Nach­dem ich im 1. Teil der Vor- und Nach­tei­le der wich­tigs­ten Zah­lungs­ar­ten im Ecom­mer­ce u. a. Kre­dit­kar­ten­zah­lung, Zah­lung auf Rech­nung und Last­schrift vor­ge­stellt habe, gehe ich im 2. Teil auf wei­te­re Zah­lungs­op­tio­nen ein, die im Online-Han­del eine mehr oder weni­ger wich­ti­ge Rol­le spie­len.


Ratenzahlung

All­zu vie­le Kun­den nut­zen die­se Zah­lungs­mög­lich­keit nicht, den­noch bie­ten eini­ge gro­ße Online-Shops die­se beque­me Zah­lungs­op­ti­on ihren Kun­den an.

Bei der Raten­zah­lung schlie­ßen Ver­käu­fer (oder auch Zah­lungs­dienst­leis­ter) und Käu­fer einen Ver­trag ab, in dem sie sich dar­auf eini­gen, dass der Käu­fer die Kauf­sum­me in meh­re­ren monat­li­chen Raten abzahlt.

Vor­tei­le der Raten­zah­lung:

  • Gera­de bei schnell benö­tig­ten Waren ( wie z. B. einer Wasch­ma­schi­ne) und hoch­prei­si­gen Pro­duk­ten wer­den Kun­den, die knapp bei Kas­se sind, in den Shops kau­fen, in denen sie nicht gleich den vol­len Betrag zah­len müs­sen.
  • Zahlt der Kun­de alle Raten, ver­dient der Händ­ler mehr an dem Pro­dukt­ver­kauf, denn meis­tens liegt der Betrag aller Raten höher als der übli­che Ver­kaufs­preis (der als ein­ma­li­ge Zah­lung getä­tigt wird).
  • Gene­rell gilt Raten­zah­lung als Umsatz­brin­ger: Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass bei die­ser Zah­lungs­mög­lich­keit Umsatz, Anzahl der Kun­den und der Waren­korb­wert anstei­gen.

Nach­tei­le der Raten­zah­lung:

  • Die Raten­zah­lung erstreckt sich über einen län­ge­ren Zeit­raum. Bis der Händ­ler den vol­len Waren­preis erhält, kann es Mona­te dau­ern.
  • Zah­lungs­aus­fäl­le sind kei­ne Sel­ten­heit, denn oft nut­zen Kun­den mit schlech­ter Boni­tät die­se Zah­lungs­op­ti­on.

Als Fazit bleibt: Raten­zah­lun­gen soll­te man als Online-Händ­ler nur bei recht kost­spie­li­gen Pro­duk­ten ein­set­zen. Ich sehe die­se Zah­lungs­op­ti­on als eine ergän­zen­de Mög­lich­keit zu Vor­kas­se, Rech­nung, Kre­dit­kar­te etc. an. Wer Angst vor hohen Zah­lungs­aus­fäl­len hat, soll­te lie­ber dar­auf ver­zich­ten oder einen Pay­ment-Pro­vi­der nut­zen.

Woo­Com­mer­ce: In Woo­Com­mer­ce lässt sich Raten­zah­lung u. a. mit dem Plugin Cura­bill von sell­xed ein­bau­en.

Noch siche­rer ist der Ein­satz eines Pay­ment-Pro­vi­ders wie z. B. Klar­na. Der Pay­ment-Pro­vi­der über­nimmt die Zah­lungs­for­de­rung von dir (gegen Zah­lung einer Gebühr) und muss sich dann selbst um die Ein­trei­bung der aus­ste­hen­den Raten­zah­lun­gen küm­mern.

Wie hoch die Kos­ten für den Pay­ment-Pro­vi­der aus­fal­len, soll­test du vor­ab klä­ren. Schließ­lich muss sich der Ver­kauf dei­ner Pro­duk­te für dich loh­nen. Bleibt von der Mar­ge sehr wenig übrig, ist die Nut­zung eines sol­ches Ser­vices unren­ta­bel.

PayPal

Die Zah­lungs­art PayPal dürf­te so gut wie jedem Inter­net­nut­zer bekannt sein, so oft wird sie ver­wen­det. Dabei han­delt es streng genom­men um einen Pay­ment-Anbie­ter, da PayPal sich selbst um die Zah­lungs­ab­wick­lung küm­mert und geläu­fi­ge Zah­lungs­ar­ten wie Kre­dit­kar­te, Über­wei­sung oder Last­schrift ein­setzt.

PayPal gehört zu den belieb­tes­ten Zah­lungs­ar­ten in Deutsch­land, man kann davon aus­ge­hen, dass bis zu 50 Pro­zent aller Bestel­lun­gen über die­sen Dienst bezahlt wer­den.

Als Fazit bleibt: PayPal gehört für mich als Zah­lungs­art in jeden Online-Shop, in klei­nen Shops ist sie eigent­lich Stan­dard, trotz anfal­len­der Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren.

Für die Inte­gra­ti­on von PayPal in den Online-Shop gibt es zwei — mitt­ler­wei­le drei — Vari­an­ten, wenn man PayPal Plus auch noch dazu zählt.

PayPal Standard

Vari­an­te Nr. 1 ist PayPal Stan­dard. Wählt ein Kun­de beim Bestell­pro­zess PayPal, dann wird er nach der Bestell­be­stä­ti­gung zur PayPal-Web­site wei­ter­ge­lei­tet. Dort loggt er sich ein, um die Bezah­lung erfolg­reich abzu­schlie­ßen.

