Nachdem ich im ersten Artikel die Google Search Console vorgestellt und den Anmeldeprozess erläutert habe, geht es nun in media res.


Ich stelle in diesem Beitrag die ersten drei Punkte Übersicht, Leistungen und URL-Prüfung vor.

Google Search Console: Übersicht

Wenn du in der Console eingeloggt bist, werden dir in der Übersicht ein Diagramm zu den Leistungen, der Abdeckung und zu Verbesserungen bezüglich Ladegeschwindigkeit und mobile Nutzerfreundlichkeit angezeigt.

Über den jeweiligen Link Bericht öffnen kommst du in die Detailansicht der einzelnen Anzeigen.

Google Search Console

Das Kästchen Leistung zeigt an, wie viele Klicks in den letzten drei Monaten auf deine Seiten erfolgt sind.

Unter Abdeckung kannst du erkennen, wie viele Seiten einen 404-Fehler verursachen oder ein Crawling-Problem haben. Genauere Informationen findest du, wenn du den Bericht dazu öffnest.

Unter Verbesserungen wird dir angezeigt, ob die Ladezeit deines Blogs oder deiner Website gut ist oder noch verbessert werden kann, wie sich die Usability auf Mobilgeräten gestaltet und welche Rich-Suchergebnisse Google auf deiner Website oder deinem Blog gefunden hat und ob sie gelesen werden können. Mehr über Rich-Suchergebnisse erfährst du hier.

Google Search Console: Leistung

Die Detailansicht von Leistung ist eine interessante und für Blogger bzw. Website-Betreiber aufschlussreiche Datensammlung, was Seitenimpressionen in den Suchergebnissen und die Klicks über einen bestimmten Zeitraum angeht.
Google Search Console

Bild: Leistung-Übersichtgrafik der Google Search Console

Was auch angezeigt wird, ist die durchschnittliche Click-Through-Rate (CTR) und die durchschnittliche Position in den Google-Suchergebnissen.

Unterhalb dieser Zahlen finden sich auf dem Tab Suchanfragen die Suchbegriffe von Usern, über die diese auf deinen Blog oder Website gelangen.

Die Werte Klicks und Impressionen zeigen an, wie oft eine Seite deines Blog oder deiner Website bei dem jeweiligen Suchbegriff eingeblendet wurde und wie oft User auf das Suchergebnis geklickt haben.

Lesen  Fünf nützliche kostenlose Analyse-Tools für Keyword-Recherche, Backlinks und Texterstellung

Klickst du auf den jeweiligen Suchbegriff, werden dir weitere wichtige Informationen dazu geliefert:

  • die Anzahl der Klicks über den festgelegten Zeitraum (standardmäßig drei Monate)
  • die Anzahl der Impressionen (Einblendungen) über den festgelegten Zeitraum
  • die durchschnittliche CTR
  • die durchschnittliche Position in den Suchergebnissen

Google Search Console

Bild: Detailinformationen zu einem Suchbegriff: Die Anzahl der Klicks könnte im Vergleich zu den Impressionen doch etwas höher sein. Willst du in der Liste der Suchanfragen neben Klicks und Impressionen noch den durchschnittlichen CTR und die durchschnittliche Position sehen, setze oben bei den Zahlen die Häkchen, so wie sie bei Klicks und Impressionen standardmäßig gesetzt sind.

Optimierungsmöglichkeiten anhand der von Google Search Console gelieferten Zahlen

Aus diesen Zahlen kannst du einiges ableiten. Ist zum Beispiel die Anzahl der Impressionen recht hoch, die Anzahl der Klicks sehr niedrig, liegt dies meist daran, dass die Seite nicht weit oben in den Suchergebnissen gelistet ist, das müsste die durchschnittliche Position auch wiederspiegeln.

Willst du also deutlich mehr Klicks, solltest du die Seite oder den Blogartikel optimieren, hinsichtlich der Verwendung von Keywords oder der Optimierung und Ausarbeitung des Artikeltextes. Ebenfalls verbesserungswürdig sind meist der Meta-Title und die Meta-Description.

Um zu überprüfen, was die Konkurrenz an Keywords und entsprechendem Snippet liefert, kannst du den Suchbegriff bei Google eingeben und dir die Resultate betrachten. So erkennst du oft schnell, wo bei dir eventuell die Schwächen liegen.

Möglicherweise ist der Suchbegriff in deinem Meta-Title und in der -Description nicht oder nicht am Anfang des Textes enthalten, vielleicht ist dein Text nicht optimal mit verschiedenen Überschriften strukturiert, enthält die wesentlichen Schlüsselbegriffe zu wenig oder ist nicht ausführlich genug ausgearbeitet. Welche Schritte für die OnPage-Optimierung wichtig sind, findest du in dem Beitrag OnPage-Optimierung in acht Schritten.

