Nach­dem ich für mei­nem Blog bestimm­te Plugins zur Lade­zeit­op­ti­mie­rung aus­ge­wählt, ande­re wie­der­um gelöscht und noch wei­te­re Schrit­te durch­ge­führt habe, wer­de ich in die­sem Bei­trag mei­nem Blog auf GTme­trix, Ping­dom und Goog­le Page Speed tes­ten.


Vor­her muss ich noch erwäh­nen, dass ich neben ver­schie­de­nen Opti­mie­rungs­plugins die htac­cess-Datei ver­bes­sert habe. Die SEO-Agen­tur Ham­burg stellt in die­sem Bei­trag eine Wor­d­Press-opti­mier­te htac­cess-Datei zur Nut­zung zur Ver­fü­gung. Die­se habe ich für mei­nem Blog ver­wen­det, es sind dafür nur weni­ge Anpas­sun­gen nötig.

Tei­le der Arti­kel­rei­he „Lade­ge­schwin­dig­keit opti­mie­ren:

    1. Kos­ten­lo­se Tools zum Tes­ten der Web­site-Geschwin­dig­keit
    2. Lade­ge­schwin­dig­keit opti­mie­ren: Vor­be­rei­tun­gen
    3. Bil­der mit­hil­fe von Wor­d­Press-Plugins kom­pri­mie­ren
    4. Ver­schie­de­ne Lade­zeit-Tests

Tests auf GTmetrix

Ich tes­te auf GTme­trix die Start­sei­te und zwei Unter­sei­ten, davon eine sta­ti­sche Sei­te und einen Blog­ar­ti­kel. Als Ser­ver­stand­ort wäh­le ich Lon­don (UK) aus.

Die Wer­te sind bei die­sem Tool recht anspre­chend.

GTmetrix Auswertung

Der YSlow-Score ist nied­ri­ger als der Page­S­peed-Score. Das liegt dar­an, dass YSlow ein CDN ver­langt bzw. den Ein­satz eines CDN höher bewer­tet, sodass es schwie­rig, in die­sem Bereich weit über 90 Punk­te zu gelan­gen.

Hin­weis: Mit einem CDN kann man die Lade­zeit von Web­sites spür­bar stei­gern, denn bestimm­te Datei­en wie sta­ti­sche Web­site-Inhal­te (dazu gehö­ren Bil­der, CSS- und Java­Script-Datei­en) wer­den auf exter­ne Ser­ver abge­legt und gespei­chert.

Die­se Res­sour­cen wer­den dann beim Auf­ruf sehr schnell gela­den, was die Lade­ge­schwin­dig­keit posi­tiv beein­flusst.

Der Lade­zeit-Test für die sta­ti­sche Sei­te fällt von den Wer­ten genau­so aus, die Gesamt­lad­zeit fällt ein biss­chen bes­ser aus als für die Start­sei­te, sie liegt bei 1,1 Sekun­den.

In mei­nem Blog habe ich Wer­be­ban­ner von The­Mo­ney­ti­zer ein­ge­bun­den, und zwar einen in der Sei­ten­leis­te und einen im obe­ren Con­tent­be­reich eines jeden Blog­ar­ti­kels.

Die­se Wer­be­ban­ner stei­gern die Anzahl der Requests, was auch die Lade­zeit deut­lich nega­tiv beein­flusst.

GTmetrix Auswertung

Da ich die Wer­be­ban­ner bis auf Wei­te­res in mei­nem Blog las­sen wer­de, muss ich die­sen Nach­teil in Kauf neh­men. Um zu sehen, wie sich die Wer­te ver­än­dern, wenn die Wer­be­ban­ner deak­ti­viert sind, habe ich einen Test ohne Ban­nerskrip­te durch­ge­führt.

Wie man sieht, geht die Reque­st­an­zahl von 140 auf 34 run­ter, die Lade­zeit sinkt um knapp 3 Sekun­den.

GTmetrix Auswertung

Fazit GTmetrix

Alles in allem sind die Wer­te und auch die von GTme­trix ermit­tel­te Lade­zeit gut (wenn man von den Wer­be­ban­nern absieht).

Tests auf Pingdom

Nun tes­te ich die Sei­te auf Ping­dom, der von mir gewähl­te Ser­ver­stand­ort vor dem Durch­lauf ist Frank­furt a. M. in Deutsch­land.

Pingdom Auswertung

Hier wird wie­der etwas mehr ange­krei­det. Die ermit­tel­ten Requests lie­gen bei 44, bei GTme­trix lagen sie bei 33, die Lade­zeit beträgt 810 ms, die Web­site­grö­ße 2,2 MB.

Wie in der Gra­fik zu sehen ist, sol­len fol­gen­de Punk­te ver­bes­sert wer­den:

  • Sen­kung der http-Requests: Auch in GTme­trix wird emp­foh­len, die Requests zu sen­ken.
  • Ver­wen­dung von Coo­kie-frei­en Domains: Was dies bedeu­ten soll, wuss­te ich zunächst gar nicht. Beim Goog­len habe ich in einem Forum ent­deckt, dass dies bedeu­ten soll, dass man sta­ti­sche Kom­po­nen­ten wie z. B. Bil­der auf einer Sub­do­main aus­la­gert, wo kei­ne Coo­kies gespei­chert wer­den. Klingt für mich unsin­nig.
  • Gzip-Kom­pri­mie­rung von bestimm­ten Ele­men­ten: Die­ser Punkt wird in GTme­trix nicht als ver­bes­se­rungs­wür­dig ange­zeigt.
  • Hin­zu­fü­gen von Expi­res hea­ders: War­um das ange­krei­det wird, ist mir noch nicht klar, da in der htac­cess-Datei mod_​expires inte­griert ist. Außer­dem wird in GTme­trix die­ser Bereich unter YSlow in grün — also als in Ord­nung (100 Punk­te) – ange­zeigt.

