Wer haupt­säch­lich am PC arbei­tet — und das sind nicht nur Selb­stän­di­ge im Web — der ver­bringt pro Tag ca. 8 Stun­den und mehr am Rech­ner.


So wirk­lich gesund ist das nicht. Weder für den Rücken noch für die Augen. Die­se inten­si­ve Bild­schirm­ar­beit geht nicht spur­los an den Augen vor­über, nega­ti­ve Erschei­nun­gen sind Kopf­schmer­zen, tro­cke­ne und/​oder müde Augen.

Doch es gibt ein paar gute Tipps, wie du dei­ne Augen fit hältst und die Arbeit am Com­pu­ter die Augen nicht unnö­tig belas­tet.

Richtiger Bildschirmabstand zum Gesicht

Um die Augen weni­ger anzu­stren­gen, hilft auch schon die opti­ma­le Bild­schirm­ent­fer­nung zum Gesicht. Augen­scho­nend ist ein Min­dest­ab­stand von ca. 50 cm oder noch etwas mehr, der Bild­schirm soll­te leicht nach hin­ten geneigt sein, das ent­las­tet die Augen noch bes­ser.

Augenlider häufig schließen

Wäh­rend der stun­den­lan­gen Arbeit am Rech­ner erlahmt unser Blick, wir bewe­gen nur noch sel­ten unse­re Augen­li­der. Das kann irgend­wann zu tro­cke­nen Augen füh­ren, die bren­nen, gerö­tet sind und ein unan­ge­neh­mes Fremd­kör­per­ge­fühl tritt auf.

Daher soll­te man regel­mä­ßig die Augen kurz schlie­ßen und dann wie­der öff­nen. Durch die­sen Lid­schlag wird eine dün­ne Trä­nen­schicht über dem Auge ver­teilt, die der Aus­trock­nung vor­beugt.

Brille statt Kontaktlinsen am PC

Wer zu tro­cke­nen Augen neigt, soll­te bei der Bild­schirm­ar­beit bes­ser auf das Tra­gen einer Bril­le umstei­gen, denn die Lin­sen beein­träch­ti­gen die Sauer­stoff­ver­sor­gung der Augen.

Ver­mei­de in dei­nem Büro oder Home-Office auch Durch­zug und Kli­ma­an­la­ge. Letz­te­re macht die Luft tro­cken, was ja bekannt­li­cher­wei­se nicht gut für die Augen ist.

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Entspannungsübungen für die Augen

Eine simp­le Ent­span­nungs­übung für über­an­streng­te Augen ist das Schwei­fen­las­sen des Blicks in die Fer­ne, also am bes­ten wäh­rend der Arbeit eine klei­ne Augen­pau­se machen, ans Fens­ter stel­len und in die Fer­ne schau­en.

Eben­falls wohl­tu­end für die Augen ist das Pal­mie­ren, das ist eine Tech­nik, bei der die ange­wärm­ten Hand­flä­chen gewölbt und ohne Druck über die Augen gelegt wer­den. Dabei soll­test du zusätz­lich die Augen schlie­ßen. Las­se die gewölb­ten Hand­flä­chen min­des­tens zwei Minu­ten auf dei­nen Augen und ent­span­ne dei­nen gan­zen Kör­per wäh­rend die­ser Zeit.

Das Mas­sie­ren von bestimm­ten Punk­ten am Kopf bzw. im Gesicht führt auch zu einer ange­neh­men Augen­ent­span­nung. Füh­re sanf­te, krei­sen­de Bewe­gun­gen mit leich­tem Druck an der Stirn, der Nasen­wur­zel sowie der Schlä­fe durch.

Ausreichend an der frischen Luft bewegen

Um einen Aus­gleich zur (meist) tro­cke­nen Luft im Büro zu bekom­men, soll­test du regel­mä­ßig – am bes­ten jeden Tag – einen kur­zen Spa­zier­gang an der fri­schen Luft machen. Ver­mei­de dabei viel­be­fah­re­ne Stra­ßen, denn Abga­se belas­ten das Auge.

Vitaminreiche Ernährung

Eine gesun­de, „augen­freund­li­che“ Ernäh­rung macht zwar für die Augen­ge­sund­heit nicht so viel aus, wie es sich man­che erhof­fen, trotz­dem scha­det es ganz und gar nicht, Lebens­mit­tel mit viel Beta-Caro­tin (wie Möh­ren, Papri­ka oder Brok­ko­li) auf den Spei­se­plan zu set­zen.

Noch wich­ti­ger für die Augen ist Lut­ein, eine Vit­amin-A-Vor­stu­fe, die Augen­krank­hei­ten wie alters­be­ding­ter Maku­la-Dege­ne­ra­ti­on vor­beugt. Lut­ein ist bei­spiels­wei­se in grü­nem Gemü­se wie Spi­nat und Grün­kohl ent­hal­ten, und auch in Weiß­kohl, Kres­se und Rau­ke.

Viel trinken und auf genügend Feuchtigkeit achten

Die Zufuhr von genü­gend Flüs­sig­keit beein­flusst posi­tiv unse­re Augen­feuch­tig­keit, d. h. du soll­test min­des­tens zwei Liter Was­ser am Tag trin­ken.

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Ver­wen­de im Büro einen Luft­be­feuch­ter oder stel­le ein paar Zim­mer­pflan­zen auf, die­se geben über ihre Blät­ter auch Feuch­tig­keit an die Luft ab. Lei­dest du unter tro­cke­nen Augen, dann befeuch­te dei­ne Augen mit künst­li­chen Trä­nen ohne Kon­ser­vie­rungs­stof­fen.

Ich selbst ver­wen­de eben­falls künst­li­che Trä­nen, wenn es mal über­haupt nicht mehr geht und mei­ne Augen bren­nen und sich röten. Die­se Trop­fen brin­gen recht schnell spür­ba­re Lin­de­rung, nur sieht man ca. eine Vier­tel­stun­de ziem­lich ver­schwom­men, bis sich der Trä­nen­film ganz auf dem Auge ver­teilt und wie­der etwas abge­baut hat.

Schutz vor gefährlichen UV-Strahlen

Jetzt im Herbst ist die­ser Tipp nicht mehr so wich­tig, aber im Som­mer soll­test du bei Son­nen­schein eine hoch­wer­ti­ge Son­nen­bril­le tra­gen, die dich aus­rei­chend gegen UV-Strah­len schützt. UV-Strah­lung kann die Augen­lin­se und die Netz­haut irrepa­ra­bel schä­di­gen. Ach­te beim Son­nen­bril­lenkauf auf ent­spre­chen­de Prüf­zei­chen und das CE-Kenn­zei­chen.

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