Besitzt der Kun­de noch kein PayPal-Kon­to, hat er die Mög­lich­keit, direkt ein Kon­to anzu­le­gen. Hat die Zah­lung funk­tio­niert, wird der Kun­de wie­der zum Online-Shop zurück­ge­lei­tet und der Online-Kauf wird als erfolg­reich erfasst.

PayPal Express

Der Unter­schied zwi­schen PayPal Stan­dard und PayPal Express ist der, dass der Kun­de einen schnel­le­ren Weg zum PayPal-Check­out vor­fin­det. Denn bei Express kann man direkt vom Waren­korb aus oder sogar von der Pro­dukt­de­tail­sei­te zu PayPal sprin­gen und muss nicht den kom­plet­ten Check­out-Pro­zess durch­lau­fen, in dem noch Rech­nungs- und Lie­fer­adres­se abge­fragt wer­den.

Über den PayPal-Express-But­ton gelangt man mit einem Klick zu PayPal und führt dort den Check­out-Pro­zess durch, indem man dort Rech­nungs- und Lie­fer­adres­se aus­wählt und den Ein­kauf bestä­tigt.

Vor­tei­le von PayPal:

  • Wenn der Shop­be­trei­ber PayPal nutzt, braucht er nicht so vie­le Zah­lungs­ar­ten direkt in den Shop ein­zu­bin­den, weil PayPal ja selbst Kre­dit­kar­te, Last­schrift und Über­wei­sung akzep­tiert.
  • Der Geld­ein­gang ist umge­hend, d. h. sobald ein Kun­de eine Zah­lung per PayPal tätigt, erfolgt direkt eine Gut­schrift auf dem PayPal-Kon­to des Händ­lers.
  • Durch die­sen schnel­len Geld­trans­fer kann die Ware schnell ver­sen­det wer­den.
  • Bon­ti­täts- und Liqui­di­täts­prü­fun­gen ent­fal­len.
  • PayPal wird von den Kun­den als siche­re Zah­lungs­art ange­se­hen, wodurch sie eine hohe Akzep­tanz genießt.

Nach­tei­le von PayPal:

  • Es fal­len Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren für jeden Geld­ein­gang an: 1,7 Pro­zent plus 0,35 Euro. Genaue­re Infor­ma­tio­nen dazu fin­dest du auf der Web­site von PayPal.

Woo­Com­mer­ce: In dem Shop­sys­tem ist die Zah­lung per PayPal stan­dard­mä­ßig ent­hal­ten. Wie du PayPal akti­vierst und ein­rich­test, fin­dest du in dem Arti­kel PayPal als Zah­lungs­art im Shop ein­rich­ten.

PayPal Express gibt es als kos­ten­lo­ses Plugin für Woo­Com­mer­ce: Woo­Com­mer­ce PayPal Express Check­out Pay­ment Gate­way.

PayPal Plus

Noch nicht all­zu lan­ge gibt es PayPal Plus, und vie­le Shops haben mitt­ler­wei­le die­se Erwei­te­rung in ihre Zah­lungs­op­tio­nen auf­ge­nom­men.

PayPal Plus bie­tet vier belieb­te Zah­lungs­ar­ten an: PayPal, Last­schrift, Rech­nungs­zah­lung und Kre­dit­kar­te. Auch Kun­den ohne PayPal-Kon­to kön­nen PayPal Plus nut­zen.

Da hier vier wich­ti­ge Zah­lungs­op­tio­nen in einer Erwei­te­rung gebün­delt ange­bo­ten wer­den, fal­len für den Händ­ler vie­le unter­schied­li­che Modu­lein­bin­dun­gen weg, auch für Woo­Com­mer­ce dürf­te das PayPal-Plus-Plugin mehr an Über­sicht­lich­keit und eine ein­fa­che­re Hand­ha­bung der Soft­ware-Pfle­ge brin­gen.

PayPal Plus lässt sich mit dem PayPal Express But­ton kom­bi­nie­ren.

Vor­tei­le von PayPal Plus:

  • Die wich­tigs­ten und belieb­tes­ten Zah­lungs­ar­ten fin­den sich in einer Kom­plett­lö­sung.
  • Es ist nur ein Kon­to für alle Trans­ak­tio­nen nötig.
  • Bei PayPal PLUS Trans­ak­tio­nen wird der Händ­ler vom PayPal-Ver­käu­fer­schutz vor even­tu­el­len Zah­lungs­aus­fäl­len bewahrt.
  • Der Check­out ist mobil opti­miert.
  • PayPal Plus kön­nen auch Kun­den ohne PayPal-Kon­to nut­zen, damit las­sen sich mit die­ser Kom­plett­lö­sung mehr Kun­den errei­chen als mit PayPal Stan­dard.

Nach­tei­le von PayPal Plus:

  • Die Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren sind etwas höher als bei PayPal, sie lie­gen je nach Umsatz zwi­schen 1,79 bis 2,49 Pro­zent plus 0,35 Euro pro Trans­ak­ti­on.

Woo­Com­mer­ce: Für Woo­Com­mer­ce gibt es ein ent­spre­chen­des kos­ten­lo­ses Plugin namens PayPal Plus für Woo­Com­mer­ce. Für inter­na­tio­na­le Trans­ak­tio­nen wer­den die Zah­lungs­ar­ten auf Kre­dit­kar­te und PayPal ein­ge­schränkt, inner­halb Deutsch­lands sind alle vier Zah­lungs­ar­ten nutz­bar.

Amazon Payments

Wie PayPal ist Ama­zon Pay­ments kei­ne Zah­lungs­art, son­dern ein Pay­ment-Pro­vi­der. Die Funk­ti­ons­wei­se kann man mit der von PayPal ver­glei­chen, die bei­den sind sich recht ähn­lich.

