An ande­re Arbei­ten abge­ben, das ist am Anfang der Selb­stän­dig­keit für die meis­ten ein Unding. Allein schon aus Kos­ten­grün­den, denn nun heißt es erst mal, Geld ver­die­nen, bevor man ande­re kos­ten­pflich­tig beauf­tragt, bestimm­te Arbei­ten oder Arbeits­pro­zes­se für einen zu erle­di­gen.


So wird eine Zeit­lang so ziem­lich alles von einem selbst gemacht. Ob Tex­te schrei­ben, Gra­fi­ken erstel­len, SEO-Arbei­ten, sei es nun OnPage- oder Off­Pa­ge-Opti­mie­rung, News­let­ter ver­fas­sen, Social-Media-Kanä­le betreu­en und mit Inhalt fül­len, viel­leicht sogar die Buch­hal­tung, dazu kommt bei den meis­ten Web­wor­kern noch die Haupt­sa­che, näm­lich Kun­den zu gewin­nen.

Aber irgend­wann kom­men die meis­ten an den Punkt oder sie erlan­gen die Erkennt­nis, dass sie ihre wert­vol­le Zeit für das Kern­ge­schäft ein­set­zen soll­ten, alles ande­re wie Text­re­dak­ti­on, SEO-Auf­ga­ben und Social-Media-Betreu­ung könn­te an exter­ne Dienst­leis­ter abge­ge­ben bzw. out­ge­sourct wer­den.

Vorteile von Outsourcing

Die Vor­tei­le von Out­sour­cing lie­gen auf der Hand:

  • Man kann sich um das Wesent­li­che in sei­ner Selb­stän­dig­keit küm­mern, hat also deut­lich mehr Zeit für das eigent­li­che ope­ra­ti­ve Geschäft, wenn man sehr zeit­in­ten­si­ve Tätig­kei­ten aus­la­gert.
  • Kann man sich mehr sei­nem eigent­li­chen Geschäft wid­men, besteht die Mög­lich­keit, schnel­ler zu wach­sen, als wenn man wirk­lich alles selbst macht. Der Tag hat schließ­lich nur 24 Stun­den.
  • Durch die Abga­be von Tätig­kei­ten, in den man nicht gera­de DER Exper­te ist, kann das Out­sour­cing an spe­zi­el­le Fach­kräf­te einem sogar Ver­bes­se­run­gen brin­gen, zum Bei­spiel beim Ran­king in den Such­ma­schi­nen durch Aus­la­ge­rung an eine SEO Agen­tur oder einen SEO Free­lan­cer, oder man gewinnt eine höhe­re Reich­wei­te in den sozia­len Medi­en, weil man die­se Tätig­keit an einen Social-Media-Fach­mann oder eine ‑Fach­frau abge­ge­ben hat.
  • Durch Out­sour­cing kann man auch sei­ne Arbeits­zeit etwas her­un­ter­fah­ren und sich mehr Frei­zeit gön­nen, ein wesent­li­cher Aspekt für vie­le Selb­stän­di­ge, denn nach ers­ten har­ten Jah­ren der Selb­stän­dig­keit mit einer Wochen­stun­den­zahl, die weit über die 40 Stun­den hin­aus­geht, will man irgend­wann die posi­ti­ve Sei­te sei­nes selb­stän­di­gen Arbei­tens genie­ßen.
  • Aus gesund­heit­li­cher Sicht ist es eben­falls zu befür­wor­ten, sich auf weni­ge Kern­auf­ga­ben zu kon­zen­trie­ren und sich nicht an all­zu vie­len “Neben­schau­plät­zen” auf­zu­rei­ben.
  • Mit weni­ger Arbeits­last besteht die Opti­on, sich in sei­nem Haupt­tä­tig­keits­be­reich wei­ter­zu­bil­den und damit all­mäh­lich einen Exper­ten­sta­tus anzu­neh­men.

Nachteile von Outsourcing

Aber Out­sour­cing hat auch ein­deu­tig Nach­tei­le.

  • Mit dem Aus­la­gern von Arbeits­pro­zes­sen steigt der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­darf mit den exter­nen Dienst­leis­tern. Man muss genau abklä­ren, wel­che Wün­sche, Beson­der­hei­ten oder Ansprü­che zu rea­li­sie­ren sind.
  • Die­se Kom­mu­ni­ka­ti­on muss per­ma­nent auf­recht erhal­ten blei­ben, sodass für die Kon­trol­le der out­ge­sourc­ten Tätig­kei­ten viel Zeit ein­ge­setzt wer­den muss.
  • Qua­li­tät kos­tet was. Und wer qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Arbeit for­dert, muss auch mit ent­spre­chen­den Kos­ten rech­nen. Ich habe in die­ser Bezie­hung schon etwas Erfah­rung gesam­melt, gera­de was die güns­ti­gen Anbie­ter auf Platt­for­men wie fiverr oder fiver­de­al angeht, wo man ver­schie­de­ne Dienst­leis­tun­gen ab 5 Euro bekommt. Wer aller­dings für 5 Dol­lar oder 5 Euro ein pro­fes­sio­nel­les Logo­de­sign erwar­tet, wird ent­täuscht sein, denn eine hoch­wer­ti­ge Gra­fik­ge­stal­tung hat nun mal ihren Preis. So wie der Preis aus­sieht, so dürf­te sich auch das Enga­ge­ment des Anbie­ters gestal­ten, also nicht sehr hoch.
    Genau­so ist das bei ande­ren sehr güns­ti­gen Ser­vices. Außer­dem las­sen sich die­se Anbie­ter nicht so über­wa­chen, wie es sein soll­te, daher kann ich nur emp­feh­len, von sen­si­blen Out­sour­cing-Arbei­ten wie Fern­war­tung Abstand zu neh­men. Bei sol­chen Auf­ga­ben braucht man wirk­lich zuver­läs­si­ge Dienst­leis­ter.
    Eben­so habe ich beim Bestel­len von Tex­ten auf den gän­gi­gen Platt­for­men schlech­te Erfah­run­gen gemacht, als ich mich für die preis­lich güns­tigs­te Tex­ter­stel­lung ent­schied. Der gelie­fer­te Text war ein­fach stumpf und ein­falls­los her­un­ter geschrie­ben und strotz­te von Gram­ma­tik- und Kom­ma­feh­lern, sodass ich selbst gründ­lich nach­bes­sern muss­te.

