Jede Nacht nimmt er sich eine neue Frau ins Bett.


Getrie­ben von der Wut der Ver­gan­gen­heit und der Angst, betro­gen zu wer­den, tötet er sie am dar­auf­fol­gen­den Morgen.

Eines Nachts nimmt er sich eine neue Jungfrau.

Doch die­se ist anders.

War­um?

Weil sie zur Über­ra­schung ihrer Eltern und des gan­zen König­rei­ches am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen noch lebte.

Wer war die­se Frau und wie lau­te­te ihr Name?

Bevor ich dir das ver­ra­te, möch­te ich dir noch eine Fra­ge stellen:

Was ist das effek­tivs­te Con­tent-For­mat aller Zeiten?

Sto­ry­tel­ling.

War­um?

Weil Sto­ries dich sofort in ihren Text hineinziehen.

Wenn du eine Geschich­te erzählst, dann hast du die Kontrolle.

Du bestimmst die Atmo­sphä­re, die Emo­tio­nen und das Ende.

Aber wie erzählst du inter­es­san­te Geschichten?

Ich ver­ra­te es dir nur unter einer Bedingung:

Ich brau­che dei­ne unge­teil­te Aufmerksamkeit.

Denn was du hier bekommst, ist unge­fil­ter­tes Wis­sen aus der Praxis.

Die­ses Wis­sen kannst du sofort umsetzen.

Und wenn du es rich­tig machst, kannst du damit dei­nen Umsatz ver­viel­fa­chen, die Prei­se dei­ner Pro­duk­te erhö­hen, ner­vi­ge Kun­den ver­ja­gen und trotz­dem mehr ver­die­nen als zuvor.

Habe ich nun dei­ne Aufmerksamkeit?

Wenn ja, dann geht’s hier zum ers­ten Gebot:

10 Storytelling-Gebote für ein erfolgreiches Onlinebusiness 2020

Bild­quel­le: unsplash​.com/​@​a​n​d​r​e​w​t​n​eel

Gebot #1: Du sollst niemals mit einer Geschichte anfangen

Was haben erfolg­rei­che Autoren gemeinsam?

Ich sag es dir:

Sie schrei­ben einen Best­sel­ler nach dem anderen.

Und einer von ihnen ver­rät dir sein obers­tes Gebot:

“Begin­ne immer mit dem Ende.”

Bevor du den ers­ten Satz schreibst, soll­test du das Ende ken­nen. Wenn du das Ende kennst, dann weißt du genau, wohin das Aben­teu­er geht.

Jedes dei­ner Wor­te spielt plötz­lich eine wich­ti­ge Rol­le und du ver­wirrst dei­nen Leser nicht mit sinn­lo­sem Geplauder.

Ich bin kein Roman­au­tor, du ver­mut­lich auch nicht. Des­halb habe ich das Gebot ein wenig modifiziert:

Begin­ne zuerst mit dei­ner Kernidee.

Wenn du dei­ne Kern­idee auf­schreibst, dann hast du etwas, was den meis­ten Arti­keln, ÜBER-Sei­ten und Sales­pa­ges fehlt.

Was ist es?

Der rote Faden.

Mit der Kern­idee erschaffst du einen roten Faden, an dem sich dein Leser ori­en­tie­ren kann — von der Über­schrift bis hin zum “Jetzt Kaufen-Button”.

Wenn du eine Kern­idee hast, dann führt alles, was du schreibst, dar­auf zu.

So wird es für dich ein­fa­cher sein, eine pas­sen­de Geschich­te zu jeder Idee zu finden.

Und glau­be mir:

Eine Geschich­te für eine Idee zu fin­den, ist deut­lich ein­fa­cher als umgekehrt.

Das klingt jetzt viel­leicht ver­rückt, aber ich sage es dir trotzdem:

Ich hat­te mal Kopf­schmer­zen von einem Arti­kel bekom­men, weil mir ein­fach kei­ne pas­sen­de Geschich­te zu einem Unter­punkt ein­ge­fal­len ist. Nach einem kur­zen Spa­zier­gang drau­ßen an der fri­schen Luft fiel mir dann die Kern­idee ein, die vor­her gefehlt hat.

Und dann fand ich schnell die pas­sen­de Geschich­te dazu.

Also:

Fang immer mit einer Kern­idee an.

10 Storytelling-Gebote für ein erfolgreiches Onlinebusiness 2020

Bild­quel­le: unsplash​.com/​@​s​h​o​t​b​y​g​a​i​nes

Gebot #2: Du sollst deine Leser nicht abschrecken

Ich gebe es zu:

Die­ses Gebot ist offen­sicht­lich. Des­halb soll­test du dir die Fra­ge stellen:

“Wie kann ich mei­ne Leser abschrecken?”

Wenn du die Ant­wort auf die­se Fra­ge hast, dann kannst du genau die­se Situa­ti­on ver­mei­den. Und hier gebe ich dir die Antwort:

Erzäh­le kei­ne lang­wei­li­gen Geschichten.

Wie sieht eine Geschich­te lang­wei­lig aus?

Etwa so:

“In Bra­si­li­en gab es eine Prä­si­dent­schafts­wahl. Der Kan­di­dat Bal­so­na­ro hat­te die Wahl mit gro­ßem Vor­sprung gewon­nen. Mit sei­ner Fami­lie fei­er­te er ein gro­ßes Fest. Vie­le sei­ner Freun­de kamen eben­falls zur Fei­er. Danach blablabla…”

So soll­test du nie­mals eine Sto­ry schrei­ben. Warum?

Weil es kein Gegen­wind gibt. Sie ist mono­ton und lang­weilt schon wäh­rend des ers­ten Sat­zes — Fan­ge nie­mals mit einer Beschrei­bung an.

Wie machst du es stattdessen?

So:

Nach Anga­be sei­nes Soh­nes hat er dem Tod ins Auge geblickt. Das Mes­ser durch­bohr­te sei­nen Bauch und der Dok­tor bestä­tig­te, dass er 40 Pro­zent von sei­nem Blut verlor.

Eigent­lich nichts Unge­wöhn­li­ches, denn in Bra­si­li­en wer­den täg­lich Men­schen ersto­chen, doch die­ser bekam die Auf­merk­sam­keit der gesam­ten Welt.

Wer war die­ser Mann?

Es war der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Bal­so­na­ro. Einen Monat vor der Wahl pas­sier­te der Anschlag.

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Und eines war danach sicher: Er wür­de die Wahl gewin­nen. Wieso?

Weil 97% der Bevöl­ke­rung in Bra­si­li­en an Gott glaubt. Und als Bal­so­na­ro im Kran­ken­haus lag, publi­zier­te er ein Video, in dem er sag­te: “Es ist ein Wun­der, dass ich über­lebt habe. Gott selbst hat mich auf die­se Erde geschickt mit einer Mis­si­on: Gott möch­te, dass ich Prä­si­dent werde.”

Dem konn­te nie­mand wider­spre­chen. Sein Gegen­kan­di­dat hat­te kei­ne Chan­cen mehr.

Die Moral der Geschichte?

Dei­ne Sto­ries brau­chen Gegenwind.

Du kennst es von Hol­ly­wood: Jeder Film hat in der Mit­te oder zu Beginn eine Katastrophe.

Baue also Hin­der­nis­se in dei­ne Sto­ries ein, die es dem Hel­den fast unmög­lich machen, sein Ziel zu erreichen.