Die besten Nebenjobs im Internet: Texter/​in

Kannst du gut schrei­ben, beherrschst du die deut­sche Spra­che per­fekt, was Gram­ma­tik und Recht­schrei­bung angeht, und du kennst dich in bestimm­ten The­men sehr gut aus? Es macht dir Spaß, aus­gie­big zu recher­chie­ren, um dei­ne Arti­kel so infor­ma­tiv wie mög­lich zu gestalten?

Dann ist die Tätig­keit als Texter/​in im Neben­job zu arbei­ten viel­leicht eine idea­le Arbeit für dich.

Verkaufe dich nicht unter Wert

Dabei soll­test du dich nicht unter Wert ver­kau­fen. Das machen immer noch sehr vie­le Texter/​innen. Sie arbei­ten als Gene­ra­lis­ten, mel­den sich auf ver­schie­de­nen Text­platt­for­men an und ver­fas­sen haupt­säch­lich SEO-Texte.

Und die­se Tex­te wer­den nicht gut ver­gü­tet, pro Wort zwi­schen gut 1 und 7 Cent, je nach­dem wel­ches Level du mit einem Pro­be­text erreichst.

Auch das höchs­te Level ist immer noch schlecht bezahlt, wenn man bedenkt, wie­viel Zeit du in die Tex­ter­stel­lung investierst.

Eine DIN-A-4-Sei­te umfasst meis­tens 300 bis 400 Wör­ter. Bekommst du nur 1,3 Cent für ein Wort, wer­den dir 300 Wör­ter mit 3,90 Euro ver­gü­tet, 400 mit 5,20 Euro. Bei der höchs­ten Ver­gü­tung von 7,3 Cent bekommst du bei 300 Wör­tern 21,90 Euro, bei 400 29,20 Euro.

Und für eine Text­sei­te ein­schließ­lich der benö­tig­ten Recher­che­ar­beit brauchst du län­ger als eine Stun­de. Was ist das für ein Stun­den­satz! Da lohnt es sich wirk­lich nicht, mit die­ser Arbeit über­haupt anzu­fan­gen. Auch nicht bei der Höchst­ver­gü­tung, ganz zu schwei­gen mit der geringsten.

Falls dir die­se Ver­gü­tung aus­reicht, fin­dest du in dem Arti­kel „Die 10 bes­ten Neben­jobs im Inter­net“ wei­te­re Infos, um auf sol­chen Platt­for­men dei­ne Schreib­diens­te anzubieten.

Doch wie kannst du mit dei­nen Leis­tun­gen als Texter/​in deut­lich bes­se­re Prei­se ein­for­dern? Das gelingt dir nur, wenn du dich spezialisierst.

Denn als Spe­zia­list gelingt es dir, dich in The­men­ge­bie­te viel tie­fer ein­zu­ar­bei­ten und hoch­wer­ti­ge Tex­te zu erstel­len. Damit bie­test du dei­nen Kun­den mehr Exper­ten­wis­sen an und kannst dafür auch höhe­re Prei­se verlangen.

Als Spe­zia­list musst du dich nicht stän­dig in neue The­men­be­rei­che ein­ar­bei­ten, dadurch kannst du viel schnel­ler gute Tex­te erstellen.

Und du kommst auch schnel­ler an neue Kun­den ran.

Hier ein paar Bei­spie­le, was du mit hoch­wer­ti­gen Tex­ten ver­die­nen kannst:

  • Hoch­wer­ti­ge Blog­ar­ti­kel für Unter­neh­men: 100+ Euro pro Arti­kel à 700 Wörter
  • Ver­kaufstext: 500+ Euro pro DIN-A-4-Seite
  • White­pa­per: 2.500+ Euro für ein White­pa­per mit 10 Seiten
  • Fach­ar­ti­kel für Print­ma­ga­zi­ne: 1 Euro und mehr pro Wort
  • Mai­lings: 300+ Euro pro Seite

Das klingt doch schon mal bes­ser als bil­li­ge SEO-Tex­te zu schrei­ben, nach denen die Nach­fra­ge zwar groß, die Bezah­lung aber mise­ra­bel ist.

