Einen Online-Shop zu erstel­len, ist mitt­ler­wei­le gar nicht mehr so kom­pli­ziert. Kennst du dich mit Wor­d­Press gut aus, dann ist mit dem E‑Com­mer­ce-Plugin Woo­com­mer­ce schnell ein Sho­pele­ment inte­griert, das sich ein­fach bedie­nen lässt.

Damit ein Online-Shop von den Usern gut ange­nom­men wird, soll­test du bestimm­te Fak­to­ren beach­ten, auf die ich in die­sem Bei­trag näher ein­ge­hen wer­de.

Da ich selbst viel im Inter­net ein­kau­fe, sind mir im Lau­fe der Zeit schon eini­ge sehr gute, aber auch nicht so gute Shops unter die Nase gekom­men, vor allem was die Usa­bi­li­ty angeht. Dazu gleich mehr.

Stelle dich als Shopbetreiber vor

Gro­ße Shops wie Ama­zon, Zalan­do und wie sie alle hei­ßen, brau­chen so eine Sei­te nicht unbe­dingt, obwohl auch sie einen sol­chen Bereich haben, der meist “Über uns” benannt ist. Hier wird über ihre Fir­men­phi­lo­so­phie oder über ihr Unter­neh­men berich­tet.

Ein klei­ner Shop­be­trei­ber soll­te es daher genau­so machen, nur noch per­sön­li­cher. Denn ein Shop muss bei sei­nen Erst­be­su­chern immer auch Ver­trau­en gewin­nen, schließ­lich gibt es vie­le unse­riö­se Online-Shops. Daher stel­le dich vor, sage ein paar per­sön­li­che Din­ge über dich, dei­ne Inter­es­sen, war­um du einen Online-Shop betreibst usw. Auch ein Foto von dir macht sich gut. Somit gibst du einem anony­men Online-Shop ein per­sön­li­ches Gesicht.

Verwende eine gute Shop-Software

Du soll­test vor dei­nem Shop­start bestimm­te Punk­te beden­ken: Bei­spiels­wei­se wie vie­le Pro­duk­te wirst du in dei­nem Shop ver­kau­fen, ver­kaufst du natio­nal oder inter­na­tio­nal, wel­che Fea­tures willst du für dei­nen Shop, wie soll die Pro­dukt­ver­wal­tung im Shop funk­tio­nie­ren und vie­les mehr.

Woo­com­mer­ce ist mit Sicher­heit eine gute Lösung für klei­ne und mit­tel­gro­ße Shops, doch für Shops mit meh­re­ren Tau­send Pro­duk­ten wäre eine ande­re Shop­soft­ware emp­feh­lens­wer­ter. Es gibt auf dem Markt zahl­rei­che E‑Com­mer­ce-Soft­ware, da hilft nur, sich aus­gie­big zu infor­mie­ren und die Funk­tio­na­li­tä­ten der ver­schie­de­nen Soft­ware-Ange­bo­te zu ver­glei­chen. Außer­dem musst du wis­sen, ob du den Shop selbst erstellst oder bes­ser pro­fes­sio­nel­le Hil­fe in Anspruch nimmst.

Jeden­falls soll­test du ver­mei­den, irgend­wann im Shop-Live­be­trieb auf eine ande­re Shop­soft­ware umzu­stei­gen.

Starte nicht unbedingt mit allen Produkten

Das Ein­pfle­gen von Pro­duk­ten in den Online-Shop nimmt viel Zeit in Anspruch. Wenn du eini­ge dei­ner Pro­duk­te schon ver­kau­fen willst, obwohl noch nicht alle Waren im Shop ein­ge­stellt sind, dann kannst du dies so machen, denn Haupt­sa­che ist, dass du schon mal im Inter­net prä­sent bist und ver­kau­fen kannst. Die wei­te­ren Pro­duk­te kannst du dann nach und nach in den Shop hoch­la­den. Schließ­lich wis­sen die Kun­den nicht, dass noch bestimm­te Pro­duk­te feh­len.

Achte auf eine umfassende Produkt- und Sortimentspräsentation

Eben­falls wich­tig für den ers­ten Ein­druck ist die anspre­chen­de Waren- und Sor­ti­ments­prä­sen­ta­ti­on im Shop. Unter­glie­de­re dei­ne Pro­duk­te in sinn­vol­le Kate­go­rien und Unter­ka­te­go­rien ein. Lege Wert auf hoch­wer­ti­ge Pro­dukt­fo­tos und aus­führ­li­che Pro­dukt­be­schrei­bun­gen. Die­se sind auch wich­tig für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, daher soll­ten in den Beschrei­bun­gen ent­schei­den­de Schlüs­sel­wör­ter ent­hal­ten sein.