Auch bei der sta­ti­schen Blog­sei­te sind die ange­zeig­ten Wer­te bei Ping­dom fast iden­tisch.

Fazit Pingdom

Die Lade­zeit ist ganz in Ord­nung, doch die gemel­de­ten Schwach­stel­len unter­schei­den sich deut­lich von denen bei GTme­trix. Ich wer­de in der nächs­ten Zeit über­prü­fen, inwie­weit ich dar­an noch etwas ver­bes­sern kann.

Test in Google Pagespeed

Goog­le Page­s­peed tes­tet nicht die genaue Lade­ge­schwin­dig­keit einer Web­site, son­dern zeigt bestimm­te Lab­wer­te an, wie

  • Ers­te Inhal­te gezeich­net (FCP= First Con­tent­ful Paint: gibt an, wann der ers­te Text oder das ers­te Bild gezeich­net wird.)
  • Geschwin­dig­keits­in­dex: gibt an, wie schnell die Inhal­te einer Sei­te sicht­bar dar­ge­stellt wer­den.
  • Zeit bis Inter­ak­ti­vi­tät: Die Zeit bis Inter­ak­ti­vi­tät ent­spricht der Zeit, die ver­geht, bis die Sei­te voll­stän­dig inter­ak­tiv ist.
  • Inhal­te weit­ge­hend gezeich­net: gibt an, wann die Haupt­in­hal­te einer Sei­te sicht­bar sind.
  • Ers­ter CPU-Leer­lauf: gibt an, wann die Akti­vi­tät des Haupt­threads der Sei­te das ers­te Mal gering genug ist, um Ein­ga­ben zu ver­ar­bei­ten.
  • Maxi­ma­ler poten­zi­el­ler First Input Delay: ent­spricht der Dau­er der längs­ten Auf­ga­be in Mil­li­se­kun­den.

Die­se Begriff­lich­kei­ten ver­ste­he ich nicht alle, über den Link wei­te­re Infor­ma­tio­nen wer­de ich mich dazu ein­le­sen müs­sen.

Auf jeden Fall gibt es bei der mobi­len und Desk­to­p­an­zei­ge noch kei­ne guten Wer­te: Mobil liegt er bei 45, der Desk­top-Wert bei 78. Gut wären Wer­te um die 85. Alles was ab und über 90 liegt, ist im grü­nen Bereich.

Google Pagespeed Auswertung

Die unter den Lab­da­ten auf­ge­führ­ten Emp­feh­lun­gen wie Res­sour­cen besei­ti­gen, die das Ren­de­ring blo­ckie­ren und nicht ver­wen­de­te CSS ent­fer­nen sol­len angeb­lich kei­ne direk­te Aus­wir­kung auf die Leis­tungs­be­wer­tung haben.

Der Goog­le Page­s­peed-Test für die sta­ti­sche Sei­te ergibt fast die glei­chen Wer­te, der Desk­top-Wert liegt etwas höher bei 86, der mobi­le eben­falls bei 46.

Posi­tiv sind immer­hin 18 bzw. 20 bestan­de­ne Prü­fun­gen, wie Bil­der rich­tig dimen­sio­nie­ren, nicht sicht­ba­re Bil­der auf­schie­ben, CSS kom­pri­mie­ren, Java­Script kom­pri­mie­ren etc.

Fazit Google Pagespeed

Die­se Wer­te sind nicht son­der­lich zufrie­den­stel­lend. Ich will mich kun­dig machen, wie ich die­se Daten ver­bes­sern kann und ob das mit ein­fa­chen Bord­mit­teln über­haupt geht. Das Ergeb­nis wird ein wei­te­rer Bei­trag in die­ser Arti­kel­rei­he sein.

Fazit

Ich habe mir drei bekann­te Tools zum Tes­ten mei­ner Blog­la­de­zeit aus­ge­wählt. Gene­rell ist die Lade­zeit nicht schlecht, so wie sie von GTme­trix und Ping­dom ange­zeigt wird.

Klei­ne Ver­bes­se­run­gen sind immer noch mög­lich, und außer­dem lie­fern die bei­den Tools in bestimm­ten Punk­ten unter­schied­li­che Aus­sa­gen, die mich stut­zig machen.

Goog­le Page­s­peed lie­fert kei­ne guten Zah­len. Was sich da ver­bes­sern lässt, wird sich zei­gen. Letzt­end­lich haben mei­ne Opti­mie­rungs­maß­nah­men eini­ges gebracht, denn davor waren die Resul­ta­te in GTme­trix, Ping­dom und sogar Goog­le Page­s­peed schlech­ter gewe­sen.

Fol­gen­de Plugins set­ze ich ein:

  • WP Fas­test Cache
  • Aut­op­ti­mi­ze und Auto­clear Aut­op­ti­mi­ze Cache
  • Ima­gi­fy Bild­kom­pri­mie­rung
  • Lazy Load

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © rodrix147 /Pixabay.com)