Mit die­sem Arti­kel wer­de ich von jetzt an in die­sem Blog neben den ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten, Geld im Inter­net zu ver­die­nen, auch Tools, Soft­ware oder auch inter­es­san­te Web­sites vor­stel­len, die die Arbeit für Selb­stän­di­ge erleich­tern.


Vor­stel­len wer­de ich heu­te Lex­li­ve, einem seit dem 1. Juni 2009 ver­füg­ba­ren neu­en Soft­ware as a Ser­vice von Lex­wa­re, den Inter­es­sier­te bis Ende 2009 kos­ten­los tes­ten und anwen­den kön­nen. Ab 2010 ver­langt Lex­wa­re 4,99 € pro Monat und Account.

Mit die­sem neu­en Online-Por­tal wen­det sich Lex­wa­re vor allem an Selb­stän­di­ge und Klein­un­ter­neh­men, die damit ihr gesam­tes Rech­nungs­we­sen online erle­di­gen und ver­wal­ten kön­nen. Alle vom User ein­ge­tra­ge­nen Daten wer­den per Inter­net auf den Ser­ver hoch­ge­la­den. Somit soll der läs­ti­ge Papier­kram end­gül­tig der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.

Um die­sen Ser­vice oder Dienst nut­zen zu kön­nen, ist kei­ne Soft­ware-Instal­la­ti­on nötig.

Sie brau­chen nur einen gän­gi­gen Brow­ser (Inter­net Explo­rer, Fire­fox, Ope­ra; bei Safa­ri funk­tio­niert der Ser­vice noch nicht rich­tig) mit akti­vier­tem Java­script. Sofern Ihr Rech­ner auch über ein Flash-Plugin ver­fügt, las­sen sich auch die Demo-Vide­os mit dem Videobe­ra­ter star­ten. Java­script muss ein­ge­schal­tet sein, weil das Front­end mit AJAX arbei­tet.

Web 2.0‑Oberfläche

Ich habe Lex­li­ve selbst getes­tet und war von der Umset­zung sehr zufrie­den, denn die aus­zu­füh­ren­den Arbeits­schrit­te sind zum größ­ten Teil selbst­er­klä­rend. Die Arbeits­pro­zes­se wer­den als Ord­ner dar­ge­stellt und sind in Ser­vice, Arti­kel, Rech­nun­gen & mehr, Kun­den und Über­sicht unter­teilt.

Die mit AJAX rea­li­sier­te Ober­flä­che reagiert umge­hend auf Ihre Maus­ak­tio­nen. Wol­len Sie eine Rech­nung schrei­ben, wäh­len Sie ein­fach den Ord­ner “Rech­nun­gen & mehr” und gleich erscheint ein vir­tu­el­les Rech­nungs­for­mu­lar. Gehen Sie mit dem Maus­zei­ger über die Rech­nungs­an­schrift, öff­net sich ein Ein­ga­be­feld, in das Sie die Kun­den­an­schrift ein­ge­ben kön­nen oder eine bereits vor­han­de­ne aus der Daten­bank aus­wäh­len kön­nen. Kli­cken Sie auf den Logo-Bereich, bie­tet Ihnen Lex­li­ve an, Ihr Fir­men­lo­go zu impor­tie­ren und in die Rech­nung ein­zu­fü­gen.

Genau­so ein­fach läuft die Aus­wahl der Rech­nungs­pos­ten ab. Auch bei die­sem Arbeits­schritt kön­nen Sie die in Rech­nung gestell­ten Pro­duk­te ein­zeln ein­fü­gen oder aus der Daten­bank wäh­len — falls Sie schon Daten in dem Sys­tem ange­legt haben.

Ein Schwach­punkt ist, dass Sie kei­ne Kun­den­da­ten aus ande­ren Quel­len in Lex­li­ve impor­tie­ren kön­nen. So ist dann viel Schreib­ar­beit nötig, um alle vor­han­de­nen Daten in das Sys­tem von Hand zu über­tra­gen. Der Daten­ex­port ist dage­gen von Anfang an mög­lich: Sie kön­nen sich die Kun­den­da­ten also bei­spiels­wei­se für Ihre Buch­hal­tung auf den PC her­un­ter­la­den. Ein wei­te­res Minus: Sie kön­nen kei­ne digi­ta­len Signa­tu­ren in die Rech­nun­gen ein­fü­gen.

