Wenn du ein Pro­dukt oder eine Dienst­leis­tung im Inter­net anbie­test, wirst du irgend­wann nicht mehr auf rein orga­ni­sches Wachs­tum zurück­grei­fen kön­nen.


Dann ist der Zeit­punkt für bezahl­te Wer­bung gekom­men. Dafür gibt es unter ande­rem die Platt­for­men Face­book Ads und Lin­kedIn Ads. Ist es hier sinn­voll, sich zu ent­schei­den oder kann es sogar sinn­voll sein, bei­de Platt­for­men in Betracht zu zie­hen?

Facebook Ads

Face­book ist nicht nur die Social-Media-Platt­form schlecht­hin. Sie wird all­ge­mein auch als eine der gro­ßen Daten­kra­ken bezeich­net. War­um ist das so? Nun, zunächst ein­mal soll­test du wis­sen, dass Face­book ja kei­ne Daten erzwingt.

Alles, was die Nut­zer dort tei­len, geschieht auf frei­wil­li­ger Basis. Da sich die User aber qua­si im Pri­vat­mo­dus befin­den, sind vie­le auch sehr bereit, ihr gesam­tes Leben dort abzu­bil­den. Genau das kannst du für dich und dei­ne Anzei­gen nut­zen. Denn aus all dem lernt der Face­book-Loga­rith­mus.

Nun geht es aber zu dir als Wer­be­trei­ben­dem: Du musst genau wis­sen, wer in der Situa­ti­on ist, dass er dein Pro­dukt oder dei­ne Dienst­leis­tung braucht. Das geht vom Alter über den Fami­li­en­sta­tus bis hin zur Wohn­si­tua­ti­on, zu diver­sen Vor­lie­ben wie Urlaub, Autos, Tie­re und Musik. Auch aus­ge­üb­te Sport­ar­ten kön­nen einen Ein­fluss auf das Kauf­ver­hal­ten dei­ner Inter­es­sen­ten haben.

Idea­ler­wei­se erstellst du dir einen genau­en Kun­de­n­a­va­tar. Was treibt dei­ne Kun­den um, wel­che Sor­gen haben sie? Wel­che Pro­ble­me kannst du mit dei­nem Ange­bot lösen? Defi­nie­re das glas­klar. Genau das kannst du dann im Face­book-Anzei­gen­ma­na­ger ein­ge­ben.

Du wirst Schritt für Schritt abge­fragt und kannst sogar gewünsch­te Inter­es­sen ein­ge­ben. Sobald du all das ein­ge­ge­ben und dei­ne Kam­pa­gne gestal­tet hast, soll­test du Face­book Ads die Arbeit über­neh­men las­sen. Denn der Loga­rith­mus beginnt dann, zu ler­nen. Wel­che Inter­es­sen­ten kli­cken auf dei­ne Wer­bung und wer­den Con­ver­si­ons, also gewünsch­te Aktio­nen erzielt?

Wenn sich dein Pro­dukt oder dei­ne Dienst­leis­tung nicht an Pri­vat­kun­den rich­tet und du lie­ber Ent­schei­der, Fir­men­chefs oder lei­ten­de Ange­stell­te anspre­chen möch­test, ist Face­book eher nicht dei­ne Platt­form. Denn wenn die­se Men­schen dort unter­wegs sind, möch­ten sie sich sicher kei­ne Gedan­ken über geschäft­li­che Ent­schei­dun­gen machen müs­sen.

LinkedIn Ads

Wie bereits erwähnt, fin­dest du auf die­ser Platt­form genau das Gegen­stück zur Face­book-Kund­schaft. Hier grei­fen Pro­fis zu. Damit ist dei­ne Wer­bung unter Umstän­den sogar hoch­wer­ti­ger. Rich­tet sich dein Ange­bot aller­dings an End­kun­den, bist du auf Lin­kedIn falsch.

Auch Lin­kedIn hat sehr vie­le Daten über sei­ne Nut­zer, natür­lich auch wie­der nur das, was die­ser frei­gibt.

