Ich mag Pin­te­rest. Zuerst war das sozia­le Bil­der­netz­werk für mich rei­nes Augen­fut­ter und fand sei­nen Ein­satz haupt­säch­lich für die Suche nach Inspi­ra­tio­nen, ob nun für Mode­sty­ling, Innen­ein­rich­tung oder Koch­re­zep­te.


So wie ich nut­zen vie­le User Pin­te­rest, in Deutsch­land sind es seit Anfang 2018 ca. 4 Mil­lio­nen Nut­zer, welt­weit rufen mehr als 100 Mil­lio­nen User täg­lich Pin­te­rest auf, Ten­denz stei­gend. Auf­fal­lend ist auch, dass das Bil­der­netz­werk mehr von Frau­en auf­ge­sucht wird als von Män­nern, 2014 lag das Ver­hält­nis bei 56 % zu 44 %. Vier Jah­re spä­ter dürf­te sich dar­an nicht all­zu viel geän­dert haben. Und bei bestimm­ten The­men wie Mode dürf­te die Frau­en­quo­te noch viel höher sein.

Pin­te­rest hat in den letz­ten Jah­ren sein Image als Foto­al­bum für Bas­tel­an­lei­tun­gen, Sinn­sprü­chen und Out­fit-Schnapp­schüs­sen ver­lo­ren, in der Bil­der­such­ma­schi­ne kann man auch erfolg­reich nach ganz ande­ren The­men suchen, wie z. B. nach Kryp­to­wäh­rung, Ecom­mer­ce, Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung oder Wor­d­Press.

Also Zeit für mich, für mei­nen Blog eine neue Traf­fic­quel­le auf­zu­bau­en.

Das Pinterest-Profil anlegen

Doch bevor es auf Pin­te­rest so rich­tig los­ge­hen kann, muss man sich dort anmel­den. Für mei­nen Blog wäh­le ich das Unter­neh­mens­pro­fil, da ich mei­nen Geld-online-Blog geschäft­lich und nicht pri­vat betrei­be.

Außer­dem steht in den Pin­te­rest-Unter­neh­mens­pro­fi­len das Aus­wer­tungs­tool Pin­te­rest Ana­ly­tics zur Ver­fü­gung, wor­über ich nach­ver­fol­gen kann, wie oft User mei­ne Pins ange­se­hen, gepinnt und auf die Pins geklickt haben.

Soviel ich weiß, kann man ein pri­va­tes Pin­te­rest-Kon­to in ein Unter­neh­mer­kon­to umwan­deln, falls man die­sen Schritt umset­zen möch­te.

Wenn du die Web­site von Pin­te­rest auf­rufst, fin­dest du unter­halb des Anmel­de­for­mu­lars den Link „Unter­neh­mens­kon­to ein­rich­ten“. Dann brauchst du nur dei­ne E‑Mail-Adres­se, ein fest­ge­leg­tes Pass­wort, dei­nen Unter­neh­mens­na­men und eine Unter­neh­mens­ka­te­go­rie aus­zu­wäh­len.

Pinterest Unternehmensprofil

Fel­der eines geschäft­li­chen Pin­te­rest-Pro­fils

In die Pro­fil­in­for­ma­ti­on gehö­ren rein:

  • Unter­neh­mens­na­me
  • Bild (Logo oder Foto): Ich habe mich für mein Bloglo­go ent­schie­den.
  • Benut­zer­na­me: Die­ser Name kommt ans Ende der Pin­te­rest-URL (sie­he oben). Ich wür­de hier auch den Unter­neh­mens­na­men wäh­len.
  • Kurz­in­fo, in der das Unter­neh­men knapp vor­ge­stellt wird
  • Impres­s­ums­link von der Blog- oder Unter­neh­mens­web­site. Da es sich um ein geschäft­li­ches Pin­te­rest-Pro­fil han­delt, bist du ver­pflich­tet, ein Impres­sum anzu­ge­ben.
  • Ort: Da musst du nicht unbe­dingt einen Ein­trag vor­neh­men, ich habe mei­nen Wohn­ort ein­ge­tra­gen.
  • Zum Schluss wird die Web­site-URL zur Veri­fi­zie­rung ein­ge­tra­gen.

Erste Schritte: Pinterest-Boards erstellen

Nach der Anmel­dung und dem Aus­fül­len des Pin­te­rest Pro­fils kann man gleich zum ers­ten wich­ti­gen Schritt über­ge­hen: Dem Anle­gen bzw. Erstel­len von Pin­te­rest-Boards bzw. Pinn­wän­den.

