Wer sei­ne Twit­ter-Accounts nicht nur mit Tweets fül­len, son­dern auch Sta­tis­ti­ken zu sei­nen Twit­ter-Mel­dun­gen, deren Ret­weets, die Tweet-Time­li­ne und sons­ti­ge Wer­te ein­se­hen will, der braucht ein oder meh­re­re Ana­ly­se-Tools für den belieb­ten Kurznachrichtendienst.


Im Netz gibt es so eini­ge Ana­ly­se-Werk­zeu­ge, die den Usern kos­ten­los zur Ver­fü­gung ste­hen und unter­schied­li­che Zah­len und sta­tis­ti­sche Aus­wer­tun­gen anbie­ten. Ich selbst nut­ze auch ein paar die­ser Online-Tools wie bei­spiels­wei­se Twit­ter­Coun­ter, Backt­weets oder Twittonomy.

In die­sem Arti­kel stel­le ich eini­ge nütz­li­che Tools vor. Alle muss man wirk­lich nicht ein­set­zen, son­dern soll­te sich auf die kon­zen­trie­ren, die einem die bes­ten Zah­len lie­fern bzw. mit denen man am bes­ten zurechtkommt.

TwitterCounter

Twit­ter­Coun­ter war das ers­te Ana­ly­tics-Tool, das ich ken­nen­ge­lernt habe und auch selbst ein­set­ze. Es zeigt die bis­he­ri­gen Fol­lower an, die man in der letz­ten Woche, im letz­ten Monat und im letz­ten Quar­tal hin­zu­ge­won­nen bzw. ver­lo­ren hat. Die glei­che Aus­wer­tung kann man auch für sei­ne Fol­lowings und sei­nen Tweets (wie hat sich die Twee­tan­zahl in der fest­ge­leg­ten Zeit­span­ne ent­wi­ckelt) durchführen.

Die Pre­mi­um-Nut­zung bie­tet noch wei­te­re Fea­tures, ist aber kos­ten­pflich­tig. Ich beschrän­ke mich hier auf die Funk­ti­ons­be­schrei­bung der kos­ten­lo­sen Nut­zung aller hier genann­ten Tools.

Was Twit­ter­Coun­ter auch noch ermög­licht, ist das Ver­glei­chen von bis zu drei Twit­ter­ac­counts und deren Ent­wick­lun­gen hin­sicht­lich Fol­lower, Fol­lowing und Tweets.

Außer­dem kön­nen Sie Twit­ter­Coun­ter-Wid­ge­ts und Schalt­flä­chen mit­tels Java­Script-Code in Ihren Blog ein­fü­gen, auf denen die letz­ten Twit­ter-Besu­cher und die Fol­lower-Zah­len stehen.

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TweetReach

Twee­tRe­ach ist Online-Tool, mit dem Sie fest­stel­len kön­nen, “wie weit Ihr Tweet gereist ist”. Dazu geben Sie ein­fach einen Tweet, eine URL, einen Twit­ter­na­men oder ein Hash­tag in das Ein­ga­be­feld auf der Start­sei­te von Twee­tRe­ach ein und Sie erhal­ten dann Infor­ma­tio­nen, wie groß die Reich­wei­te des Tweets, der URL usw. war, sprich wie vie­le ande­re Twit­ter­ac­counts erreicht wur­den, wie oft man in ande­ren Tweets erwähnt oder der Tweet ret­weeted wurde.

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Auch die­ses Tool gibt es in kos­ten­lo­ser Vari­an­te und in ver­schie­de­nen kos­ten­pflich­ti­gen Pro-Versionen.

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TweetStats

Das Sta­tis­tik-Tool berei­tet in ver­schie­de­nen Dia­gramm-Dar­stel­lun­gen Ihre Twit­ter-Aus­wer­tun­gen gra­fisch für Sie auf.

Es zeigt an:

  • Ihre Tweet-Time­li­ne in einem Säu­len­dia­gramm über die letz­ten 3,5 Jahre
  • Ihre Tweet-Dich­te pro Tag
  • Wer Ihre Tweets ret­wee­tet (mit genau­en Profilnamen)
  • Aggre­gier­te stünd­li­che bzw. täg­li­che Tweets
  • Die für die Tweets genutz­ten Schnitt­stel­len wie Twit­ter­feed, Face­book, Tweet­deck usw.

