Net­work-Mar­ke­ting gibt es nun seit ca. 50 Jah­ren. Dar­un­ter ist eine welt­weit eta­blier­te Absatz­form von Dienst­leis­tun­gen und Pro­duk­ten zu ver­ste­hen, bei der der Absatz nicht über Laden­ge­schäf­te, son­dern über ein Netz­werk von Ver­triebs­part­nern erfolgt. Und es stei­gen immer mehr Men­schen in die­ses Ver­triebs­kon­zept ein, pro Woche ca. eine hal­be Mil­li­on.


Und doch geis­tern immer noch vie­le Vor­ur­tei­le, Halb­wis­sen und Kli­schees über Net­work-Mar­ke­ting in den Köp­fen zahl­rei­cher Men­schen her­um. Immer noch wird Net­work-Mar­ke­ting häu­fig mit ille­ga­len Schnee­ball­sys­te­men gleich­ge­setzt.

In die­sem Arti­kel soll mit eini­gen Kli­schees und Gemein­plät­zen über Net­work-Mar­ke­ting auf­ge­räumt und eine kla­re Abgren­zung zu Schnee­ball­sys­te­men defi­niert wer­den.

Network-Marketing versus Schneeballsystem — Unterscheidungsmerkmale

Einer der vie­len Kri­tik­punk­te, die beim Net­work-Mar­ke­ting ange­pran­gert wer­den, ist das dar­aus resul­tie­ren­de Pyra­mi­den­sys­tem. Doch wer genau hin­schaut, wird fest­stel­len, dass unser gan­zes Leben auf einem sol­chen Sys­tem beruht: Der Staat, Ver­wal­tun­gen, Unter­neh­men und sogar unser Fami­li­en­stamm­baum sind auf einer Pyra­mi­den­form auf­ge­baut. So lässt sich auch die­ser Gemein­platz schnell ent­schär­fen.

Nach­fol­gend wer­den Unter­schei­dungs­merk­ma­le von Net­work-Mar­ke­ting und Schnee­ball­sys­te­men, die in Deutsch­land ver­bo­ten sind, ein­an­der gegen­über gestellt. Die­se Unter­schei­dun­gen soll­ten Sie aller­dings nur als Indi­zi­en anse­hen, denn es exis­tie­ren kei­ne abschlie­ßen­den Rege­lun­gen für Net­work-Mar­ke­ting-Unter­neh­men. Man muss immer den Ein­zel­fall unter Berück­sich­ti­gung aller Tat­sa­chen sehen.

Als Faust­re­gel gilt:Je mehr nega­ti­ve Indi­zi­en ein Sys­tem beinhal­tet, des­to höher ist die Wahr­schein­lich­keit, dass es sich um ein ille­ga­les Sys­tem han­delt.

+ Network-Marketing:

- Schneeballsystem:

