Seit Anfang Dezember gibt es im sozialen Netzwerk Google+ ein neues Feature, das der Community neuen Schwung geben soll.

WERBUNG


Geld verdienen mit TheMoneytizer
Mit den Werbeeinnahmen auf CPM-Basis von TheMoneytizer habe ich in zwei Monaten fast 400 Euro verdient. Gib' bei deiner Registrierung den Referral-Code 32dc1aee420598b18c505761247c6f38 ein und dir werden gleich 5 Euro gutgeschrieben.
https://de.themoneytizer.com

Mir fiel das neue Icon in der linken Seitenspalte meines Google+ Accounts zunächst gar nicht auf, bis mich ein Bekannter fragte, ob ich mir auch schon die neue Funktion – Google+ Community – angeschaut hätte.

Ich vermute mal, dass Google+ nun mit den Communities das anbietet, was auf Facebook die Gruppen sind, um mehr Aktivität in sein Netzwerk zu bringen. Denn ich finde immer noch, dass es auf Google+ irgendwie sehr „still“ ist, auch wenn ich selbst dort einen Account und mehrere Seiten habe und jeden Tag mindestens ein- bis zweimal in mein Profil reinschaue.

Das soll ja jetzt wohl anders werden. Denn eine Community soll Gleichgesinnte zu mehr Verweildauer auf Google+ und zu mehr Aktionen wie Kommentaren, Beiträgen und Diskussionen verleiten.

Ich  war recht erstaunt, als ich sah, wie viele Communities schon in den ersten Tagen des neuen Features entstanden sind. Jeder, der möchte, kann auf Google+ über seinen Account eine Community zu jedwedem Thema erstellen, ob es sich nun um Hobbythemen wie Backrezepte, Kaninchenzucht, Malerei, Reisen oder technische Themen wie Smart Phones, PHP oder Webseitengestaltung handelt.

Austauschen kann man sich ja über vieles und Gleichgesinnte finden sich auch recht schnell.

Eigenheiten der Google+ Communities

Klickt man auf das Community-Icon in seinem Google+ Profil, dann wird einem zunächst eine kleine Übersicht über schon bestehende Google+ Communities angezeigt. Bei jeder Community steht auch die Mitgliederanzahl.

Auf der Startseite wird nur eine kleine Auswahl eingeblendet. Wer wissen will, ob es in seinem Interessengebiet schon eine Community gibt, der sollte vor allem die Suchfunktion nutzen.

Wer Communities gefunden hat, denen er beitreten möchte, klickt auf das entsprechende Vorschaubild. Ob man gleich Mitglied werden kann, hängt von den Einstellungen der jeweiligen Community ab, denn wie auch bei den Facebook-Gruppen gibt es neben den öffentlichen auch nicht-öffentliche geschlossene Communities.

Lesen  Plugin-Vorstellung: 2-Click-Social-Media-Buttons für besseren Datenschutz

Hier die Übersicht der möglichen Privatsphäre-Einstellungen:

  • Öffentlich: Jeder kann die Community sehen und sofort Mitglied werden.
  • Öffentlich, mit Anfrage: Jeder kann die Community sehen. Um Mitglied zu werden, muss man einen Antrag stellen. Dafür klickt man einfach auf den Button Beitrittsanfrage stellen.
  • Privat, aber sichtbar: Diese Communities können über die Suche gefunden werden, aber die Beiträge werden erst nach einer erfolgreichen Beitragsanfrage einsehbar.
  • Privat: Geschlossene Communities, die über die Suche nicht auffindbar sind und in denen man nur Mitglied per Einladung werden kann.

In einer Google+ Community-Übersicht sieht man in der Bildschirmmitte den Stream, rechts die Mitgliederzahl, den Moderator und eventuell anstehende Events.

Links steht ganz oben das Logo und der Name der Community mit der Mitgliederzahl und der Community- Privatsphäre-Einstellung. Darunter schließen sich die Community-Kategorien bzw. -rubriken sowie die Community-Beschreibung an.

Jede Community kann von einem oder mehreren Moderatoren moderiert werden, wobei zunächst der Community-Ersteller gleich als Moderator fungiert. Sehr gelungen finde ich, dass man in einer Community Themenbereiche, also Rubriken anlegen kann, um so den Mitgliedern über den Filter zu ermöglichen, für sie interessante und wichtige Themen schnell zu finden.

Um seine neu erstellte Community wachsen zu lassen, kann man weitere Interessenten einladen, Mitglieder zu werden. Oder man belässt es bei einer kleinen geschlossenen Gruppe, je nachdem welche Zielsetzung man mit seiner Google+ Community verfolgt.

Alle Communities, in denen man Mitglied ist, werden einem dann auf der Community-Startseite ganz oben sowie über das Community-Icon in der linken Seitenspalte in seinem Profil – wenn man mit der Maus darüberfährt – angezeigt.

