Social Selling – LinkedIn-Profil-Optimierung

Social Selling – LinkedIn-Profil-Optimierung

Lesedauer: 5 Minuten

Dein persönliches LinkedIn-Profil ist quasi deine Visitenkarte, da es die erste Anlaufstelle für potenzielle Interessenten ist, die mehr über dich erfahren wollen.

Wenn du dein Social Selling effizienter und effektiver gestalten möchtest, solltest du also auch dein LinkedIn-Profil optimieren, um einen positiven ersten Eindruck zu erzeugen. In diesem Artikel erkläre ich dir daher, wie ein gutes LinkedIn-Profil aufgebaut ist und worauf du bei der Gestaltung besonders achten solltest.

Verwende ein passendes Profilbild

Dein Profilbild ist neben deinem Namen das Erste, was Interessenten von deinem Profil sehen und macht daher einen großen Teil des ersten Eindrucks aus. Deshalb solltest du mit diesem Bild sowohl deine Persönlichkeit als auch Seriosität ausstrahlen. Idealerweise verwendest du ein Porträtfoto von einem professionellen Fotografen, auf dem dein Gesicht gut zu erkennen ist und du entsprechende Business-Kleidung trägst.

Dein Ziel sollte es sein, vertrauensvoll und glaubwürdig zu wirken, was dir am besten gelingt, wenn dein Gesichtsausdruck und deine Körperhaltung dich offen und freundlich erscheinen lassen. Dies solltest du auf keinen Fall unterschätzen, da der erste Eindruck oft auch jener ist, den deine Kunden mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung verbinden.

Erstelle und verwende ein aussagekräftiges Header-Bild

Neben deinem Profilbild gibt es noch ein weiteres wichtiges Bild auf deinem LinkedIn-Profil: Den Header. Dieser ist ein Bild oder eine Grafik, die direkt über deinem Profilbild erscheint. Man sieht ihn allerdings erst, wenn man auf dein vollständiges Profil geht und nicht bereits in den Suchergebnissen.

Der Header ergänzt im Idealfall dein Profilbild und sollte daher ebenso aussagekräftig sein. Damit Interessenten mehr über dich und deine Tätigkeit erfahren, beziehe dich mit dem Header auf dein Unternehmen.

Füge einen passenden Slogan oder eine Aussage über deine Tätigkeit sowie das Unternehmenslogo ein und ergänze dies eventuell durch einige Grafiken. Über verschiedene Plattformen (wie Canva oder Photoshop) kannst du deinen Header ganz leicht selbst erstellen, allerdings kannst du auch einen professionellen Grafikdesigner damit beauftragen.

Entschließt du dich dazu, deinen Header selbst zu entwerfen, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest. Die Besucher deines Profils werden deinen Header vermutlich nur wenige Sekunden ansehen – halte ihn daher eher schlicht, damit deine Kernaussage klar zu erkennen ist. Zudem solltest du darauf achten, das Design mit der Corporate Identity deines Unternehmens abzustimmen (insbesondere Farben, Logos, Schriftarten und Grafiken).

Nutze den „About“-Bereich effizient

Der „About””-Bereich ist ein Text, welcher dich und deine Tätigkeit beschreibt und unterhalb deines Profilbilds zu finden ist. Dieser Text liefert erste, nähere und detaillierte Informationen zu deinem Produkt oder deiner Dienstleistung und sollte eindeutig erklären, welchen Mehrwert du deiner Zielgruppe bieten kannst. Du hast über 2000 Zeichen zur Verfügung – zeige deinen Interessenten, was dich besonders macht, was deine „Story“ ist und wie du dich von anderen abhebst.

Folgende Punkte sollten Teil deiner Profilbeschreibung sein:

  • dein Hintergrund und beruflicher Werdegang
  • deine Fähigkeiten
  • welche Vorteile Kunden haben, wenn sie mit dir zusammenarbeiten bzw. eines deiner Produkte kaufen
  • deine Kontaktdaten (Telefon, E-Mail, Calendly-Link)

In diesem Text hast du die Möglichkeit, sprachlich kreativ zu werden und deine Persönlichkeit zu zeigen. Wenn du möchtest, kannst du auch Emojis verwenden. Berücksichtige dabei jedoch immer die Übersichtlichkeit deines Textes, verwende Stichpunkte für lange Auflistungen und füge Absätze oder Teilüberschriften ein. Der Leser möchte zwar mehr über dich erfahren, allerdings ist es kontraproduktiv für sein Interesse, wenn er zu viel Zeit dafür aufwenden muss.

Weitere Optimierungen, die du nicht außer Acht lassen solltest

Verfügt dein LinkedIn-Profil über ein ansprechendes Profilbild, einen passenden Header sowie einen aussagekräftigen Text im „About”-Bereich, so hast du schon vieles richtig gemacht und bist auf einem guten Weg zu einem perfekten Profil. Allerdings gibt es noch einige weitere Details, die du beachten solltest, wenn du deinem Profil das sogenannte „i- Tüpfelchen” verleihen möchtest.