Unter einem Board /​einer Pinn­wand ist ein Album zu ver­ste­hen, in das du Inhalt ein­stel­len kannst, um ihn mit ande­ren zu tei­len. Das jewei­li­ge Inhalts­bild wird bei Pin­te­rest „Pin“ genannt.

Jedes Board soll­te sich auf ein The­ma fokus­sie­ren, z. B. bei Mode auf Out­fits mit Snea­kern, Cock­tail­mo­de, Acces­soires, Jeans­mo­de etc.

Bei mei­nem Blog bie­ten sich Boards mit fol­gen­den The­men an, wie Online-Shop mit Woo­Com­mer­ce, Wor­d­Press, Geld online ver­die­nen, SEO, Con­tent-Mar­ke­ting, Exis­tenz­grün­dung online, um nur eine klei­ne Aus­wahl zu nen­nen.

Wenn du The­men pin­nen willst, die nichts mit dei­nem Blog zu tun haben, dann lege Secret Boards an, die kön­nen von den ande­ren Pin­te­rest-Usern nicht ein­ge­se­hen wer­den.

Ein Board lässt sich ganz ein­fach erstel­len: Kli­cke auf dei­ner Pin­te­rest-Sei­te auf den But­ton „Pinn­wän­de“. Dort fin­dest du stan­dard­mä­ßig ein lee­res Board mit einem roten Plus­zei­chen vor. Mit einem Klick dar­auf gibst du dem Board einen Namen.

PInterest-Board optimieren

Erstel­lung einer Pinn­wand: In die­sen Fel­dern kannst du alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen ein­tra­gen.

Pinterest Boards mit Keywords optimieren

Die Boards soll­test du auf das ent­spre­chen­de Key­word opti­mie­ren, damit sie auch bei pas­sen­den Such­an­fra­gen auch gefun­den wer­den. Ich habe ein Board zu dem The­ma Woo­Com­mer­ce erstellt, das wich­ti­ge Schlüs­sel­wort „Woo­Com­mer­ce“ und Online-Shop habe ich in die Board-Bezeich­nung über­nom­men.

Und auch in die Board-Beschrei­bung gehö­ren die­se Key­words hin­ein. Bei der Kate­go­rie fin­den sich nicht für alle The­men eine zufrie­den­stel­len­de Zuord­nung. Für mein Board fand ich „Bil­dung“ noch am bes­ten, da ich in den gepinn­ten Arti­keln die Erstel­lung eines Shops mit Woo­Com­mer­ce erklä­re und somit der Leser sich fort­bil­den kann.

Ein eige­nes Cover für das Board ist eben­falls ein­stell­bar, muss aus SEO-Grün­den nicht unbe­dingt sein.

Rich Pins verwenden

Wenn du Pin­te­rest nut­zen willst, dann soll­test du auch Rich Pins ein­set­zen. Ein Rich Pin ent­hält zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen, näm­lich

  • die Über­schrift des Blog­ar­ti­kels
  • das Bloglo­go
  • die Pin-Beschrei­bung
  • die Blog­quel­le

Die Pin­te­rest-Ana­ly­tics-Zah­len, wie Impres­sio­nen, x Mal gemerkt und Klicks siehst du nur als Account-Inha­ber/in. Des­halb sind auch die­se Zah­len auf mei­nem Screen­shot, weil ich mei­nen eige­nen Pin als Bei­spiel genom­men habe.

Rich-Pin-Beispiel

Ein Rich Pin: Blog­ti­tel, Logo und Beschrei­bung siehst du in der roten Mar­kie­rung

Doch wie kannst du Rich Pins erstel­len?

Die­sen Schritt der Akti­vie­rung brauchst du nur ein­mal durch­zu­füh­ren, dann kannst du dau­er­haft Rich Pins erstel­len.

