Con­tent-Mar­ke­ting hat in den letz­ten drei Jah­ren einen deut­li­chen Hype ange­nom­men, vor allem im Zuge der ver­gan­ge­nen Goog­le-Algo­rith­mus-Updates. Denn seit dem Hum­ming­bird-Update 2013 ist Goog­le nun in der Lage, gan­ze Sät­ze seman­tisch zu erfas­sen und Wör­ter in einen Kau­sal­zu­sam­men­hang zu brin­gen. Dadurch wer­den den Usern bei ihrer Suche deut­lich rele­van­te­re und hoch­wer­ti­ge­re Such­ergeb­nis­se geliefert.


Seit die­ser Zeit steht Con­tent-Mar­ke­ting hoch im Kurs, die Phra­sen “Con­tent first” oder “Con­tent is king” sind schon fast Gemein­plät­ze gewor­den. Doch all­zu neu ist die­se Mar­ke­ting-Tech­nik nicht: Wer schon von Anfang an ziel­grup­pen­re­le­van­te, infor­ma­ti­ve als auch unter­hal­ten­de Tex­te auf sei­nem Blog ver­öf­fent­licht hat, betreibt Con­tent-Mar­ke­ting, ohne viel­leicht zu wis­sen, wie die Defi­ni­ti­on davon genau lautet.

Definition von Content-Marketing

Unter Con­tent-Mar­ke­ting ist eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie zu ver­ste­hen, bei der die Erstel­lung von hoch­wer­ti­gen und nütz­li­chen Infor­ma­tio­nen für die jewei­li­ge Ziel­grup­pe im Fokus steht. 

Damit will man sein Unter­neh­men­si­mage ver­bes­sern und vor allem neue Kun­den gewin­nen. Die erstell­ten Inhal­te sol­len nicht direkt zum Kauf des Pro­duk­tes oder der Dienst­leis­tung animieren.

Und mit infor­ma­ti­ven sowie unter­halt­sa­men Inhal­ten sind alle mög­li­chen Con­tent-For­ma­te gemeint.

Die wichtigsten Content-Kategorien

In die­sem Bei­trag gehe ich näher auf die ver­schie­de­nen Con­tent-Kate­go­rien und ‑For­ma­te ein, denn wenn auch im Inter­net Text in Form von Arti­keln oder Bei­trä­ge als Con­tent domi­niert, so lässt sich hoch­wer­ti­ger Con­tent nicht nur in Text­form erstellen.

Wer für sei­ne Con­tent-Stra­te­gie pro­fes­sio­nel­le Bera­tung über geeig­ne­te Con­tent-For­ma­te benö­tigt, soll­te eine gute Online Mar­ke­ting Agen­tur, die auch Con­tent-Mar­ke­ting anbie­tet, kontaktieren.

Text-Content

Der Vor­teil von Text ist, dass er für alle User eine gewis­se Selbst­ver­ständ­lich­keit hat. Man sucht im Web nach bestimm­ten Infor­ma­tio­nen zu einem The­ma, und dann lie­fern die meis­ten Tref­fer Tex­te dazu. Wer den Arti­kel nicht am Bild­schirm lesen will, weil es die Augen über­an­strengt, kann den Text aus­dru­cken und “off­line” konsumieren.

Lesen  Buchbesprechung: Think Content! Content-Strategie, Content-Marketing, Texten fürs Web (Autorin: Miriam Löffler)

Auch wenn Vide­os und Audio-Inhal­te immer mehr an Beliebt­heit gewin­nen, Text dürf­te auch wei­ter­hin das wich­tigs­te Con­tent-For­mat im Con­tent-Mar­ke­ting blei­ben, auch weil er sich sehr kos­ten­güns­tig und schnell erstel­len lässt.