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Fin­det sich die­ser Pay­ment-Anbie­ter in einem Shop und der Kun­de ent­schei­det sich dafür beim Check­out, bleibt er — im Gegen­satz zu PayPal — im Online-Shop und es öff­net sich ein Popup-Fens­ter, in dem sich die Ama­zon-Log­in-Mas­ke befin­det.

Der Kun­de kann nun sei­ne Ama­zon-User­da­ten ver­wen­den oder auch ein neu­es Ama­zon-Kon­to anle­gen. Hat er sich ange­mel­det, wird er in den Check­out-Pro­zess des Online-Shops gelei­tet, wobei die­ser auf die auf Ama­zon hin­ter­leg­ten Adress­da­ten zugrei­fen kann. Die fol­gen­den Schrit­te ent­spre­chen schließ­lich denen des Stan­dard­be­zahl­vor­gangs.

Vor­tei­le von Ama­zon Pay­ments:

  • Ama­zon gilt bei vie­len Kun­den als seriö­ser und bekann­ter Anbie­ter.
  • In Ama­zon Pay­ments sind die bei­den Zah­lungs­ar­ten Last­schrift und Kre­dit­kar­te gebün­delt.
  • Die Trans­ak­tio­nen lau­fen auf dem jewei­li­gen Online-Shop ab.
  • Ama­zon schützt Händ­ler vor Zah­lungs­aus­fäl­len und Betrugs­ver­su­chen.

Nach­tei­le von Ama­zon Pay­ments:

  • Wer kein Ama­zon-Kon­to hat, wird die­se Zah­lungs­op­ti­on kaum nut­zen.
  • Es fal­len bei jedem Kun­den­kauf, der über Ama­zon Pay­ments getä­tigt wird, für den Händ­ler Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren an.

Als Fazit bleibt: Gene­rell ist Ama­zon Pay­ments eine emp­feh­lens­wer­te Zah­lungs­art, doch wer sich auf weni­ge wich­ti­ge Zah­lungs­op­tio­nen in sei­nem Shop beschrän­ken will, soll­te davon abse­hen oder PayPal den Vor­zug geben.

Woo­Com­mer­ce:
Wer Ama­zon Pay­ments in sei­nem Woo­Com­mer­ce-Shop ein­set­zen will, fin­det dafür das Plugin Ama­zon Pay­ment Gate­way. Es gibt es in einer kos­ten­lo­sen und in einer Pre­mi­um-Ver­si­on mit wei­te­ren Fea­tures.

PayDirekt

PayDi­rekt ist ein Online-Ban­king-Zahl­ver­fah­ren, das von deut­schen Ban­ken und Spar­kas­sen zur Ver­fü­gung gestellt wird. U. a. betei­li­gen sich die Post­bank, Spar­da­bank, die Volks- und Raiff­ei­sen-Ban­ken sowie die Spar­kas­sen an die­ser Zah­lungs­mög­lich­keit.

Der Zah­lungs­ab­lauf läuft wie beim Online-Ban­king ab. Aller­dings muss die Kun­den­bank an die­sem Zah­lungs­ver­fah­ren teil­neh­men, das sind nicht alle in Deutsch­land. Dann loggt sich der Kun­de mit sei­nen Online-Ban­king-Zugangs­da­ten ein und kann die Über­wei­sung so durch­füh­ren wie beim Online-Ban­king.

Paydi­rekt wirbt auf sei­ner Web­site, dass mehr als 8.900 Online-Shops paydi­rekt ein­set­zen.

Vor­tei­le von paydi­rekt:

  • Es funk­tio­niert so wie das klas­si­sche Online-Ban­king, daher dürf­ten vie­le Kun­den mit dem Ablauf ver­traut sein.
  • Das Sys­tem ist sehr sicher.
  • Der Geld­ein­gang erfolgt zeit­nah.
  • Paydi­rekt hilft beim Risi­ko­ma­nage­ment: Das heißt, der Händ­ler bekommt sein Geld, auch bei Zah­lungs­aus­fäl­len.

Nach­tei­le von paydi­rekt:

  • Kun­den, deren Bank nicht an die­sem Zah­lungs­ver­fah­ren teil­nimmt, kön­nen die­se Zah­lungs­me­tho­de nicht nut­zen.
  • Der Händ­ler muss pro Trans­ak­ti­on Gebüh­ren an die Bank oder Spar­kas­se bezah­len. Wie sich die­se gestal­ten, konn­te ich nicht in Erfah­rung brin­gen. Das muss der Händ­ler mit sei­ner Bank klä­ren.

Als Fazit bleibt:Paydi­rekt lohnt sich mit Sicher­heit für gro­ße Shops, die vie­le Zah­lungs­ar­ten für ihre Kun­den anbie­ten, für klei­ne­re Shops ist paydi­rekt weni­ger geeig­net, gera­de weil es noch genü­gend Ban­ken gibt, die dar­an nicht teil­neh­men. Wer als Shop Direkt­über­wei­sung ver­wen­den will, soll­te even­tu­ell auf SOFORT umstei­gen.

Woo­Com­mer­ce: Für Woo­Com­mer­ce gibt es ein ent­spre­chen­des Plugin, um paydi­rekt im Shop als Zah­lungs­art anbie­ten zu kön­nen. Sell­xed ver­kauft das Plugin für 172 Euro.

Sofortüberweisung /​Sofort

Schon der Name ist bezeich­nend für die­se Zah­lungs­art, denn bei Sofort­über­wei­sung bzw. Sofort lan­det das Geld direkt beim Händ­ler.