Neben dem Tab Suchanfragen finden sich in der Leistungsansicht und der Suchbegriff-Detailseite weitere Registerkarten:

Lesen  SEO mit Rich Snippets und strukturierten Daten

Seiten: In der Übersicht findest du hier die Seiten aufgelistet, die die meisten Klicks und die meisten Impressionen aufweisen. Auf der Keyword-Detailseite wird unter Seiten die Seiten aufgelistet, die auch bei dem jeweiligen Keyword eingeblendet werden. Dabei handelt es sich meistens um Ankerlinks, also Sprungmarken zu einem Textabschnitt des jeweiligen Blogartikels.

Länder: Auf diesem Tab werden dir die Länder angezeigt, aus denen die Klicks und Impressionen generiert werden.

Geräte: Bei dem Tab Geräte kannst du einsehen, über welche Endgeräte auf den jeweiligen Blogartikel oder die jeweilige Webseite zugegriffen wird. Auch das ist wichtig. Kommen viele Zugriffe über mobile Endgeräte wie das Smartphone, lohnt es sich, den Blog für die mobile Ansicht zu optimieren und die Ladezeit zu verbessern.

Darstellung in der Suche: Hier findest du eine zunächst etwas befremdliche Anzeige, denn Google gibt Weblight-Ergebnisse an. Darunter ist Ausspielungen einer abgespeckten Website-Version zu verstehen.

Diese Darstellung wird verwendet, wenn der User eine mobile Suche mit einer geringen Brandbreite durchgeführt hat. Das Transkodieren in ein schlankeres Format wird Web Light genannt. Nach den Angaben von Google werden mit Web Light viermal schnellere Ladezeiten erzielt.

Neben Web Light findest du unter Darstellung in der Suche auch solche Darstellungsarten wie Ergebnisse mit Rich Media, AMP-Artikel und AMP-Artikel ohne Rich Media (falls du diese Technologie auf deinem Blog oder deiner Website einsetzt).

Zeiträume: In diesem Tab listet die Google Search Console die vergangenen Tage auf mit entsprechenden Klick- und Impressionenzahlen, die an diesem Datum erzielt wurden. Oft siehst du hier recht gut deutliche Klick- und Impressionenschwankungen an den Wochenenden und an Feiertagen.

Die ganzen Daten kannst du dir als Google-Tabelle exportieren oder als CSV-Datei downloaden.

Der Bereich Leistung ist einer der wichtigsten auf Google Search Console. Du kannst aus den Auswertungen wichtige Informationen für deine Website oder deinen Blog ziehen, einmal

  • über welche Suchbegriffe die User auf deinen Blog oder deine Website kommen
  • wie deine Platzierung für den jeweiligen Suchbegriff in den Google-Suchergebnissen ist
  • wie das Verhältnis Klickrate zu Impressionen aussieht
Lesen  Google Search Console: Teil 1 - Vorstellung und Anmeldung

Aufgrund dieser Daten kannst du an deiner Seite OnPage-Optimierungsmaßnahmen vornehmen, um deren Platzierung in den Suchergebnissen zu verbessern. Die Auswirkungen deiner Optimierungsschritte lassen sich an den ständig aktualisierten Zahlen der Search Console gut beobachten.

Google Search Console: URL-Prüfung

Dieser Punkt ist wichtig, falls du in deinem Blog oder deinem Webauftritt URLs geändert hast und die Indexierung beschleunigen willst.

Du gibst in das Feld URL-Prüfung die URL ein. Danach erhältst du Informationen zu dieser URL (siehe Screenshot).

Google Search Console

Ist die URL für Google verfügbar, kannst du ihre Indexierung über den entsprechenden Link beantragen.

Es werden zusätzlich Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten angezeigt. Wenn die mobile Darstellung nicht beanstandet werden kann, wird dies mit einem grünen Haken gekennzeichnet.

Fazit

Die von Google gelieferten Daten bezüglich CTR, Impressionen, Position und Klicks sind für Website-Betreiber und Blogger unverzichtbar. Vor allem, wenn man seinen Webauftritt kontinuierlich optimieren will, um seinen Traffic zu steigern und damit seine Verdienstmöglichkeiten verbessern will.

Ein weiterer Vorteil der Google Search Console: Sie ist kostenlos nutzbar. Im nächsten Teil der Artikelreihe gehe ich auf den Bereich Index ein.