Ver­schie­de­ne Textformate:

  • Klas­si­sche Arti­kel, wie Blog­bei­trä­ge oder Presseberichte
  • (Check-)Listen, die gene­rell bei Lesern beliebt sind, brin­gen sie doch Infor­ma­tio­nen, Erläu­te­run­gen oder Emp­feh­lun­gen in eine über­sicht­li­che und für den Leser schnell zu erfas­sen­de Form
  • White­pa­pers, die vor allem im B2B-Bereich ein­ge­setzt wer­den. Bei einem White­pa­per han­delt es sich um ein Doku­ment, das Anwen­der­be­schrei­bun­gen, Fall­stu­di­en, Ergeb­nis­se aus der Markt­for­schung oder eine ande­re fach­li­che Abhand­lung zu einem bestimm­ten The­ma lie­fert. Die­se Doku­men­te wer­den meist als PDF-Down­load zur Ver­fü­gung gestellt.
  • Ebooks: Ger­ne wer­den Ebooks als Geschenk für die Ein­tra­gung in einen News­let­ter­ver­tei­ler angeboten.
  • News­let­ter: Auch News­let­ter gehö­ren zu der Con­tent-Kate­go­rie Text, denn letzt­end­lich infor­mie­ren sie haupt­säch­lich in Text­form über Aktu­el­les, inter­es­san­te Ange­bo­te und Pro­dukt- bzw. Dienst­leis­tungs­neue­run­gen eines Unternehmens.

Audio-Content

Auch gespro­che­ne Tex­te sind im Web sehr beliebt, denn sie las­sen sich sehr leicht und unkom­pli­ziert kon­su­mie­ren. So kann man sich bei­spiels­wei­se einen Pod­cast anhö­ren, wäh­rend man am Com­pu­ter arbei­tet, joggt oder im Flug­zeug sitzt.

  • Pod­casts: Bei Pod­casts han­delt es sich um Audio­bei­trä­ge, die den Usern zum Down­load ange­bo­ten wer­de und meist im MP3-For­mat vor­lie­gen. Gene­rell kann man einen Pod­cast mit einer Radio­sen­dung ver­glei­chen, die man unab­hän­gig vom Sen­de­ter­min anhö­ren kann.
    Neben unter­hal­ten­den Pod­casts sind auch infor­mie­ren­de Pod­casts sehr beliebt. Wer mit Pod­casts erfolg­reich sein möch­te, soll­te genau­so wie ein Blog­ger regel­mä­ßig inter­es­san­te Audio-Inhal­te erstel­len. Nur so lässt sich mit der Zeit eine Stamm­zu­hö­rer­schaft gewin­nen. Die belieb­tes­ten Pod­casts fin­dest du hier: http://​www​.pod​cast​.de/​p​o​d​c​a​s​t​s​/​c​h​a​r​ts/.
  • Musik: Auch mit einer ein­gän­gi­gen Melo­die als Con­tent-Ele­ment kann man sein Unter­neh­men erfolg­reich ver­mark­ten. Man den­ke nur an die ein­gän­gi­gen Musik­ti­tel von Lang­ne­se-Eis oder Jacobs Krönung.
Lesen  Februar-Ausgabe 2014 von Internethandel: Content is King

Video-Content

Ein mar­ke­ting­tech­nisch erfolg­rei­ches Video zu erstel­len, ist mit Sicher­heit sehr anspruchs­voll und auf­wän­dig, kann sich aber loh­nen, denn gut gemach­te Vide­os wer­den beson­ders gern in den sozia­len Medi­en geteilt und damit ver­brei­tet. Ganz im Gegen­teil zu Arti­keln, die nur sel­ten eine beein­dru­cken­de vira­le Ver­brei­tung in Face­book & Co. erleben.

Man den­ke nur an den Erfolg von You­Tube, wo sich jeden Monat mehr als eine Mil­li­ar­de User Vide­os anschau­en und jede Men­ge Vide­os täg­lich hoch­ge­la­den wer­den. Für Blog­ger bie­ten sich beson­ders Video­tu­to­ri­als oder Video-Inter­views an, denn die­se Vide­os las­sen sich mit Camt­asia oder über Goog­le Han­gouts sehr ein­fach erstel­len und kos­ten nicht die Welt.