Selt­sa­mer­wei­se funk­tio­niert das Tool nicht im Goog­le-Chro­me-Brow­ser, im Inter­net Explo­rer dage­gen tadel­los. Wie es sich bei Fire­fox, Ope­ra und Safa­ri ver­hält, habe ich nicht getestet.

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Backtweets

Die­ses klei­ne Tool in Gestalt einer ein­fa­chen Such­mas­ke ermög­licht es Ihnen her­aus­zu­fin­den, wer einen Tweet gesen­det hat, in dem ein Link zu Ihrer Web­site ent­hal­ten ist (also ein soge­nann­ter Backlink).

In das Feld kön­nen Sie nicht nur URLs ein­ge­ben, son­dern auch Twit­ter-User­na­men und Hash­tags. Backt­weets fin­det sowohl vol­le URL-Links als auch gekürz­te URLs.

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Fol​ler​.me

Mit Fol​ler​.me kann man sehr umfang­reich jedes öffent­li­che Twit­ter-Pro­fil aus­zu­wer­ten. Dazu gibt man in das Feld ein­fach den Pro­fil­na­men ein und schon beginnt die Aus­wer­tung, was schon mal ein paar Minu­ten dau­ern kann.

Sie erhal­ten dann Ein­bli­cke in die Zahl der Fol­lower und Fol­lowing, in The­men, von denen die Tweets han­deln, aktu­el­le Hash­tags und Erwäh­nun­gen, die letz­ten Tweets, aktivs­te Zeit des Twit­ter-Pro­fils sowie die geo­gra­fi­sche Ver­tei­lung der Fol­lower (das letz­te Fea­ture wur­de zwi­schen­zeit­lich raus­ge­nom­men, soll aber bald wie­der ange­zeigt werden).

Gera­de für den Ver­gleich mit der Kon­kur­renz und deren Twit­ter-Ent­wick­lung ist die­ses Tool sehr zu emp­feh­len. Aller­dings dau­ert die Aus­wer­tung manch­mal stun­den­lang und nicht nur ein paar Minuten. :-(

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shared​by​.co

Shared​by​.co ist ein spe­zi­el­les Ana­ly­se- und Mar­ke­ting-Tool, das Ihnen bei der Ver­bes­se­rung und Stei­ge­rung Ihrer Social-Media-Akti­vi­tä­ten hilft. Dabei wer­den Ihnen aus­führ­li­che Echt­zeit-Aus­wer­tun­gen für alle von Ihnen auf Twit­ter geteil­ten Links angezeigt.

Lesen  Videotutorial: bit.ly - Nützliches Twittertool und unverzichtbarer Linkkürzungsdienst

Ganz nütz­lich fin­de ich die Enga­ge­ment-Bar: Sie kön­nen für das Gewin­nen von Fol­lo­wern und Face­book-Fans und für das ein­fa­che­re Ver­brei­ten Ihrer Bloginhal­te die Enga­ge­ment-Bar von shared​by​.co installieren.

Die­se wird dann sehr auf­fäl­lig ober­halb Ihrer Web­site ein­ge­blen­det und dar­in kön­nen Sie Twitter‑, Goog­le+ — und Face­book-But­tons, Follow‑, Tweet- und Like-But­tons ein­fü­gen. Die­se Bar soll Besu­cher dazu ani­mie­ren, Ihre Bei­trä­ge zu liken oder zu twit­tern bzw. Ihren Social-Media-Pro­fi­len mit nur einem Klick zu folgen.

Engagementbar

Enga­ge­ment-Bar

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Twitonomy

Was das (noch) kos­ten­lo­se Tool Twi­to­no­my an Twit­ter­da­ten so aus­spuckt, ist schon sehr groß­ar­tig, daher ver­mu­te ich, dass es die längs­te Zeit kos­ten­los war. Es gibt zwar eine Pre­mi­um-Ver­si­on, ich kann mir aber den­ken, dass die Nut­zung gene­rell kos­ten­pflich­tig wird. Mal sehen (viel­leicht auch nicht).

