Durch die zuneh­men­den Social-Media-Akti­vi­tä­ten benö­ti­gen vie­le Selb­stän­di­ge und Unter­neh­men ent­spre­chen­de Tools zum Über­wa­chen ihrer Social-Media-Kanä­le, um posi­ti­ve oder gar nega­ti­ve Ent­wick­lun­gen mit­zu­be­kom­men und dar­auf auch reagie­ren zu kön­nen.


Sol­che Über­wa­chungs- oder Moni­to­ring-Tools wer­de ich in meh­re­ren Bei­trä­gen nach­ein­an­der vor­stel­len. Die meis­ten kom­men aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Raum, kön­nen aber auch von deut­schen Usern genutzt wer­den.

Das ers­te Social-Media-Moni­to­ring-Tool, das ich vor­stel­le, ist alert​.io. Der Online-Ser­vice hieß frü­her men­ti­on und ist erfreu­li­cher­wei­se in Deutsch ver­füg­bar. Das macht die Bedie­nung deut­lich ein­fa­cher.

Anmeldung auf alert​.io

Der Online-Ser­vice ermög­licht jedem User die voll­stän­di­ge Nut­zung des Diens­tes mit all sei­nen Fea­tures über einen Test­zeit­raum von 30 Tagen. Danach fällt man in den kos­ten­lo­sen Nut­zer­sta­tus zurück, falls man sich nicht für eines der kos­ten­pflich­ti­gen Pake­te ent­schei­det.

Nach der Anmel­dung kann man sich noch ent­schei­den, wie man alert​.io nut­zen will: Neben der Web­an­wen­dung, die ich für die­sen Arti­kel ein­set­ze, gibt es noch eine Desk­top-Anwen­dung für Win­dows, ein Chro­me-Plugin sowie Apps für iOS und Android.

Wer schon meh­re­re Goog­le Alerts ange­legt hat, kann die­se über eine CSV-Datei in den Account von alert​.io impor­tie­ren und dort wei­ter ein­set­zen. Ich habe die­sen Schritt aus­ge­führt und es geht wirk­lich ganz schnell von­stat­ten. Mit einem Klick gelangt man zu sei­nen Goog­le Alerts in sei­nem Goog­le Account (man muss aller­dings ein­ge­loggt sein), klickt auf den But­ton zum Erstel­len der CSV-Datei (Goog­le Alerts expor­tie­ren) und lädt die­se dann in sei­nem alert.io-Account hoch.

Und schon wer­den ein paar Goog­le Alerts (bei mir waren es sechs) in den alert.io-Account über­nom­men.

Alerts bzw. Meldungen anlegen und verfolgen

Wie der Name schon sagt, kann man mit die­sem Tool auch eige­ne Alerts anle­gen (außer­halb von Goog­le Alerts), also benut­zer­de­fi­nier­te Mel­dun­gen, in denen das von einem fest­ge­leg­te Stich­wort vor­kommt. Wenn man also wis­sen will, wie oft der eige­ne Fir­men- oder Mar­ken­na­me im Inter­net und in wel­chen Quel­len erwähnt wird, kann man sich auf alert​.io ent­spre­chen­de Alerts anle­gen.

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Je nach Tarif über­wacht alert​.io eine bestimm­te Anzahl von Schlüs­sel­wör­tern und fil­tert Mel­dun­gen oder Erwäh­nun­gen, die die­se Wör­ter ent­hal­ten, aus den sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book und Twit­ter, aus Foren, Blogs, Bil­der­na­men, Vide­os, News und dem Inter­net gene­rell her­aus.

Das Anle­gen eines Alerts läuft in drei Schrit­ten ab:

Zuerst ver­gibt man dem Alert einen aus­sa­ge­kräf­ti­gen Namen und legt min­des­tens ein Stich­wort fest, das auf­ge­spürt wer­den soll. Man kann natür­lich auch meh­re­re Stich­wör­ter in einen Alert ein­ge­ben und dabei die fort­ge­schrit­te­nen Optio­nen nut­zen. Mit die­sen Optio­nen kön­nen Sie Begrif­fe auch aus­schlie­ßen und Erwäh­nun­gen erstel­len, die alle auf­ge­führ­ten Begrif­fe oder Key­words ent­hal­ten.

