Kryptowährungen traden: So entwickeln Anleger ihre persönliche Strategie

Kryp­to­wäh­run­gen sind ein aus­ge­spro­chen vola­ti­ler Ver­mö­gens­wert. Für die einen ist dies ein Grund, die Fin­ger von ihnen zu las­sen, wäh­rend ande­re genau des­halb beson­ders ger­ne mit Kryp­to­wäh­run­gen handeln.

Denn wer das rich­ti­ge Timing hat, kann mit Kryp­to­wäh­run­gen deut­lich höhe­re Ren­di­ten erzie­len als mit tra­di­tio­nel­len Ver­mö­gens­wer­ten und Anla­gen. Doch wie ent­wi­ckeln Tra­der eine per­sön­li­che Stra­te­gie für den Kryptomarkt?

Und wie bestim­men sie, wel­ches Vor­ge­hen beim Tra­ding für ihre per­sön­li­che Anla­ge, ihren Ver­mö­gens­auf­bau und ihr Port­fo­lio pas­send ist und wie sie ihre Tra­dingstra­te­gie am bes­ten umset­zen kön­nen? Ich habe die wich­tigs­ten Ant­wor­ten dazu zusam­men­ge­fasst, damit sich auch Anfän­ger auf dem Kryp­to­markt einen Über­blick ver­schaf­fen können.

Warum eine persönliche Tradingstrategie wichtig ist

Wer mit Kryp­to­wäh­run­gen han­delt, hat in der Regel eines von zwei Zie­len. Ent­we­der sol­len mög­lichst vie­le Coins gesam­melt wer­den oder es soll ein mög­lichst hoher Gewinn in Euro oder einer ande­ren Fiat-Wäh­rung erzielt werden.

Doch auch und vor allem mit Kryp­to­wäh­run­gen hat Tra­ding sei­ne ganz eige­ne Dyna­mik, die sich an den aktu­el­len Markt­ge­ge­ben­hei­ten, den Kurs­ent­wick­lun­gen, aber auch an aktu­el­len Ent­wick­lun­gen aus Poli­tik und Wis­sen­schaft aus­rich­tet. Da die Prei­se von Kryp­to­wäh­run­gen sehr vola­til sind, ist es nicht unge­wöhn­lich, dass Tra­der beim Han­del mit Bit­coin und Co. viel Geld ver­lie­ren. Da braucht es star­ke Ner­ven und eine gute Tra­dingstra­te­gie, um Gewin­ne einzufahren.

Eine per­sön­li­che Tra­dingstra­te­gie ist ein Leit­fa­den und eine Richt­li­nie für sämt­li­che Tra­din­g­ent­schei­dun­gen und ver­hin­dert, dass Tra­der sich durch ein sprung­haf­tes Anla­ge­ver­hal­ten ver­zet­teln, Chan­cen ver­schen­ken oder zu vie­le Risi­ken mitnehmen.

Eine per­sön­li­che Tra­dingstra­te­gie ist bes­ser als die Über­nah­me einer frem­den Stra­te­gie, da Über­zeu­gung wich­tig ist, um lang­fris­tig sinn­vol­le Tra­din­g­ent­schei­dun­gen zu treffen.

Abbil­dung © ser­gei­tok­ma­kov /Pixabay.com

Vier Tradingstrategien für den Kryptomarkt

Ein fest­ge­leg­ter Plan für den Han­del mit Kryp­to­wäh­run­gen ist wich­tig. Genau­so ent­schei­dend ist es, die­sen Plan kon­se­quent zu ver­fol­gen – kom­me, was wol­le. Denn nur so schüt­zen sich Tra­der vor unüber­leg­ten, emo­tio­na­len oder irra­tio­na­len Entscheidungen.

Beim Erstel­len einer Tra­dingstra­te­gie kön­nen zunächst ein paar grund­le­gen­de Arten des Tra­dings unter­schie­den wer­den, zwi­schen denen sich Händ­ler ent­schei­den soll­ten. Zu die­sen Arten des Tra­dings gehören:

Daytrading

Im Rah­men des Dayt­ra­dings tätigt der Käu­fer im Ver­lauf von nur einem Han­dels­tag meh­re­re Käu­fe und Ver­käu­fe. Dabei macht sich der Händ­ler bereits gerin­ge Kurs­schwan­kun­gen zunut­ze und erhöht auf die­se Wei­se sei­ne Gewin­ne im Ver­gleich zu lang­fris­ti­gen Strategien.

Dies klingt zunächst groß­ar­tig, doch fal­len beim Dayt­ra­ding oft hohe Gebüh­ren an und es geht mit einem hohen Stress­le­vel ein­her. Dar­über hin­aus sind neben hohen Gewin­nen auch hohe Ver­lus­te möglich.

Swingtrading

Wer sich dem Swing­tra­ding ver­schreibt, han­delt meist inner­halb eines grö­ße­ren Zeit­rah­mens. Den­noch müs­sen Coin-Posi­tio­nen beim Swing­tra­ding per­ma­nent ange­passt wer­den und der Tra­der muss immer auf dem aktu­el­len Stand sein.

Denn auch beim Swing­tra­ding wird ver­sucht, von kurz­fris­ti­gen Kurs­schwan­kun­gen zu pro­fi­tie­ren. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass sich ein Kurs nie line­ar nach oben oder unten ent­wi­ckelt. Die­se Schwan­kun­gen, die Swings, wer­den beim Swing­tra­ding ausgenutzt.

