Vor ein paar Tagen ist mir der Begriff Google+ Authorship nochmals zu Ohren gekommen. Ich hatte ihn schon in der Vergangenheit häufiger gehört, denn Google hat das Authorship Ende 2011 eingeführt. Dennoch habe ich mich lange Zeit nicht näher damit beschäftigt.

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Jetzt habe ich mir die Sache genauer angeschaut und mich entschlossen, den Google+ Authorship für meine Blogs einzurichten, einfach um zu beobachten, ob man dadurch auch einen Anstieg in den Besucherzahlen feststellen kann.

Doch bevor ich erläutere, wie ich die Einrichtung vorgenommen habe, noch kurz zur Begriffserklärung.

Was versteht man unter dem Google+ Authorship?

Bei dem Google+ Authorship handelt es sich um eine Verknüpfung zwischen dem Google+ Personenprofil und einer oder mehrerer Websites bzw. Blogs. Man gibt auf einer Urheberschaftsseite von Google die E-Mail-Adresse von seinem Blog ein, erhält eine Bestätigungsmail, die man verifizieren muss. Danach erstellt Google eine Verknüpfung zwischen dem Blog und dem Profil her.

Damit lässt sich mein verfasster Content eindeutig meinem Profil zuordnen und ich trete sozusagen als wirkliche Autorin meiner Blogbeiträge in der Google-Welt auf.

Google+ Authorship ermöglicht es einem auch, seine Gastbeiträge auf fremden Blogs als die seinigen zu kennzeichnen. Wie dies funktioniert, wird weiter unten im Beitrag beschrieben.

Vorteile von Google+ Authorship

Wer Google+ Authorship verwendet, der wird dies auch an den Suchergebnissen in Google sehen (siehe Screenshot), denn in den Suchtreffern wird bei Blogbeiträgen das Profilbild des Autors angezeigt.

Dass diese Darstellung sehr persönlich, vertrauenserweckend und seriös aussieht, kann man mit Sicherheit nur bestätigen, im Gegensatz zum dritten Treffer auf der Seite, wo Google+ Authorship noch nicht genutzt wird.

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Das Profilbild in den Suchergebnissen kann bei Usern mehr Aufmerksamkeit hervorrufen und dadurch möglicherweise auch zu mehr Besuchern auf dem eigenen Blog führen.

Darüber hinaus wird Google einem solch verifizierten Blog mehr Vertrauen schenken, weil hinter diesem Blog ein echter Mensch steckt. Mit der Verknüpfung kann Google auch die Aktivität des Bloggers im Google+ Netzwerk beobachten und anhand dieser Resultate Blogs besser oder schlechter einstufen (je nachdem wie viele Kontakte der Blogger hat und wie aktiv er mit Kommentaren und anderen Aktionen im Netzwerk unterwegs ist).

Google+ Authorship anlegen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Google+ Authorship zu einem bestimmten Blog anzulegen. Aus meiner Sicht funktioniert am besten die Verknüpfung per E-Mail-Adresse. Bei dem hier beschriebenen Ablauf wird vorausgesetzt, dass Sie schon über ein Google+ Profil  verfügen.

Schritt 1: Dafür sollten Sie in Ihrem Blog in Ihrem Benutzerprofil eine E-Mail-Adresse eintragen, die zu Ihrem Blog gehört, also …@meinedomain.de, wenn der Websitename www.meinedomain.de lautet.

Schritt 2: Dann muss in jedem Ihrer Artikel Ihr Verfassername stehen. Meist wird dieser in der Post-Byline oberhalb oder unterhalb des Artikels ohnehin schon eingeblendet. Der Verfassername sollte identisch mit Ihrem Profilnamen sein, also nicht admin lauten oder ein anderer kryptischer Username sein.

Schritt 3: Gehen Sie dann auf die Google+ Seite „Urheberschaft“ und tragen dort Ihre Blog-E-Mail-Adresse ein. Sie erhalten nun eine Bestätigungsmail an diese Adresse und müssen den Verifizierungslink darin noch anklicken.

Daraufhin wird diese Adresse unter die geschäftlichen E-Mail-Adressen Ihres Google+ Profils eingetragen und den Blog sowie dessen URL finden Sie unter „Macht mit bei“.

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Diese Möglichkeit hat bei mir super funktioniert, die allerdings auch einen Nachteil aufweist. Denn will man ebenfalls über Gastartikel auf anderen Blogs eine Verknüpfung zu seinem Google+ Profil herstellen, bräuchte man eine E-Mail-Adresse von diesen Blogs.

Dafür ist die andere Verknüpfungsmöglichkeit mit dem Google+ Profil-Link besser geeignet.

Google+ Authorship testen

Nun sollten Sie auch testen, ob Google die Authorship angenommen hat oder ob bei der Umsetzung etwas nicht geklappt hat.

Dafür rufen Sie das Test-Tool für strukturierte Daten von Google auf. In das Feld „URL“ geben Sie die URL Ihres Blogs ein. Haben Sie die E-Mail-Bestätigung für die Verknüpfung durchgeführt, dann geben Sie unter „E-Mail-Bestätigung der Urheberschaft“ die URL Ihres Google+ Profils ein.

Die korrekte URL Ihres Profils finden Sie unter „Datenschutz“. Klicken Sie dafür rechts oben unter Google im eingeloggten Zustand auf Ihr Profil-Bild und dann auf den Link „Datenschutz“. Auf dieser Seite finden Sie den Profil-Link unter der kleinen Profil-Vorschau.

Wenn Sie die URL in das oben genannte Feld in dem Test-Tool eingegeben haben, brauchen Sie nur noch „Urheberschaft prüfen“ anzuklicken und Ihre Verknüpfung müsste existieren.

Bei mir sah das Testergebnis jedenfalls so aus:

Klappt die Zuordnung der Urheberschaft nicht, gibt Google Ihnen Tipps zu wahrscheinlichen Fehlerquellen. Gehen Sie am besten nochmals alle Schritte durch, die ich oben aufgeführt habe.

Diese Verifizierung, die ich hier mit Geld-online-Blog umgesetzt habe, werde ich nun mit meinen anderen Blogs auch noch durchziehen. Ob sich langfristig die Zahl der Besucher steigern wird, wird sich wohl erst nach einigen Wochen zeigen. Bin mal gespannt.

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In den Suchergebnissen habe ich mein Profilbild noch nicht gesehen, aber nach Angaben von Google kann es etwas dauern, bis es auch dort angezeigt wird.