Es gibt eini­ge grund­le­gen­de Din­ge, die beach­tet wer­den soll­ten, bevor die Web­site eines Unter­neh­mens der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wird. Eine davon ist, sie so zu gestal­ten, dass sie so ver­trau­ens­wür­dig wie mög­lich wirkt.


In die­sem Arti­kel sind noch wei­te­re wich­ti­ge Punk­te, die du umset­zen soll­test.

Design ist wichtig, aber nicht alles

Bist du schon ein­mal auf eine Web­site gesto­ßen, deren Design dich an die frü­hen Zei­ten des Inter­nets erin­nert? Oder woll­test du schon ein­mal eine Zah­lung in einem Online-Shop vor­neh­men und hast dich auf­grund des unpro­fes­sio­nell wir­ken­den Designs gefragt, ob dei­ne Zah­lungs­da­ten über­haupt sicher sind?

Das Design einer Web­site macht einen enor­men Unter­schied: ein gutes Design ist eine der wich­tigs­ten Grund­la­gen, durch die du Ver­trau­en sei­tens der Kun­den schaf­fen kannst. Vie­les, was wir im Inter­net vor­neh­men, geschieht auf­grund von Ver­trau­en. Wir müs­sen uns lei­der all­zu oft auf unser Gefühl ver­las­sen, wenn es um die Sicher­heit einer Web­site geht.

Daher wirkt eine Web­site, in die offen­sicht­lich viel Arbeit in ein zugleich gut durch­dach­tes wie anspruchs­vol­les Design gesteckt wur­de, auf uns weit­aus siche­rer, als eine mit unpro­fes­sio­nel­lem Design.

Es kann sich loh­nen, ent­we­der pro­fes­sio­nel­le Web­de­si­gner anzu­stel­len oder ein Bau­kas­ten-Sys­tem wie Wor­d­Press, Weebly oder Wix zu benut­zen, die ästhe­ti­sche und soli­de Vor­la­gen bie­ten. Auch wenn das Design einer Web­site ein­fach aus­se­hen kann, steckt nor­ma­ler­wei­se viel Arbeit dahin­ter. Zum Bei­spiel wird genau geplant, wo bestimm­te Ele­men­te plat­ziert wer­den soll­ten, damit sie vom Kun­den unbe­wusst leich­ter ange­klickt oder gese­hen wer­den kön­nen.

Doch auch vie­le Fake-Shops im Inter­net ver­fü­gen über ein moder­nes und anspruchs­vol­les Design. Allein mit einem pro­fes­sio­nel­len Lay­out kannst dein Online-Shop oder dei­ne Web­site als sicher und seri­ös gel­ten. Die fol­gen­den Punk­te soll­test du auch umset­zen, um das Ver­trau­en dei­ner Kun­den zu gewin­nen.

Sicherheit-Zertifizierungen schaffen Sicherheit

Sicher­heit im Netz ist für die meis­ten Men­schen ein wich­ti­ges The­ma.

Durch Sicher­heits­zer­ti­fi­zie­run­gen und Bewer­tun­gen auf dei­ner Web­site bzw. in dei­nem Online-Shop, kannst du zei­gen, dass es sich bei dir um ein seriö­ses Unter­neh­men han­delt, das ver­trau­ens­wür­dig ist.

Bei Zah­lun­gen möch­ten sich Kun­den wahr­schein­lich am sichers­ten füh­len — daher gibt es eini­ge Mög­lich­kei­ten, zu zei­gen, dass die­ser Ablauf beson­ders gut geschützt ist.

Das Sie­gel Veri­fied by VISA ist eine gute Mög­lich­keit, um dies Visa-Kun­den zu zei­gen. Es han­delt sich dabei um einen extra Schutz von dem Anbie­ter VISA. Da nicht jede Web­site die­sen Ser­vice anbie­tet, kannst du gera­de dadurch posi­tiv auf­fal­len. Das Veri­fied by Visa-Zei­chen wird dann auf dei­ner Web­site ange­zeigt. Es gibt auch Mas­ter­Card® Secu­re­Code und ähn­li­ches.