Für den aus­ge­wer­te­ten Twit­ter-Account wer­den die Anzahl der Tweets im Zeit­raum der letz­ten zwölf Mona­te ange­zeigt, dar­über hin­aus die Anzahl der Ret­weets, der Men­ti­ons, der Replies sowie der Hashtags.

Und es gibt noch vie­le wei­te­re nütz­li­che Aus­wer­tun­gen und Anzeigen:

  • Gra­fi­sche Dar­stel­lung der Twit­ter­his­to­rie: Wie vie­le Tweets wur­den an bestimm­ten Tagen versendet?
  • Wel­chen User hat man am meis­ten retweeted?
  • Wel­chen User hat man am meis­ten erwähnt?
  • Wel­che Hash­tags hat man am meis­ten verwendet?
  • Wel­ches sind sei­ne “tweet­stärks­ten” Tages­stun­den und Wochentage?
  • Von wel­chen Platt­for­men hat man am häu­figs­ten get­wit­tert (Tweet­but­ton, Tweet­deck, Twit­ter­feed usw.)?
  • Genaue Auf­füh­rung der letz­ten Tweets
  • Aus­führ­li­che Auf­lis­tung sei­ner Fol­lower ein­schließ­lich deren Follower‑, Fol­lowing- und Twee­tan­zahl sowie deren Listeneinträgen
  • Aus­führ­li­che Auf­lis­tung sei­ner Fol­lowing ein­schließ­lich deren Follower‑, Fol­lowing- und Twee­tan­zahl sowie deren Listeneinträgen
  • Lis­ten, denen man folgt
  • Lis­ten, die einem folgen

Neben die­sen sehr aus­führ­li­chen Dar­stel­lun­gen und Aus­wer­tun­gen unter dem Navi­ga­ti­ons­punkt Pro­fi­le gibt es unter Twi­to­no­my noch wei­te­re Punk­te, wie Men­ti­ons & RT (Ret­weets), Fol­lo­wers und Fol­lowing (unter die­sen Punk­ten wer­den die Fol­lo­wers und Fol­lowings noch­mals aus­führ­lich auf­ge­lis­tet mit deren Twit­ter-Eck­da­ten. Außer­dem kann man über die­se Ansicht den Twit­ter­pro­fi­len fol­gen oder entfolgen.)

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Zu guter Letzt gibt es noch den Punkt Lists, wo Sie ein­se­hen kön­nen, wel­che Lis­ten Sie ange­legt haben und wel­chen Lis­ten Sie folgen.

Der Punkt Such­ana­ly­se ist dage­gen ein Pre­mi­um­fea­ture, das Sie als Gra­tis-User nicht ver­wen­den kön­nen. Dafür ist ein kos­ten­pflich­ti­ges Upgrade zu Twi­to­no­my Pre­mi­um notwendig.

twitonomy

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Fazit:

Die in die­sem Bei­trag vor­ge­stell­ten sie­ben kos­ten­lo­sen Ana­ly­se-Tools für den Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter lie­fern alle recht inter­es­san­te Aus­wer­tun­gen und Ein­sich­ten in die Reich­wei­te sei­nes Twitterprofils.

Gene­rell ist es wich­tig, für das Wach­sen und die Reich­wei­ten­ver­grö­ße­rung sei­nes Twit­ter­pro­files zu sor­gen, d. h. man soll­te vor allem die Anzahl sei­ner Fol­lower erhö­hen, aber nicht um jeden Preis. Es spielt auch eine Rol­le, ob die Fol­lower an Ihren Tweets inter­es­siert sind.

Auch ent­schei­dend für den Twit­ter­er­folg sind die Ret­weets Ihrer Tweets sowie die Erwäh­nun­gen in ande­ren Tweets.

Daher lohnt sich beson­ders, Twit­ter­Coun­ter, Fol​ler​.me, Twi­to­no­my und Backt­weets für die Aus­wer­tun­gen ein­zu­set­zen. Sie erhal­ten aus­sa­ge­kräf­ti­ge Zah­len und Ein­bli­cke, die ent­schei­dend für Ihre wei­te­re Twit­ter­stra­te­gie sein können.