Wer auf seinem Blog für den Verkauf von Produkten einen Shop einfügen möchte, der schnell installierbar ist, der sollte sich die Shoplösung von ECWID anschauen.

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ECWID, ein amerikanischer Anbieter, stellt einen interessanten und für den Verkauf von wenigen Produkten sogar kostenlosen Online-Shop zur Verfügung, der sich einfach in die bestehende Website oder den bestehenden Blog integrieren lässt.

Man fügt einfach ein paar Zeilen Code in die entsprechende Seite, die den Shop anzeigen soll, ein und schon kann man einen funktionierenden Online-Shop präsentieren. Der Shop ist responsive gestaltet, passt sich also in der Größe den Bildschirm-Endgeräten an.

Preismodelle von ECWID

Insgesamt gibt es vier verschiedene Preismodelle für den Einsatz der ECWID-Shop-Lösung:

Kostenlos: Für bis zu 10 Produkte im Shop
Venture: 12,50 Dollar/Monat für bis zu 100 Produkte im Shop
Business: 29,17 Dollar/Monat für bis 2.500 Produkte im Shop
Unlimited: 82,50 Dollar/Monat für unbegrenzt viele Produkte im Shop

Diese Preise gelten, wenn du für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlst. Willst du Monat für Monat zahlen, dann sind die Beträge etwas höher.

Allen Paketen gemeinsam ist der Community Support und es fallen keine Gebühren bei einer Verkaufstransaktion an.

Darüber hinaus kann man auch downloadbare Produkte über ECWID anbieten und man hat 30 verschiedene Zahlungsoptionen zur Verfügung, darunter natürlich auch PayPal, was vor allem für deutsche Interessenten an ECWID sehr wichtig sein dürfte.

Und noch ein weiteres Feature bietet ECWID an, nämlich einen Facebook-Shop, der auch kostenlos ist und über eine App aktiviert wird.

Jedes kostenpflichtige Paket bringt weitere Features mit sich, wie beispielsweise die Möglichkeit, Coupons und Preisnachlässe zu verwenden.

Wer auf seinem Blog digitale Produkte zum kostenpflichtigen Download anbieten will, kann (falls die Anzahl von 10 Produkten nicht überschritten wird) auch die kostenlose Option von ECWID verwenden.

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Dashboard bzw. Control Panel von ECWID

Der Online-Shop wird über ein umfangreiches Dashboard oder Control Panel verwaltet und mit Produkten gefüllt. Bevor man dieses Control Panel nutzen kann, muss man sich auf der Website von ECWID registrieren, was kostenlos ist.

Nach dem ersten Einloggen gelangt man gleich in den Verwaltungsbereich, der einmal in die Bereiche

  • Mein Profil
  • System-Einstellungen
  • Hauptmenü (diese drei Bereiche stehen ganz rechts im Control Panel und sind im unteren Screenshot nicht mehr zu sehen)

sowie

  • Verkäufe
  • Warenkatalog
  • Kunden

unterteilt ist.

ECWID-System-Einstellungen/Registerkarte Allgemein

Auf der Hauptmenü-Seite kann man nach der Shopgestaltung den Code kopieren und in seine Website einbinden. Doch zuvor gilt es natürlich, den Shop mit den gewünschten Einstellungen auszustatten und Artikel einzupflegen.

System-Einstellungen

Hier werden alle Shop-Einstellungen wie Shopname, Adressdaten, Shopseite-URL, Währung, Zahlungsweisen,  Mehrwertsteuer und Design eingestellt. Wer ein besonderes Layout will und über gute CSS-Kenntnisse verfügt, hat die Möglichkeit, das Standard-Layout entsprechend anzupassen.

Was mir an der Shop-Lösung von ECWID zusagt, ist, dass man als deutscher Nutzer die Mehrwertsteuer richtig einstellen kann. Das ist bei vielen anderen amerikanischen Shop-Plugins nicht immer so möglich.

Außerdem kann man in den Shop auch Facebook-Like-Buttons einfügen, andere Buttons von Google+, Twitter, Tumblr und Pinterest lassen sich ebenfalls einbinden.

Die einzelnen System-Einstellungsbereiche sind leicht verständlich gestaltet, fast alles ist für den deutschen Nutzer in die Muttersprache übersetzt, sodass man bei den richtigen Einstellungen kaum Probleme haben dürfte.

Ganz links im Control Panel finden sich die Bereiche Verkäufe, Warenkatalog und Kunden. Der Bereich Verkaufsaktionen steht nur in den kostenpflichtigen Paketen zur Verfügung.