Ver­kaufst du erklä­rungs­be­dürf­ti­ge Pro­duk­te, kom­men auch Pro­dukt­vi­de­os bei den Usern sehr gut an. Für bestimm­te Pro­duk­te sind auch her­un­ter­lad­ba­re Daten­blät­ter ein wei­te­rer Plus­punkt in den Augen des poten­zi­el­len Kun­den.

Ver­su­che mög­lichst, alle Fra­gen bezüg­lich des Pro­duk­tes und sei­ner Funk­tio­na­li­tät in der Beschrei­bung zu beant­wor­ten. Denn unsi­che­re Kun­den kau­fen nicht.

Füge eine Suchfunktion in deinen Shop ein

Kun­den suchen oft auf einem Online-Shop nach bestimm­ten Pro­duk­ten. Wenn du mehr als zwei Dut­zend Pro­duk­te in dei­nem Shop anbie­test, lohnt sich eine sol­che Funk­ti­on. Mit Wor­d­Press ist die­se ohne­hin schnell in den Shop inte­griert.

Noch bes­ser ist eine Live-Suche, die gleich nach der Begriffs­ein­ga­be die ers­ten Tref­fer anzeigt und auch feh­ler­to­le­rant ist. Denn User ver­tip­pen sich auch mal schnell. Da bin ich auf die­ses kos­ten­pflich­ti­ge Plugin gesto­ßen, das einen guten Ein­druck macht: http://​code​can​yon​.net/​i​t​e​m​/​a​j​a​x​-​s​e​a​r​c​h​-​p​r​o​-​f​o​r​-​w​o​r​d​p​r​e​s​s​-​l​i​v​e​-​s​e​a​r​c​h​-​p​l​u​g​i​n​/​3​3​5​7​410

Ermögliche Produktbewertungen

Vie­le Kun­den schau­en bei einem Shop­be­such nach, ob es für die ein­zel­nen Waren schon User­be­wer­tun­gen und ‑kom­men­ta­re gibt. Daher soll­test du die­ses Fea­ture in dei­nem Shop anbie­ten. Mit die­ser Funk­ti­on füh­len sich die Kun­den auch mehr in den Shop ein­ge­bun­den, da sie mit dem Schrei­ben einer Bewer­tung aktiv wer­den kön­nen. In Woo­com­mer­ce ist die­se Funk­ti­on stan­dard­mä­ßig inte­griert.

Lege Wert auf ein Responsive Design

Da mitt­ler­wei­le auch vie­le User von unter­wegs über ihre Smart­pho­nes online shop­pen, soll­te dein Online-Shop auch für die mobi­len End­ge­rä­te opti­miert sein. Wenn du also ein Wor­d­Press- oder Woo­com­mer­ce-The­me suchst, dann ach­te auf die­ses Fea­ture. Die meis­ten The­mes sind eh respon­si­ve, weil die­se Fähig­keit von so gut wie jedem The­me-Käu­fer oder-User ver­langt wird.

Achte auf kurze Ladezeiten

Auch ein wich­ti­ges Ele­ment für eine gute Usa­bi­li­ty: Ein Shop, der zu lan­ge lädt, wird oft gleich wie­der weg­ge­klickt. Hier fin­dest du fünf Tipps, wie du dei­nen Shop schnel­ler machen kannst.

Teste die Bedienungsfreundlichkeit deines Shops

Schau dir dei­nen Shop mit den Augen eines Kun­den an, der nicht all­zu viel Online-Erfah­rung hat. Ist der Bestell­vor­gang ver­ständ­lich, fin­det er schnell den Zugang zum Waren­korb, wie ist der Bestell­pro­zess kon­zi­piert, kann man unkom­pli­ziert eine Bestel­lung abschi­cken, oder sind zu vie­le Zwi­schen­schrit­te dafür nötig?

Wenn der Kun­de das Bestell­for­mu­lar ver­lässt, um noch­mals zu den Pro­duk­ten im Shop zurück­zu­keh­ren, blei­ben die Waren im Waren­korb und kann er wie­der schnell zu dem Bestell­vor­gang zurück? Wie vie­le Anga­ben muss der Kun­de für die Bestel­lung ein­tra­gen? Es soll­ten wirk­lich nur die nötigs­ten sein wie die Anschrift (für die Lie­fe­rung natür­lich wich­tig). Erst wenn der gan­ze Bestell­vor­gang fast im Blind­flug zu absol­vie­ren ist, ist der Shop wirk­lich user­freund­lich.