alert.io - Alert anlegen
Wer will, kann auch noch wei­te­re Spra­chen neben Deutsch zum Alert hin­zu­fü­gen. Ich habe es mal bei Deutsch belas­sen. Ins­ge­samt 42 Spra­chen ste­hen den Usern für die Alert-Erstel­lung zur Ver­fü­gung.
Im zwei­ten Schritt kann man dann die Quel­len aus­wäh­len, die für den Alert ver­wen­det wer­den. Ich habe alle akti­viert gelas­sen. Dann habe ich noch eine Quel­le blo­ckiert, die nicht für den Alert her­an­ge­zo­gen wer­den soll. Die bei­den ande­ren Fil­ter wie Ein­gang mit Prio­ri­tät und Anti-Noi­se-Tech­no­lo­gie (ähn­li­che Erwäh­nun­gen wer­den gelöscht) las­se ich auch akti­viert.
alert.io - Alert anlegen

Der letz­te Schritt ermög­licht einem noch, einen Face­book- und Twit­ter-Account zu die­sem Alert hin­zu­zu­fü­gen und eine E‑Mail-Lis­te zum Tei­len des Alerts anzu­le­gen. Das muss man aber nicht tun. Mit einem Klick auf “Fer­tig” wird der neue Alert ange­legt. Danach erscheint der neue Alert in der lin­ken Sei­ten­spal­te des alert.io-Accounts.

Verwaltung und Aufbau des Accounts bei alert​.io

Die Bedie­nung des Accounts ist sehr ein­fach. Ganz links oben in der lin­ken Sei­ten­spal­te sieht man drei Icons von links nach rechts: Kon­tin­gent, Ein­la­dun­gen und Ein­stel­lun­gen. Unter Ein­stel­lun­gen wer­den alle Inhal­te und Berei­che des Accounts ange­zeigt. Beson­ders wich­tig ist hier der Punkt “Mei­ne Alerts ver­wal­ten”.

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alert.io

Wei­te­re Punk­te sind das Pro­fil, Benach­rich­ti­gun­gen ver­wal­ten, Mei­ne Goog­le Alerts, Rech­nungs­stel­lung, Sup­port kon­tak­tie­ren und Sup­port-Cen­ter.

Klickt man auf eine Alert-Titel in der lin­ken Spal­te, wird die­ser im gro­ßen Fens­ter ange­zeigt, mit allen neu­en Erwäh­nun­gen zu die­sem Stich­wort. Mit einem Klick auf eine Erwäh­nung wird die­se noch­mals detail­liert im rech­ten Fens­ter­be­reich ein­ge­blen­det (sie­he Screen­shot unten).

alert.io

Außer­dem kann man selbst die­se Erwäh­nun­gen in den sozia­len Netz­wer­ken wei­ter ver­tei­len, indem man sie auf Face­book und Twit­ter ver­brei­tet.

Die Erwäh­nun­gen kann man auch fil­tern, indem man sie ent­we­der als wich­tig ein­stuft, als Favo­rit mar­kiert, als Spam kenn­zeich­net, sie archi­viert oder in den Müll­ei­mer legt. Die­se Funk­tio­nen fin­den sich in der lin­ken Sei­ten­spal­te unter­halb eines jeden Alert-Titels.

Und es gibt noch mehr Funk­tio­nen, die aber haupt­säch­lich für die kos­ten­pflich­ti­gen Accounts nutz­bar sind.

Ins­ge­samt gibt es vier Pake­te:

  • Den kos­ten­lo­sen Zugang mit einem User­zu­gang, bis zu 250 Men­ti­ons, 2 Alerts und 2 Spra­chen
  • Lite-Ver­si­on für 4,90 Euro/​Monat: ein User­zu­gang, bis zu 2000 Men­ti­ons, 5 Alerts und 3 Spra­chen
  • Die bei­den Pake­te Pro und Unter­neh­men für 15,90 Euro/​Monat bzw. 49,90 Euro/​Monat bie­ten neben noch mehr User­zu­gän­gen, Men­ti­ons, Alerts und Spra­chen auch Sta­tis­tik- und Ana­ly­se-Werk­zeu­ge, Daten­ex­port, Mit­ar­bei­ter-Tools, Admi­nis­tra­ti­ons­pa­nel sowie einen zeit­na­hen Sup­port an.

Für Inter­es­sier­te und Ein­stei­ger ist aber auch der kos­ten­lo­se Zugang in der ers­ten Zeit aus­rei­chend, wer dann mehr benö­tigt, kann sich für eines der drei Pre­mi­um­pa­ke­te ent­schei­den.