Hier wer­den wer­ti­ge Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen ver­kauft, die ein nach­voll­zieh­ba­res Preis-Leis­tungs­ver­hält­nis auf­wei­sen.Hier wer­den gar kei­ne oder min­der­wer­ti­ge Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen ange­bo­ten und die meist zu stark über­trie­be­nen Prei­sen.
Es gibt neben den Ver­triebs­part­nern Kun­den, die nur die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen nut­zen, ohne Teil des Ver­triebs zu sein.Es exis­tie­ren kei­ne rich­ti­gen Kun­den und kein wirk­lich brauch­ba­res Ange­bot. Es wer­den aus­schließ­lich Mit­glie­der gewon­nen (inne­re Pro­gres­si­on des Sys­tems).
Die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen sind qua­li­ta­tiv so hoch­wer­tig, dass sie immer wie­der ger­ne und frei­wil­lig nach­ge­kauft wer­den.Es gibt ent­we­der gar kei­ne oder min­der­wer­ti­ge Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen oder die­se nur zu stark über­teu­er­ten Prei­sen. Nach­käu­fe blei­ben des­halb häu­fig aus.
Pro­vi­sio­nen wer­den aus­schließ­lich auf den Ver­kauf der Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen gezahlt.Pro­vi­sio­nen wer­den allein für die Anwer­bung neu­er Part­ner (das soge­nann­te Kopf­geld) gezahlt.
Seriö­se Unter­neh­men bil­den ihre Part­ner selbst­ver­ständ­lich kos­ten­los aus.Oft wer­den über­teu­er­te und unsin­ni­ge Semi­na­re ver­kauft, um damit die Mit­glie­der noch wei­ter zu schröp­fen.
Seriö­se Unter­neh­men bie­ten einen nach­hal­tig aus­ge­leg­ten Ver­gü­tungs­plan und somit eine lebens­lan­ge Ein­kom­mens­mög­lich­keit.Hier steht der schnel­le hohe Gewinn im Vor­der­grund. Eine Nach­hal­tig­keit ist oft­mals nicht vor­ge­se­hen, weil es nur um das “schnel­le Geld” geht.
Die Part­ner kön­nen sel­ber ent­schei­den, inwie­weit sie den Kun­den- oder Part­ner­stamm auf­bau­en.Hier besteht die Ver­pflich­tung zur Anwer­bung neu­er Part­ner.
Die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen wer­den direkt vom Unter­neh­men gelie­fert. Es ist also kei­ne Lager­hal­tung erfor­der­lich.Die Mit­glie­der wer­den ange­hal­ten, hohe Lager­be­stän­de auf­zu­bau­en, um so hohe Umsät­ze zu erzie­len.
Es wer­den kei­ne unrea­lis­ti­schen Ein­kom­mens­ver­spre­chun­gen gemacht.Die Part­ner wer­den durch hohe Gewinn­ver­spre­chun­gen hem­mungs­los aus­ge­nutzt.
Fazit: Net­work-Mar­ke­ting ist nicht abhän­gig von neu­en Ver­triebs­part­nern. Selbst wenn kei­ne neu­en Ver­triebs­part­ner mehr gewor­ben wer­den, bleibt die Orga­ni­sa­ti­on bestehen, weil der regel­mä­ßi­ge Kauf und Ver­kauf wei­ter läuft. Das Wachs­tum wür­de ledig­lich sta­gnie­ren.Fazit: Soge­nann­te Schnee­ball­sys­te­me sind des­halb ver­bo­ten, weil sie nur durch die stän­di­ge Anwer­bung neu­er und immer mehr Mit­glie­der am Leben gehal­ten wer­den kön­nen. Daher geht die­sen Sys­te­men irgend­wann die Luft aus und die Letz­ten haben dann kaum noch eine Chan­ce, ihren Ein­satz wie­der zu erhal­ten.

Doch auch im Net­work-Mar­ke­ting gibt es schwar­ze Scha­fe. Hier ein paar typi­sche Image-Pro­ble­me, die immer wie­der auf­tau­chen:

  • Schlech­te oder unzu­rei­chen­de Aus­bil­dung
  • Über­trie­be­ne Ver­dienst­aus­sich­ten
  • Wer­bung mit unrea­lis­ti­schen Ver­spre­chen
  • Ein­engen­de Geschäfts­be­din­gun­gen
  • Nöti­gung zu hohen Pro­dukt-Abnah­me­men­gen

Net­work-Mar­ke­ting hat aber auch posi­ti­ve Sei­ten:

  • Net­work-Mar­ke­ting bie­tet Ihnen groß­ar­ti­ge Per­spek­ti­ven und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten.
  • Net­work-Mar­ke­ting ermög­licht Ihnen per­sön­li­ches und finan­zi­el­les Wachs­tum.
  • Net­work-Mar­ke­ting ver­grö­ßert Ihr sozia­les Netz­werk.
  • Net­work-Mar­ke­ting ermög­licht Ihnen ein welt­wei­tes Arbei­ten, bequem von zu Hau­se aus

