Im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber habe ich in einem News-Arti­kel kurz erwähnt, dass mit Socio­po ein neu­er Ser­vice ins Leben geru­fen wur­de, der es u. a. Blog­gern ermög­licht, mit den Social-Media-Platt­for­men Geld zu ver­die­nen.


Hin­ter Socio­po steckt Rank­sel­ler, ein sehr bekann­ter deut­scher Blog-Mar­ke­ting-Anbie­ter, der schon über einen gro­ßen Kun­den­stamm ver­fügt. Das müss­te sich auch posi­tiv auf Socio­po aus­wir­ken.

Was bietet Sociopo?

Auf Socio­po kön­nen Publis­her sich kos­ten­los anmel­den und ihre Social-Media-Pro­fi­le ein­tra­gen. Fol­gen­de Social-Media-URLs las­sen sich ein­tra­gen:

Wei­te­re Anga­ben zu jedem ein­ge­tra­ge­nen Social-Media-Pro­fil sind die Aus­wahl min­des­tens einer The­men­ka­te­go­rie, eine aus­führ­li­che Beschrei­bung und die Aus­wahl von wich­ti­gen Key­words. Und man legt am Schluss einen Preis fest, den eine Ver­öf­fent­li­chung auf die­sem Social-Media-Chan­nel kos­ten soll.

Davon muss man noch die 30 Pro­zent Pro­vi­si­on für Socio­po abzie­hen, um sei­nen wirk­li­chen Ver­dienst zu ermit­teln. Bes­ser hät­te ich es gefun­den, wenn man hier den Publis­hern einen klei­nen Leit­fa­den für die Preis­er­mitt­lung hin­zu­ge­fügt hät­te. Denn wel­cher Preis ist ver­tret­bar für eine gewis­se Anzahl von Fol­lo­wern und wel­cher nicht?

Preis­ge­stal­tung:
Eine gute Ori­en­tie­rung für die Preis­fest­set­zung ist natür­lich der Markt­platz, wo man die ver­schie­de­nen ein­ge­tra­ge­nen Social-Media-Pro­fi­le vor­fin­det, ein­schließ­lich deren Fol­lo­wer­zahl und der fest­ge­leg­te Preis. Ich habe mich dort län­ger umge­se­hen, und fest­ge­stellt, dass man schon über meh­re­re Tau­send Fans auf sei­ner Face­book-Fan­page ver­fü­gen soll­te, um einen Betrag von 50 Euro für ein Wer­be­post zu ver­lan­gen.

Aller­dings gibt es gro­ße Unter­schie­de bei der Preis­fest­set­zung: Man­che haben — aus mei­ner Sicht — den Preis für ca. 6000 Fans mit fünf Euro doch recht nied­rig ange­setzt. Ich den­ke, die Preis­ge­stal­tung hängt auch vom The­ma ab. Daher soll­te man am Anfang nicht so hoch grei­fen und mal sehen, ob Auf­trä­ge rein­kom­men. Gewinnt man wei­ter­hin Fol­lower, kann man den Preis im Lau­fe der Zeit etwas anhe­ben.

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Social See­ding — Über­wie­gend Face­book- und Twit­ter­ein­trä­ge auf Socio­po
Und dann kann das Social See­ding — so wird das Ver­brei­ten von Wer­b­e­inhal­ten in Form von Tex­ten oder Vide­os von Unter­neh­men genannt — los­ge­hen. Letzt­end­lich ermög­licht man Fir­men, ihre Wer­be­bot­schaf­ten auf den eige­nen Social-Media-Kanä­len zu ver­brei­ten. Da ist es also schon wich­tig, über eine gro­ße sozia­le Reich­wei­te zu ver­fü­gen, also über vie­le Fol­lower auf Twit­ter, über vie­le Fans auf Face­book usw. Erst dann ent­fal­tet die Wer­bung ihre Wir­kung und kann als viral ein­ge­stuft wer­den.

Daher lohnt es sich Socio­po haupt­säch­lich für Publis­her, die schon über eine statt­li­che Anzahl von Fol­lo­wern auf Face­book oder Twit­ter ver­fü­gen.