Hier läuft die Ziel­grup­pen­ein­gren­zung etwas anders. Du erstellst soge­nann­te Audi­en­ces, die sich ent­we­der an dei­nen Web­sei­ten­be­su­chern, an dei­nen Kun­den­da­ten oder an vor­de­fi­nier­ten Grup­pen ori­en­tie­ren.

Genau des­halb sind auch bei­de Platt­for­men für Wer­bung inter­es­sant. Mit­un­ter kann es sogar span­nend sein, bei­de Platt­for­men zu kom­bi­nie­ren.

LinkedIn vs. Facebook Ads — welche Plattform benötigt mehr Budget?

LinkedIn Budget

Wie bei allen kon­text­be­zo­ge­nen CPC-Anzei­gen hängt der Preis von dei­nen Ziel­kri­te­ri­en und dei­ner Kon­kur­renz ab.

Ich habe gese­hen, dass CPCs bei etwa 2 € begin­nen und bis zu 4 € oder 5 € pro Klick anstei­gen, wobei das höhe­re Ende nor­ma­ler­wei­se ins Spiel kommt, wenn dei­ne Klick­ra­ten nicht fan­tas­tisch sind.

Lin­kedIn bezif­fert eine gute Klick­ra­te ab 0,025%, aber du kannst noch mehr errei­chen, wenn du laser­ge­ziel­te Anzei­gen mit über­zeu­gen­den Tex­ten und einem leben­di­gen Foto schal­test. Eine gute Faust­re­gel ist, eine Klick­ra­te zwi­schen 0,08% und 0,1% anzu­stre­ben. Das bedeu­tet, so nahe wie mög­lich an einen Klick pro 1.000 Impres­sio­nen her­an­zu­kom­men.

Ein klu­ger Tipp? Schal­te dei­ne Anzei­gen häu­fig, min­des­tens ein­mal im Monat. Neue Anzei­gen erhö­hen die Anzahl der Impres­sio­nen und haben die Chan­ce, eine höhe­re CTR als dei­ne vor­he­ri­gen Anzei­gen zu erzie­len.

Schal­te nicht mehr als zwei Anzei­gen gleich­zei­tig. Tes­te früh und tes­te oft.

Je nach Pro­dukt oder Dienst­leis­tung musst du nun schau­en, ab wel­chem Bud­get sich Lin­kedIn Ads für dich lohnt.

Per­sön­lich habe ich aber die posi­tivs­ten Ergeb­nis­se mit einem Bud­get ab ca. 5000 € erreicht.

Facebook Budget

Bevor ich erklä­re, wie du dein Bud­get ein­rich­test, soll­test du beden­ken, dass Face­book von den Wer­be­trei­ben­den die Ein­hal­tung eines Min­dest­bud­gets ver­langt, um die kon­sis­ten­te Aus­lie­fe­rung dei­ner Anzei­ge zu gewähr­leis­ten. Je nach­dem, wofür du dich ent­schei­dest, erhältst du die fol­gen­den Optio­nen:

  • Wenn du dich dafür ent­schei­dest, für Impres­sio­nen berech­net zu wer­den, dann beträgt das erfor­der­li­che Min­dest­bud­get 1€/Tag.
  • Wenn du dich dafür ent­schei­dest, für Klicks, Video­auf­ru­fe usw. berech­net zu wer­den, beträgt das erfor­der­li­che Min­dest­bud­get 5 €/​Tag.
  • Wenn du dich dafür ent­schei­dest, für Ver­an­stal­tun­gen wie Ange­bo­te, App-Instal­la­tio­nen usw. Gebüh­ren zu erhe­ben, beträgt das erfor­der­li­che Min­dest­bud­get 40 €/​Tag.

Der Haupt­grund dafür, dass die Min­dest­bud­gets der ver­schie­de­nen Abrech­nungs­me­tho­den so unter­schied­lich sind, liegt dar­in, dass die häu­figs­ten (häu­fi­gen) Ergeb­nis­se (wie Impres­sio­nen und Klicks) Face­book dabei hel­fen, Daten schnel­ler zu sam­meln und eine sta­bi­le Anzei­gen­aus­lie­fe­rung zu ermög­li­chen, im Gegen­satz zu sel­ten auf­tre­ten­den Ereignissen/​Konversionen (App-Instal­la­tio­nen, Käu­fe usw.).