Eine eigene Google+ Community anlegen

Über den Button Community erstellen, lässt sich eine neue Interessengruppe schnell anlegen.

Auf der darauffolgenden Seite legen Sie die Privatsphäre der Community fest (öffentlich oder privat) und vergeben der Community einen Namen.

Außerdem legen Sie fest, ob Mitglieder erst vom Moderator bestätigt werden müssen oder gleich in die Community aufgenommen werden (öffentlich) oder ob die neue Community in die Suche mit aufgenommen wird oder nicht (privat).

Lesen  Geld verdienen mit den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co.: Social Seeding mit Sociopo

Im nächsten Schritt legen Sie ein Profilfoto für die Community fest, tragen Community-Infos ein und legen Kategorien fest. Das muss man allerdings nicht gleich am Anfang machen, auch später lassen sich noch Themenkategorien eintragen.

Und es findet sich auch der wichtige Link Community löschen in der Erstellungsübersicht.

Nach diesen Schritten haben Sie die Möglichkeit, Interessenten in Ihre Community einzuladen. Wenn Sie an der Infobeschreibung und dem Bild was ändern wollen, können Sie über Aktionen den Link Community bearbeiten auswählen. Am Community-Namen und an Ihren gewählten Privatsphäre-Einstellungen können Sie aber keine Änderungen mehr vornehmen.

Möchten Sie aus einer öffentlichen Community eine private machen, sollten Sie eine neue anlegen mit den entsprechenden Privatsphäre-Einstellungen und die alte Community eventuell löschen.

Wer seine Community überschaubar halten will, sollte bei den Privatsphäre-Einstellungen am besten Öffentlich auf Antrag auswählen, sodass Sie als Moderator sehen, wer in die Gruppe rein möchte.

Wichtig ist auch, dass man nicht gleich Interessenten in eine „leere“ Community einlädt, sprich: in eine Community, die noch keine Beiträge aufweist. Als Moderator sollte man erst einmal einen Startbeitrag mit seinen Erwartungen für die Community und einer Willkommensnachricht verfassen. Außerdem sollte man regelmäßig in seiner Gruppe vorbeischauen, was sich im Laufe des Tages getan hat und immer wieder moderierend in  vorhandene Diskussionen eingreifen.

Wer nicht nur schriftlich in einer Community kommunizieren möchte, der kann auch hier das Feature Hangout von Google+ nutzen und sich mit Mitgliedern per Webcam und Headset austauschen.

Tipps, wie man eine Community richtig aufbaut und führt, finden Sie bei Google+. Außerdem haben Sie über den Aktionen-Button die Möglichkeit, Ihre Mitglieder zu verwalten und gegebenenfalls manche zu sperren, falls es mal nötig sein sollte.

Noch einige Schwächen bei Google+ Communities

Beiträge aus der Community werden dann im eigenen Google+ Profil angezeigt, was mir nicht so gut gefällt, denn sie verlieren sich dort etwas.

Lesen  Ausgabe 31 von suchradar erschienen - Schwerpunkt: Social Media plus SEO

Da wäre es empfehlenswert, einen extra Stream für dieses Feature zu erstellen. Außerdem wird es für Nutzer vieler Communities irgendwann unübersichtlich, wenn sie in der linken Seitenspalte auf das Community-Icon klicken und dort all ihre Communities vorfinden. Da kann man schon mal suchen, wenn man in mehr als 20 Communities Mitglied ist.

Was auch noch negativ auffällt: Man erhält keinen Hinweis beim Anlegen einer Community, ob es schon themengleiche Google+ Gruppen gibt. So kann es natürlich passieren, dass zu ein- und demselben Thema irgendwann zahlreiche Communities existieren.

Wie man sieht, gibt es noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, auch was die Aktionsmöglichkeiten von Moderatoren angeht. Aber mit Sicherheit kommt da noch einiges von Google, um das Feature bei seinen Netzwerknutzern weiter voranzutreiben.

Ich selbst habe mir ein paar interessante Communities, die vor allem aus beruflicher Hinsicht passen wie u. a. beispielsweise Social Media, SEO oder Arbeitsplatz der Zukunft, ausgesucht und bin diesen Gruppen beigetreten.

Fazit

Alles in allem bietet die Community-Funktion von Google+ neue Möglichkeiten, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, neue Informationsquellen für sich und andere zu eröffnen sowie neue Kontakte zu knüpfen.

Dass die einzelnen Schwächen der Communities (s. o.) noch von den Entwicklern ausgemerzt werden, bleibt zu hoffen und wird wohl auch passieren. Ich bin mal gespannt, wie es weiter geht und ich bin auch am Überlegen, eine eigene Community zu gründen. Doch dazu später eventuell mehr (sollte sich diese Idee verfestigen).