Es gibt eine gan­ze Rei­he von Mög­lich­kei­ten, sein Geld online für sich arbei­ten zu las­sen. Der P2P Kre­dit, auch Pri­vat­kre­dit genannt, ist nur eine Mög­lich­keit, als Pri­vat­an­le­ger zu pro­fi­tie­ren. Im Kern geht es im P2P Kre­dit dar­um, dass Pri­vat­per­so­nen ihr Geld an pri­va­te Kre­dit­neh­mer ver­lei­hen und attrak­ti­ve Ren­di­ten gene­rie­ren kön­nen.


Seriö­se Han­dels-Platt­for­men für Inter­es­sen­ten, für die ein P2P Kre­dit in Fra­ge kommt, sind zum Bei­spiel lend­ico, aux­mo­ney oder sma­va. Wie das Kre­dit­ge­schäft im Ein­zel­nen funk­tio­niert, ist hier zu lesen.

Ein P2P Kre­dit führt Geld­ge­ber und Kre­dit­neh­mer zusam­men und die Inves­to­ren betei­li­gen sich an ganz kon­kre­ten Geschäfts­ideen. Die Geld­ge­ber sind in vie­len Fäl­len über den Hin­ter­grund des poten­zi­el­len Kre­dit­neh­mers infor­miert und sie kön­nen bereits mit klei­nen Beträ­gen ein­stei­gen.

Die Lauf­zei­ten der P2P Kre­di­te sind varia­bel, doch Kre­dit­ge­ber soll­ten sich dar­über im Kla­ren sein, dass es sich in der Regel um mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Enga­ge­ments han­delt. Zwi­schen 6 Mona­ten und 5 Jah­ren betra­gen die Lauf­zei­ten. Wer schnel­ler Ergeb­nis­se sehen will, dem ste­hen Alter­na­ti­ven offen.

Lernen von den Profis. Social Trading macht´s möglich.

Ler­nen von den Pro­fis. Social Tra­ding macht´s mög­lich.

Seit eini­gen Jah­ren macht der Begriff „Social Tra­ding“ die Run­de. Auch damit lässt sich online Geld ver­die­nen. Und zwar mit dem Han­del von Akti­en, Indi­zes, Roh­stof­fen, Devi­sen ETFs (Exchan­ge Tra­ded Funds) und ande­ren Wert­pa­pie­ren. Was sich hin­ter dem Begriff Social Tra­ding ver­birgt und auf was Ein­stei­ger ach­ten soll­ten, ist Gegen­stand die­ses Bei­trags.

Trading-Profis kopieren – gar nicht so einfach

Beim Social Tra­ding kön­nen selbst Per­so­nen ohne Kennt­nis­se des Bör­sen­ge­sche­hens mit Wert­pa­pie­ren han­deln. So ver­spricht es zumin­dest die Wer­bung. Fakt ist, es ist eine ziem­lich neue Form des Tra­dens. Anle­ger kön­nen mit ande­ren Tra­dern zusam­men ihr Ver­mö­gen ver­meh­ren.

Jeder Anle­ger kann beim Social Tra­ding vom Wis­sen der ande­ren pro­fi­tie­ren. Ins­be­son­de­re Klein­an­le­ger spricht die­se Form des Tra­dens an. Sie müs­sen sich nicht mit dem Wert­pa­pier­han­del beschäf­ti­gen, haben viel­leicht auch gar nicht die Kennt­nis­se, um erfolg­reich an der Bör­se zu han­deln. Wer beim Tra­den nicht den Über­blick behält, macht schnell Ver­lus­te. Es geht auch anders.

Das Prin­zip des Social Tra­dings ist ein­fach: Alle Anle­ger legen ihre Geschäf­te an der Bör­se offen. Sie infor­mie­ren über ihre Stra­te­gie und bil­den die Tra­des ab, die sie täti­gen. Jedes Mit­glied kann sich die Details anse­hen und die His­to­rie der ein­zel­nen Tra­der prü­fen.

Dar­an lässt sich able­sen, wie lan­ge ein Tra­der schon erfolg­reich oder weni­ger erfolg­reich auf dem Bör­sen­par­kett unter­wegs ist. Die Trans­pa­renz ermög­licht es allen Mit­glie­dern der Platt­form, Anla­ge­stra­te­gien ein­zu­se­hen und bei Inter­es­se zu kopie­ren – und zwar just in time. Sie zah­len Geld ein und ver­las­sen sich auf das Know-how des ande­ren Tra­ders in der Hoff­nung, dass die­ser am Ende einen Gewinn erwirt­schaf­tet. Ganz aus­ge­lie­fert ist man jedoch nicht. Es las­sen sich indi­vi­du­el­le Stopp-Loss-Mar­ken set­zen.

Damit der Aus­tausch unter­ein­an­der gelingt, benut­zen Tra­der eine bestimm­te Platt­form. Es gibt inzwi­schen ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, am Social Tra­ding teil­zu­neh­men. Bereits 2013 berich­te­te der Tages­spie­gel dar­über und schlug auch kri­ti­sche Töne an.

