Mit Weh­mut wer­den die Älte­ren an die soge­nann­ten Bun­des­schatz­brie­fe zurück­den­ken. Dabei han­del­te es sich um Spar­pro­duk­te, die von der Bun­des­wert­pa­pier­ver­wal­tung aus­ge­ge­ben wur­den und mit aus­ge­spro­chen attrak­ti­ven — heu­te auch nicht mehr vor­stell­ba­ren — Zins­sät­zen, die bei maxi­mal 5 Pro­zent gele­gen sind, über­zeugt haben. Zudem gab es hier kei­ner­lei Kurs­ri­si­ko.


Die Nied­rig­zins­po­li­tik, die seit Jah­ren von der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (kurz: EZB) ver­folgt wird, hat kon­ser­va­ti­ve Spar­stra­te­gien zer­stört.

Ob Spar­buch oder Tages­geld — der­ar­ti­ge Pro­duk­te sind heut­zu­ta­ge nicht mehr emp­feh­lens­wert, weil sich der Gut­ha­ben­zins­satz oft nur bei 0,0125 Pro­zent bewegt. Das heißt, hier kann gar nicht gewinn­brin­gend inves­tiert wer­den. Berück­sich­tigt man näm­lich die Infla­ti­on, so kommt es näm­lich sogar noch zum Kauf­kraft­ver­lust.

Welche Alternativen können empfohlen werden?

Auch wenn vie­le deut­schen Spa­rer bereits nach Alter­na­ti­ve suchen, so wer­den noch immer genü­gend Spar­bü­cher wie auch Tages­geld- oder Fest­geld­kon­ten eröff­net bzw. geführt.

Dies des­halb, weil man kein Risi­ko ein­ge­hen will. Kurs­schwan­kun­gen, die einen direk­ten Ein­fluss auf das Kapi­tal haben, wer­den näm­lich immer als Gefahr und nie als Chan­ce wahr­ge­nom­men.

Heut­zu­ta­ge kann man aber nur noch gewinn­brin­gend inves­tie­ren, wenn man sich für Pro­duk­te ent­schei­det, die vor Jah­ren noch als ris­kant bezeich­net wur­den. Dar­un­ter fal­len bei­spiels­wei­se Akti­en.

Tipp Nummer 1: Einen langfristigen Anlagehorizont verfolgen

Befasst man sich mit dem Ziel des nach­hal­ti­gen Ver­mö­gens­auf­baus, so soll­te man sich nicht für schnel­le Gewin­ne inter­es­sie­ren oder etwa ver­su­chen, mit kurz­fris­ti­gen Spe­ku­la­tio­nen, die immer mit einem über­aus hohen Risi­ko ver­bun­den sind, das gro­ße Geld zu machen.

Wer bei­spiels­wei­se für sei­ne Ren­te vor­sor­gen will, der soll­te sich für eine Stra­te­gie ent­schei­den, sodass über einen län­ge­ren Zeit­raum attrak­ti­ve Ren­di­ten ver­bucht wer­den kön­nen. Das Risi­ko soll­te daher über­schau­bar blei­ben.

Eine inter­es­san­te Mög­lich­keit, die auch ger­ne als „moder­ne Spar­va­ri­an­te“ bezeich­net wird, stellt der Akti­en­markt dar.

Befasst man sich hier mit den unter­schied­lichs­ten Sta­tis­ti­ken, die zum Teil auf Daten aus über 30 Jah­ren zurück­grei­fen, so wird schnell klar, dass ein lang­fris­ti­ger Anla­ge­ho­ri­zont eigent­lich nur zum Erfolg füh­ren kann. Das Geheim­nis ist der soge­nann­te „Cost Average“-Effekt.

Tipp Nummer 2: Chancen- oder sicherheitsorientiert?

Bevor man sich für eine Ver­an­la­gung ent­schei­det, soll­te man sich selbst die Fra­ge stel­len, ob man eher ein chan­cen- oder sicher­heits­ori­en­tier­ter Anle­ger ist. Sicher­heits­ori­en­tier­te Anle­ger kön­nen sich ver­stärkt mit dem Akti­en­markt befas­sen, wäh­rend ein chan­cen­ori­en­tier­ter Anle­ger auch einen Blick auf den Kryp­to­markt wer­fen könn­te.

Man soll­te — auch wenn man etwa mit The News Spy arbei­tet — immer vor­sich­tig sein. Auf­grund der Tat­sa­che, dass der Kryp­to­markt aus­ge­spro­chen vola­til ist, sind hohe Gewin­ne genau­so mög­lich wie etwa aus­ge­spro­chen schmerz­haf­te Ver­lus­te.

Aus die­sem Grund darf auch nie­mals Geld inves­tiert wer­den, das nicht frei zur Ver­fü­gung steht — also etwa für die nächs­te Miet­vor­schrei­bung benö­tigt wird.

Wer sich bereits mit dem Kurs­ver­lauf des Bit­coins befasst hat, der wird rela­tiv schnell bemer­ken, dass es hier immer wie­der nach oben wie nach unten gegan­gen ist — und auch in naher Zukunft wie­der nach oben wie nach unten gehen wird.

Anfang 2017 beweg­te sich der Bit­coin bei 1.000 US Dol­lar — Ende 2017 kratz­te die Kryp­to­wäh­rung an der 20.000 US Dol­lar-Gren­ze. Wenig spä­ter folg­te dann der Absturz: Ende 2018 hat­te der Bit­coin einen Wert von gera­de ein­mal 3.000 US Dol­lar.

Ein neu­er Höhen­flug trieb den Bit­coin-Preis bis Ende Juni 2019 auf fast 14.000 US Dol­lar — doch es kam aber­mals der Absturz auf 7.500 US Dol­lar. Wer also in den Kryp­to­markt inves­tiert, der braucht sehr wohl aus­ge­spro­chen star­ke Ner­ven, da es hier immer wie­der zu Ver­lus­ten kom­men kann.

In Bitcoin investieren
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Tipp Nummer 3: Auf die Diversifikation achten

Man soll­te auf kei­nen Fall sein gesam­tes Geld in eine bestimm­te Akti­en­ge­sell­schaft inves­tie­ren oder in einen Roh­stoff ste­cken. Wich­tig ist die soge­nann­te Diver­si­fi­ka­ti­on. Das heißt, das Geld wird gestreut.

Je brei­ter die Streu­ung ist, umso gerin­ger ist das Risi­ko. Denn wenn Posi­ti­on A einen Ver­lust von 2 Pro­zent ein­fährt und Posi­ti­on C um 4 Pro­zent steigt, so bleibt am Ende ein Gewinn von 2 Pro­zent.

Wer also lang­fris­tig inves­tie­ren will, der soll­te daher sein Geld in bestimm­te Pro­duk­te ste­cken, um so etwai­ge Risi­ken redu­zie­ren zu kön­nen.

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