Dei­ne Mail­box ist voll, das Tele­fon klin­gelt unun­ter­bro­chen und jetzt ist auch noch ein Mit­ar­bei­ter krank. Wer ein Klein­un­ter­neh­men führt, der hat es oft nicht leicht. Du kennst das. Immer brennt es irgend­wo. Des­halb gilt es, Zeit und Auf­wand zu spa­ren.


Für vie­le Mit­tel­ständ­ler ist vor allem die Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung eine zeit­auf­wen­di­ge und ner­ven­auf­rei­ben­de Ange­le­gen­heit. Kre­dit­an­trä­ge bei der Haus­bank sind meist mit Büro­kra­tie, lan­gen Gesprä­chen und War­te­zei­ten ver­bun­den. Oft­mals liegt das nicht am Antrag­stel­ler, son­dern an den inef­fi­zi­en­ten Arbeits­ab­läu­fen der Bank.

Wenn du bei der Haus­bank einen Fir­men­kre­dit bean­tragst, musst du mit War­te­zei­ten von 6 bis 8 Wochen rech­nen. Das ist deut­lich zu lan­ge. Des­halb wol­len sich 62 Pro­zent aller klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men (KMUs) von ihrer Haus­bank lösen, fand eine Umfra­ge des Bun­des­ver­bands Fac­to­ring für den Mit­tel­stand. Auch du soll­test dar­über nach­den­ken, denn Zeit ist schließ­lich Geld.

Mitt­ler­wei­le gibt es Alter­na­ti­ven: Finanz­tech­no­lo­gie-Unter­neh­men — kurz: “Fin­techs” — haben die Kre­dit­ver­ga­be digi­ta­li­siert und auto­ma­ti­siert und kön­nen dadurch die Bear­bei­tungs­zei­ten radi­kal ver­kür­zen. Schlan­ge ste­hen war damit ges­tern.

Trotz der zum Teil sehr guten Ange­bo­te auf Online-Kre­dit­platt­for­men, schre­cken vie­le noch immer vor Kre­dit­an­trä­gen im Inter­net zurück. Dafür gibt es aber eigent­lich kei­nen Grund. Des­halb möch­te ich dir in die­sem Bei­trag erklä­ren, wie Kre­dit­platt­for­men funk­tio­nie­ren und was du bei einem Online-Kre­dit­an­trag beach­ten musst.

Wie lange muss man bei Kreditplattformen auf ein Kreditangebot warten?

Auf digi­ta­len Kre­dit­platt­for­men kannst du deut­lich schnel­ler an Kre­di­te kom­men als bei der Haus­bank. Die schnells­ten Anbie­ter kön­nen dir bereits inner­halb weni­ger Minu­ten ein Ange­bot unter­brei­ten.

Bei ande­ren dau­ert es eini­ge Tage. Man­che Anbie­ter kön­nen Kre­di­te schon inner­halb von 1 – 2 Werk­ta­gen aus­zah­len. Natür­lich kommt es auch auf die Qua­li­tät dei­nes Antra­ges an. Wenn du zum Bei­spiel nicht alle Doku­men­te voll­stän­dig ein­reichst oder es Rück­fra­gen zu dei­nen Anga­ben gibt, dann kann sich die Bear­bei­tungs­zeit auch ver­zö­gern. Ach­te also dar­auf, dass dei­ne Anga­ben voll­stän­dig und rich­tig sind.

Warum sind Kreditplattformen schneller als die Hausbank?

Eine Kre­dit­platt­form wird dei­nen Antrag genau­so sorg­fäl­tig prü­fen wie die Haus­bank und auch die Kre­dit­ver­ga­be­richt­li­ni­en sind ver­gleich­bar. Oft steht hin­ter den Platt­for­men näm­lich eben­falls eine Bank. Der Unter­schied zur Haus­bank ist aller­dings, dass Kre­dit­platt­for­men digi­ta­le und auto­ma­ti­sier­te Pro­zes­se ver­wen­den.

Im Gegen­satz dazu musst du dei­nen Antrag bei dei­ner Haus­bank meist in Papier­form ein­rei­chen. Anschlie­ßend prüft ein Bank­mit­ar­bei­ter manu­ell dei­ne Daten. Auf Kre­dit­platt­for­men kannst du sämt­li­che Daten und Doku­men­te digi­tal ein­rei­chen. Die­se wer­den dann mit­tels eines com­pu­ter­ge­steu­er­ten Sys­tems auto­ma­tisch aus­ge­wer­tet. Dadurch wird die Bear­bei­tungs­zeit mas­siv ver­kürzt.

Wie schneiden Online-Anbieter im Hinblick auf die Kreditkonditionen ab?

Das kann pau­schal nicht beant­wor­tet wer­den, denn es hängt stark vom Anbie­ter ab. Prin­zi­pi­ell haben Kre­dit­platt­for­men im Ver­gleich zu tra­di­tio­nel­len Ban­ken auf­grund ihrer digi­ta­len Pro­zes­se einen Kos­ten­vor­teil.

Sie müs­sen kein Fili­al­netz unter­hal­ten und beschäf­ti­gen weni­ger Mit­ar­bei­ter. Die gerin­ge­ren Kos­ten kön­nen sie in Form nied­ri­ge­rer Zin­sen an Kre­dit­neh­mer wei­ter­lei­ten.

Das ist aber nicht zwin­gend der Fall, des­halb soll­test du ver­schie­de­ne Ange­bo­te mit­ein­an­der ver­glei­chen. Die meis­ten Kre­dit­platt­for­men bie­ten im Übri­gen unge­si­cher­te Kre­di­te an. Du musst also kei­ne Sicher­hei­ten stel­len, die Zin­sen sind im Ver­gleich zu gesi­cher­ten Kre­di­ten dann aber etwas höher.

