Nach­dem ich im ers­ten Arti­kel der Affi­lia­te-Mar­ke­ting-Rei­he für Ein­stei­ger dar­auf ein­ge­gan­gen bin, wie die­ses Sys­tem funk­tio­niert und was man unter Affi­lia­te-Mar­ke­ting ver­steht, stel­le ich im zwei­ten Teil die ver­schie­de­nen Pro­vi­si­ons- oder Kon­di­ti­ons­mo­del­le vor, die man als Publis­her bei den ein­zel­nen Affi­lia­te-Pro­gram­men antref­fen kann.


Zuerst wer­de ich auf die gän­gigs­ten Pro­vi­si­ons­mo­del­le ein­ge­hen, dann auf die, die man eher sel­ten antrifft. Die meis­ten Part­ner­pro­gram­me bie­ten immer nur eine Aus­wahl von die­sen Pro­vi­si­ons­mo­del­len an.

Die geläufigsten Provisionsmodelle im Affiliate-Marketing

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Click (PPC)

Bei die­sem Modell erhält man sei­ne Pro­vi­si­on nach einem erfolg­ten Klick auf das Wer­be­mit­tel. Sehr bekannt ist Pay per Click durch die Goog­le Adsen­se Anzei­gen, die so abge­rech­net wer­den. Der Nach­teil die­ser Ver­gü­tungs­va­ri­an­te ist, dass der Betrei­ber des Affi­lia­te-Pro­gramms kaum die Qua­li­tät der Besu­cher­strö­me beein­flus­sen kann, weil kei­ne Min­dest­an­for­de­run­gen für die fest­ge­leg­ten Hand­lun­gen der Besu­cher defi­niert sind. Es wird oft ein­ge­setzt, um die Reich­wei­te von kurz­fris­ti­gen Wer­be­kam­pa­gnen zu erhö­hen.

Pay per Click kommt in der Welt der Affi­lia­te-Pro­gramm sehr sel­ten vor. Als Syn­onym für PPC fin­det man auch noch Cost per Click (CPC), was aber eigent­lich eher den Preis pro ein­zel­nem Klick bezeich­net.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Lead (PPL)

Recht weit ver­brei­tet ist die Ver­gü­tung pro Lead, wobei ein Lead mit einer User­ak­ti­on gleich­zu­set­zen ist. Das kön­nen vie­le Hand­lun­gen sein, wie ein Ein­trag in einen News­let­ter­ver­tei­ler, ein Down­load, die Anfor­de­rung eines Ver­si­che­rungs­ver­gleichs usw. Gera­de im Ver­si­che­rungs­be­reich ist PPL sehr gän­gig. Ein Ver­kauf oder Ver­si­che­rungs­ab­schluss ist mit Pay per Lead nicht ver­bun­den. PPL passt beson­ders gut für die Ver­mark­tung von bera­tungs­in­ten­si­ven Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen.

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Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Sale (PPS)

Wie es der Name schon sagt, wird bei die­sem Ver­gü­tungs­mo­dell eine Pro­vi­si­on gezahlt, wenn über den Affi­lia­te-Link ein Kauf zustan­de kommt. Alle Online-Shops set­zen PPS in ihren Affi­lia­te-Pro­gram­men ein, mal kom­bi­niert mit PPL, falls sie einen gro­ßen News­let­ter­ver­tei­ler auf­bau­en wol­len und jede ein­ge­hen­de Mail-Adres­se ihnen ein paar Euro wert ist.

Wird über den Part­ner­link ein Kauf gene­riert, erhält man vom Kauf­preis einen pro­zen­tua­len Anteil als Pro­vi­si­on oder einen Fest­be­trag plus pro­zen­tua­le Betei­li­gung. Bei Ama­zon (und auch ande­ren Part­ner­pro­gram­men) wird aller­dings die Pro­vi­si­on gede­ckelt, d. h. mehr als 10 Euro pro gene­rier­tem Ver­kauf bekommt man nicht, auch wenn das ver­kauf­te Pro­dukt sehr teu­er war.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per View

Bei Pay per View han­delt es sich um die gän­gi­ge Ver­gü­tung von Wer­be­mit­teln, d. h. man erhält pro 1000 Ein­blen­dun­gen eines Wer­be­ban­ner einen fest­ge­leg­ten Betrag. Auch die­se Form ist nicht son­der­lich effek­tiv, was die Qua­li­tät der Besu­cher­strö­me angeht, sodass sie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren etwas an Bedeu­tung ver­lo­ren hat.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Life­time-Ver­gü­tung

Die­se Ver­gü­tungs­form fin­det man nicht all­zu oft vor, haupt­säch­lich bei Abo-Ange­bo­ten, wo der User monat­lich einen fes­ten Betrag zah­len muss, um wei­ter­hin den jewei­li­gen Ser­vice nut­zen zu kön­nen. Als Publis­her erhält man so lan­ge monat­lich eine Pro­vi­si­on, wie der ver­mit­tel­te Kun­de das Abo nutzt.