Wer sich auf dem Markt­platz umschaut, wird fest­stel­len, dass sich schon sehr vie­le Publis­her dort ein­ge­tra­gen haben, haupt­säch­lich mit Face­book-Sei­ten und Twit­ter-Accounts. Goog­le+, Pin­te­rest und You­Tube haben deut­lich weni­ger Ein­trä­ge. Die sozia­le Reich­wei­te aller Accounts umfasst schon fast 12 Mil­lio­nen Men­schen. Ich ver­mu­te mal, dass da eini­ge Über­schnei­dun­gen in der Zahl ent­hal­ten sind, denn schließ­lich kann eine Per­son Fan von meh­re­ren Face­book­sei­ten und Fol­lower von vie­len Twit­ter­ac­counts sein. Und die dürf­te dann jedes­mal neu gezählt wer­den.

Bekommt man als Publis­her einen Auf­trag, hat man die freie Ent­schei­dung, ob man die­sen annimmt oder ablehnt. Wer die­sen Dienst nicht nur als Publis­her, son­dern auch als Adver­ti­ser nut­zen will, soll­te bei der Regis­trie­rung im Feld “Anmel­dung als” den Wert “Adver­ti­ser & Publis­her” aus­wäh­len.

Min­dest­aus­zah­lungs­gren­ze:
Aus­zah­lun­gen kön­nen ab einem Betrag von 25 Euro ange­for­dert wer­den, ent­we­der auf ein PayPal-Kon­to oder auf ein Bank­kon­to.

Wer als Selb­stän­di­ger Umsatz­steu­er abführt, soll­te nicht ver­ges­sen, in sei­nen per­sön­li­chen Daten die Steu­er­num­mer und UStId-Num­mer ein­zu­tra­gen, damit auf die Aus­zah­lung noch 19 Pro­zent Mehr­wert­steu­er drauf­ge­schla­gen wer­den. Ansons­ten muss man von sei­nem Net­to­ver­dienst trotz­dem die übli­che Mehr­wert­steu­er ans Finanz­amt zah­len und ver­dient damit weni­ger.

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Wie sinnvoll ist Sociopo?

Den Dienst gibt es seit einem hal­ben Jahr und sehr vie­le Publis­her haben sich in die­sen sechs Mona­ten schon regis­triert. Den­noch ste­he ich dem gan­zen etwas skep­tisch gegen­über. Wie wer­den sol­che Wer­be­bot­schaf­ten von den eige­nen Fol­lo­wern auf­ge­nom­men? Ris­kiert man damit nicht, dass die­se einem schließ­lich ent­fol­gen? Wer­bung wird von den Fans in den sozia­len Netz­wer­ken ja nicht so gern gese­hen.

Wür­de man es mit Wer­be­bot­schaf­ten über­trei­ben, dann könn­te dies schon pas­sie­ren. Aller­dings ver­mu­te ich mal, dass so vie­le Auf­trä­ge nicht rein­kom­men wer­den. Außer­dem soll­te jedes Ange­bot genau geprüft wer­den, bevor man es annimmt. Und natür­lich soll­te man nicht stän­dig auf sei­nen Pro­fi­len wer­ben. Dann dürf­te die Wer­bung auch nicht all­zu sehr auf­fal­len und sich letzt­end­lich nega­tiv aus­wir­ken.

Fazit

Wie der Ser­vice von Adver­ti­ser­sei­te wahr­ge­nom­men wird, kann ich natür­lich nicht beur­tei­len. Kom­men vie­le Auf­trä­ge oder läuft das Gan­ze noch schlep­pend?

Da ich den Dienst selbst noch nicht aktiv nut­ze, obwohl ich einen Account habe, weiß ich auch nicht, wie so ein kon­kre­ter Auf­trag aus­sieht bzw. ob die­ser auch in den sozia­len Netz­wer­ken als Wer­bung expli­zit gekenn­zeich­net wer­den muss oder nicht. Ich ver­mu­te mal eher nicht, denn bei bezahl­ten Blog­posts wol­len die Adver­ti­ser auch so gut wie nie, dass der Arti­kel als Spon­so­red Post auf dem jewei­li­gen Publis­her­blog her­vor­ge­ho­ben wird.

Die Ein­nah­me­mög­lich­kei­ten dürf­ten sich mit Socio­po in dem Rah­men von Blog­mar­ke­ting — also ver­kauf­ten Arti­keln — bewe­gen, d. h. man kann wohl monat­lich einen zwei- oder gar drei­stel­li­gen Betrag ein­neh­men. Aus­nah­men bestä­ti­gen auch hier natür­lich die Regel, nach oben sowie nach unten.