Sind bestimm­te For­mu­lar­fel­der wie die Adres­se schon vor­aus­ge­füllt und erleich­tern den Ein­kaufs­pro­zess, wenn der Kun­de ein wei­te­res Mal bestellt?

Ach­te auch dar­auf, dass wich­ti­ge Sei­ten wie FAQ, Zah­lungs­op­tio­nen, Lie­fe­rung und Ver­sand, AGB usw. schnell auf­find­bar sind.

Lasse auch Gastbestellungen zu

Zu einer guten Usa­bi­li­ty gehört auch, dass der Kun­de nicht dazu gezwun­gen wird, einen Kun­de­n­ac­count in dem Shop anzu­le­gen. Lei­der habe ich es schon mehr­mals bei Bestel­lun­gen ange­trof­fen, dass ich gar kei­ne Gast­be­stel­lung durch­füh­ren, son­dern nur über einen neu­en Kun­de­n­ac­count in dem Shop ein­kau­fen konn­te. Die­sen Zwang fin­de ich nicht gut, und so man­cher User hat des­halb bestimmt schon Bestell­pro­zes­se abge­bro­chen.

Biete verschiedene Zahlungsoptionen an

Die belieb­tes­te Zah­lungs­mög­lich­keit der Deut­schen ist ver­ständ­li­cher­wei­se der Kauf auf Rech­nung. Bei den Shop­be­trei­bern wird die­se Zah­lungs­op­ti­on nicht sehr geschätzt, da sie mit dem Risi­ko des Zah­lungs­aus­fal­les ver­bun­den ist. Hier ist guter Rat teu­er, wie du dich ent­schei­den soll­test. Wenigs­tens die Zah­lung per PayPal, Nach­nah­me und Vor­aus­kas­se soll­test du anbie­ten.

Es gibt aber auch Rech­nungs­ab­wick­lungs-Dienst­leis­ter, die dir das Risi­ko des Zah­lungs­aus­fal­les abneh­men und der Kauf auf Rech­nung auch für klei­ne Shop­be­trei­ber siche­rer wird. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­dest du in die­sem Arti­kel.

Zu die­sen Dienst­leis­tern gehö­ren u. a. Bill­safe, Bill­pay und Klar­na. Bevor du dich für einen sol­chen Ser­vice ent­schei­dest, soll­test du dich über deren Kon­di­tio­nen infor­mie­ren.

Verwende einen Newsletter

Ver­su­che, Adres­sen über einen News­let­ter zu sam­meln, denn so kannst du regel­mä­ßig inter­es­san­te Sho­p­ak­tio­nen an dei­nen Ver­tei­ler ver­schi­cken und damit mehr Ver­käu­fe gene­rie­ren. Bie­te mit dem News­let­ter-Ein­trag einen Bonus an, wie bei­spiels­wei­se einen Gut­schein­code oder ein klei­nes Geschenk.

Setze regelmäßig Gutscheine ein

Nicht nur für den News­let­ter-Ein­trag, auch bei ande­ren Aktio­nen soll­test du Gut­schei­ne anbie­ten, z. B. 10 Pro­zent Preis­nach­lass auf bestimm­te Pro­dukt­ka­te­go­rien oder 5 Euro Nach­lass über einen bestimm­ten Zeit­raum.

Vie­le User sind Schnäpp­chen­jä­ger und ver­wen­den Gut­schei­ne sehr ger­ne.

Verzichte auf Versandkosten

Wenn es geht und dei­ne Preis­kal­ku­la­ti­on es her­gibt, ver­zich­te auf Ver­sand­kos­ten, denn auch dar­auf ach­ten vie­le Kun­den. Wenn nicht, dann set­ze wenigs­tens einen Bestell­wert fest, ab dem kei­ne Ver­sand­kos­ten erho­ben wer­den, z. B. ab 40 oder 50 Euro.

Reagiere zeitnah auf Anfragen

Kur­ze Ser­vice-Zei­ten sind eben­falls ein Kri­te­ri­um für einen ver­trau­ens­wür­di­gen Online-Shop. Daher soll­test du E‑Mail-Anfra­gen zeit­nah beant­wor­ten, also wenigs­tens inner­halb der nächs­ten 12 Stun­den oder bes­ser noch schnel­ler. Auch ein Tele­fon­sup­port macht einen ver­läss­li­chen Ein­druck auf den Kun­den.

Um die Kun­den die Mög­lich­keit zu geben, mit dir in Kon­takt zu tre­ten, ver­wen­det auf dei­nem Shop ein Kon­takt­for­mu­lar und eine Tele­fon­ruf­num­mer. Auch eine Chat-Funk­ti­on kann für Kun­den­an­fra­gen nütz­lich sein.