Das Obi­ge bedeu­tet also, dass:

  • Für Kam­pa­gnen, die auf der Grund­la­ge von Impres­sio­nen berech­net wer­den, soll­te dein monat­li­ches Min­dest­bud­get 1 € * 30 (Tage) = 30 € betra­gen.
  • Für Kam­pa­gnen, die auf der Grund­la­ge von Klicks berech­net wer­den, soll­te dein monat­li­ches Min­dest­bud­get 5€ * 30 (Tage) = 150€ betra­gen.
  • Für Kam­pa­gnen, die auf der Grund­la­ge von Kon­ver­sio­nen berech­net wer­den, soll­te dein monat­li­ches Min­dest­bud­get 40€ * 30 (Tage) = 1200€ betra­gen.

Durch den B2C-Fokus von Face­book Ads loh­nen sich mei­ner Erfah­rung nach bereits sehr klei­ne Beträ­ge, um Ergeb­nis­se zu erzie­len.

Für den klei­nen Geld­beu­tel sind Face­book Ads also genau rich­tig, um auch ein klei­nes Unter­neh­men zu ska­lie­ren.

Wann lohnt sich eine Mischung aus Facebook Ads und LinkedIn Ads?

Stel­le dir vor, du bie­test Fort­bil­dun­gen an. Dann könn­test du auf Face­book dei­ne Schu­lung mit dem Namen »Moti­va­ti­on für Ange­stell­te ab 40 im Ein­zel­han­del« bewer­ben.

Denn das ist etwas für Pri­vat­leu­te, die sich für ihren Job moti­vie­ren möch­ten und dabei nicht dar­auf war­ten möch­ten, dass ihr Arbeit­ge­ber aktiv wird. Die­se Men­schen holst du auf Face­book ab.

Auf der ande­ren Sei­te möch­test du Teams moti­vie­ren, indem du eine Wei­ter­bil­dung »Koope­ra­ti­on im Team – so wird Ihre Abtei­lung unschlag­bar« auf den Markt bringst.

Dafür wer­den sich Pri­vat­leu­te nicht ent­schei­den. Der Abtei­lungs­lei­ter hin­ge­gen bekommt leuch­ten­de Augen. Den kannst du wie­der­um auf Lin­kedIn errei­chen, denn die­se Ent­schei­dung wird er wäh­rend sei­nes Arbeits­mo­dus fäl­len. Natür­lich sit­zen in die­sem Kurs dann Pri­vat­leu­te, aller­dings in ihrem Arbeits­um­feld.

Die­se Schu­lung wer­den sie näm­lich nicht wäh­rend ihrer Frei­zeit besu­chen, da sie wahr­schein­lich auch vom Arbeit­ge­ber bezahlt wer­den.

Bevor du dich also für eine Wer­be­form ent­schei­dest, über­le­ge zunächst, wer die Ent­schei­dung über die­sen Kauf fällt.

Autoren­box:

Samuel FleckMein Name ist Samu­el Fleck, Buch­lieb­ha­ber, Fit­ness-Enthu­si­ast und natür­lich digi­ta­ler Mar­ke­ter.

Im Zuge mei­ner Lei­den­schaft für alles Digi­ta­le hel­fe ich als Mit­grün­der der YOYABA GmbH, Unter­neh­men mehr Umsatz über das Inter­net zu erzie­len.

Ich bin spe­zia­li­siert auf SEO, digi­ta­le Wer­bung sowie Wor­d­Press.

Durch Spe­zia­li­sie­rung auf nicht nur einen Bereich bin ich in der Lage, Unter­neh­men sehr umfas­send zu bera­ten und auch kom­ple­xe Pro­jek­te mit der nöti­gen Exper­ti­se zu betreu­en.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Edar/Pixabay.com)