Schon mehr­mals habe ich über DropShip­ping berich­tet und was hin­ter die­sem rela­tiv neu­en Han­dels­mo­dell steckt.


Noch ein­mal eine knap­pe Defi­ni­ti­on zu DropShip­ping:
Hin­ter dem eng­li­schen Begriff ver­birgt sich ein inno­va­ti­ves Han­dels­mo­dell für Online-Händ­ler. Ein ande­res deut­sches Wort dafür ist Direkt­han­del. Bei die­ser Han­dels­form muss der Ver­käu­fer von Waren die­se nicht zuerst ein­kau­fen, bevor er sie wei­ter­ver­kau­fen kann, son­dern die Pro­duk­te wer­den direkt nach Bestel­lung vom Lie­fe­ran­ten an den End­kun­den gelie­fert, wobei der Ver­käu­fer kör­per­lich nicht in Kon­takt mit der Ware gekom­men ist. Der Ver­käu­fer nimmt hier eher eine Posi­ti­on des Waren­ver­mitt­lers und Kun­den­be­treu­ers ein.

DropShipping plus schlüsselfertiger Online-Shop ein neuer Trend

Doch wer DropShip­ping betrei­ben will, der steht zuerst rat­los da. Denn schließ­lich sind ent­spre­chen­de DropShip­ping-Lie­fe­ran­ten zu suchen, ein Online-Shop auf­zu­set­zen und noch eini­ges mehr. Das Online-Maga­zin INTERNETHANDEL hat in sei­ner Juni-Aus­ga­be von dem Trend von schlüs­sel­fer­ti­gen Online-Shops mit gefüll­ten vir­tu­el­len Rega­len berich­tet, in Ver­bin­dung mit DropShip­ping.

Die­se Kom­bi­na­ti­on eröff­net gera­de uner­fah­re­nen Ein­stei­gern in den Online-Han­del gro­ße Chan­cen, ohne gro­ße Kapi­tal­auf­brin­gung schnell ein eige­nes Online-Geschäft auf­zu­bau­en, gleich mit der Ver­mark­tung der Pro­duk­te zu begin­nen, ohne sich mit den tech­ni­schen Fein­hei­ten und Stol­per­fal­len von Online-Shop-Soft­ware sowie dem Ein­kauf und der Lage­rung von Waren aus­ein­an­der­set­zen zu müs­sen.

Mitt­ler­wei­le gibt es zahl­rei­che Lie­fe­ran­ten und Groß­händ­ler im Direkt­han­del, die ihren Ver­triebskun­den auch schlüs­sel­fer­ti­ge Online-Shops zur Ver­fü­gung stel­len.

Doch wo fin­den sich die­se Händ­ler und wie sieht das Kon­zept kon­kret aus? Ich habe mich mit den Begrif­fen „DropShip­ping“ plus „Miet­shop“ mal durch­ge­goo­gelt und bin auf einen sol­cher Groß­händ­ler gesto­ßen: Eins A Shop.

Eins A Shop: DropShipping mit Werkzeugen plus eigener Mietshop

Eins A Shop ist ein Groß­händ­ler für Werk­zeu­ge und Maschi­nen und besitzt ein Lie­fer­pro­gramm von unge­fähr 15.000 Pro­duk­ten. Von klein­tei­li­gen Werk­zeu­gen wie Schrau­ben­zie­her bis hin zur gro­ßen CNC-Pro­duk­ti­ons­stra­ße fin­det sich bei Eins A Shop so ziem­lich alles.

Das Unter­neh­men hat sich auf den E‑Commerce mit klei­nen und mitt­le­ren Online-Händ­lern spe­zia­li­siert. Poten­zi­el­le Händ­ler­kun­den kön­nen sich auf der Platt­form von Eins A Shop über den Link Händ­ler­por­tal regis­trie­ren. Dann haben Sie ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die Waren von Eins A Shop zu ver­trei­ben, ein­mal über eBay, Ama­zon oder auch über einen eige­nen Online-Shop.

Das Groß­han­dels­un­ter­neh­men koope­riert mit zwei Web­de­si­gnern, über die Sie sich einen Miet­shop indi­vi­du­ell anpas­sen las­sen kön­nen.