Verwende Gütesiegel

Sehr ver­trau­ens­er­we­ckend sind Güte­sie­gel, denn sie ver­lei­hen dem damit aus­ge­zeich­ne­ten Online-Shop eine gewis­sen Serio­si­tät. Vie­le Kun­den ach­ten dar­auf, ob ein Shop mit sol­chen Sie­geln ver­se­hen ist oder kau­fen sogar nur in sol­chen.

Die wich­tigs­ten Sie­gel sind das Trus­ted-Shops-Sie­gel, das EHI-Sie­gel und das Safer-Shop­ping-Sie­gel vom TÜV. Wel­che Anfor­de­run­gen der Shop erfül­len muss, um mit ein sol­ches Sie­gel ver­wen­den zu kön­nen und was die­se Sie­gel kos­ten, fin­dest du auf deren Sei­ten:

www​.trus​ted​shops​.de
www​.safer​-shop​ping​.de
https://​ehi​-sie​gel​.de

Setze auf Suchmaschinenoptimierung und ‑marketing

Ein Online-Shop läuft noch nicht von allein, er muss ent­spre­chend bewor­ben wer­den. Ein­mal ist da die orga­ni­sche Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung wich­tig und auch das Schal­ten von Goog­le-AdWords-Anzei­gen kann was brin­gen, gera­de in der Anfangs­zeit, wenn der Shop in den Such­ergeb­nis­sen noch nicht weit vor­ne plat­ziert ist.

Blei­be auch immer am Ball, was das Moni­to­ring und die Aus­wer­tung der ent­spre­chen­den Kenn­zah­len angeht. Daher mel­de dei­nen Online-Shop bei Goog­le Ana­ly­tics und bei der Search Con­tro­le (ehe­ma­li­ge Goog­le Web­mas­ter Tools) an. Dort siehst du, mit wel­chen Key­words dei­ne Besu­cher auf den Shop kom­men, wo sie ihn ver­las­sen und wei­te­re wich­ti­ge Zah­len. In den meis­ten Fäl­len musst du dann nach­op­ti­mie­ren.

Nutze Affiliate-Marketing

Natür­lich muss sowas vor­her gegen­ge­rech­net wer­den, ob sich für dich das Ein­rich­ten eines Affi­lia­te-Pro­gramms lohnt. Doch wenn du Affi­lia­tes hast, die dei­ne Pro­duk­te wei­ter­emp­feh­len, um Pro­vi­sio­nen zu ver­die­nen, erhältst du eini­ge Backlinks, für du nicht viel tun musst. Aller­dings soll­ten die Pro­vi­sio­nen schon attrak­tiv sein, um genü­gend Publis­her zu fin­den.

Außer­dem musst du nur Pro­vi­sio­nen zah­len, wenn ein Ver­kauf dei­ner Pro­duk­te über einen Affi­lia­te-Link zustan­de kommt, für das Wer­ben allein brauchst du nichts aus­zu­ge­ben.

Nutze weitere Online-Marktplätze für deine Produkte

Wie wäre es, dei­ne Pro­duk­te noch auf ande­ren Markt­plät­zen zu ver­kau­fen, wie bei­spiels­wei­se auf ebay oder auf Ama­zon Mar­ket­place? Natür­lich musst du dich vor­her erkun­di­gen, was die­se Diens­te kos­ten und ob es sich für dich lohnt.

Oder erwei­te­re dei­nen Kun­den­kreis, indem du dei­nen Shop auf bil​li​ger​.de, guens​ti​ger​.de und ande­ren Preis­ver­gleichs­por­ta­len ein­tra­gen lässt.

Weitere Marketing-Aktionen

Wer­be für dei­nen Shop, wo es nur geht, auch off­line oder mit Ban­ner­wer­bung, die du auf rele­van­ten Web­sites schal­ten kannst. Es lohnt sich mit Sicher­heit, bei man­chen Web­site­be­trei­bern nach­zu­fra­gen, ob sie gegen einen monat­li­chen zwei­stel­li­gen Betrag einen Ban­ner für dei­nen Shop auf ihrer Sei­te schal­ten.

Fazit

Das sol­len die wich­tigs­ten Schrit­te von mei­ner Sei­te gewe­sen sein, um dei­nen Online-Shop besu­cher­freund­lich und erfolg­reich zu machen. Sicher­lich gibt es noch mehr. Der Krea­ti­vi­tät sind da auch kei­ne Gren­zen gesetzt, wenn sie letzt­end­lich den Shop bekann­ter macht und zum Erfolg führt.

Fällt dir eine pas­sen­de Infor­ma­ti­on zu dem Bei­trag ein, dann schrei­be ein­fach einen Kom­men­tar.