Warum das Ranking bei Amazon so wichtig ist

Ama­zon gilt als der erfolg­reichs­te Online­ver­sand­händ­ler welt­weit. Das US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men baut kon­ti­nu­ier­lich sei­nen Jah­res­um­satz aus und erreich­te zuletzt ein Rekord­hoch von 110,81 Mil­li­ar­den US-Dol­lar pro Quartal. 

Durch das unglaub­lich gro­ße Ange­bot der Platt­form und den schnel­len Lie­fer­zei­ten revo­lu­tio­nier­te Ama­zon den E‑Commerce und ent­wi­ckel­te sich zum abso­lu­ten Kundenliebling.

Doch auch wenn Ver­käu­fer von der Beliebt­heit und Bekannt­heit des Online­ver­sand­händ­lers pro­fi­tie­ren, ist es nicht immer leicht, die Auf­merk­sam­keit der Kund­schaft auf die eige­nen Pro­duk­te zu len­ken. Denn wie Goog­le setzt auch Ama­zon auf einen Rankingalgorithmus. 

Wer oben ist, gewinnt

Die User, die sich direkt auf der Platt­form anmel­den, nut­zen die klas­si­sche Suche, um das gewünsch­te Pro­dukt zu fin­den. In die Such­leis­te wird der pas­sen­de Such­be­griff ein­ge­ge­ben, der nach dem Bruch­teil einer Sekun­de bereits die Such­ergeb­nis­se einblendet.

Doch obwohl im Regel­fall meh­re­re hun­dert Sei­ten an Arti­keln vor­han­den sind, ver­harrt der Otto Nor­mal­ver­brau­cher auf der ers­ten Such­ergeb­nis­sei­te. Nur mit viel Glück wagen sich eini­ge Nut­zer bis zur Sei­te 3 vor. 

Dies bedeu­tet, dass die Ver­käu­fer, die sich auf der ers­ten Such­ergeb­nis­sei­te befin­den, die meis­ten Klicks und Ver­käu­fe gene­rie­ren. Als Händ­ler soll­te man dem­entspre­chend danach stre­ben, in den Such­ergeb­nis­sen mög­lichst weit oben zu erscheinen.

Rankingfaktoren bei Amazon

Ama­zon war es mög­lich, sich an die Spit­ze der Online­ver­sand­händ­ler zu kata­pul­tie­ren, da das Unter­neh­men sehr viel Wert auf Kun­den­ori­en­tie­rung legt. 

Das Unter­neh­men ach­tet akri­bisch dar­auf, dass die Ange­bo­te den Wün­schen der Kun­den ent­spre­chen — inhalt­lich und qua­li­ta­tiv. Infol­ge­des­sen setzt der Online­ver­sand­händ­ler auf den Ein­satz von Ran­king­fak­to­ren. Im All­ge­mei­nen wer­den Rele­vanz- und Per­for­mance-Fak­to­ren unterschieden:

Relevanz-Faktoren

Ama­zon bie­tet den Ver­brau­chern eine umfang­rei­che Aus­wahl an Pro­duk­ten. Tat­säch­lich ste­hen auf der Platt­form rund 160 Mil­lio­nen Arti­kel zur Ver­fü­gung. Den Nut­zer inter­es­siert aller­dings nur ein bestimm­ter Aus­schnitt der Gesamtmenge.

Hier kommt der Such­be­griff ins Spiel. Denn die ein­ge­ge­be­nen Wor­te müs­sen sich im Titel, den Auf­zäh­lungs­zei­chen, der Beschrei­bung, dem Händ­ler­na­men, der Mar­ke oder ande­ren Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen wiederfinden.

Wei­ter­hin soll­te auch ein Bild vor­han­den sein, wenn man das eige­ne Ama­zon Ran­king ver­bes­sern möch­te. Da es bei den Tex­ten auf jedes ein­zel­ne Wort ankommt, kann es sich ren­tie­ren, die Hil­fe einer Ama­zon SEO Agen­tur in Anspruch zu nehmen. 