Das Zah­lungs­ver­fah­ren wur­de 2005 von der Sofort GmbH in Mün­chen gegrün­det, seit 2014 gehört die Sofort GmbH zur Klar­na Group, die Bezeich­nung Sofort­über­wei­sung wur­de zu Sofort abge­kürzt.

Wenn der Kun­de das Direkt­über­wei­sungs­ver­fah­ren als Zah­lungs­op­ti­on aus­wählt, wird beim Zah­lungs­pro­zess eine Mit­tels­sei­te zwi­schen den Shop und die Bank geschal­tet. Hat der Kun­de den Ein­kauf abge­schlos­sen, wird er auf die Sei­te von Sofort wei­ter­ge­lei­tet und muss dort die Bank­leit­zahl ein­ge­ben. Anschlie­ßend kann er sich mit sei­nen Online-Ban­king-Zugangs­da­ten anmel­den.

Sei­ne Bank fragt ihn nach einem TAN-Code, der bestä­tigt wer­den muss. Nach die­sem Schritt ist die Trans­ak­ti­on been­det und der Kun­de wird wie­der zum Shop zurück­ge­lei­tet.

Vor­tei­le von Sofort:

  • Es erfolgt eine direk­te Zah­lungs­be­stä­ti­gung, sodass Bestel­lun­gen schnel­ler ver­sen­det wer­den kön­nen.
  • Sofort ähnelt der klas­si­schen Online-Über­wei­sung, was bei Kun­den ein erhöh­tes Ver­trau­en her­vor­ru­fen dürf­te.
  • com bie­tet sei­nen Ser­vice in vie­len euro­päi­schen Län­dern an, sodass die Direkt­über­wei­sung auch für inter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­te Shops eine inter­es­san­te Opti­on ist.

Nach­tei­le von Sofort:

  • Bei der Nut­zung von Sofort im Online-Shop fal­len ein­mal eine monat­li­che Grund­ge­bühr sowie monat­li­che Kos­ten plus Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren an.

Als Fazit bleibt: Sofort ist eine schnel­le Zah­lungs­art, die aller­dings noch nicht von all­zu vie­len Kun­den genutzt wird.

Woo­Com­mer­ce: Für das Woo­Com­mer­ce-Shop­sys­tem gibt es bei Mar­ket­press ein Plugin: Klar­na SOFORT Über­wei­sung für Woo­Com­mer­ce. Eine Ein­zel­li­zenz kos­tet 49 Euro inkl. MWSt.

Giropay

Giro­pay ist ein Bezahl­ver­fah­ren, das von Tei­len der deut­schen Kre­dit­wirt­schaft ins Leben geru­fen wur­de. Es funk­tio­niert so ähn­lich wie Sofort. Der Kun­de benö­tigt für die Nut­zung von Giro­pay nicht mehr als einen Online-Ban­king-Zugang mit PIN/­TAN-Ver­fah­ren.

Beim Check­out-Pro­zess wählt der Kun­de als Zah­lungs­art Giro­pay aus, wobei Rech­nungs- und Lie­fer­adres­se im Shop abge­spei­chert wer­den. Ist die Bestel­lung abge­schlos­sen, wird er zu Giro­pay wei­ter­ge­lei­tet und kann dort die Über­wei­sung durch­füh­ren. Das Geld wird dem Händ­ler direkt gut­ge­schrie­ben.

Da aber nicht jede Bank an Giro­pay teil­nimmt, kann die Zah­lungs­art nicht von allen Online-Ban­king-Nut­zern ein­ge­setzt wer­den.

Vor­tei­le von Giro­pay:

  • Hohe Akzep­tanz bei den Kun­den und Kun­din­nen
  • Schnel­le Zah­lungs­be­stä­ti­gung, die die Liqui­di­tät des Händ­lers ver­bes­sert
  • Durch den zeit­na­hen Zah­lungs­ein­gang kann schnel­ler an den Kun­den gelie­fert wer­den.

Nach­tei­le von Giro­pay:

  • Es fal­len für den Händ­ler Trans­ak­ti­ons­ge­büh­ren an.
  • Nicht jeder Online-Ban­king-Nut­zer kann Giro­pay ein­set­zen, weil es mög­li­cher­wei­se sei­ne Bank nicht unter­stützt.

Als Fazit bleibt: Für Giro­pay gilt das glei­che wie für paydi­rekt. Da es nicht von allen Ban­ken und Spar­kas­sen ein­ge­setzt wird, wer­den eini­ge Kun­den von der Mög­lich­keit der Online-Über­wei­sung durch Giro­pay aus­ge­schlos­sen sein.

Woo­Com­mer­ce: 
Für Giro­pay gibt es ein Woo­Com­mer­ce-Plugin: GiroCh­eck­out.

Postpay

Post­pay ist eine Pay­ment-Dienst­leis­tung von der Deut­schen Post. Dabei han­delt es sich nicht um eine eige­ne Zah­lungs­art, son­dern der Ser­vice bie­tet den Kun­den eine Mög­lich­keit schnell und ein­fach zu zah­len.

Der Zah­lungs­pro­zess mit Post­pay im Online-Shop gestal­tet sich fol­gen­der­ma­ßen: Der Kun­de legt Pro­duk­te in den Waren­korb und geht anschlie­ßend zur Waren­korb­sei­te. Dort schal­tet sich schon Post­pay ein, und nicht erst im Check­out-Pro­zess mit der Ver­sen­dung der Bestel­lung.