Neuer Artikel anlegen

Im Warenkatalog werden die Shopartikel oder -produkte eingepflegt und verwaltet. Auch diese Schritte lassen sich recht zügig – wenn ein Artikelbild und Artikelbeschreibung vorliegen – absolvieren.

Wer physikalische Artikel versendet, gibt beim Anlegen des Artikels auch das Gewicht ein. Außerdem kann man jedem Artikel eine Artikelnummer vergeben. Und auch das Zuordnen der Mehrwertsteuer und das Anlegen von Warengruppen sind möglich.

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Verkäufe und Kunden

Jeder Shop hat zu Beginn bei ECWID ein paar Demodaten in den einzelnen Bereichen Warenkatalog, Kunden und Verkäufe, damit man auch gleich sehen kann, wie die Datenerfassung und -darstellung bei ECWID aussieht. Diese Daten sollte man beim Live-Einsatz des ECWID-Shops natürlich löschen.

Im Bereich Verkäufe werden alle Bestellungen erfasst, auch solche, die bezahlt, aber noch nicht versandt sind, und solche, die bestellt, aber noch nicht bezahlt sind.

Im Bereich Kunden werden die Kunden mit ihrem Namen und ihrer E-Mail-Adresse aufgeführt. Über die Spalte „Anzahl Bestellungen“ kann man auch einsehen, welche Produkte der Kunde eingekauft hat und in welcher Menge.

Empfehlenswert ist auch, über den Link „Zu Shopansicht wechseln“ sich den Live-Zustand seines Shops immer wieder anzuschauen und entsprechende Änderungen vorzunehmen, falls was nicht so aussieht, wie es sollte.

Auch die Buttonlösung, die für deutsche Shops vor einiger Zeit umgesetzt werden musste, ist gelöst, denn die allgemeine Buttonbeschriftung ist „Kaufen“. Da dürften bei den Kunden keine Missverständnisse aufkommen. :-)

Artikeldetailansicht im Demoshop von ECWID

Rechliche Aspekte

Wer in Deutschland einen Online-Shop betreiben will, muss auf viele rechtliche Aspekte achten, um nicht eine Abmahnung zu riskieren. Vor allem sollten ein korrektes Impressum, AGBs, Versandkosten und Zahlungsinformationen, Rücksendungsbedingungen und eine Datenschutzerklärung vorzufinden sein. Diese Seiten lassen sich auch über ECWID unter den Systemeinstellungen im Register „Allgemein“ anlegen und mit Inhalt füllen.

Dennoch sind damit noch nicht alle Unwägbarkeiten behoben, denn in Deutschland muss auf einer Produktseite ein Hinweis zu den Versandkosten für den User vorzufinden sein, falls man welche erhebt, und dieser Hinweis muss zur Infoseite „Versandkosten“ verlinkt sein. Und ob dies ECWID seinen deutschen Kunden ermöglicht, kann ich bei diesem einfachen Test nicht überprüfen. Daher solltest du vorher wirklich alle rechtlichen „Musts“ auf ihre Umsetzbarkeit in ECWID überprüfen.

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Fehlen wesentliche Funktionen, um den Shop rechtssicher zu machen, solltest du auf eine andere Shoplösung zurückgreifen und von ECWID die Finger lassen, sonst kann es eventuell teuer werden.

Fazit

Die leicht zu bedienende und zu integrierende Shop-Lösung von ECWID gefällt mir gut, denn sie macht den Einsatz eines Online-Shops in seinem Blog spielend einfach. Die Einbindung von AGBs und des deutschen MWSt-Satzes kann man im Control Panel einfügen, sodass man sich um rechtliche Belange bei dem Shop keine Sorgen machen muss, zumindest wenn man digitale Produkte verkaufen will.

Bei dem Verkauf von ganz speziellen Produkten sollte man sich vorher genauestens informieren, was die Shop-Lösung bieten muss und überprüfen, ob ECWID diese Features verwendet.

Zwar weist der Shop noch kleinere Schwächen auf (beispielsweise ist im Control Panel nicht alles ins Deutsche übersetzt und auch auf der Shop-Frontseite nicht  – so steht im Suchfeld „Product Search“), aber im Großen und Ganzen macht das Tool einen sehr ausgereiften Eindruck.

Gerade für Shopeinsteiger und für Blogger, die Ebooks und andere digitalen Produkte verkaufen wollen, ist ECWID mit Sicherheit eine Option. Wer physische Produkte verkaufen will, sollte vorab einige Test durchführen, um die absolute Tauglichkeit von ECWID herauszufinden – gerade was die rechtlichen Aspekte angeht.