Investing

Die­se Stra­te­gie ist wohl für die meis­ten Anle­ger am bes­ten geeig­net – vor allem, wenn man ein Anfän­ger im Tra­ding bzw. im Umgang mit Kryp­to­wäh­run­gen ist.

Beim Inves­ting in eine Kryp­to­wäh­rung wird auf tra­di­tio­nel­le Art in eine moder­ne Wäh­rung inves­tiert. Zwar soll­ten Anle­ger sich auch hier zunächst in die The­ma­tik ver­tie­fen, um ein gutes Port­fo­lio auf­zu­bau­en, doch im Anschluss an die gute Vor­ar­beit lässt man ein­fach sein Port­fo­lio für sich arbei­ten. Inves­ting spart Zeit und mini­miert Risiken.

Hodl – Kaufen und Halten

Hodl steht dafür, dass Anle­ger eine Kryp­to­wäh­rung kau­fen und die­se dau­er­haft hal­ten. Der Legen­de nach ent­stand der Begriff Hodl aus einem Tipp­feh­ler beim Wort Hold. Inzwi­schen ist er ein Akro­nym für ‚Hold on for Dear Life‘. Hodl gehört damit nicht im stren­gen Sin­ne zu den Tra­dingstra­te­gien und ist für alle geeig­net, die kei­ne (kurz­fris­ti­gen) Geschäf­te täti­gen wollen.

So definieren Trader ihre persönliche Strategie für den Kryptohandel 

Wie ent­wi­ckeln Tra­der nun aus den klas­si­schen Tra­dingstra­te­gien ihren per­sön­li­chen Tra­ding­plan? Tat­säch­lich spie­len hier ver­schie­de­ne Fak­to­ren eine Rol­le. Zudem müs­sen getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen sinn­voll vor­be­rei­tet wer­den. Es gilt Zie­le zu defi­nie­ren und gege­be­nen­falls Hilfs­mit­tel zur Unter­stüt­zung zu nutzen.

Fachwissen aneignen

Wer einen Markt ana­ly­sie­ren und ein­schät­zen möch­te, braucht Hin­ter­grund­wis­sen. Eine erfolg­rei­che Tra­dingstra­te­gie muss immer auf Fach­wis­sen fußen.

Einen seriösen und gut aufgestellten Tradingpartner wählen

Bör­se, Bro­ker oder Exchan­ge – Tra­der soll­ten das Ange­bot an Tra­ding­part­nern prü­fen und für sich ent­schei­den, mit wem sie zusam­men­ar­bei­ten möchten.

Hier soll­te auch ent­schie­den wer­den, ob Tra­der auf manu­el­le oder auto­ma­ti­sier­te Han­dels­tools set­zen möchten.

Hochwertige Analysetools wählen

Für den Kryp­to­markt ste­hen zahl­rei­che Ana­ly­se­tools zur Ver­fü­gung. Tra­der soll­ten dies­be­züg­lich eine fun­dier­te Aus­wahl tref­fen und sich bewusst für seriö­se Ana­ly­se­tools ent­schei­den. Mehr als eines, aber nicht zu vie­le sind sinnvoll.

Ziele definieren

Eine Anla­ge­stra­te­gie soll­te immer an den dahin­ter­ste­hen­den Zie­len aus­ge­rich­tet sein. Ist ein lang­fris­ti­ger Ver­mö­gens­auf­bau geplant? Ist die Alters­vor­sor­ge das Ziel? Sol­len kurz­fris­ti­ge Plä­ne finan­ziert wer­den? Geht es um schnel­len Gewinn oder lang­fris­ti­ge Anla­ge? Tra­der soll­ten ihre Zie­le kennen.

Risikobereitschaft definieren

Tra­der soll­ten eine kla­re Vor­stel­lung von den Risi­ken des Kryp­to­mark­tes haben und für sich defi­nie­ren, wel­che Risi­ko­be­reit­schaft ihr Tra­ding beglei­tet und so den eige­nen Risi­ko­typ festlegen.

Einstiegs- und Ausstiegssignal festlegen

Tra­der soll­ten kon­kret fest­le­gen, bei wel­chen Aus­lö­sern sie in ein Tra­ding ein­stei­gen und wann sie aus­stei­gen. Die­se Regeln müs­sen kon­se­quent befolgt wer­den, um unnö­ti­ge Risi­ken zu vermeiden.

Zyklischen oder antizyklischen Handelsansatz wählen

Tra­der soll­ten grund­sätz­lich fest­le­gen, ob sie zyklisch oder anti­zy­klisch tra­den möchten.

Keine Tradingstrategie ist endgültig

Wer ein­mal eine Tra­dingstra­te­gie gefun­den hat, soll­te die­se kon­se­quent ver­fol­gen. Dies ist jedoch nicht damit gleich­zu­set­zen, dass eine Tra­dingstra­te­gie end­gül­tig ist. 

Das kon­se­quen­te Ver­fol­gen der per­sön­li­chen Stra­te­gie dient auch und vor allem dazu, zu prü­fen, ob der gefass­te Plan erfolg­ver­spre­chend ist. Ist er dies nicht, muss der Tra­der fle­xi­bel genug sein, um sich dem schnell­le­bi­gen Markt anzu­pas­sen. Daten soll­ten über­prüft und gege­be­nen­falls auch die eige­nen Erwar­tun­gen hin­ter­fragt werden.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © ser­gei­tok­ma­kov /Pixabay.com)

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