Hier noch ein paar weitere geläufige Missverständnisse, die so nicht stimmen

1. Irgend­wann ist die gan­ze Welt im Net­work-Mar­ke­ting und dann ist sowie­so Schluss. Net­work-Mar­ke­ting gibt es seit ca. einem hal­ben Jahr­hun­dert und in die­ser Zeit stie­gen gera­de mal 1 Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung in die­se Absatz­form ein. Trotz sehr guter Stei­ge­rungs­ra­ten ist es sehr schwie­rig, mehr zu errei­chen, weil sich das Poten­ti­al ca. 5mal schnel­ler erneu­ert, als alle Net­wor­ker welt­weit über­haupt errei­chen. So wer­den z. B. jede Woche welt­weit ca. 2,5 Mil­lio­nen Men­schen 18 Jah­re alt, wobei gera­de ein­mal pro Woche welt­weit 0,5 Mil­lio­nen Men­schen ins Net­work-Mar­ke­ting ein­stei­gen.

2. Man muss doch Pro­duk­te ver­kau­fen. Ja und nein. Man emp­fiehlt nur eine Ein­kaufs-Mög­lich­keit von guten Pro­duk­ten. Die Kun­den im Net­work-Mar­ke­ting kön­nen dann eigen­stän­dig direkt beim Unter­neh­men oder Ver­triebs­part­ner bestel­len. Ein Ver­kauf im klas­si­schen Sin­ne ist das nicht.

3. Es ver­dient immer nur die Upli­ne. Net­work-Mar­ke­ting unter­schei­det sich nicht von der ganz “nor­ma­len” Wirt­schaft. Part­ner, die das Geschäft pro­fes­sio­nell mit jah­re­lan­gem Durch­hal­te­ver­mö­gen betrei­ben, kön­nen außer­or­dent­lich viel ver­die­nen. Ein­kom­men von meh­re­ren 10.000 Euro monat­lich sind dann durch­aus rea­lis­tisch. Aber auch “Anfän­ger” haben selbst­ver­ständ­lich die Chan­ce, rela­tiv schnell gute Ver­diens­te auf­zu­bau­en. Einer der gro­ßen Vor­tei­le des Net­work-Mar­ke­tings ist, dass jeder Part­ner mehr ver­die­nen kann als die gan­ze Upli­ne vor ihm. Nur der Ein­satz des ein­zel­nen ist ent­schei­dend.

4. Ich muss mei­ne Bekann­ten und Freun­de anspre­chen. Kön­nen Sie, müs­sen Sie aber nicht. Wer will, kann natür­lich sei­nen Bekann­ten und Freun­den die Chan­ce vor­stel­len. Oft ist es sogar sinn­vol­ler, Mar­ke­ting-Stra­te­gien zu nut­zen, bei denen man gleich mit Frem­den in Kon­takt kommt, zumal der Bekann­ten­kreis begrenzt ist. Das ist auch die Stra­te­gie der Erfolg­reichs­ten im Net­work-Mar­ke­ting.

5. Ich muss zuerst Geld rein­ste­cken. Es exis­tiert kei­ne Ver­dienst­mög­lich­keit und kein Geschäft auf der gan­zen Welt, in wel­ches Sie nicht inves­tie­ren müs­sen. Selbst ein Ange­stell­ter muss auch Geld aus­ge­ben, um über­haupt zu sei­nem Arbeits­platz zu gelan­gen. Wenn Sie schon ein klei­nes Geschäft “um die Ecke” eröff­nen wol­len, müs­sen Sie meh­re­re Tau­send Euro inves­tie­ren. Im Gegen­satz dazu kön­nen Sie im Net­work-Mar­ke­ting schon mit weni­gen hun­dert Euro pro­fes­sio­nell von zu Hau­se star­ten. Von nichts kommt eben nichts. Nur wer sät, kann auch ern­ten.

6. Net­work-Mar­ke­ting-Unter­neh­men sind gar kei­ne rich­ti­gen Unter­neh­men. Net­work-Mar­ke­ting-Unter­neh­men sind ganz nor­ma­le Unter­neh­men. Der ein­zi­ge Unter­schied liegt in der Ver­triebs­art. Vie­le sind bör­sen­no­tiert, machen Mil­li­ar­den Umsät­ze und sind seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich am Markt. Net­work-Unter­neh­men besit­zen wie ande­re Unter­neh­men eine Ver­wal­tung und Pro­duk­ti­ons­ab­tei­lung mit ganz “nor­ma­len” Arbei­tern und Ange­stell­ten.

