Wir sit­zen täg­lich meh­re­re Stun­den und zwar nicht nur im Büro bzw. am Schreib­tisch, son­dern auch im Auto, auf der Couch, am Ess­tisch und anders­wo. Stu­di­en haben erge­ben, dass der durch­schnitt­li­che Bun­des­bür­ger jeden Tag fünf Stun­den und 41 Minu­ten im Sit­zen ver­bringt. Wir bewe­gen uns also viel zu wenig. Die­ser Bewe­gungs­man­gel kann die Ursa­che für ver­schie­de­ne Sym­pto­me und Krank­hei­ten sein.


Es gilt, dem Bewe­gungs­man­gel durch einen akti­ven Lebens­stil ent­ge­gen zu wir­ken. Außer­dem soll­te der Arbeits­platz mög­lichst ergo­no­misch gestal­tet wer­den. Doch wie sieht eine gute Ergo­no­mie am Arbeits­platz aus?

„Ergonomie“ – Gesetzmäßigkeiten für die menschliche Arbeit

Ehe ich die­se Fra­ge beant­wor­te, möch­te ich kurz erläu­tern, was man eigent­lich unter Ergo­no­mie ver­steht. Der Begriff lei­tet sich von den grie­chi­schen Wör­tern für Arbeit/​Werk („ergon“) und Gesetz/​Regel („nomos“) ab. Somit beschreibt die Ergo­no­mie Gesetz­mä­ßig­kei­ten für die mensch­li­che Arbeit. Ihr Ziel ist das Iden­ti­fi­zie­ren und Her­stel­len von opti­ma­len Arbeits­be­din­gun­gen. Hier­durch soll die geis­ti­ge und kör­per­li­che Gesund­heit des Arbeit­neh­mers geför­dert wer­den.

Den Arbeitsplatz möglichst ergonomisch gestalten

Unter die Ergo­no­mie am Arbeits­platz fal­len ver­schie­de­ne Berei­che. An einem ergo­no­mi­schen Arbeits­platz herr­schen nicht nur opti­ma­le Licht­ver­hält­nis­se, son­dern auch der Schreib­tisch und wei­te­re Hilfs­mit­tel sind an die Bedürf­nis­se des Arbei­ten­den ange­passt. Im Fol­gen­den wird genau­er auf die­se Fak­to­ren ein­ge­gan­gen.

Tipp: Nut­ze die Gestal­tungs- und Ord­nungs­kraft von Leuch­ten auch im Büro. Laut Livin­go bie­ten vor allem LED-Leuch­ten sowie kom­pak­te Design­mö­bel die Mög­lich­keit, Ästhe­tik und Funk­tio­na­li­tät im Arbeits­zim­mer zu ver­bin­den. So wer­den reprä­sen­ta­ti­ve Büros geschaf­fen, die pro­blem­los auch für Mee­tings mit Kun­den­kon­takt genutzt wer­den kön­nen.

Allgemeine Hinweise

  • Der Arbei­ten­de soll­te par­al­lel zum Fens­ter sit­zen, sodass das Tages­licht aus­schließ­lich seit­lich auf den PC-Bild­schirm fällt.
  • In alle Rich­tun­gen soll­te min­des­tens ein Meter Bewe­gungs­frei­raum zur Ver­fü­gung ste­hen.
  • Eine Zim­mer­tem­pe­ra­tur zwi­schen 20 und 22° C gilt als opti­mal.
  • Die Luft­feuch­tig­keit soll­te zwi­schen 40 und 60 Pro­zent betra­gen.

Die Beleuchtung im Büro

  • Das Büro soll­te mög­lichst von Tages­licht durch­flu­tet sein.
  • Die Fens­ter müs­sen die Mög­lich­keit bie­ten, sich vor der Son­ne und vor der Blen­dung durch die­se zu schüt­zen.
  • Die künst­li­che Beleuch­tung darf aus­schließ­lich indi­rekt sein, d.h. die Lam­pe auf dem Schreib­tisch darf nicht im unmit­tel­ba­ren Blick­feld ste­hen.
  • Die Kon­tras­te zwi­schen dem Bild­schirm und der Umge­bung müs­sen mög­lichst gering sein.