Erstell­te Rech­nun­gen kön­nen Sie per Mail ver­sen­den oder aus­dru­cken. Die vor­han­de­nen Daten las­sen sich wie bei jeder Daten­bank belie­big aus­wer­ten und sta­tis­tisch auf­be­rei­ten. Als inter­es­san­tes Extra ist in Lex­li­ve eine News­let­ter­funk­ti­on inte­griert. Anwen­der kön­nen also an alle in der Daten­bank vor­han­de­nen Adres­sen sofort News­let­ter ver­sen­den. Um Spam­mer abzu­schre­cken, ist der News­let­ter­ver­sand aber nur an Adres­sen mög­lich, die bereits in der Daten­bank erfasst sind, zusätz­lich kön­nen drei Adres­sen von Hand ein­ge­ge­ben wer­den. Eben­falls vor­han­den ist eine Schnitt­stel­le, um die Daten an Ihren Steu­er­be­ra­ter wei­ter­zu­lei­ten — sei es in digi­ta­ler Form oder als Aus­druck.

Jeder Kun­de kann genau einen Account anle­gen, der dann über alle Rech­te ver­fügt. Ein wei­te­rer Account mit ein­ge­schränk­ten Rech­ten, bei­spiels­wei­se für einen Mit­ar­bei­ter, ist nicht mög­lich und soll laut Lex­wa­re nicht den Bedürf­nis­sen der Ziel­grup­pe ent­spre­chen.

Datenschutz und Mehrwert

Da Sie bei die­sem Ser­vice natür­lich alle Kun­den­da­ten aus Ihrer Hand geben, kommt die Fra­ge auf, wie sicher der Daten­schutz ist. Lex­wa­re sichert zu, dass die Kun­den­da­ten nicht sta­tis­tisch oder sonst wie aus­ge­wer­tet wer­den. Der Daten­trans­fer zwi­schen dem Rech­ner des Kun­den und dem Lex­wa­re-Ser­ver erfolgt via htt­ps — das war es dann aber auch schon in Sachen Sicher­heit. Lex­wa­re garan­tiert kei­ne Min­dest­ver­füg­bar­keit und ver­spricht kei­nen Scha­dens­er­satz, wenn Lex­li­ve ein­mal online nicht erreich­bar sein soll­te. Sup­port gibt es kos­ten­los per Mail und Forum sowie FAQs.

Bleibt zum Schluss die Fra­ge nach dem Sinn die­ser Soft­ware. Lex­li­ve lässt sich wirk­lich spie­le­risch leicht bedie­nen und man kann auch viel­fäl­ti­ge Aus­wer­tun­gen vor­neh­men, so z. B. nach den bes­ten Kun­den und am meis­ten ver­kauf­ten Pro­duk­ten fil­tern. Wenn Sie auf Ihrem Rech­ner bereits eine kauf­män­ni­sche Soft­ware instal­liert haben, bie­tet Lex­li­ve kei­nen Mehr­wert. Wer aller­dings eine “Zet­tel­wirt­schaft” betreibt, gewinnt durch die zen­tra­le Daten­er­fas­sung deut­lich Zeit.

Außer­dem soll­te man bei der Nut­zung von Lex­li­ve einen Breit­band­an­schluss besit­zen, um den Ser­vice nut­zen zu kön­nen. Und hof­fent­lich bricht nicht gera­de die Inter­net­ver­bin­dung zusam­men, wenn man eine wich­ti­ge Kun­den­in­for­ma­ti­on suchen will …

Update: Lex­li­ve heißt mitt­ler­wei­le LexOf­fice. Die inter­net­ba­sier­te Anwen­dung kos­tet pro Monat und Fir­ma 4,90 Euro net­to.