Sind Online-Kreditplattformen seriös?

Auch hier kommt es wie­der stark auf den Anbie­ter an. Grund­sätz­lich gilt: Wer in Deutsch­land Fir­men­kre­di­te ver­gibt, muss ent­we­der selbst über eine Bank­li­zenz ver­fü­gen oder mit einer lizen­zier­ten Bank zusam­men­ar­bei­ten.

Wenn du also einen Kre­dit im Inter­net bean­tragst, soll­test du sicher­stel­len, dass der Anbie­ter die nöti­ge Lizenz hat oder mit einer lizen­zier­ten Bank oder einem Kre­dit­fonds zusam­men­ar­bei­tet.

Welche versteckten Kosten muss ich beachten?

Man­che Anbie­ter wer­ben mit nied­ri­gen Zin­sen. Bei genaue­rem Hin­schau­en han­delt es sich dabei manch­mal um monat­li­che Zin­sen. Die­se Mar­ke­ting­fal­le kann dich teu­er zu ste­hen kom­men.

Des­halb soll­test du immer nach dem effek­ti­ven Jah­res­zins fra­gen, um Ange­bo­te mit­ein­an­der zu ver­glei­chen. Man­che Anbie­ter berech­nen außer­dem Bear­bei­tungs­ge­büh­ren. Du soll­test dich also im Vor­feld genau infor­mie­ren, wel­che Kos­ten auf dich zukom­men. Das ist bei der Haus­bank aller­dings auch nicht anders.

Kann man Firmenkredite vorzeitig kündigen?

In der Regel ja, aller­dings berech­nen die meis­ten Anbie­ter dafür eine soge­nann­te Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung. Dabei musst du einen im Kre­dit­ver­trag fest­ge­leg­ten Pro­zent­satz der Rest­schuld als Ent­schä­di­gung an die Bank bezah­len.

Bei Pri­vat­kre­di­ten ist die­se Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung auf 1 Pro­zent der Rest­schuld begrenzt. Bei Fir­men­kre­di­ten ist das nicht der Fall. Die Höhe der Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung soll­test du also im Vor­feld abklä­ren.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Auch bei Online-Anbie­tern gibt es zum Teil sehr guten Kun­den­ser­vice. Aller­dings nicht über­all. Man­che Anbie­ter haben eine Bera­tungs­hot­line über die qua­li­fi­zier­te Finan­zie­rungs­ex­per­ten Rede und Ant­wort ste­hen. Anstatt in die Bank­fi­lia­le zu gehen, fin­det das Bera­tungs­ge­spräch denn eben am Tele­fon statt. So sparst du dir den Weg zu Bank.

Wie unterschreibe ich den Vertrag?

Für die Ver­trags­un­ter­zeich­nung gibt es das soge­nann­te Video-Ident-Ver­fah­ren. Du kennst viel­leicht noch das alte Post-Ident-Ver­fah­ren, bei dem du dich in einer Post­fi­lia­le mit dei­nem Per­so­nal­aus­weis iden­ti­fi­zie­ren muss­test.

Das Video-Ident-Ver­fah­ren läuft im Prin­zip genau­so ab, aber kom­plett online. Dabei wirst du per Video-Anruf auf dei­nem Com­pu­ter oder Smart­pho­ne ange­ru­fen und du musst dei­nen Aus­weis in die Kame­ra hal­ten. Wenn die Authen­ti­fi­zie­rung abge­schlos­sen ist, musst du noch eine mobi­le TAN bestä­ti­gen und dadurch ist der Ver­trag dann rechts­kräf­tig.

Kre­dit­an­trä­ge im Inter­net sind schnell, unbü­ro­kra­tisch und unkom­pli­ziert. Dadurch kannst du dir viel Zeit und Auf­wand spa­ren. Selbst wenn du den Kre­dit nicht drin­gend brauchst und dir mit dem Antrag Zeit las­sen kannst, soll­test du dich trotz­dem auch im Inter­net umschau­en. Wer will sich denn wochen­lang mit Ban­ken rumär­gern, wir haben schließ­lich alle genug zu tun.

Wich­tig ist dabei, dass du dich nur an seriö­se Anbie­ter wen­dest. Mitt­ler­wei­le gibt es die­se zuhauf — mit guten Ange­bo­ten. Die Bear­bei­tungs­zei­ten sind kurz und die Kon­di­tio­nen sind meist mit der Haus­bank ver­gleich­bar. Wer heu­te noch in der Bank Schlan­ge steht, der hat ein­deu­tig zu viel Zeit.

Autoren­box:

Patrick Stäub­le ist der Grün­der und CEO der Tey­lor AG.

Tey­lor ist eine digi­ta­le Kre­dit-Platt­form, die die Kre­dit­ver­ga­be an deut­sche Klein­un­ter­neh­men radi­kal ver­ein­facht und kom­plett digi­ta­li­siert hat. Antrag­stel­ler erhal­ten auf der Tey­lor-Platt­form bereits inner­halb von weni­gen Minu­ten ein Kre­dit­an­ge­bot. Kre­di­te bis zu 450.000 Euro kön­nen inner­halb von nur 1 – 2 Werk­ta­gen aus­ge­zahlt wer­den.

Der gesam­te Antrags­pro­zess ist voll­stän­dig digi­ta­li­siert, vom Antrag bis zur Unter­schrift. Dadurch ver­hilft Tey­lor klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men, die von tra­di­tio­nel­len Ban­ken bei der Kre­dit­ver­ga­be ver­nach­läs­sigt wer­den, ein­fa­cher Zugang zu finan­zi­el­len Mit­teln zu bekom­men.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © LeeJeongSo/​Pixabay​.com)