Unter den großen Playern im Internet nimmt Amazon einen der vordersten Plätze ein, denn wer kennt den riesigen, weltweit agierenden Online-Shop nicht, mit seinem Angebot von mehreren Millionen Produkten?


Und auch wenn Amazon in den vergangenen Jahren nicht nur positiv aufgefallen ist, so ist seine Dominanz im Ecommerce ungebrochen und wird wohl noch weiter zunehmen.

So fungiert Amazon mittlerweile nicht nur als Online-Shop, sondern darüber hinaus als Produktsuchmaschine, denn viele Online-Shopper gehen zuerst auf den Marketplace und schauen, ob das gesuchte Produkt dort erhältlich ist und wenn ja, was es kostet. Und einige werden es wohl dann anschließend auf Amazon kaufen.

Aber nicht nur aus Verbrauchersicht ist Amazon attraktiv, denn mit Amazon lässt sich auch Geld verdienen. Die verschiedenen Verdienstmöglichkeiten stelle ich in diesem Artikel vor.

Amazon Affiliate-Programm

Diese Verdienstmöglichkeit mit Amazon ist mit Abstand die beliebteste bei allen Webworkern, vor allem bei den Bloggern und Betreibern von Nischenwebsites.

Unter Amazon Partnernet kann man sich beim Affiliate-Programm von Amazon registrieren und dann die verschiedenen Werbemittel, die Amazon im Verwaltungsbereich anbietet, in seine Website oder seinen Blog einbinden.

Und da das Produktangebot auf Amazon so riesig ist, dürfte für die meisten Publisher was dabei sein, das sie auf ihrem Blog oder ihren Nischenwebsites bewerben können.

Ingesamt neun unterschiedliche Widgets gibt es im Backend, vom Schnäppchen-Widget bis hin zu Suchfeld-Boxen. Der beliebte astore (integrierbare Shoplösung von Amazon) ist hingegen vor ein paar Monaten weggefallen.

Neben diesen Widgets kann man auch Affiliate-Textlinks zu den beworbenen Produkten einbinden.

Kommt nun über einen Amazon-Affiliate-Link ein Verkauf zustande, ganz gleich ob nun der Kunde das beworbene Produkt kauft oder etwas anderes, erhält man eine Werbekostenerstattung von mehreren Prozent vom Produktpreis.

Die augenblickliche Werbekostenerstattungssätze für Amazon.de sehen so aus:

Fernseher und Heimkino , Smartphones und
Handys, Tablet-PCs ohne Vertragsbindung,
PS4-Konsolen1,0%
Produktkategorie
 
Feste Werbekostenerstattungssätze
Computer, Elektronik, Kamera, Elektro-
Großgeräte, Geschenkgutscheine, Kindle und
Fire Zubehör, Kindle (alle Geräte)
3,0%
Software, Musik, DVDs & Blu-ray, Videospiele,
Baumarkt, Spielzeug, Küche, Sport & Freizeit,
Bier, Wein & Spirituosen, Gewerbe,
Industrie & Wissenschaft
5,0%
Bücher*, Kindle eBooks*, Auto & Motorrad,
Haushalt, Musikinstrumente, Büroartikel,
Babyartikel, Kosmetik, Lebensmittel, Geräte
für Gesundheit und Körperpflege, Drogerie,
Haustierprodukte, Garten
7,0%
Videospiele-Downloads, Software-Downloads,
Kleidung, Schmuck, Gepäck, Schuhe, Uhren,
BuyVIP, Möbel
10,0%
Alle übrigen Produkte 3,0%
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Ab einer Höhe von 25 Euro Einnahmen zahlt Amazon die Werbekostenerstattungen aus. Sind in einem Monat nicht genügend Einnahmen erzielt worden, wird der aufgelaufene Betrag weiter mitgenommen, bis der Mindestauszahlungsbeitrag erreicht wird.

Fazit:

Amazon Partnernet ist die bekannteste Art, mit dem Online-Riesen Geld zu erzielen. Dennoch werden die meisten Publisher nur ein- bis zweistellige Beträge monatlich damit umsetzen.