Der optimale Schreibtisch

  • Der Schreib­tisch soll­te min­des­tens 160 x 80 cm groß sein und aus­rei­chend Platz für alle Arbeits­ma­te­ria­li­en bie­ten.
  • Die Ober­flä­che des Tischs ist idea­ler­wei­se matt und die Kan­ten gera­de.
  • Die Bei­ne müs­sen genü­gend Frei­heit haben.
  • Der Tisch soll­te in der Höhe ver­stell­bar sein.
  • Auch der Büro­stuhl soll­te höhen­ver­stell­bar sein.
  • Sowohl die Arm- als auch die Rücken­leh­ne muss ver­stellt wer­den kön­nen.
  • Die Sitz­flä­che soll­te beweg­lich sein und eine Schräg­stel­lung ermög­li­chen.

Die Körperhaltung

  • Der Win­kel zwi­schen Ober- und Unter­kör­per muss grö­ßer als 90 Grad sein.
  • Das gilt auch für den Win­kel zwi­schen Ober­kör­per und Unter­ar­men.
  • Der Rücken liegt an der Leh­ne an und wird von die­ser gestützt.
  • Ver­fügt der Büro­stuhl über einen soge­nann­ten Len­den­bausch, muss sich die­ser auf der Höhe der Gür­tel­li­nie befin­den.

Weitere Hinweise zur Körperhaltung

  • Die Arm­leh­nen wer­den so aus­ge­rich­tet, dass sich die Arme in einer ent­spann­ten Hal­tung befin­den.
  • Die Ober­ar­me lie­gen am Ober­kör­per an.
  • Die Schul­tern hän­gen locker her­un­ter und wer­den kei­nes­falls nach oben, sprich: in Rich­tung der Ohren gezo­gen.
  • Die Füße sind auf dem Boden fixiert.
  • Die Fer­sen befin­den sich auf einer Linie mit den Knie­keh­len. Letz­te­re soll­ten sich etwa fünf Zen­ti­me­ter vor der Sitz­kan­te befin­den.
  • Die Sitz­hal­tung ist nicht starr, son­dern dyna­misch.
  • Zwi­schen Ober­schen­kel und Tisch­plat­te lie­gen min­des­tens zehn Zen­ti­me­ter Abstand.
  • Die Ober­kan­te des Lap­tops befin­det sich auf der Höhe der Augen.
  • Bild­schirm und Tas­ta­tur lie­gen auf einer Linie.
  • Der Bild­schirm soll­te schwenk­bar und flim­mer­frei sein.
  • Es dür­fen kei­ne Refle­xio­nen auf dem Bild­schirm ent­ste­hen.
  • Das Dis­play muss in der Hel­lig­keit ver­stellt wer­den kön­nen.
  • Die Maus befin­det sich mög­lichst nah an der Tas­ta­tur und in Griff­wei­te.
  • Die Tas­ta­tur liegt mög­lichst nah am Kör­per.

Weiterführende Hinweise

Eine wei­te­re sehr wich­ti­ge Regel für Ergo­no­mie am Arbeits­platz: Man soll­te ein­mal in der Stun­de für eini­ge Minu­ten auf­ste­hen und sich bewe­gen. So wie es in der Unter­neh­mens­welt ver­schie­de­ne Geschäfts­mo­del­le gibt, ste­hen dem Arbei­ten­den hier­zu diver­se Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung.

Wer das Bedürf­nis hat, an die fri­sche Luft zu gehen, soll­te dies tun. Auch eine klei­ne Fit­ness-Ein­heit, Yoga und Ähn­li­ches bewir­ken wah­re Wun­der.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: ©Burst /Pexels.com)