Für gute Resultate: Nur an Experten auslagern (zumindest in den meisten Fällen)

Trotz­dem wird man bei bestimm­ten Berei­chen nicht um Out­sour­cing her­um­kom­men.

Was vor allem out­ge­sourct wer­den soll­te, sind ein­mal Buch­hal­tung und Steu­er­klä­rung, denn in die­sem Fach­ge­biet ken­nen sich wirk­lich nur Sach­kun­di­ge opti­mal aus.

Die meis­ten nut­zen hier­bei einen Steu­er­be­ra­ter in ihrer Nähe, damit man schnell und unkom­pli­ziert sei­ne Unter­la­gen in der Kanz­lei vor­bei­brin­gen kann und kei­ne all­zu lan­ge Anfahrt für ein Gespräch auf sich neh­men muss. Aber es gibt auch Online-Steu­er­be­ra­ter wie bei­spiels­wei­se der Online-Steu­er­be­ra­ter.

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung soll­te eben­falls out­ge­sourct wer­den, wenn man von sehr guten Posi­tio­nen in der Such­ma­schi­ne abhän­gig ist. Jetzt wirst du sagen, jeder Web­site-Betrei­ber braucht gute Ran­kings in den Such­ergeb­nis­sen, doch bei man­chen ist die schnel­le hohe Plat­zie­rung ent­schei­den­der für den Geschäfts­er­folg als bei ande­ren.

SEO Agen­tu­ren und SEO Free­lan­cer gibt es in Deutsch­land in einer sehr hohen Zahl, sodass es nicht so leicht sein dürf­te, recht schnell einen für die eige­nen Ansprü­che pas­sen­den Exper­ten zu fin­den. Wer lie­ber Ange­bo­te von SEO Exper­ten erhal­ten möch­te statt selbst auf die Suche zu gehen, soll­te eine ent­spre­chen­de Free­lan­cer-Platt­form wie twa­go nut­zen und sei­nen Auf­trag dort ein­stel­len. Es wer­den sich garan­tiert eini­ge SEO Exper­ten dar­auf bewer­ben. Oder man sucht über Goog­le selbst nach einem pas­sen­den SEO Dienst­leis­ter.

Ob nun Agen­tur oder Free­lan­cer als Dienst­leis­ter genutzt wer­den, hängt von unter­schied­li­chen Fak­to­ren ab, die jeder für sich abwä­gen soll­te. Der Vor­teil einer SEO Agen­tur ist, dass man über den Tag dort jemand tele­fo­nisch erreicht, nach­tei­lig sind die höhe­ren Stun­den­sät­ze, da eine Agen­tur sich aus meh­re­ren Mit­ar­bei­tern zusam­men­setzt und die­se auch bezah­len muss. Ein Free­lan­cer kann die glei­che SEO-Arbeit für einen güns­ti­ge­ren Stun­den­satz rea­li­sie­ren, ist dafür aber nicht immer tele­fo­nisch greif­bar.

Wer regel­mä­ßig neue Tex­te benö­tigt, soll­te auch die­se Tätig­keit out­sour­cen, vor allem Online-Shops, die häu­fig das Pro­dukt­sor­ti­ment erwei­tern und SEO-opti­mier­te Pro­dukt­tex­te benö­ti­gen, soll­ten die­se Auf­ga­be an erfah­re­ne Tex­ter wei­ter­ge­ben. Text­platt­for­men wie con​tent​.de oder text​bro​ker​.de unter­stüt­zen einen dabei; erfah­re­ne Tex­ter fin­den sich eben­so auf twa­go oder ande­ren Free­lan­cer-Platt­for­men.

Auch pro­fes­sio­nel­le Gra­fik­ar­bei­ten soll­ten von Fach­kun­di­gen durch­ge­führt wer­den. Gra­fik­de­si­gner fin­den sich eben­falls auf den ein­schlä­gi­gen Free­lan­cer-Por­ta­len oder man sucht über Goog­le danach.

Eben­falls sinn­voll ist es, die Betreu­ung von Social-Media-Kanä­len wie Face­book-Sei­te, Twit­ter oder Goog­le+ an Social Media Mana­ger abzu­ge­ben.

Fazit

Aber auch wenn man sich Exper­ten, die qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Leis­tun­gen ablie­fern, zu sich ins Boot holt, kommt man nicht umhin, regel­mä­ßig zu kom­mu­ni­zie­ren, sich abzu­spre­chen, Ver­bes­se­run­gen vor­zu­schla­gen und die Arbei­ten zu über­wa­chen.

So kann es sein, dass man nicht so viel freie Zeit durch das Aus­la­gern hin­zu­ge­winnt, wie man es anfangs viel­leicht erwar­tet hat­te. Den­noch kann Out­sour­cing die eige­ne Arbeits­last deut­lich redu­zie­ren.

Letzt­end­lich hat man — neben eige­nen Mit­ar­bei­tern — über das Abge­ben von Arbeit an Exter­ne die ein­zi­ge Mög­lich­keit, sein Busi­ness zu ver­grö­ßern.