Performance-Faktoren

Ist die inhalt­li­che Über­ein­stim­mung geklärt, fokus­siert sich der Ama­zon Ran­king­al­go­rith­mus auf die Per­fo­mance-Fak­to­ren. Sie las­sen Rück­schlüs­se auf die Leis­tung und Beliebt­heit eines Pro­duk­tes zu. Im Zuge des­sen fokus­siert sich die Platt­form auf den gene­rier­ten Absatz, die Con­ver­si­on Rate und die Klickrate.

Mit­hil­fe die­ser Kri­te­ri­en ist es Ama­zon mög­lich, eine Ein­schät­zung des Erfolgs eines Arti­kels vor­zu­neh­men. Denn schließ­lich macht der Online­ver­sand­händ­ler nur Gewinn, wenn sich die ange­bo­te­nen Pro­duk­te auch verkaufen.

Wie kann man das Amazon Ranking verbessern?

Als Ama­zon Sel­ler stellt sich nun die Fra­ge, wie die eige­ne Posi­ti­on im Ran­king beein­flusst wer­den kann. Die Ant­wort ist recht simpel.

Zunächst soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass die Pro­duk­te über ein anspre­chen­des Bild ver­fü­gen und belieb­te Key­words in die Pro­dukt­be­schrei­bung, den Titel und wei­te­re Infor­ma­tio­nen inte­griert werden. 

Im Anschluss dar­an ist es wich­tig, sich auf die Per­for­mance-Fak­to­ren zu kon­zen­trie­ren. Lei­der las­sen sich weder Klick­ra­te und Con­ver­si­onra­te noch der Absatz direkt kon­trol­lie­ren. Es ist jedoch mög­lich, indi­rekt auf die Fak­to­ren einzuwirken:

  • Preis: Die Kos­ten sind ein wich­ti­ges Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um. Durch die star­ke Kon­kur­renz ist es ein­fach, ein bil­li­ge­res Pro­dukt bei glei­cher Qua­li­tät auszuwählen.
  • Lie­fer­bar­keit: Ist der gewünsch­te Arti­kel nicht lie­fer­bar, wen­den sich die Kun­den an einen ande­ren Händ­ler. Außer­dem steht Ama­zon mit sei­nem Namen für eine schnel­le Lieferung.
  • Ver­sand­kos­ten: Ama­zon Kun­den pro­fi­tie­ren von nied­ri­gen Lie­fer­kos­ten. Bücher sind sogar ver­sand­kos­ten­frei und auch ab einer bestimm­ten Kauf­sum­me ent­fal­len die Lie­fer­kos­ten. Hohe Ver­sand­kos­ten kön­nen sich dem­nach nega­tiv auf das Ran­king auswirken.
  • Pro­dukt­be­wer­tun­gen: Posi­ti­ve Erfah­run­gen ver­gan­ge­ner Kun­den schaf­fen Ver­trau­en und stei­gern die Kaufwahrscheinlichkeit.
  • Bewer­tung des Händ­lers: Ama­zon bie­tet sei­nen Kun­den zudem an, die Zuver­läs­sig­keit und Pro­fes­sio­na­li­tät des Händ­lers ein­zu­schät­zen. Eine posi­ti­ve Bewer­tung ist ein Kern­ar­gu­ment für vie­le Kunden.
  • FBA: Ist der Ver­sand mit Ama­zon Prime mög­lich, zieht dies den Groß­teil der Ama­zon Kun­den in den Bann. Denn wer möch­te sei­ne Pro­duk­te nicht schnell und kos­ten­los gelie­fert bekommen?
  • Retou­ren: Eine nied­ri­ge Retou­ren­quo­te zeugt von gro­ßer Kundenzufriedenheit.
  • Kun­den­be­treu­ung: Der Kun­de ist der König. Des­we­gen setzt Ama­zon vor­aus, dass Kun­den­an­fra­gen inner­halb von 24 Stun­den beant­wor­tet werden.
  • Ver­kaufs­rang: Best­sel­ler wer­den bei Ama­zon beson­ders her­vor­ge­ho­ben. Schließ­lich konn­ten die­se Pro­duk­te in allen Kate­go­rien punkten. 

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Sagar Soneji /Pexels.com)

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