Oder du berech­nest für dei­ne Arbeit einen Stun­den­satz. Als Ein­stei­ger sind 50 Euro pro Stun­de ein ange­mes­se­ner Betrag, Texter/​innen mit eini­gen Jah­ren Schrei­ber­fah­rung kön­nen min­des­tens 70 Euro oder noch mehr ver­lan­gen. Texter/​innen mit viel Erfah­rung und Spe­zi­al­wis­sen lie­gen bei ca. 100 Euro und höher pro Stunde.

So gehst du vor

Über­le­ge dir, mit wel­chen Kun­den du am liebs­ten zusam­men­ar­bei­ten wür­dest, wo dei­ne Stär­ken lie­gen und mit wel­chem The­ma du am meis­ten Geld ver­die­nen kannst.

So kannst du bei­spiels­wei­se als

  • E‑Mail-Tex­ter
  • Wer­be­tex­ter
  • Ver­kaufstex­ter
  • oder Blog­ger für Unternehmenswebsites

sehr gute Ein­nah­men erreichen.

Kon­zen­trie­re dich auf grö­ße­re Unter­neh­men, denn die sind bereit, gute Prei­se für dei­ne Tex­te zu zahlen.

Die­se Fir­men ver­fü­gen über ein gro­ßes Mar­ke­ting­bud­get, sind in finanz­star­ken Bran­chen unter­wegs, ver­kau­fen teu­re Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen und ver­mark­ten die­se an gut betuch­te Kun­den und Kundinnen.

Deine Verdienstmöglichkeiten

Dei­ne Ein­nah­men als Texter/​in hän­gen ein­mal von der Anzahl dei­ner Auf­trä­ge als auch von dei­nem The­men­ge­biet ab, über das du schreibst. Wei­ter oben in die­sem Kapi­tel habe ich ein paar Ver­dienst-Bei­spie­le für ver­schie­de­ne Text­ar­ten aufgeführt.

Bei zwei bis drei gut ver­gü­te­ten Text­auf­trä­gen pro Monat, z. B. für Ver­kaufstex­te, ist ein Ver­dienst von 3000 Euro monat­lich und mehr abso­lut mög­lich. Als Einsteiger/​in in die­sen Neben­job wird das Ein­kom­men wahr­schein­lich nied­ri­ger liegen.

Je mehr Tex­ter-Erfah­rung du besitzt, des­to mehr kannst du auch mit der Zeit verlangen.

Die Unter­neh­men soll­ten groß genug sein, um gut zah­len zu kön­nen, aber auch nicht rie­sig, denn in die­sem Fall arbei­ten sie nur in den sel­tens­ten Fäl­len mit Frei­be­ruf­lern zusam­men, son­dern schlie­ßen gleich Ver­trä­ge mit Mar­ke­ting­agen­tu­ren ab.

Ein idea­ler Jah­res­um­satz liegt zwi­schen 10 und 100 Mil­lio­nen Euro, die­se Kun­den sind groß genug für dich und klein genug, um mit Free­lan­cern zu arbeiten.

Zu den lukra­ti­ven Bran­chen gehö­ren vor allem:

  • Ban­ken
  • Ver­si­che­run­gen
  • Finanz­dienst­leis­tun­gen
  • Fer­ti­gungs­bran­che
  • Soft­ware + IT
  • Elek­tro­nik
  • Phar­ma-Bran­che
  • Gesund­heits­we­sen

Wie kommst du an diese Kunden?

Du hast zwei Mög­lich­kei­ten. Ein­mal gehst du aktiv raus, klopfst an vie­le Türen und ver­suchst auf die­se Art Leu­te zu fin­den, die mit dir arbei­ten wollen.

Die ande­re Mög­lich­keit – die ein­fa­che­re und emp­feh­lens­wer­te­re – ist die, dass die Kun­den zu dir kom­men. Denn die­se Kun­den haben dich gesucht, sind auf dich auf­merk­sam gewor­den und wol­len mit dir zusam­men­ar­bei­ten. Daher ist der Preis für sol­che Kun­den oft nur Nebensache.

