt, kennt.

Doch dann geht es deut­lich weiter.

Erste Ansichten und Ziele einrichten sowie Auswertungen vornehmen: Kapitel 6 bis 10

Die­se Kapi­tel zei­gen dem eher unge­üb­ten Goog­le-Ana­ly­tics-Nut­zer, was das Online-Tool so wirk­lich alles drauf hat: Bei dem Ein­rich­ten von Zie­len wird genau auf das Anle­gen von Fil­tern ein­ge­gan­gen, mit denen man Daten­an­sich­ten ein­gren­zen kann, wie bei­spiels­wei­se mit dem Fil­ter Sei­ten­in­hal­te grup­pie­ren oder Inter­ne Zugrif­fe ausschließen.

Man erfährt, wie man Zie­le defi­niert und unter dem Bereich Ziel­typ die­se anlegt. Eben­falls wich­tig zu wis­sen: Wie funk­tio­niert eine Ver­knüp­fung des Ana­ly­tics-Kon­tos mit ande­ren Goog­le-Pro­duk­ten wie AdWords, Search Con­so­le (vor­mals Goog­le Web­mas­ter Tools) und AdSense?

In den dar­auf­fol­gen­den Aus­wer­tungs­ka­pi­teln erfährt man, wie man wesent­li­che Daten sei­ner Web­site-Besu­cher, Besu­cher­quel­len, Besu­cher­inter­es­sen sowie Con­ver­si­ons abru­fen und ana­ly­sie­ren kann. Gera­de das Kapi­tel über die Aus­wer­tung von Besu­cher­inter­es­sen hat mir selbst viel gebracht, denn vor der Lek­tü­re war mir nicht klar, wie ich z. B. Down­loads von mei­nen Web­sites mes­sen kann oder wel­che Sei­ten mei­ner Inter­net­auf­trit­te die meis­ten AdSen­se-Ein­nah­men generieren.

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Fast schon Profi: Individuelle Auswertungen sowie Fehler finden und beheben: Kapitel 11 und 12

Die bei­den letz­ten Kapi­tel zei­gen Ansät­ze, wie man indi­vi­du­el­le Berich­te erstellt, Feh­ler behebt bzw. was man mit Goog­le Ana­ly­tics vor allem falsch machen kann und die­se Feh­ler ver­hin­dert. Um die­se zwei Abschluss­ka­pi­tel selbst in der Pra­xis anwen­den zu kön­nen, muss man aller­dings schon ein sehr gutes Ver­ständ­nis für das Tool und sei­ne Funk­ti­ons­wei­se erlangt haben.

Die Lek­tü­re des Buches ver­deut­licht, wie mäch­tig Goog­le Ana­ly­tics ist und wer einen halb­wegs rou­ti­nier­ten Umgang erler­nen will, wird wohl nicht umhin­kom­men, das Hand­buch mehr als ein­mal durch­zu­ar­bei­ten. Ich kann nur jedem den Tipp geben, beim Lesen das Tool am PC oder Lap­top vor sich geöff­net zu haben, um gleich bestimm­te Funk­tio­nen live aus­zu­tes­ten. Außer­dem soll­test du Goog­le Ana­ly­tics auf dei­nen Web­sites oder Blogs ein­set­zen, damit sich die tro­cke­ne Theo­rie leich­ter erschlie­ßen lässt.

Mir ist jeden­falls klar gewor­den, dass eine ein­ma­li­ge Lek­tü­re nicht aus­reicht, um rou­ti­niert mit Goog­le Ana­ly­tics arbei­ten zu kön­nen, beim zwei­ten Lese­durch­gang wer­de ich mir wei­te­re Zie­le für mei­ne Web­sites defi­nie­ren und fest­le­gen, damit ich detail­lier­ter und pro­fes­sio­nel­ler mit dem Tool arbei­ten kann.

Fazit

Goog­le Ana­ly­tics in sei­ner gan­zen Funk­ti­ons­band­brei­te — das lie­fert wirk­lich das Buch Goog­le Ana­ly­tics: Das umfas­sen­de Hand­buch. Inkl. Goog­le AdWords-Inte­gra­ti­on und Goog­le Web­mas­ter Tools. Doch leich­te Kost ist es nicht. Wer es nur durch­liest, ohne in Ana­ly­tics mit­zu­ar­bei­ten und die auf­ge­führ­ten Pra­xis­bei­spie­le anzu­wen­den, wird alles wie­der schnell ver­ges­sen. Dafür ist Goo­g­les Online-Aus­wer­tungs­soft­ware zu komplex.

Wer mehr über Ana­ly­tics erfah­ren will, der ist bei die­sem Buch sehr gut auf­ge­ho­ben. Ich kann es jeden­falls nur wei­ter­emp­feh­len. Dass die bei­den Autoren eine umfas­sen­de und trotz aller Kom­ple­xi­tät ver­ständ­li­che Soft­ware-Vor­stel­lung ablie­fern, zei­gen auch die sehr guten Bewer­tun­gen auf Amazon.

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Wer sich das Hand­buch genau­er anschau­en möch­te, fin­det auf Ama­zon auch einen Blick in das Buch.

Kurzdaten des Buches

Goog­le Ana­ly­tics: Das umfas­sen­de Hand­buch. Inkl. Goog­le AdWords-Inte­gra­ti­on und Goog­le Web­mas­ter Tools (Gali­leo Com­pu­ting)*

Gebun­de­ne Aus­ga­be: 679 Seiten
Ver­lag: Rhein­werk Computing