Vie­le Publis­her haben es sich ange­wöhnt, ihre Affi­lia­te-Links zu ver­ste­cken, mas­kie­ren oder zu cloa­ken, wie der Fach­be­griff dafür lau­tet.


War­um dies gemacht wird, hat haupt­säch­lich zwei Grün­de: Ein­mal sind Affi­lia­te-Links meist ellen­lan­ge Links, die die Publis­her-ID und noch ande­re Para­me­ter ent­hal­ten. Sie sehen also unschön aus, vor allem dann wenn man die kom­plet­te URL in einen Arti­kel ein­fügt.

Der zwei­te Grund dürf­te das wich­tigs­te Argu­ment für die Link­ver­kür­zung oder Affi­lia­te-Link-Ver­schleie­rung sein:

Es gibt erfah­re­ne User, die die­se Links als Affi­lia­te-Links erken­nen und dem Publis­her die Pro­vi­si­on nicht gön­nen, falls sie auf der bewor­be­nen Web­site etwas ein­kau­fen wer­den oder eine ande­re Akti­on über den Part­ner­link durch­füh­ren. Dann wer­den ein­fach die ent­spre­chen­den Para­me­ter aus dem Link ent­fernt oder man geht gleich auf Händ­ler­sei­te. Dadurch kön­nen Publis­her um ihre Pro­vi­si­on gebracht wer­den.

Seltsam aussehende Affiliate-Links

Affi­lia­te-Links sind nicht alle gleich auf­ge­baut. Die Affi­lia­te-Links von Inhouse-Part­ner­pro­gram­men wie die von Ama­zon begin­nen mit ihrem wirk­li­chen Domain­na­men (www​.ama​zon​.de bei­spiels­wei­se), an den sich die Affi­lia­te- und Pro­dukt­pa­ra­me­ter anschlie­ßen.

Die­se Affi­lia­te-Links machen auf die meis­ten User, die auf die­se kli­cken, einen guten und ver­trau­ens­wür­di­gen Ein­druck.

Dage­gen sehen die Affi­lia­te-Links von den gro­ßen und klei­ne­ren Affi­lia­te-Netz­wer­ken wie Zanox, Affili­net oder Bel­boon nicht sehr “schön” aus und kön­nen so man­chen User in ihrem Auf­bau irri­tie­ren.

Dadurch, dass die­se Netz­wer­ke vie­le Affi­lia­te-Pro­gram­me betreu­en, bie­ten sie auch für alle eine ein­heit­li­che Link­struk­tur an. So begin­nen die Links von Affili­net mit partners.webmasterplan und haben mit der Mer­chant-Ziel­sei­te — was die URL angeht — nichts zu tun.

Das mag so man­chen stut­zig machen, wenn er in der Brow­ser-Sta­tus­leis­te nach­schaut, wohin die­ser Link führt, der z. B. mit “Mode-Schnäpp­chen für den Som­mer” beti­telt war. Schließ­lich will man sich sicher sein, dass man eine ver­trau­ens­wür­di­ge Sei­te ansteu­ert und sich nicht irgend­wel­che Mal­wa­re ein­fan­gen.

Sol­che nichts­sa­gen­den Links kön­nen daher so man­chen User abschre­cken, sodass die­se den Link nicht kli­cken. Auch dadurch ver­lie­ren Publis­her mög­li­che Pro­vi­sio­nen.

Verkürzung oder Verschleierung der Affiliate-Links — Vorteile

Mit Wor­d­Press-Plugins:

Aus die­sen Grün­den gehen vie­le Publis­her hin und gestal­ten die Affi­lia­te-Links um. Das geht für Blog­ger, die Wor­d­Press ver­wen­den, ganz ein­fach. Das Plugin Pret­ty Link Lite ist so eine ein­fach zu bedie­nen­de Lösung, die auch die Link­ein­stel­lung “nofol­low” zulässt.

Die Affi­lia­te-Links, die mit Pret­ty Link Lite ange­legt wer­den, begin­nen mit dem eige­nen Domain­na­men, an den man eine sinn­vol­le Erwei­te­rung anbrin­gen soll­te:

Bei­spiel: www​.geld​-online​-blog​.de/​g​o​/​b​u​e​r​o​a​r​t​i​k​e​l​-​s​hop oder www​.geld​-online​-blog​.de/​s​h​o​p​/​b​u​e​r​o​a​r​t​i​k​e​l​-​s​hop

Ich fin­de es recht sinn­voll, in die neue Affi­lia­te-URL den Namen des bewor­be­nen Shops oder des Pro­dukts ein­zu­fü­gen und nicht ein­fach einen kryp­ti­schen Link zu erstel­len, des­sen Ziel sich nicht in der URL erschließt. Aber das kann letzt­end­lich jeder machen, wie er will.