Dadurch wird der Bezahl­vor­gang abge­kürzt, denn der Kun­de klickt nicht auf “WEITER ZUR KASSE”, son­dern auf den Post­pay-But­ton.

Nun wird er zur Post­pay-Sei­te wei­ter­ge­lei­tet, bei der er sich mit sei­nen Log­in­da­ten anmel­den kann. Alter­na­tiv kann man auch ein neu­es Post­pay-Kon­to anle­gen, falls man noch kei­nes hat und den Ser­vice nut­zen will.

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Ist der Kun­de ein­ge­loggt, kann er sich zwi­schen ver­schie­de­nen Bezahl­me­tho­den ent­schei­den, wie

  • Last­schrift­ver­fah­ren
  • Kre­dit­kar­te
  • Vor­kas­se
  • Sofort
  • PayPal
  • Giro­pay

Hat der Kun­de sich für eine Zah­lungs­art ent­schie­den, wird er zur Bestell­prü­fung wei­ter­ge­lei­tet und kann dort sei­ne Zah­lung vor­neh­men. Rech­nungs- und Lie­fer­adres­se sind bei Post­pay hin­ter­legt, wenn man dort schon ein Kon­to besitzt. Als letz­ter Schritt erfolgt eine Zurück­lei­tung zum Online-Shop.

Vor­tei­le von Post­pay:

  • Post­pay als Ser­vice der Deut­schen Post wird von den meis­ten Kun­den als seri­ös ein­ge­stuft.
  • Es sind meh­re­re Zah­lungs­ar­ten inner­halb eines Pay­ment-Anbie­ters vor­han­den. Das erspart dem Händ­ler Arbeit, denn er muss bei­spiels­wei­se Giro­pay oder Kre­dit­kar­te nicht extra in den Shop inte­grie­ren.

Nach­tei­le von Post­pay:

  • Auch für Post­pay muss der Händ­ler eine monat­li­che Grund­ge­bühr sowie Trans­ak­ti­ons­kos­ten bezah­len, dar­über hin­aus eine Pro­vi­si­on von 2 Pro­zent an Post­pay.
  • Post­pay ist nur man­gel­haft ver­brei­tet und hat einen gerin­gen Bekannt­heits­grad. Die Kon­kur­ren­ten Ama­zon Pay­ment und PayPal besit­zen eine ein­deu­tig grö­ße­re Markt­macht.

Als Fazit bleibt: Ich shop­pe selbst sehr viel und mir ist Post­pay noch in kei­nem Shop begeg­net. Die­se Zah­lungs­art ist wirk­lich nur was für gro­ße Shops mit vie­len Zah­lungs­me­tho­den.

Woo­Com­mer­ce:
Ein ent­spre­chen­des Post­pay-Plugin für die Shop­soft­ware Woo­Com­mer­ce habe ich nicht gefun­den.

Billpay

Auch bei Bill­pay han­delt es sich um einen Pay­ment-Pro­vi­der und nicht um eine Zah­lungs­art. Der Dienst, der mitt­ler­wei­le seit 2017 wie Sofort zur Klar­na Group gehört, bie­tet Rech­nungs­kauf, Raten­zah­lung und Last­schrift an.

Bill­pay wird wie ande­re Zah­lungs­ar­ten im Check­out-Pro­zess zur Aus­wahl auf­ge­führt. Der Kun­de muss bei Bill­pay noch zusätz­lich sein Geschlecht und sein Geburts­da­tum ange­ben, ohne den Bezahl­vor­gang unter­bre­chen zu müs­sen.

Sind die­se Daten ein­ge­tra­gen, kann der Ein­kauf wie gewohnt im Shop been­det wer­den.

Beim belieb­ten Raten­kauf muss der Kun­de beim Check­out noch eine Lauf­zeit zwi­schen 3 und 24 Mona­ten aus­wäh­len, damit die monat­li­che Rate errech­net wer­den kann.

Vor­tei­le von Bill­pay:

  • Raten­kauf — eine sehr belieb­te Zah­lungs­art bei hoch­prei­si­gen Pro­duk­ten — bie­ten nicht vie­le Pay­ment-Pro­vi­der an. Falls der Händ­ler teu­re Ware online anbie­tet, kann er mit der Mög­lich­keit des Raten­kaufs neue Kun­den gewin­nen.
  • Auch der Kauf auf Rech­nung steht bei Kun­den hoch im Kurs, was die Beliebt­heit der Zah­lungs­ar­ten angeht.

Nach­tei­le von Bill­pay:

  • Wie bei allen Pay­ment-Pro­vi­dern fal­len für die Nut­zung von Bill­pay Trans­ak­ti­ons­kos­ten an.

Als Fazit bleibt: Bill­pay ist sicher­lich eine inter­es­san­te Opti­on für alle, die Raten­kauf ein­set­zen wol­len, also für Shops mit hoch­prei­si­gen Waren, die zudem schnell benö­tigt wer­den. Bill­pay ist für Händ­ler­neu­kun­den wohl nicht mehr ein­setz­bar, man kann gleich Klar­na ein­set­zen.

Woo­Com­mer­ce: Wer die Vor­zü­ge von Bill­pay — also Kauf auf Rech­nung und Raten­zah­lung — im Woo­Com­mer­ce-Shop ver­wen­den will, fin­det das Klar­na-Plugin für Woo­Com­mer­ce als Down­load vor (wie schon oben erwähnt, gehört Bill­pay nun zur Klar­na-Group).