Wie so ein Shop für die von Eins A Shop ver­kauf­ten Werk­zeu­ge und Maschi­nen aus­sieht, fin­den Sie unter: DLW-Store.

Sie kön­nen auch eige­ne Pro­duk­te in Ihren Miet­shop ein­stel­len, oder falls Sie schon einen Online-Shop haben, die Pro­dukt­da­ten per CSV in Ihren Shop hoch­la­den.

Zu den Kos­ten: Dar­über gibt die Web­site nicht all­zu viel Aus­kunft, was ich als einen Schwach­punkt anse­he. Auf einer Sei­te fin­de ich die Infor­ma­ti­on, dass die Shop­mie­te für das gan­ze Jahr 500 Euro beträgt, und dazu kommt wohl auch noch die Gebühr für die Shop­ein­rich­tung. Genaue­res zu den Kos­ten fin­de ich schließ­lich auf der Web­site des koope­rie­ren­den Web­de­si­gners Gulich, wo die ein­zel­nen Posi­tio­nen doch deut­li­cher auf­ge­schlüs­selt sind. Unge­fähr 100 Euro Ein­rich­tungs­ge­bühr und eine monat­li­che Pau­scha­le von knapp 70 Euro sind für den Shop ein­zu­pla­nen.

All­zu aus­führ­lich ist die­ses Geschäfts­kon­zept „DropShip­ping mit Miets­shop“ nicht auf der Web­site von Eins A Shop beschrie­ben, was es Ein­stei­gern in die­se Han­dels­form nicht gera­de leich­ter macht. Aus mei­ner Sicht soll­ten hier doch mehr Infor­ma­tio­nen über das genaue Han­dels­kon­zept, den Ablauf nach einer Regis­trie­rung und Tipps für die Ver­mark­tung des Miet­shops ste­hen. Auch wenn es so ein­fach klingt, Sie wer­den bei einem Miet­shop viel zur The­ma­tik „Online-Han­del“ ler­nen müs­sen. Auf den ers­ten Blick klingt es ein­fa­cher als geplant.

Ein Miet­shop ist kein erfolg­rei­cher Selbst­läu­fer, Sie erspa­ren sich aller­dings viel Zeit für den Auf­bau Ihres Online-Shops. Wie sich der Sup­port der ein­zel­nen DropShip­per mit ihrem Shop­an­ge­bot für ihre Händ­ler­kun­den gestal­tet, lässt sich von außen nicht bewer­ten. Da kom­men erst die Erfah­rungs­wer­te, wenn Sie sich für einen ent­schei­den und mit ihm zusam­men­ar­bei­ten.

Fazit:

Wer sich für den Bereich Werk­zeu­ge und Maschi­nen inter­es­siert und ger­ne im Online-Han­del tätig wäre, der soll­te sich das Kon­zept von Eins A Shop mal näher anschau­en und wei­te­re wich­ti­ge Fra­gen, wie was­ser­dich­te AGB für den Shop, Rekla­ma­tio­nen, Retou­ren-Hand­ling usw. mit den Ansprech­part­nern genau abklä­ren.

Ein wei­te­rer Miet­shop-Anbie­ter im DropShip­ping ist Acte­bis Peacock, der Pro­duk­te im Bereich IT, Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on sowie Unter­hal­tungs­elek­tro­nik ver­treibt und hier deut­scher Bran­chen­füh­rer ist.

Nähe­res zu die­sem Unter­neh­men erfah­ren Sie auf sei­ner Web­site. Bevor Sie sich für eine Koope­ra­ti­on mit Acte­bis ent­schei­den, soll­ten Sie sich aus­führ­lich infor­mie­ren und mit dem ent­spre­chen­den Stel­len in Ver­bin­dung set­zen.

Ich wür­de nie in so ein Geschäfts­kon­zept ein­stei­gen, bevor ich nicht alle recht­li­chen, tech­ni­schen und finan­zi­el­len Fra­gen voll­stän­dig geklärt habe.

Natür­lich gibt es noch mehr DropShip­per mit Miet­shop-Ange­bo­ten. Um die­se zu fin­den, soll­ten Sie sich schon etwas Zeit antun, und auch den ent­spre­chen­den Pro­dukt­zweig mit in die Such­an­fra­ge ein­ge­ben.