Für Publisher, die auf der Suche nach lukrativen Affiliate-Programmen sind, sollte nicht nur die Provisionshöhe bei einem Programm zählen, sondern auch die Stornoquote.


Diese wird gern bei der Programmanalyse etwas außer Acht gelassen, doch sie spielt eine große Rolle für die Provisionseinnahmen und damit für den erfolgreichen Einsatz des jeweiligen Affiliate-Programms.

Was ist unter der Stornoquote zu verstehen?

Bei der Stornoquote oder Stornierung handelt es sich um den Teil der vom Publisher vermittelten Leads oder Sales, die vom Merchant als ungültig abgelehnt werden und für die man letztendlich keine Vergütung bekommt.

Bei einer nicht vergüteten Sales-Aktion ging wohl eine Retoure des einkaufenden Users voraus, was sehr oft bei Kleidungsartikeln vorkommt (manche Mode-Online-Shops haben eine Stornoquote von ca. 50 Prozent, was wirklich horrend hoch ist). Die gutgeschriebene Provision wird dann wieder gelöscht.

In der Lead-Sparte passiert das oft bei Versicherungsanfragen, bei denen die User keine korrekten Einträge in das Online-Formular vornehmen, also eine falsche Telefon- oder eine unkorrekte Adresse angeben. Dann bringt dieser Lead dem Merchant keinen Gegenwert, sodass auch hier die Provisionen hinfällig werden. Bei solchen hohen Leads, wie sie in der Versicherungsbranche gezahlt wird, sind Stornos natürlich sehr ärgerlich.

Auch mir ist dies öfters passiert, dass dreistellige Einnahmen schnell auch wieder weg waren. Glücklicherweise kann ich dazu sagen, dass ich mit diesen Programmen bisher immer noch deutlich im Plusbereich bin, was die Einnahmen angeht.

Um herauszufinden, mit welchem Programm man mehr verdient, sollte man die Provision mit 100 Prozent minus Stornoquote multiplizieren, dann erhält man den Durchschnittswert der Einnahmen:

Lesen  Affiliate-Marketing für Einsteiger: Teil 1 - Bedeutung und Funktion von Affiliate-Marketing

Beispiel:

Programm A zahlt für einen Lead 7 Euro und hat eine Stornoquote von 25 Prozent.

Programm B zahlt für einen Lead 10 Euro und hat eine Stornoquote von 50 Prozent.

Auf den ersten Blick sieht Programm B finanziell lohnenswerter aus als A, doch wenn man sich den Durchschnittswert ausrechnet, kommt folgendes heraus:

7 Euro x 75 Prozent = 5,25 Euro
10 Euro x 50 Prozent = 5 Euro

Das Programm mit der niedrigeren Vergütung bietet aufgrund der geringeren Stornoquote doch den besseren Durchschnittsverdienst.

Stornoangaben bei den Netzwerken und Partnerprogrammen

Daher sollte man sich von den hohen Provisionen nicht immer gleich dazu verleiten lassen, sich für das auf den ersten Blick besser vergütete Programm zu entscheiden, sondern sich auch auf die Stornoquote konzentrieren.

Auf den verschiedenen Affiliate-Netzwerken findet man meistens Angaben dazu, aber nicht alle Netzwerke sind so offen. So verzichtet beispielsweise Zanox darauf, die Stornoquote bei den Affiliate-Programmen anzugeben, während Affilinet dazu eine Info liefert.

Aber man sollte sich nicht nur auf die Stornoangaben in den Netzwerken verlassen, sondern selbst testen, wie die eigene Stornoquote aussieht, denn manche Publisher verursachen viele schlechte Sales oder Leads und treiben damit die Quote unnötig in die Höhe.

Bei Inhouse-Programmen ist es auch unterschiedlich: Finanzen.de gibt die eigene Stornoquote an und vergleicht sie auch mit dem Durchschnitt aller Affiliates. So transparent agieren leider nicht alle.

Ist Stornobetrug möglich?

Außerdem muss man immer hoffen, dass die Merchants ehrlich sind und nicht auch valide Leads oder Sales stornieren, einfach um sich um die Provisionen zu drücken. Ich wüsste auch nicht, wie man dies als Publisher nachweisen kann, dass Provisionen ungerechtfertigterweise wieder gelöscht wurden, daher haben aus meiner Sicht die Programmbetreiber recht einfaches Spiel, auch mal Stornobetrug zu begehen.

Lesen  Affiliate-Marketing für Einsteiger: Teil 2 - Welche Konditions- bzw. Provisionsmodelle gibt es im Affiliate-Marketing?

Vor allem bei den Inhouse-Partnerprogrammen muss man den Programmbetreiber einfach vertrauen, eine Kontrollmöglichkeit gibt es nicht.

In den Affiliate-Netzwerken kann dagegen das Netzwerk selbst darauf achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht.

Fazit

Wie man sieht, sollte man bei der Auswahl seiner Affiliate-Programme die Stornoquote nicht außer Acht lassen und Programme diesbezüglich miteinander vergleichen.

Und als dritten Punkt sollte man auch seine eigene Stornorate beobachten und gegebenenfalls (falls diese zu hoch ausfällt) auf andere Programme ausweichen.

Ausblick: Im nächsten Artikel der Affiliate-Marketing-für-Einsteiger-Reihe beschäftige ich mich mit der Möglichkeit, ohne eigene Website Affiliate-Einnahmen zu erzielen.

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