Meinungen bekannter Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu Network-Marketing

Bill Clin­ton (ehe­ma­li­ger US-Prä­si­dent): Net­work-Mar­ke­ting bie­tet den Men­schen die Chan­ce, mehr aus ihrem Leben zu machen.

Tony Blair (ehe­ma­li­ger Pre­mier­mi­nis­ter Groß­bri­tan­ni­ens): Net­work-Mar­ke­ting för­dert den all­ge­mei­nen Wohl­stand.

Ange­la Mer­kel (deut­sche Bun­des­kanz­le­rin): Net­work-Mar­ke­ting bie­tet eine ech­te Alter­na­ti­ve.

War­ren Buf­fett (Inves­tor und einer der reichs­ten Men­schen über­haupt): Net­work-Mar­ke­ting war die bes­te Inves­ti­ti­on, die ich im Leben gemacht habe.

Donald Trump (bekann­ter Immo­bi­li­en-Mil­li­ar­där): Ich emp­feh­le Net­work-Mar­ke­ting.

Karl Pilsl (inter­na­tio­na­ler Wirt­schafts­jour­na­list und Buch­au­tor): Net­work-Mar­ke­ting ist die Wirt­schafts­re­vo­lu­ti­on des 21. Jahr­hun­derts.

Paul Zane Pil­zer (Prä­si­den­ten­be­ra­ter, Best­sel­ler-Autor): Net­work-Mar­ke­ting wird in den nächs­ten Jah­ren Mil­lio­nen von Mil­lio­nä­ren her­vor­brin­gen.

Fazit zu der Vertriebsform und Verdienstmöglichkeit “Network-Marketing”:

Sehen Sie Net­work-Mar­ke­ting ganz ein­fach als das an, was es ist, näm­lich ein ganz nor­ma­les Geschäft, das Ihnen ein paar Extra-Vor­tei­le bie­tet, z. B. kei­ne hohen Inves­ti­tio­nen, kein Risi­ko, kein Laden­ge­schäft, kei­ne Lager­hal­tung, kei­ne Per­so­nal­kos­ten, fle­xi­ble Zeit­ein­tei­lung, pas­si­ves Ein­kom­men. Gear­bei­tet wer­den muss natür­lich auch hier. Und wenn Sie genü­gend Zeit inves­tie­ren, Durch­hal­te­ver­mö­gen zei­gen und nicht gleich auf­ge­ben, kön­nen Sie sich ein ange­neh­mes Pas­siv­e­in­kom­men auf­bau­en.

Stel­len Sie sich ein­mal vor, Ihr Ziel ist es, 1.000 Euro mehr im Monat zur Ver­fü­gung zu haben, als auto­ma­tisch wie­der­keh­ren­des Ein­kom­men, ähn­lich einer Ren­te. Ver­su­chen Sie nicht gleich, die­sen Betrag in weni­gen Mona­ten zu errei­chen. Set­zen Sie sich einen län­ge­ren Zeit­raum, wie z. B. drei Jah­re, als rea­lis­ti­sches Zeit­ziel. Denn wie lan­ge müs­sen Sie heu­te in Deutsch­land arbei­ten, um 1.000 Euro als Ren­te zu errei­chen?

Mit Sicher­heit län­ger als drei Jah­re, wahr­schein­lich 40 Jah­re, also ein gan­zes Arbeits­le­ben. Unter die­sem Gesichts­punkt rela­ti­viert sich der ein­zu­set­zen­de Auf­wand und die anfäng­li­che Unge­duld ver­fliegt. Den­ken Sie daher lang­fris­ti­ger und glau­ben Sie nicht allen “Erfolgs­ge­schich­ten” von Net­wor­kern, die angeb­lich schon nach weni­gen Mona­ten Traum-Ein­nah­men erziel­ten.

Mit die­ser Ein­stel­lung sind Sie auf der rich­ti­gen Sei­te!