Das Plugin fin­dest du hier: Klar­na Check­out (der Down­load auf der Woo­Com­mer­ce-Sei­te steht im Augen­blick kos­ten­los zur Ver­fü­gung)

Klarna

Klar­na gilt als eta­blier­ter Pay­ment-Anbie­ter, der seit 2005 auf dem Markt ist. Vor allem Kauf auf Raten und auf Rech­nung machen die Stär­ke und Bekannt­heit von Klar­na aus, das Logo des Unter­neh­mens dürf­te den meis­ten Online-Shop­pern geläu­fig sein.

Ist das Klar­na-Plugin im Shop instal­liert und Kauf auf Raten mög­lich, kann der Kun­de schon auf der Pro­dukt­de­tail­sei­te sehen, wie viel der Arti­kel monat­lich kos­tet. Die­se Dar­stel­lung, dass die Ware schon ab bei­spiels­wei­se 25 Euro pro Monat zu haben ist und nicht gleich 300 Euro auf ein­mal kos­tet, kann die Con­ver­si­on Rate im Shop durch­aus posi­tiv beein­flus­sen. Wür­de der Raten­kauf erst im Waren­korb bewor­ben wer­den, wür­den vie­le Käu­fe gar nicht erst zustan­de kom­men.

Die Zah­lungs­ar­ten von Klar­na las­sen sich dar­über hin­aus ohne Schwie­rig­kei­ten in den Bezahl­vor­gang des Shops ein­bin­den, seit neu­es­tem läuft der Check­out-Pro­zess nicht mehr im Shop des Händ­lers, son­dern direkt bei Klar­na ab.

Vor­tei­le von Klar­na:

  • Klar­na hat die glei­chen Vor­tei­le wie Bill­pay.
  • Was ich noch erwäh­nen soll­te: Klar­na über­weist dem Händ­ler sofort das Geld, auch wenn der Kun­de sich für Kauf auf Rech­nung oder Raten­kauf ent­schie­den hat. Denn Klar­na über­nimmt das For­de­rungs­ma­nage­ment vom Händ­ler, der damit vor Zah­lungs­aus­fäl­len geschützt ist.

Nach­tei­le von Klar­na:

  • Ein­zi­ger Nach­teil sind die Trans­ak­ti­ons­kos­ten. Wer als Händ­ler Klar­na ein­set­zen will, soll­te sich vor­ab beim Unter­neh­men über die anfal­len­den Kos­ten erkun­di­gen.

Als Fazit bleibt: Klar­na ist sicher­lich ein inter­es­san­ter Pay­ment-Pro­vi­der für alle, die Raten­kauf ein­set­zen wol­len, also für Shops mit hoch­prei­si­gen Waren, die gleich schnell vom Kun­den benö­tigt wer­den.

Woo­Com­mer­ce: Das Plugin für Klar­na habe ich schon bei Bill­pay auf­ge­führt. Hier noch­mal der Link: Klar­na Check­out

heidelpay

Hei­del­pay ist ein Pay­ment-Pro­vi­der aus Hei­del­berg, daher auch der etwas unge­wöhn­li­che Name, in dem der Fir­men­sitz teil­wei­se ent­hal­ten ist.

Auf sei­ner Web­site gibt hei­del­pay an, mehr als 200 (inter­na­tio­na­le) Zah­lungs­ar­ten über das hei­del­pay Pay­ment-Gate­way für Online-Shops anzu­bie­ten, doch so vie­le brau­chen die wenigs­ten E‑Com­mer­ce-Lösun­gen.

Die wich­tigs­ten Zah­lungs­ar­ten, mit denen hei­del­pay unter einem Dach auf­war­tet, sind:

  • Vor­kas­se, Last­schrift, Rech­nungs­kauf, Raten­kauf
  • Alle gän­gi­gen Kre­dit­kar­ten
  • PayPal, Skrill
  • Online-Trans­fer wie z. B. SOFORT, Giro­pay

Die Zah­lungs­ar­ten von hei­del­pay wer­den in die Aus­wahl der Zah­lungs­ar­ten inte­griert. Wählt der Kun­de beim Check­out als Zah­lungs­op­ti­on “Kre­dit­kar­te”, dann wird er nach der Absen­dung der Bestel­lung zu einer eige­nen hei­del­pay Check­out-Ober­flä­che wei­ter­ge­lei­tet, wo er sei­nen Namen, sei­ne Adress- und Kon­takt­da­ten sowie sei­ne Kre­dit­kar­ten­da­ten ein­trägt.

Über den Kau­fen-But­ton in der Mas­ke wird der Kauf abge­schlos­sen und der Kun­de zum Shop zurück­ge­lei­tet.

Vor­tei­le von hei­del­pay:

  • Ein­bin­dung von vie­len, auch inter­na­tio­na­len Zah­lungs­ar­ten mög­lich, sodass hei­del­pay für inter­na­tio­nal agie­ren­de Online-Shops eine inter­es­san­te Pay­ment-Lösung anbie­tet
  • Da auch alle gän­gi­gen Zah­lungs­op­tio­nen in hei­del­pay inte­griert sind, hat der Händ­ler bei der Ver­wal­tung sei­ner Zah­lungs­schnitt­stel­len einen sehr gerin­gen Auf­wand.
  • Pay­ment-Lösun­gen sind modu­lar auf­ge­baut, sodass man sie an sei­ne geschäft­li­chen Bedürf­nis­se anpas­sen kann.
  • Schutz vor Zah­lungs­aus­fäl­len und Betrugs­ver­su­chen

Nach­teil von hei­del­pay:

  • Natür­lich fal­len für die Nut­zung Trans­ak­ti­ons­kos­ten an.
  • Als Händ­ler macht man sich von einem Pay­ment-Anbie­ter abhän­gig. Soll­te die­ser vom Markt ver­schwin­den, muss nach ande­ren Lösun­gen gesucht wer­den, was je nach Nut­zungs­an­zahl der Zah­lungs­ar­ten nicht so leicht sein dürf­te

Als Fazit bleibt: Wer mit sei­nen Ver­käu­fen eine anspre­chen­de Mar­ge erzielt, braucht bei der Nut­zung von hei­del­pay nur einen ein­zi­gen Pay­ment-Anbie­ter in sei­nem Shop und spart sich damit eine Men­ge Ver­wal­tungs­ar­beit.

