5 Online-Marketing Mythen, die so nicht stimmen

Du musst nicht wirklich lange in Facebook, Instagram oder LinkedIn aktiv sein. Nach wenigen Minuten erzählt dir ein neuer Online-Marketing-Experte einen neuen Online-Marketing-Fakt. So wie es diese Experten aber darstellen, ist es oftmals nicht.

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Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht und musste erkennen, dass die meisten Fakten und Guides nur der Selbstdarstellung dienten. Einen wirklichen Mehrwert brachten diese nicht und dazu kommt, dass sie fernab der Realität waren.

Deswegen liest du nun diesen Artikel. Hier decke ich 5 Online-Marketing Mythen auf. Diese kommen aus den unterschiedlichen Bereichen, wie beispielsweise SEO oder auch Facebook-Marketing. Ein Mythos ist besonders interessant, da er derzeit einen Trend darstellt. Viel Spaß mit dem Artikel.

Mythos 1: Google straft duplizierten Inhalt ab

Sehr viele SEOs und Webseitenbetreiber denken, dass Google eine Internetseite abstraft, wenn diese duplizierten Inhalt (engl. Duplicate content) besitzt. Das ist aber nicht der Fall und ergibt aus einer rein logischen Denkweise heraus gar keinen Sinn. Denn in der Praxis kommt dies sehr oft vor. Pressemitteilungen werden teilweise nicht nur auf der PR-Seite veröffentlicht, sondern auch auf der eigenen Webseite.

Ein anderes Beispiel ist, dass Online-Shops oftmals die Produktbeschreibungen vom Händler übernehmen. Auch Google weiß, dass duplizierter Inhalt natürlich ist und es wäre schlichtweg fies, wenn die Suchmaschine deswegen Seiten abstraft. Das passiert nur bei Extremfällen, wenn beispielsweise eine komplette Domain nur aus duplizierten Inhalten besteht.

Nichtsdestotrotz wird immer nur eine Version des Textes im Ranking angezeigt. Oftmals ist dies die Seite, die zuerst indiziert wurde. Schließlich möchte die Suchmaschine auch effizient arbeiten und warum sollte sie zwei gleiche Seiten im Index speichern? Durch Canonical-Tags und auch internen Verlinkungen kann man solche Probleme intern als auch extern lösen.

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Mythos 2: Videomarketing ist in gewissen Branchen unangebracht

Videomarketing ist für jede Branche interessant.

Wenn ich mit Geschäftsführern aus den unterschiedlichen Branchen rede, höre ich immer wieder, dass Videomarketing irrelevant und unangemessen sei. Diese Geschäftsführer befinden sich oftmals in sehr traditionellen Branchen – Versicherungswesen, Bankwesen oder auch Rechts-/Jura-Bereich. Allerdings ist dies schlicht und ergreifend ein Mythos.

Eine Studie von Cisco ergab, dass etwa 80% des Internetverkehrs im Jahr 2021 nur noch Videos schauen werden. Schließlich sind wir eine Konsumgesellschaft und wollen uns kaum anstrengen, wie es beim Lesen der Fall ist.

Ebenso hat Buffer herausgefunden, dass pro Tag 500 Millionen Stunden Video auf YouTube geschaut werden.

Noch auf der Online-Marketing Konferenz in Bielefeld hat der Rechtsanwalt Christian Solmecke erzählt, wie er sein „langweiliges“ Thema für YouTube reif gemacht hat. In einem Beispiel erzählte er davon, dass er durch ein einziges Informationsvideo 800.000€ Umsatz in nur einer Woche verzeichnen konnte. Inzwischen hat er 26 Rechtsanwälte angestellt.

Mythos 3: Online-Marketing ist ein Einzelkampf

Viele Firmen – vor allem kleine Start-Ups – denken, dass Online-Marketing ein Einzelkampf ist. Das ist ebenfalls eine falsche Annahme. Man braucht nicht immer das entsprechende Werbebudget und viele Kontakte von klein auf, um in den gängigen Social-Media-Kanälen viel Aufmerksamkeit zu erhalten.

Durch moderne Plattformen und Gruppen können sich Unternehmen vernetzen und miteinander arbeiten. Beispielsweise gibt es auf XING und auch auf LinkedIn sowie auf Facebook Gruppen für Unternehmer und Selbstständige. Diese gibt es in fast jeder Branche und sollte es keine Gruppe geben, dann kannst du eine gründen.

Schließlich bist du mit diesem Problem nicht alleine. Es gibt auch weitere Plattformen, die speziell darauf ausgelegt sind, Firmen miteinander zu vernetzen. Diese können dann miteinander kooperieren. Der Vorteil ist, dass diese es auch wirklich wollen. Eine nennenswerte Plattform ist hier beispielsweise Firmenpartnerschaft. Dort geht es ausschließlich darum, dass sich Unternehmen vernetzen, austauschen und sich gegenseitig anwerben.