Es müs­sen zwei Vor­aus­set­zun­gen erfüllt wer­den, damit du Rich Pins nut­zen kannst:

  1. Dein Blog muss in dei­nem Pin­te­rest-Pro­fil veri­fi­ziert wer­den. Das kannst du bei der Pro­fi­ler­stel­lung erle­di­gen. Wie dies genau geht, fin­dest du unter die­sem Link: https://​help​.pin​te​rest​.com/​d​e​/​a​r​t​i​c​l​e​s​/​c​l​a​i​m​-​y​o​u​r​-​w​e​b​s​ite
    Ich habe für die Veri­fi­zie­rung eine HTML-Datei auf den FTP-Ser­ver hoch­ge­la­den. Die ande­re Opti­on ist das Erstel­len eines Meta-Tags.
  2. Und dein Blog muss Open Graph Meta­da­ten ver­sen­den. Du kannst dies mit dem bekann­ten SEO-Plugin Yoast SEO erle­di­gen. Hast du das Plugin instal­liert, fin­dest du bei Yoast SEO den Punkt „Social“. Auf der Regis­ter­kar­te „Kon­ten“ trägst du dei­ne Pin­te­rest-URL ein, auf der Tab „Pin­te­rest“ muss in das Feld „Pin­te­rest-Bestä­ti­gung“ der Meta-Tag von der Pin­te­rest-Veri­fi­zie­rung (eine Zah­len-Buch­sta­ben-Kom­bi­na­ti­on) ein­ge­tra­gen wer­den. Die­se Kom­bi habe ich in mei­ner HTML-Datei gefun­den, nach­dem ich sie in einem HTML-Edi­tor geöff­net hat​te​.Ist auch die­ser Schritt absol­viert, gehst du auf die Sei­te https://​deve​lo​pers​.pin​te​rest​.com/​t​o​o​l​s​/​u​r​l​-​d​e​b​u​g​g​er/, trägst dort den Link zu irgend­ei­nem Arti­kel dei­nes Blogs ein (es muss ein Arti­kellink sein, der Link zur Start­sei­te oder einer sta­ti­schen Sei­te geht nicht) und klickst abschlie­ßend auf den Vali­da­te-But­ton. Pin­te­rest prüft, ob die Daten über­tra­gen wer­den und falls ja, klickst du auf App­ly now. Weni­ge Augen­bli­cke spä­ter soll­test du für Rich Pins frei­ge­schal­tet sein. Das wird dir noch per Mail bestä­tigt.

Die Bestä­ti­gung sieht fol­gen­der­ma­ßen aus:

Rich-Pin-Validator

Mei­ne Rich-Pin-Frei­schal­tung

Für mehr Reichweite: Teile deine Pins mit anderen auf Gruppenboards

Eine inter­es­san­te Funk­ti­on von Pin­te­rest ist das Nut­zen von Grup­pen­boards. Lei­der kann man die­se Boards über die Pin­te­rest-Suche nicht fin­den. Es heißt also, sich selbst auf die Suche nach the­men­re­le­van­ten Grup­pen­boards zu machen.

Ein Grup­pen­board erkennst du dar­an, dass unten in einem Kreis meh­re­re Pro­fil­bil­der der Board-Nut­zer ange­zeigt wer­den.

Gruppenboards auf Pinterest

Grup­pen­boards auf Pin­te­rest: Das run­de Bild unten links zeigt es an.

Auf einem Grup­pen­board legst du nicht nur du allei­ne Pins an, son­dern noch vie­le ande­re Pin­te­rest-Nut­zer. Damit du auch auf einem Grup­pen­board pin­nen kannst, musst du dem Board fol­gen. Wie das genau abläuft, steht über dem jewei­li­gen Board. In den meis­ten Fäl­len schreibst du den Board-Erstel­ler an und bit­test ihn, dich in das Board auf­zu­neh­men.

Die Teil­nah­me an einem Grup­pen­board ist aller­dings nur sinn­voll, wenn das Board über ein fest umris­se­nes The­ma geht, denn ansons­ten wird viel unpas­sen­der Müll gepinnt und die Board-Nut­zer zei­gen kaum Inter­es­se für dei­ne Pins.

Da dei­ne Pins auf einem Grup­pen­board auch ande­re Pin­te­rest-Nut­zer the­ma­tisch anspre­chen kön­nen, steigt die Wahr­schein­lich­keit auf Repins stark an und damit die Stei­ge­rung dei­ner Reich­wei­te.

Immer wie­der neue Pins wir­ken sich eben­falls posi­tiv auf den Pin­te­rest-Algo­rith­mus aus, sodass das Board als wich­tig ein­ge­stuft wird und mehr Nut­zern ange­zeigt wird.

