Nun da die­ses Jahr 2010 zu Ende geht, will ich noch­mal zurück­bli­cken auf ein paar Geld­ver­die­nen-Pro­jek­te, die groß ange­kün­digt wur­den und als mick­ri­ge Maus bedeu­tungs­los im Inter­net rum­schwir­ren.


Mit die­sem sehr sub­jek­ti­ven Rück­blick schließt sich auch für mich ein Kreis, denn ich star­te­te die­sen Blog mit der Idee, haupt­säch­lich über grö­ße­re und auch klei­ne­re Geld­ver­die­nen-Pro­jek­te zu berich­ten und die­se dann als mög­li­che Online-Neben­jobs zu prä­sen­tie­ren. Aber auch ich muss­te in die­sem Jahr end­gül­tig fest­stel­len, dass die­se Pro­jek­te oder Ankün­di­gun­gen zum größ­ten Teil nichts tau­gen.

Da ich selbst als Web­de­si­gne­rin bzw. Web­mas­te­rin mein Geld online (zumin­dest zum größ­ten Teil) ver­die­ne, will ich im nächs­ten Jahr nur noch über bewähr­te und seriö­se Geld­ver­die­nen-Mög­lich­kei­ten online schrei­ben.

Doch nun zu den Flops und es waren ja aus mei­ner Sicht alle neu­en Pro­jek­te Flops, die 2010 auf­ge­kom­men sind.

Platz 1: Erste Reihe

Wer erin­nert sich noch an den Hype, der vor einem Jahr vom Platz­an­wei­ser der Ers­ten Rei­he ange­kün­digt wur­de? Wahr­schein­lich nicht mehr vie­le, denn die­ses Pro­jekt ging unter wie ein Sack Blei im Was­ser. Aus der nebu­lö­sen Ankün­di­gung, dass jeder Geld ver­die­nen kann (nur womit???), wur­de schließ­lich die Geschich­ten­platt­form alivs­to, wo jeder per­sön­lich erleb­te Geschich­ten ein­stel­len und ver­öf­fent­li­chen konn­te.

Dann hieß es, dass man zumin­dest über Wer­be­schal­tung auf die­ser Platt­form an die­sen Ein­nah­men ent­spre­chend par­ti­zi­pie­ren wird. Aber auch die­se Ankün­di­gung zog sich Monat für Monat hin­aus und ver­lief schließ­lich im Sand. Heu­te ist davon auf alivs­to nichts mehr zu lesen und die Ers­te Rei­he wur­de in die Ton­ne gekloppt.

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Ein wei­te­res Geld­ver­die­nen-Pro­jekt von dem glei­chen Anbie­ter mit dem Namen Abkas​sie​ren​.eu ist war schon gleich nichts Gro­ßes außer ein mick­ri­ges Ange­bot von Bonus­ak­tio­nen wie es vie­le im Inter­net gibt.

Platz 2: Websitetester

Eben­falls groß pro­mo­tet hat der ame­ri­ka­ni­sche Anbie­ter AMR sein Web­site­tes­ter-Launch. Mit ein­fa­chen Tests von Web­sites soll­te auch jeder Geld ver­die­nen kön­nen. Tau­sen­de regis­trier­ten sich und hoff­ten auf schnell ver­dien­tes Geld, doch bis jetzt ist nicht viel gelau­fen. Die ers­ten Tests auf der Platt­form waren lächer­lich, wur­den auch lächer­lich ver­gü­tet und zeig­ten die gan­ze Schwä­che eines sol­chen gro­ßen Pro­jekts.

Selbst wenn der Anbie­ter seri­ös ist, wie ver­läss­lich sind die regis­trier­ten User, die da mit­ma­chen wol­len? Da kom­men gro­ße Zwei­fel aus, denn vie­le die­ser „Tes­ter“ hof­fen immer noch auf den berühm­ten Knopf im Inter­net, der beim Drü­cken einen unkon­trol­lier­ten Geld­re­gen aus­löst. Da ich die­ses Pro­jekt im Som­mer vor­ge­stellt habe und auch neu­gie­rig war, was dahin­ter steckt, will an die­sem mal dran­blei­ben — viel­leicht, wenn sich da noch was tut. Ansons­ten wol­len wir es mal ver­ges­sen.

Platz 3: Alle Hyips

Auch ein geplan­tes gro­ßes The­ma die­ses Blogs waren Hyips. Ich hat­te auch schon ein paar vor­ge­stellt und muss­te am Anfang die­ses Jah­res fest­stel­len, dass sich immer mehr ver­ab­schie­de­ten, kaum dass ich einen Arti­kel über sie ver­fasst hat­te.

Wer es sich nicht erlau­ben kann, hoch­spe­ku­la­tiv Geld ein­zu­set­zen und wahr­schein­lich auch zu ver­lie­ren, der soll­te die Fin­ger davon las­sen. Ich erin­ne­re nur an Gold­Nug­get­In­vest — gibt es nicht mehr, Nano­Mo­ney­Corp — gibt es nicht mehr, Geni­us­Funds — gibt es nicht mehr. Nur drei Hyips, die auch von Ken­nern wirk­lich als seri­ös ein­ge­stuft wur­den, von vie­len, die in die­sem Jahr ver­schwan­den. Tipp: Ein­fach die Fin­ger davon las­sen!

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Platz 4: MLMs

Alle begeis­ter­ten MLM-Anhän­ger wer­den jetzt wahr­schein­lich sau­er, weil ich von die­sem Ver­triebs­sys­tem mitt­ler­wei­le nichts mehr hal­te und froh wäre, wenn die­se stän­di­gen neu­en Rie­sen-Wahn­sinns-Pro­jek­te mal aus­ster­ben wür­den.

Man den­ke nur an TVI: Erst groß gepusht, dann hört man nichts mehr davon. Und ob die, die wirk­lich neue Part­ner gefun­den haben, auch echt die ver­spro­che­nen Aus­zah­lun­gen erhal­ten haben, weiß ich bis heu­te nicht. Ja so ist das, nur sel­ten wird bekannt, ob ein MLM ver­trau­ens­wür­dig ist oder nichts ande­res als ein Schnee­ball­sys­tem. Außer­dem gibt es — zumin­dest für mich — nichts Ner­vi­ge­res und Beläs­ti­ge­ren­des als nach neu­en Ver­triebs­part­nern zu suchen.

Wer aller­dings mit MLM gut ver­dient, kann mir einen Kom­men­tar unter die­sem Bei­trag hin­ter­las­sen. Ich freue mich wirk­lich für jeden, der damit finan­zi­ell über die Run­den kommt.

So, mit die­sen vier Plät­zen will ich die­se Auf­füh­rung mal been­den. Es gibt zwar noch wei­te­re schlecht zu durch­schau­en­de Geld­ver­die­nen-Pro­jek­te wie bei­spiels­wei­se iLead24. Auch dar­über könn­te man einen gro­ßen Arti­kel schrei­ben, aber ich will mal davon abse­hen. Denn ich habe mitt­ler­wei­le auch das Inter­es­se an sol­chen Hypes ver­lo­ren.

In die­sem Sin­ne — Sei­en Sie vor­sich­tig bei Neu­an­kün­di­gun­gen und sprin­gen Sie nicht auf jedes Pro­jekt auf, schon gar nicht, wenn ein höhe­rer Geld­be­trag von Ihnen als Ein­stieg ver­langt wird.