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So kannst du deine Social-Media-Reichweite ganz einfach ohne Werbebudget erweitern und zusätzlich Kunden gewinnen. Allerdings kannst du dafür auch Offline-Kooperationen nutzen. Wenn du bereits Kunden hast, dann frage, ob sie dich weiterempfehlen wollen. Das könnte schon durch eine „Gefällt mir“-Angabe auf Facebook passieren.

Der Vorteil hierbei ist, dass wir davon ausgehen, dass der Kunde weitere Personen in seiner Freundesliste hat, die ähnlich sind wie er. Nun sehen diese, dass er deine Facebookseite gelikt hat. Wenn es sie interessiert, werden sie dir auch ein „Gefällt mir“ geben oder sogar Kunde werden.

Mythos 4: Influencer-Marketing funktioniert und muss genutzt werden

Seit einiger Zeit steht das Thema Influencer-Marketing sehr hoch im Kurs. Viele Firmen und Unternehmen setzen auf Personen wie auf Bianca Heinicke („Bibis Beauty Palace“) oder andere Influencer auf Instagram und YouTube. Das Ziel soll sein, die Marke zu etablieren, zu kräftigen oder die Verkäufe anzuregen.

Allerdings findet jeder Zweite Influencer unglaubwürdig und kauft die Markenbotschaft folglich nicht ab. Dies hat eine Studie ergeben. Doch auch die selbsternannten Influencer müssen ihre Positionierung überdenken, wenn diese weiterhin so beliebt sein wollen. Denn für 41% der Befragten nimmt die Sympathie nach einem bezahlten Posting, also nach der Werbung, ab.

Weitere 33% der Befragten lehnen solche Kooperationen grundsätzlich ab. Das Problem hierbei ist nämlich, dass die meisten Personen die Influencer nicht als unabhängige Ratgeber sehen. Viel eher assoziiert man mit diesen, dass diese ihr Geld dadurch verdienen und das Produkt anwerben müssen. Solltest du oder sollte deine Firma noch nicht auf Influencer-Marketing setzen, dann musst du das nicht. Denn die Zeit ist wahrscheinlich vorbei.

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Mythos 5: Personas sind nett in der Theorie, aber in der Praxis braucht man sie nicht

Du solltest ein sehr genaues Bild von deinen Kunden haben.

Ganz gleich wie groß ein Unternehmen ist, Personas werden immer gebraucht. Sollte dein Produkt oder deine Dienstleistungen einen großen Kundenstamm ansprechen, dann brauchst du unbedingt ein Persona. Um etwas zu verkaufen, musst du Vertrauen aufbauen. Vertrauen baut man nur auf, wenn man sich sympathisch ist. Deswegen musst du genau wissen, was dein Nutzer eigentlich will, wie er denkt und handelt.

Durch sehr genaue Vorstellungen deiner Nutzer und Kunden kannst du auch verstehen, was die Stärken und Schwächen deines Produktes sind. Diese kannst du ausbessern oder das Produkt in das entsprechende Licht rücken.

Wichtig ist auch, dass du fernab von den Facebookmetriken denkst. Dort kannst du bei einer Werbeanzeige deine Zielgruppe festlegen, aber Facebook hat nur Daten von Personen, die dort vertreten sind.

Solltest du eine andere Zielgruppe ansprechen, die auf dieser Plattform nicht mehr vertreten ist, dann musst du auch andere Datenquellen anzapfen und daraufhin deine Persona erstellen.

Abschließende Worte

Abschließend möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass du nicht immer alles glauben sollst, was du hörst. Online-Marketing ist sehr komplex und braucht auch viel Erfahrung. Auch ich brauchte sehr lange, um zu verstehen, welche Hebel ich betätigen muss. Das Wichtigste ist, dass du dich an die grundlegenden Basics hältst und diese meisterst. Danach kannst du neue Strategien ausprobieren.

Über den Autor

Oliver Korpilla ist Gründer des Portals Firmenpartnerschaft (Firmenpartnerschaft). Durch dieses Konzept hat er ohne Werbebudget ein gesamtes Unternehmen aufbauen können, wobei er keinen Cent für Werbung oder ähnliches ausgegeben hat. Dadurch hat er die Welt des Online-Marketings besser verstanden und möchte nun für Klarheit und Transparenz sorgen.

(Bildquellen Artikel: Pixabay.com, Porträtfoto: Oliver Korpilla)

2018-06-01T14:24:46+00:00Kategorien: Online-Marketing|Tags: |0 Kommentare

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