Es soll­te also in dei­nem Inter­es­se lie­gen, dass mög­lichst vie­le poten­zi­el­le Kun­den auf dich auf­merk­sam wer­den und dich kon­tak­tie­ren. Sowas geht natür­lich nicht sehr schnell. Du musst stra­te­gisch vor­ge­hen und dort Auf­merk­sam­keit erwe­cken, wo dei­ne Kun­den unter­wegs sind.

  • So soll­test du ein Xing- und Lin­kedIn-Pro­fil erstel­len und mit Key­words ver­se­hen, nach denen dei­ne Kun­den suchen.
  • Du soll­test Fach­ar­ti­kel in Blogs und Print­ma­ga­zi­nen publi­zie­ren, die dei­ne Kun­den lesen.
  • Genau­so ist es emp­feh­lens­wert, einen eige­nen Blog zu betrei­ben, in dem du regel­mä­ßig Bei­trä­ge zu dei­nem Fach­ge­biet veröffentlichst.
  • Mit einem News­let­ter kannst du dei­ne poten­zi­el­len Kun­den mit neu­en Infor­ma­tio­nen versorgen.
  • Suche dir ent­spre­chen­de Foren und schrei­be dort auch Beiträge.

Die Maß­nah­men für die Kun­den­ge­win­nung las­sen sich im Lau­fe der Zeit noch erwei­tern, doch die oben genann­ten sind ein guter Einstieg.

Das sollten deine Stärken sein

Neben dei­nem Talent, hoch­wer­ti­ge Tex­te auf einem hohen Sprach­ni­veau zu schrei­ben, die aus­gie­big recher­chiert wur­den, soll­test du dich mit ver­schie­de­nen Ver­mark­tungs­stra­te­gien ver­traut machen, dich nicht davor scheu­en, neue Tech­no­lo­gien anzu­wen­den, denn das Inter­net ver­än­dert sich stetig.

Es macht dir Spaß, dich in Online-Tools und ‑Soft­ware ein­zu­ar­bei­ten und sie rou­ti­niert zu bedie­nen, wie z. B. Wor­d­Press, die dazu­ge­hö­ri­gen The­mes und Plugins, Newsletter‑, SEO- und Key­words-Tools, um nur eine klei­ne­re Aus­wahl zu nennen.

Dar­über hin­aus kommst du auch mit den sozia­len Medi­en und deren Funk­tio­nen klar.

Wichtige Links, um als Texter/​in weiterzukommen:

Mit dem Schrei­ben von aus­ge­zeich­ne­ten Ver­kaufstex­ten kannst du dir einen lukra­ti­ven Neben­job auf­bau­en. Denn in die­ser Nische ist die Kon­kur­renz in Deutsch­land recht dünn gesät.

Falls du dich dar­in per­fek­tio­nie­ren und wei­ter­bil­den willst:

Buch­tipp: Ver­kaufstex­ter­kom­pen­di­um (Ebook, Autor: Bern­fried Opa­la) 69,90 Euro

Online-Aus­bil­dung zum zer­ti­fi­zier­ten Ver­kaufstex­ter (die Aus­bil­dung ist mit 5.497 Euro net­to nicht gera­de güns­tig, doch du erfährst neben einer umfas­sen­den Schu­lung zum nach­ge­frag­ten Ver­kaufstex­ter auch pra­xis­er­prob­te Ver­mark­tungs­stra­te­gien, wie du dich gegen dei­ne Mit­be­wer­ber durch­setzt und du dich ent­we­der neben- oder haupt­be­ruf­lich selb­stän­dig machen kannst)

Hin­weis: Ich ver­die­ne an die­sen bei­den Ver­lin­kun­gen nichts und ich wur­de auch nicht auf­ge­for­dert, die­se Tipps hier aufzuführen.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Engin_​Akyurt /Pixabay.com)

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