Denn die Einnahmenhöhe hängt natürlich u. a. auch davon ab, wie viele Besucher die eigene Website generieren kann, auf der die Amazon-Werbemittel eingebunden sind, und wie geschickt die Produktbewerbungen erfolgen.

Link zum Amazon-Partnerprogramm: https://partnernet.amazon.de

Amazon Kindle Direct Publishing

Eine interessante Einnahme-Möglichkeit, die immer mehr genutzt wird, ist das Veröffentlichen von Kindle Ebooks über die Kindle-Direct-Publishing-Plattform (KDP). Kindle Ebooks können nur auf dem Ebook-Reader von Amazon gelesen werden, ihre Anzahl geht mittlerweile in die Millionenhöhe.

Das Publizieren von eigenen Werken wird damit sehr einfach gemacht, die Anmeldung auf  Amazon Kindle Direct Publishing geht schnell vonstatten und das Hochladen des Skriptes samt Ebook-Cover kann innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden.

Wer ein Kindle Ebook verfassen will, braucht dafür keine spezielle Software zu verwenden, ein Textverarbeitungsprogramm wie MS Word reicht vollkommen aus.

Ein paar Layoutoptionen sind allerdings zu beachten: So sollte das Dokument keine Seitenzahlen besitzen, das eingefügte Inhaltsverzeichnis auch nicht. Und das Ebook-Cover sollte 2500×4000 Pixel groß sein.

Amazon selbst stellt für die Veröffentlichung von Kindle Ebooks einen eigenen Hilfebereich zur Verfügung, den man sich vorher genau anschauen sollte.

Preisgestaltung: Kindle Ebooks sind meist sehr günstig, daher sollte man am Anfang nicht nur eine Themenrecherche durchführen, um herauszufinden, welches Ebook sich gut verkaufen könnte, sondern auch überprüfen, wie die generelle Preisgestaltung aussieht.

Wer Tantiemen von 70 Prozent vom Nettoerlös erhalten will, muss den Bruttopreis zwischen 2,99 und 9,99 Euro ansiedeln, darüber und darunter erhält man nur 35 Prozent vom Nettoerlös.

Für das erste Buch sollte der Preis nicht höher als 4,99 Euro liegen, aber es kommt auch darauf an, wie umfangreich das Ebook und wie speziell das Thema ist.

Verdienst: Wer sein Kindle Ebook für 2,99 Euro anbietet, verdient an einem Verkauf 1,74 Euro.

Auch auf der gut besuchten Amazon-Plattform verkauft sich ein Kindle Ebook nicht von selbst, daher ist dafür Marketing unerlässlich. Ein guter Einstieg ist die Nutzung von KDP-Select, dem Werbeprogramm von Amazon KDP.

Beim KDP gibt es wie beim Amazon Affiliate-Programm eine Auszahlungsgrenze, die bei 100 Euro liegt. Erst dann erfolgt eine Überweisung.

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Fazit:

Es ist spielend einfach geworden, eigene Ebooks auf Amazon zu verkaufen. Doch dass man damit gleich das große Geld macht, ist generell nicht zu erwarten. Erstens muss das Ebook auch vermarket werden und es muss ein Thema (gerade bei Sachbüchern oder Ratgebern) behandelt werden, das großes Interesse findet.

Wer ein fleißiger Schreiber ist, verkaufsträchtige Buchthemen findet und regelmäßig Kindle Ebooks veröffentlicht, kann mit entsprechenden Marketing-Aktionen damit interessante Einnahmen erzielen.

Da ich selbst seit kurzem Kindle Ebooks schreibe, werden zu diesem Thema noch einige Blogartikel folgen.

Link zum Kindle Direct Publishing: https://kdp.amazon.com/

CreateSpace von Amazon

So wie man Kindle Ebooks auf Amazon zum Verkauf einstellen kann, so gibt es mit CreateSpace einen Amazon-Service, seine Bücher kostengünstig und in geringen Auflagen im Print-on-Demand-Verfahren drucken zu lassen.

Die Nutzung von CreateSpace ist für den Autor oder die Autorin kostenlos, und somit birgt die Druckfreigabe eines Buches kein finanzielles Risiko.