Klickt man auf einen der­art umge­än­der­ten Link, wird die rich­ti­ge Affi­lia­te-URL gela­den und man wird zur Mer­chant-Web­site gelei­tet.

In einem schon etwas älte­ren Arti­kel habe ich das Plugin Pret­ty Link Lite und sei­ne Funk­tio­nen näher erläu­tert.

Aber nicht nur damit kann man sei­ne Affi­lia­te-Links abän­dern. Das geht auch u. a. mit dem Wor­d­Press-Plugin GoCodes.

Mit PHP-Skript:

Oder man passt sei­ne Affi­lia­te-Links mit einem PHP-Skript an (z. B. Link­mask, ob dies so gut funk­tio­niert wie Pret­ty Link Lite kann ich nicht sagen, da ich ein sol­ches Skript noch nie ein­ge­setzt habe).

Mit Link-Shor­tener:

Für das Ver­kür­zen von lan­gen Affi­lia­te-Links kann man auch soge­nann­te Link-Shor­tener wie bit­ly oder Goog­le URL Shor­tener ein­set­zen. Aller­dings haben die­se Links wei­ter­hin Nach­tei­le, denn es blei­ben exter­ne Links, die nichts über die Ziel­sei­te aus­sa­gen und damit nicht ver­trau­ens­wür­dig erschei­nen. Und man kann die­se URLs im Nach­hin­ein nicht mehr ändern, was mit Pret­ty Link mög­lich ist.

Wei­te­re Vor­tei­le des Mas­kie­ren von Affi­lia­te-Links:

Es gibt aber noch ande­re Grün­de, sei­nen Affi­lia­te-Link zu mas­kie­ren, nicht nur um die­sen vor bestimm­ten Usern zu ver­ste­cken.

Schließ­lich kann es auch vor­kom­men, dass der Mer­chant irgend­wann mal sei­ne Affi­lia­te-Links abän­dert. Hat man dann die­se Links zig­mal in sei­nem Blog, dann muss man alle Links hän­disch aktua­li­sie­ren, was viel Zeit in Anspruch neh­men kann. Ver­wen­det man Pret­ty Link Lite oder ein ande­res Link­mas­kie­rungs-Plugin, dann braucht man nur ein­mal den neu­en Link zu ändern und das war es schon.

Ein zwei­ter Vor­teil: Ver­wen­det man die lan­gen Affi­lia­te-Links in einem News­let­ter oder in den sozia­len Netz­wer­ken, dann kann es sein, dass die­se im Text umbre­chen und nicht mehr rich­tig funk­tio­nie­ren. Außer­dem lässt sich der Link in die­sem Umfeld nicht mit einem anspre­chen­den Anker­text ver­schö­nern, son­dern man sieht als User die blo­ße URL, die in der Ori­gi­nal­län­ge nicht gut aus­sieht.

Nachteile der verkürzten Affiliate-Links

Auch die geän­der­ten Links kön­nen viel­leicht so man­chen Web­site-Besu­cher ver­är­gern. Vor allem dann wenn der Anker­text etwas ande­res vor­gibt und der User über­rascht ist, dass er nach dem Klick auf einer exter­nen Sei­te lan­det.

Mit einer rich­ti­gen Benen­nung des Affi­lia­te-Links (Bei­spiel: “güns­ti­ge Bal­le­ri­nas auf Zalan­do”), kann man die­sen Nach­teil deut­lich redu­zie­ren.

Fazit

Ob man nun sei­ne Affi­lia­te-Links ver­kürzt oder mas­kiert, das bleibt eigent­lich jedem selbst über­las­sen.

Bis­her habe ich damit nur gute Erfah­run­gen gemacht, aber für man­chen mag es am Anfang zu viel Auf­wand sein, alle Affi­lia­te-Links umzu­ge­stal­ten. Wesent­lich ist, wel­cher Link zu einer höhe­ren Klick­ra­te oder Con­ver­si­on führt, das soll­te man auf alle Fäl­le über­prü­fen.

Ist da der unver­än­der­te Link erfolg­rei­cher, dann soll­te man ihn auch so belas­sen. Um Klick­ra­te und Con­ver­si­on für den ver­än­der­ten und unver­än­der­ten Affi­lia­te-Link aus­wer­ten zu kön­nen, lohnt es sich, einen Test durch­zu­füh­ren, in dem ein­mal der nor­ma­le Affi­lia­te-Link ein­ge­setzt wird und nach einer gewis­sen Zeit der mas­kier­te Link.

Erst dann kann man eine Erfolgs­aus­wer­tung vor­neh­men.