Wer sich als klei­ner Händ­ler für die­sen Anbie­ter inter­es­siert, soll­te vor­her die anfal­len­den Trans­ak­ti­ons­kos­ten genau durch­rech­nen, um zu ermit­teln, ob der Ein­satz sich lohnt.

Lesen  Rechnung, PayPal, Vorkasse & Co.: Vor- und Nachteile der wichtigsten Zahlungsarten im Online-Shop - Teil 1

Woo­Com­mer­ce: Der Soft­ware-Anbie­ter für E‑Com­mer­ce-Lösun­gen sell­xed hat ein Woo­Com­mer­ce-Plugin für hei­del­pay für 172 Euro zzgl. MWSt. in sei­nem Pro­dukt­port­fo­lio.

Barzahlen

Online bar zah­len ist mit Bar­zah­len mög­lich gewor­den. Gera­de die älte­re Genera­ti­on dürf­te sich von die­ser Opti­on ange­spro­chen füh­len, denn vie­le Men­schen aus die­ser Alters­grup­pe haben Beden­ken, Kon­to- oder Kre­dit­kar­ten­da­ten im Online-Shop zu hin­ter­le­gen.

Wie läuft nun die­se Bezahl­art im Shop ab? Der Kun­de legt Pro­duk­te in den Waren­korb und beginnt anschlie­ßend den Bezahl­vor­gang. Dabei wählt er die Zah­lungs­art Bar­zah­len aus, mit der er den Bestell­ab­lauf been­det. Danach erhält er einen Zahl­schein, den er aus­dru­cken muss. Als Alter­na­ti­ve kann er sich den Zahl­schein auch als SMS auf sein Smart­pho­ne bzw. Han­dy schi­cken las­sen.

Mit dem Zahl­schein bzw. der SMS kann er im sta­tio­nä­ren Han­del die Online-Bestel­lung bezah­len. Das Kas­sen­sys­tem infor­miert direkt den Händ­ler über die Zah­lung, sodass die Waren ver­sen­det wer­den kön­nen.

Auch Rück­sen­dun­gen sind mög­lich. Der Kun­de schickt die Ware an den Online-Händ­ler zurück und erhält im Gegen­zug einen Aus­zahl­schein, den er beim nächs­ten Ein­kauf vor Ort ein­lö­sen kann.

Es ist schon ein beacht­li­ches Part­ner­netz­werk von sta­tio­nä­ren Läden gewor­den, die an Bar­zah­len teil­neh­men, wie u. a. rewe, real, dm und Pen­ny sowie eini­ge Tank­stel­len; ins­ge­samt 12.000 Filia­len deutsch­land­weit las­sen Bar­zah­len in ihrem Geschäft zu.

Vor­tei­le von bar­zah­len:

  • Mit die­ser Zah­lungs­art kann der Händ­ler neue Kun­den­grup­pen erschlie­ßen, vor allem die, die Sicher­heits­be­den­ken gegen­über Online-Zah­lungs­vor­gän­gen haben.
  • Ein Groß­teil in der deut­schen Bevöl­ke­rung besitzt immer noch kei­nen Online-Ban­king-Account und kei­ne Kre­dit­kar­te. Auch für die­se Men­schen wäre bar­zah­len eine Opti­on.

Nach­tei­le von bar­zah­len:

  • Der Bekannt­heits­grad die­ser Zah­lungs­me­tho­de ist noch nicht all­zu hoch. Es müss­ten wohl mehr Akzep­tanz­stel­len aus­ge­baut wer­den, um bar­zah­len wei­ter vor­an zu brin­gen.
  • Ab einem Zahl­be­trag von 1000 Euro ist bar­zah­len nicht mehr nutz­bar.
  • Die Zah­lung fin­det mit Ver­zö­ge­rung statt, es kön­nen meh­re­re Tage zwi­schen Bestel­lung und Zah­lung im Geschäft lie­gen, was für den Händ­ler und des­sen Liqui­di­tät ungüns­tig ist. Auch die Lie­fer­zeit wird dadurch nega­tiv beein­flusst.
  • Es fal­len Trans­ak­ti­ons­kos­ten an: Ein­mal beim Zah­len beim Ein­zel­han­dels­part­ner und bei Aus­zah­lun­gen bei Rück­sen­dun­gen.

Als Fazit bleibt: Noch ist für vie­le Online-Shops die Zah­lungs­me­tho­de Bar­zah­len kei­ne Opti­on. Aber mög­li­cher­wei­se steigt in der nächs­ten Zeit die­se Zah­lungs­art in der Beliebt­heit an, sodass man­cher Händ­ler sich frü­her oder spä­ter für sie ent­schei­det.

WooCommerce:Marketpress bie­tet ein Woo­Com­mer­ce-Plugin für bar­zah­len an. Eine Ein­zel­li­zenz kos­tet 49 Euro inkl. MWSt.