Es gibt Grup­pen­boards bei Pin­te­rest, auf denen meh­re­re Hun­dert User aktiv sind. Falls du es auf ein Grup­pen­board geschafft hast, beach­te bit­te die Board­re­geln. Die meis­ten sehen es nicht gern, wenn am Anfang mas­sen­haft Pins von einem User gesetzt wer­den. Auf man­chen Boards sind auch nur eige­ne Pins und kei­ne Repins erlaubt.

Um in ein Grup­pen­board auf­ge­nom­men zu wer­den, bleibt dir nichts ande­res übrig, als an den Admi­nis­tra­tor des Boards (immer die Per­son ganz links bei der Auf­lis­tung der Nut­zer) eine höf­li­che Anfra­ge zu schrei­ben. Dar­in soll­test du dei­ne Inter­es­sen und den Grund für die Auf­nah­me in das Board benen­nen.

Gruppenboard-Administrator auf Pinterest


Der Pfeil kenn­zeich­net den Admi­nis­tra­tor des Grup­pen­boards.

Um gezielt nach Grup­pen­boards zu suchen, hilft es bei ande­ren Blog­gern dei­ner Nische nach­zu­schau­en. Auf wel­chen Grup­pen­boards tum­meln sie sich? Die­se Boards wür­den wahr­schein­lich auch gut zu dei­nem Account pas­sen.

Im Inter­net fin­den sich eini­ge the­men­spe­zi­fi­sche Zusam­men­stel­lun­gen von Grup­pen­boards. Mög­li­cher­wei­se wirst du dort fün­dig:

So eine Zusam­men­stel­lung von Pin­te­rest Grup­pen­boards kannst dir auf Meer​ge​dan​ken​.de anse­hen und auch für dei­ne Unter­la­gen raus­ko­pie­ren.

Ein eigenes Gruppenboard erstellen

Ein­fa­cher ist es, ein eige­nes Grup­pen­board zu erstel­len als den Zugang zu einem ande­ren zu bekom­men. Wenn du eines dei­ner Boards auf­rufst, fin­dest du neben dem Logo ein Plus­zei­chen mit einem Per­so­nen-Icon.

Klickst du dar­auf, kannst du Nut­zer ein­la­den, bei dei­ner Pinn­wand mit­zu­ma­chen. Um pas­sen­de Pin­te­rest-User für das Board anzu­schrei­ben, soll­test du dir etwas Zeit neh­men und vor­her ver­schie­de­ne Pro­fi­le anschau­en, ob die­se auch wirk­lich – was die The­men­re­le­vanz angeht – zu dei­ner Pinn­wand pas­sen.

Wie oft solltest du pinnen?

Regel­mä­ßig Pins set­zen, ob nun eige­ne oder Repins, soll­te für dich zur Ange­wohn­heit wer­den, ob du nun täg­lich, alle zwei bis drei Tage oder nur ein­mal pro Woche pinnst.

Vie­le schrei­ben, dass man jeden Tag min­des­tens 10 Pins (eige­ne und Repins) in Pin­te­rest set­zen soll­te. An die­se Regel kann ich mich zeit­lich nicht so hal­ten.

Ich ver­su­che, alle zwei Tage oder wenigs­tens zwei­mal pro Woche zu pin­nen. Bis jetzt habe ich haupt­säch­lich eige­ne Pins gesetzt, da ich erst­mal wich­ti­ge Arti­kel in Pin­te­rest bekannt machen will. Dann wer­de ich mich auch ver­stärkt um Repins küm­mern. Das Ver­hält­nis eige­ne Pins zu Repins soll­te bei 1 zu 2 lie­gen.

Pin-Links überprüfen

Beim Repin­nen von Pins soll­test jedes Mal tes­ten, ob der Link zum Blog­ar­ti­kel auch funk­tio­niert. Denn feh­ler­haf­te Links wer­den von Pin­te­rest als qua­li­ta­tiv min­der­wer­tig ein­ge­stuft, was ja nicht unbe­dingt sein muss.

Fazit

Das Ein­rich­ten eines geschäft­li­chen Pin­te­rest-Accounts ist nicht wirk­lich kom­pli­ziert. Den­noch sind ein paar wesent­li­che Schrit­te zu absol­vie­ren, damit von Anfang an alles rund läuft, wie Rich Pins akti­vie­ren, die Boards rich­tig benen­nen oder nach Grup­pen­boards suchen oder sel­ber wel­che ein­rich­ten.

Aus­blick: In Teil 2 der Pin­te­rest-Arti­kel­rei­he gehe ich dar­auf ein, wie du Pin­te­rest in dei­nen Blog ein­bin­dest.