Verdienst: Generell kann man davon ausgehen, dass man an einem verkauften Buchexemplar, das 8,90 Euro kostet, knappe 2 Euro verdient. Amazon berechnet vom Nettoverkaufspreis 40 Prozent Vertriebsprovision, ein Fixum von 60 Cent für den Druck sowie gut ein Cent pro gedruckter Buchseite.

Auf dem klassischen Verlagsweg würde der Verdienst pro Buch deutlich geringer ausfallen und sich bei ca. 25 Cent bewegen.

Diese Zahlen habe ich aus einem Artikel von literaturcafé. Dort wurde der CreateSpace-Service getestet und das Fazit fiel bei der Buchqualität nicht gut aus. Kritisiert wurden besonders der Umschlagkarton und die Klebebindung des Buches. Das Druckbild und die Papierqualität seien dagegen gut gewesen.

Der Test von CreateSpace auf literaturcafé stammt aus dem September 2013, liegt also schon knapp drei Jahre zurück. Ob sich in diesen drei Jahren etwas an der Qualität verbessert hat, kann ich nicht beurteilen, daher bleibt einem nur selbst übrig, den Service und die Buchqualität zu überprüfen.

Fazit:

Wie CreateSpace von Autoren und Autorinnen genutzt wird, muss ich mir noch genauer anschauen. Die Marge sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, aber sollte die Buchqualität immer noch schwach sein wie in dem oben verlinkten Artikel berichtet, hat der Service von Amazon deutliche Schwächen.

Link zu CreateSpace (wird nur in englischer Sprache angeboten): https://www.createspace.com/

Verkaufen bei Amazon (FBM oder FBA)

Nun komme ich zu dem letzten Geld-verdienen-Service von Amazon und es dürfte der lukrativste, aber auch der arbeitsintensivste und komplexeste sein, dem Verkauf von Waren bei Amazon.

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Die Abkürzungen im Titel beziehen sich auf den Versandablauf, das Fulfillment. Entweder du verschickst deine auf Amazon platzierten Artikel selbst an die Kunden, dann kommt FBM (fulfilled by Merchant) für dich in Betracht oder du lässt deine Waren von Amazon versenden, was noch deutlich bequemer ist und über das Kürzel FBA bezeichnet wird (fulfilled by Amazon).

Den Weg, Amazon als Marketplace zu nutzen, gehen immer mehr Händler in Deutschland, denn die täglich hohen Besucherzahlen von Amazon, die enorme Bekanntheit der Plattform und ihre stetig steigende Funktion als Produktsuchmaschine Nr. 1 bieten großartige Voraussetzungen, ansprechenden Umsatz zu generieren.

Außerdem kann man mit einem recht übersichtlichen Einstiegsbudget von ca. 1500 bis 3000 Euro erste Waren einkaufen und sie an Amazon liefern lassen.

Doch Amazon FBA verlangt tiefgehendes Insiderwissen, damit der Produktverkauf auf Amazon zum langfristigen Erfolg wird.

Wer sich für dieses Geschäftsmodell interessiert, findet auf folgenden deutschen Blogs weitergehende Informationen zu Amazon FBA:

Voraussetzung für Amazon FBA (und FBM): Um sich als Amazon Seller bei Amazon zu registrieren, sollte man zuvor ein Handelsgewerbe angemeldet haben.

Damit sind natürlich weitere Schritte wie der Gang zum Steuerberater nötig, denn hinter FBA steckt ein zeitintensives Vollzeit-Geschäftsmodell, das mit der Anzahl der auf Amazon verkauften Produkte immer komplexer wird.

Aber auch lukrativer.

Um auf Amazon Produkte verkaufen zu können, muss man sich im Seller Central anmelden. Die Nutzung kostet monatlich 39 Euro.

Fazit:

Dieses Geschäftsmodell Amazon FBA hat wohl das größte Verdienstpotenzial von allen hier vorgestellten Einnahmemöglichkeiten, die von Amazon angeboten werden. Der Aufwand sollte aber nicht unterschätzt werden.

Link zum Seller Central: Amazon Seller Central