URL-Anpassung

Die URL ist der Link, unter welchem Interessenten dein Profil finden können. Du kannst ihn beispielsweise in der direkten Kommunikation mit potenziellen Kunden angeben, aber auch auf deiner Webseite oder in deiner Bewerbung. Dieser Link wird zunächst automatisch von LinkedIn generiert, allerdings besteht er oft aus einer sehr langen Kombination verschiedener Zahlen und Buchstaben.

Möchtest du deine LinkedIn-URL bearbeiten, kannst du dies einfach oben rechts in deinem Profil unter „Öffentliches Profil & URL bearbeiten” tun. Idealerweise verwendest du für deine URL einfach deinen Vor- und Nachnamen, beziehungsweise noch einige Zahlen, wenn diese Kombination schon vergeben ist (zum Beispiel linkedin.com/in/max-mustermann).

Ein personalisierter und vereinfachter Link macht es Interessenten in erster Linie einfacher, dein Profil zu finden und sieht professioneller und ästhetischer aus als eine lange Zeichenkombination.

Verwendung des LinkedIn-Profil-Slogans

Der Profil-Slogan kann bei der Optimierung deines Profils schnell untergehen, da er lediglich aus einer Zeile unterhalb deines Namens und Profilbildes besteht, in der du dich und deine Tätigkeit vorstellen kannst. Er ist bei weitem nicht so ausführlich wie der „About”-Bereich, da er sich nur auf wenige Zeichen beschränkt.

Dennoch darfst du seine Wichtigkeit keinesfalls unterschätzen. Dein Profil-Slogan taucht nämlich bereits (zusammen mit deinem Namen und deinem Profilbild) in den Suchergebnissen potenzieller Interessenten auf und trägt maßgeblich zum ersten Eindruck und Interesse bei. Daher sollte dein Slogan Aufmerksamkeit erregen und auf deine Zielgruppe zugeschnitten sein, sodass man mehr über dich erfahren möchte.

Formuliere deinen Slogan daher verständlich und halte ihn kurz. Wie auch bei deinem Profilbild werden sich potenzielle Interessenten nur wenige Sekunden damit beschäftigen. Komme auf den Punkt, damit es für deine Zielgruppe sofort eindeutig ist, welchen Mehrwert du schaffst.

Ein Beispiel wäre: Ich helfe jungen Unternehmern beim Aufbau ihres Start-ups. Somit fühlt sich deine Zielgruppe (junge Unternehmer, die ein eigenes Unternehmen gegründet haben oder eines gründen wollen) sofort angesprochen und möchte mehr über deine Tätigkeit erfahren.

Aktuelle und vergangene Positionen

Unterhalb des „About”-Bereichs kannst du deinen beruflichen Werdegang mit allen aktuellen und vergangenen Positionen angeben. Hier kannst du Interessenten einen Einblick in deine Erfahrungen geben und Vertrauen in deine Expertise aufbauen. Dies ist quasi dein Lebenslauf und sollte daher immer so aktuell wie möglich sein.

Gib deine Ausbildung (zum Beispiel dein Studium) sowie jede deiner bisherigen Positionen an, inklusive Zeitraum. Verlinke, wenn möglich, das Unternehmen und beschreibe in einem kurzen Text oder in Stichpunkten deine Tätigkeiten in der jeweiligen Position. Somit erstellst du einen Überblick über deine Qualifikationen und Erfahrungen.

Auch hier ist es von äußerster Wichtigkeit, dass du seriös wirkst. Fasse beispielsweise verschiedene kleine Tätigkeiten zusammen, anstatt eine sehr lange Auflistung kleiner und kurzer Projekte zu erstellen. Zu jeder Position kannst du außerdem relevante Dateien anhängen (zum Beispiel Artikel oder Präsentationen) und Referenzen einfügen. Achte auch hier, wie in deinem gesamten Profil, auf Übersichtlichkeit, Aussagekraft und Aktualität.

Fazit: LinkedIn-Profil Optimierung

Wie du nun weißt, erfordert ein optimiertes LinkedIn-Profil einiges an Arbeit. Es muss nicht nur vollständig ausgefüllt und übersichtlich sein, sondern auch alle relevanten Details über dich und deinen beruflichen Werdegang enthalten.

Zudem darfst du dabei nie deine Zielgruppe außer Acht lassen und solltest den Mehrwert, den du für sie schaffst, klar hervorheben. Mit deinem Profil überzeugst du Interessenten im Idealfall von deiner Professionalität und deiner Expertise, denn das Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und das Interesse potenzieller Kunden zu halten.

Beachtest du also die Tipps, die ich dir in diesem Leitfaden zusammengefasst habe, wird dein LinkedIn-Profil im Handumdrehen zur perfekten Visitenkarte und hilft dir maßgeblich darin, dein Social Selling über LinkedIn zu optimieren.


Autorenbox:

Der Autor Fabian Essrich ist Gesellschafter von Seedeo, einer Social-Selling-Agentur aus München.

Durch seine langjährige Erfahrung im Bereich B2B-Sales (u.a. als Angestellter bei Google sowie seiner Selbständigkeit mit Seedeo) ist er Experte auf diesem Gebiet geworden. Heute baut er mit seinen Kunden nachhaltige, digitale Akquisekanäle über LinkedIn & Co. auf.


(Bildquelle Artikelanfang: © nuchylee/Depositphotos.com)

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