Weitere Provisionsmodelle im Affiliate-Marketing

Die nächs­ten Pro­vi­si­ons­mo­del­le gibt es auch noch, spie­len aber eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le im Affi­lia­te-Mar­ke­ting.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Click Out

Hier muss der ver­mit­tel­te Besu­cher auf der Web­site des Affi­lia­te-Pro­gramm-Anbie­ters auf ein gelis­te­tes Ange­bot oder einen gelis­te­ten Spon­sor kli­cken. Dann erhält man eine Pro­vi­si­on, die meist im unte­ren Cent-Bereich liegt. Das Pro­dukt­su­che-Por­tal Smatch bei­spiels­wei­se bie­tet die­ses Pro­vi­si­ons­mo­dell an.

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Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Link

Hier wird man für den Ein­bau eines Links auf der Web­site des Publis­hers ver­gü­tet.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Print out

Bei die­sem Modell wird man für einen Aus­druck, z. B. ein Ticket, ver­gü­tet.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Install

Hier wird die (erst­ma­li­ge) Instal­la­ti­on von Soft­ware auf einem Com­pu­ter ver­gü­tet, bei­spiels­wei­se von Tool­bars oder Demo­ver­sio­nen.

Bonus-Zahlungen bzw. ‑Staffeln

Was man bei eini­gen Affi­lia­te-Pro­gram­men, haupt­säch­lich mit Sale-Ver­gü­tung antrifft, sind Bonus-Staf­fe­lun­gen, mit denen die ver­kaufs­stärks­ten Affi­lia­te-Part­ner belohnt wer­den. Wer eine bestimm­te Sale-Zahl pro Monat erreicht oder über­schrei­tet, bekommt pro Sale dann eine höhe­re pro­zent­an­tei­li­ge Pro­vi­si­on, bei­spiels­wei­se 7 statt 5 Pro­zent, oder man bekommt einen höhe­ren fes­ten Bei­trag anstatt einer Pro­zent­pro­vi­si­on.

Auch Stornoquote beachten

Wer als Affi­lia­te auf der Suche nach pas­sen­den Part­ner­pro­gram­men ist, soll­te sich von der Pro­vi­si­ons­hö­he nicht gleich beein­dru­cken las­sen, son­dern auch noch ande­re Infos aus­wer­ten, bevor er sich für das Part­ner­pro­gramm ent­schei­det.

Denn was man oft nicht beach­tet, das sind die Stor­nos. Wenn ein Käu­fer einen Online-Ein­kauf wie­der zurück­schickt, wird die Pro­vi­si­on, die einem für die­sen Kauf zuge­schrie­ben wur­de, wie­der stor­niert und die Pro­vi­si­on ist damit futsch.

Daher soll­te man sich die Stor­n­o­ra­te in den ein­zel­nen Pro­gram­men genau­er anschau­en, die wird meist in den Pro­gramm­de­tails ange­ge­ben. Gera­de bei Mode-Online-Shops, die auf Rech­nung ver­kau­fen, ist die Stor­n­o­ra­te sehr hoch, da vie­le Kun­den und Kun­din­nen die Sachen anpro­bie­ren wol­len und sie dann wie­der zurück­sen­den, ohne auch nur einen Arti­kel zu kau­fen.

Wich­tig für den Affi­lia­te-Erfolg ist auch, dass das Pro­gramm eine anspre­chen­de Con­ver­si­on Rate gene­riert, denn wenn kei­ner auf die Affi­lia­te-Links klickt bzw. nichts über den Affi­lia­te-Link kauft oder sons­ti­ge Aktio­nen aus­führt, wird man kei­ne Ein­nah­men erzie­len.

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Aus­blick: Im nächs­ten Bei­trag die­ser Arti­kel­rei­he gehe ich auf den Ver­gleich von Lead und Sale ein.