Platt­for­men wie eTo­ro, ayon­do und wiki­fo­lio sind wohl die der­zeit bekann­tes­ten Online-Anbie­ter. Auf die fol­gen­den 5 Punk­te soll­ten Ein­stei­ger bei der Aus­wahl ach­ten:

  1. Besteht Nach­schuss­pflicht beim Tra­den?
    Beim bekann­tes­ten Anbie­ter eTo­ro besteht Nach­schuss­pflicht, die bei­den Kon­kur­ren­ten ayon­do und wiki­fo­lio wei­sen die­ses Merk­mal nicht auf.
  2. Wel­cher Han­dels­platz wird benutzt?
    Wäh­rend wiki­fo­lio die Bör­se Stutt­gart sowie den außer­börs­li­chen Han­del bei L&S nutzt, blei­ben ayon­do und eTo­ro aus­schließ­lich auf ihrer eige­nen Platt­form.
  3. Wel­che Bro­ker arbei­ten auf der Platt­form?
    Bei wiki­fo­lio sind unab­hän­gi­ge Bro­ker am Werk. Auf den ande­ren bei­den Platt­for­men nicht. Bei ayon­do sind Bro­ker von ayon­do mar­kets unter­wegs, bei eTo­ro von Retail­FX.
  4. Wel­che Anla­ge­pro­duk­te sind im Ange­bot?
    Die Platt­form eTo­ro bie­tet Forex, CFDs und Roh­stof­fe. Bei Ayon­do las­sen sich Forex, CFDs und Futures han­deln. Der Anbie­ter wiki­fo­lio hin­ge­gen gewährt Zugriff auf Akti­en, ETPs, Fonds und Hebel­pro­duk­te. Was sich hin­ter den ein­zel­nen Begrif­fen ver­birgt, lässt sich im Online-Bör­sen­le­xi­kon der Frank­fur­ter Bör­se
  5. Wie funk­tio­niert das Han­dels­mo­dell?
    Die Platt­for­men eTo­ro und ayon­do ver­fol­gen das Copy Tra­ding wie oben beschrie­ben. Doch wiki­fo­lio setzt auf mehr Eigen­stän­dig­keit der Anle­ger. Hier wer­den Han­dels­ideen abge­bil­det und anhand von Index­zer­ti­fi­ka­ten bereit­ge­stellt.

Erst testen, dann traden

Ein­stei­ger soll­ten auf der gewähl­ten Platt­form zunächst ein kos­ten­frei­es Mus­ter­kon­to anle­gen. Damit lässt sich han­deln, ohne ech­tes Geld zu benut­zen. Das ist ohne­hin für Ein­stei­ger ein sehr wich­ti­ger Tipp: Es soll­te aus­schließ­lich Geld ein­ge­setzt wer­den, das nicht zur Siche­rung des Lebens­un­ter­hal­tes dient. Jeder soll­te sich dar­auf ein­stel­len, dass er Geld ver­lie­ren kann.

Bei der Aus­wahl eines Tra­ders, der kopiert wer­den soll, soll­ten Ein­stei­ger beson­de­re Vor­sicht wal­ten las­sen. Die Platt­for­men funk­tio­nie­ren ähn­lich wie Social-Media-Kanä­le. Es gibt Foren, in denen kom­mu­ni­ziert wird und jeder kann sehen, wie vie­le Fol­lower ein Tra­der hat. Ein­stei­ger soll­ten sich nicht dazu ver­lei­ten las­sen, den Tra­der aus­zu­wäh­len, der die meis­ten Fol­lower auf­weist. Viel wich­ti­ger ist sei­ne Per­for­mance. So emp­fiehlt es sich, mit Bedacht an die Aus­wahl der Tra­der her­an­zu­ge­hen. Fol­gen­de Tipps hel­fen dabei, Ver­lus­te zu begren­zen und die Chan­cen auf Gewin­ne zu erhö­hen:

  1. Ein­stei­ger soll­ten nur Tra­der wäh­len, die schon min­des­tens zwölf Mona­te oder län­ger auf der Platt­form sind und ent­spre­chend regel­mä­ßig auf der Platt­form erfolg­reich han­deln.
  2. Wer kür­zer dabei ist und hohe Ren­di­ten auf­weist, hat­te viel­leicht nur Anfän­ger­glück. Bes­ser ist es, auf ech­te Pro­fis mit prüf­ba­rer Han­dels­his­to­rie zu set­zen und nicht auf Anfän­ger.
  3. Das Risi­ko­pro­fil des kopier­ten Tra­ders soll­te mit den eige­nen Ansprü­chen über­ein­stim­men.
  4. Die ers­ten Invest­ments soll­ten Ein­stei­ger mit wenig Kapi­tal ver­wirk­li­chen und das ver­füg­ba­re Geld in klei­nen Posi­tio­nen auf ver­schie­de­ne Tra­der ver­tei­len. Das streut das Risi­ko und stärkt die Gewinn­chan­cen.

So gut gewapp­net lässt sich der ers­te Tra­der-Tag als Ein­stei­ger gut über­ste­hen und mit ein biss­chen Glück aus einem gerin­gen Ein­satz ein klei­ner Gewinn erzie­len.

(Bild­quel­len Arti­kel­an­fang: © geralt/​Pixabay, Bild 2: © PIX1861/​Pixabay)