Die passenden Zahlungsarten für die Kunden finden

Wel­che Zah­lungs­ar­ten soll­te man als Händ­ler nun auf alle Fäl­le in sei­nen Shop inte­grie­ren? Eine ein­fa­che Ant­wort dar­auf gibt es nicht, denn die Aus­wahl hängt von der Bran­che, den Pro­duk­ten und der Ziel­grup­pe ab.

Du soll­test dir vor­ab die­se wich­ti­gen Fra­gen stel­len:

  • Wie wich­tig ist die Lie­fer­zeit in mei­ner Bran­che bzw. bei mei­nen Pro­duk­ten?
  • Wie hoch ist die Mar­ge mei­ner Pro­duk­te?
  • Wie alt sind im Durch­schnitt mei­ne Kun­den?
  • Wie hoch ist der durch­schnitt­li­che Waren­korb­wert in mei­nem Shop?
  • Was kos­ten mei­ne Arti­kel?

Stellst du bei­spiels­wei­se Pro­duk­te selbst her, wofür du ein paar Wochen benö­tigst, ist es uner­heb­lich, ob mit Vor­kas­se bezahlt wird, denn du gewinnst kei­nen zeit­li­chen Vor­teil durch zeit­na­he Zah­lungs­op­tio­nen.

Soll die Ware zügig gelie­fert wer­den, soll­test du “schnel­le” Zah­lungs­ar­ten wie SOFORT, PayPal oder Kre­dit­kar­te ver­wen­den.

Ist die Mar­ge recht klein, dann lohnt es sich so gut wie nicht, einen Pay­ment-Pro­vi­der zu ver­wen­den, denn des­sen Gebüh­ren und Trans­ak­ti­ons­kos­ten kön­nen die gerin­ge Mar­ge auf­fres­sen.

Je jün­ger dei­ne Ziel­grup­pe ist, des­to weni­ger wird Kre­dit­kar­ten­zah­lung eine Rol­le spie­len, bei älte­ren Kun­den ist die­se Zah­lungs­art dage­gen wich­ti­ger.

Je höher der durch­schnitt­li­che Waren­korb­wert liegt bzw. je kost­spie­li­ger die Pro­duk­te sind, des­to eher kannst du Zah­lungs­ar­ten wie Kre­dit­kar­te, Rech­nungs­kauf und Raten­kauf ein­set­zen.

Außer die­sen Fak­to­ren spielt auch die Beliebt­heit der Zah­lungs­ar­ten eine wesent­li­che Rol­le für deren Ver­wen­dung.

Die Top Five sind Kre­dit­kar­te, Rech­nung, PayPal, Last­schrift und Vor­kas­se.

Wobei die­se Rei­hen­fol­ge sich irgend­wann ändern wird, denn eini­ge Zah­lungs­me­tho­den ver­lie­ren an Popu­la­ri­tät, ande­re gewin­nen wel­che hin­zu. Ich den­ke mal, Nach­nah­me dürf­te irgend­wann nicht mehr ange­bo­ten wer­den.

Auf jeden Fall soll­test du einen Mix aus drei bis vier Zah­lungs­ar­ten in dei­nem Shop anbie­ten, wie Vor­kas­se und Nach­nah­me (solan­ge es sie noch gibt) für die eher kon­ser­va­tiv ein­ge­stell­ten Kun­den, Paypal oder SOFORT für die schnel­le Zah­lungs­mög­lich­keit und die jün­ge­re Ziel­grup­pe. Eine wei­te­re Opti­on für älte­re Kun­den ist die Kre­dit­kar­te.

Kauf auf Rech­nung ist bei Händ­lern ein zwei­schnei­di­ges Schwert: Einer­seits wis­sen sie um die Beliebt­heit die­ser Zah­lungs­me­tho­de bei den Kun­den (Platz 2), ande­rer­seits befürch­tet man Zah­lungs­aus­fäl­le, was für klei­ne Ver­käu­fer auch exis­tenz­ge­fähr­dend sein kann.

Wenn Zah­lung auf Rech­nung, dann soll­test du die­se mit einem Pay­ment-Pro­vi­der ein­set­zen, der dich vor Zah­lungs­aus­fäl­len schützt. Aber es soll­te sich auch finan­zi­ell loh­nen, denn was nützt dir als Händ­ler eine popu­lä­re Zah­lungs­art im Shop, wenn dir die Mar­ge weg­bricht und du ohne Gewinn ver­kau­fen musst.

Ob du die für dei­nen Shop “rich­ti­gen” Zah­lungs­ar­ten ver­wen­dest, kannst du auch selbst her­aus­fin­den, indem du beob­ach­test, mit wel­cher Zah­lungs­op­ti­on am meis­ten in dei­nem Shop ein­ge­kauft wird. Genau­so kannst du die Abbruch­quo­ten beim Check­out-Pro­zess ent­spre­chend aus­wer­ten.

Fazit

Es gibt mitt­ler­wei­le eine gro­ße Anzahl an Zah­lungs­ar­ten für Online-Shops, sodass es für Händ­ler schwer wird, die rich­ti­gen aus­zu­wäh­len.

Wie letzt­end­lich die Ent­schei­dung aus­fällt, sie wird vor allem bestimmt von der Grö­ße des Shops, der Arti­kel­prei­se, der Mar­ge, der Ziel­grup­pe, ob der Shop natio­nal oder inter­na­tio­nal ver­kauft und vie­len wei­te­ren Fak­to­ren.

Für klei­ne Shops soll­te die Aus­wahl auf die drei bis vier wich­tigs­ten Zah­lungs­ar­ten beschränkt wer­den: Mit PayPal, Vor­kas­se und Kre­dit­kar­te dürf­te man nichts falsch machen.