Video-Con­tent lässt sich u. a. in fol­gen­de Grup­pen einteilen:

  • Image­vi­deo: Video, in dem sich ein Unter­neh­men oder ein Unter­neh­mer vor­teil­haft präsentiert
  • Pro­dukt­vi­deo
  • Klas­si­scher Werbespot
  • Video-Inter­view
  • Lehr­vi­deo oder Videotutorial
  • Musik­vi­deo

Grafiken und Fotos

Neben Vide­os wer­den auch Gra­fi­ken und Fotos in den sozia­len Medi­en über­mä­ßig gelik­ed, geteilt und kom­men­tiert. Für Unter­neh­men oder Blog­ger bie­ten sich aus die­ser Con­tent-Kate­go­rie Info­gra­fi­ken an. Eine gute Info­gra­fik gra­fisch anspruchs­voll zu erstel­len, ist mit den vie­len exis­tie­ren­den Tools wie Pik­to­ch­art oder Info​gr​.am nicht mehr schwie­rig, dage­gen wird das Zusam­men­tra­gen der zu visua­li­sie­ren­den Fak­ten deut­lich zeit­in­ten­si­ver sein.

Aber es gibt nicht nur Info­gra­fi­ken als Bil­der­con­tent. Hier fin­dest du noch wei­te­re Gruppen:

  • Info­gra­fi­ken
  • Pro­dukt­fo­tos
  • Ani­mier­te Grafiken
  • Dia­gram­me
  • Skiz­zen
  • Sreen­shots

Bil­der­quel­len fin­den sich im Inter­net zuhauf. Aller­dings soll­test du kei­ne Bil­der aus der Goog­le-Suche ver­wen­den, denn damit kommt es schnell zur Urhe­ber­rechts­ver­let­zung. Auf der siche­ren Sei­te bist du, wenn du Bil­der in soge­nann­ten Stock-Foto-Agen­tu­ren wie Foto­lia oder iStock­fo­to kaufst. Eine gro­ße Ver­gleichs­über­sicht über sol­che Agen­tu­ren fin­dest du auf Dr. Web.

Lesen  Buchbesprechung: Think Content! Content-Strategie, Content-Marketing, Texten fürs Web (Autorin: Miriam Löffler)

E‑Paper und Online-Magazine

Ein E‑Paper ist die Online-Ver­si­on eines Print­ma­ga­zins, meist im PDF-For­mat, das kei­ne wei­te­ren inter­ak­ti­ven Funk­tio­nen ent­hält. Im Gegen­satz dazu fin­den sich in Online-Maga­zi­nen ein­ge­bun­de­ne Vide­os, ver­link­te Sei­ten und manch­mal auch spie­le­ri­sche Elemente.

Sol­che Con­tent-For­ma­te kön­nen mit ent­spre­chen­den Tools wie u. a. 1000​grad​-epa​per​.de auch von klei­nen Unter­neh­men mit gerin­gem Bud­get oder auch von Blog­gern erstellt werden.

Online-Seminare

Auch Online-Semi­na­re erle­ben eine gro­ße Beliebt­heit, gera­de weil vie­le in einer begrenz­ten Zeit (meist nicht län­ger als eine Stun­de) Lösun­gen und Wis­sens­ver­mitt­lung zu einem ange­kün­dig­ten The­ma bereit halten.

Engaging Content (Mitmach-Inhalte)

Unter Enga­ging Con­tent ver­steht man Inhal­te auf einem Inter­net­auf­tritt, die zum Mit­ma­chen oder Kom­men­tie­ren verleiten.

Dazu gehö­ren in ers­ter Linie:

Für Blog­ger gibt es ver­schie­de­ne Plugin-Lösun­gen, mit denen sich Umfra­gen in den Blog inte­grie­ren las­sen. Beson­ders mit dem Plugin WP Polls geht die Umfra­gen-Erstel­lung schnell von der Hand. Aber es gibt auch gute Online-Tools für das Ein­fü­gen von Umfra­gen in den Blog oder in die Website.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: ©weed­e­zign #105682258/​Foto​lia​.com)