Je nach Bran­che gibt es dar­über hin­aus unter­schied­li­che Zer­ti­fi­zie­rungs­op­tio­nen, hier eini­ge Bei­spie­le:

Trus­ted Shops ist ein belieb­tes Zer­ti­fi­kat, das bestä­tigt, dass es sich um eine seriö­se Web­site han­delt, da das Unter­neh­men dahin­ter Anfor­de­run­gen an Fir­men stellt, die das Sie­gel füh­ren dür­fen.

Dar­über hin­aus trägt Trus­ted Shops Sor­ge dafür, dass nicht nur die Kun­den Feed­back geben, son­dern ach­tet auch dar­auf, dass die­ses Feed­back zeit­nah von dem zer­ti­fi­zier­ten Shop beant­wor­tet wird. Außer­dem bie­tet Trus­ted Shops sei­nen Mit­glie­dern Rechts­be­ra­tung an und ver­mit­telt zwi­schen Kun­den und Shop im Streit­fall.

EHI Geprüf­ter Online-Shop: Das Sie­gel wird siche­ren und ver­brau­cher­freund­li­chen Online-Shops ver­lie­hen. Im Prüf­ver­fah­ren bie­tet es Test­be­stel­lun­gen, über­prüft die tele­fo­ni­sche Erreich­bar­keit und die gesetz­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflich­ten etc.

TÜV Süd S@fer Shop­ping: Wer das Sie­gel erhal­ten will, muss ein drei­stu­fi­ges Prüf­ver­fah­ren über sich erge­hen las­sen, eine Online-Prü­fung, ein Secu­ri­ty-Check und ein Audit vor Ort.

Echte Kundenbewertungen

Auf dei­nem Shop soll­ten ech­te Kun­den­be­wer­tun­gen vor­zu­fin­den sein. Auch wenn jeder Händ­ler für sei­ne Pro­duk­te ger­ne Fünf-Ster­ne-Bewer­tun­gen hät­te, so sind aus­schließ­lich Top-Bewer­tun­gen sehr unrea­lis­tisch und rie­chen regel­recht nach Fake.

Wenn du bei Ama­zon nach­schaust, so wirst du auch dort kaum Pro­duk­te fin­den, die nur gut bis sehr gut bewer­tet wer­den. Vie­le Kun­den wis­sen mitt­ler­wei­le, dass sol­che Bewer­tun­gen oft nicht echt sind und ver­trau­en dem Shop folg­lich nicht.

Des­halb soll­test du auch weni­ger gute Bewer­tun­gen auf dei­nem Shop zulas­sen. Wenn die aller­dings über­hand neh­men, soll­test du die Grün­de her­aus­fin­den und gegen­steu­ern.

Kundenfreundliche Zahlungsarten

Auch wenn du als Online-Händ­ler ger­ne gleich das Geld hät­test, bevor du die Waren ver­schickst, ist ver­ständ­lich. Den­noch wol­len die meis­ten Kun­den nicht nur per Vor­kas­se oder PayPal bezah­len, son­dern auch mit Kre­dit­kar­te oder auf Rech­nung.

Daher lohnt es sich, auch sol­che — aus Händ­ler-Sicht — unbe­lieb­ten Zah­lungs­op­tio­nen in den Shop zu inte­grie­ren.

Korrekte Rechtstexte zur Verfügung stellen

Als Online-Händ­ler benö­tigst du in dei­nem Shop eine Daten­schutz­er­klä­rung, ein Impres­sum, eine Wider­rufs­be­leh­rung, eine Infor­ma­ti­ons­sei­te zu Zah­lungs­ar­ten und Lie­fer­zei­ten und AGB. Alle die­se Tex­te soll­ten rechts­si­cher und in kor­rek­tem Deutsch ver­fasst sein.

Um die AGB abmahn­si­cher zu gestal­ten, soll­test du dir recht­li­chen Bei­stand suchen, denn oft pas­sen die Mus­ter-AGB, die von man­chen Plugins wie z. B. Ger­man Mar­ket mit­ge­lie­fert wer­den, nicht hun­dert­pro­zen­tig zu dei­nem Ange­bot. Auch wenn ein Anwalt teu­er ist, eine Abmah­nung wird wahr­schein­lich noch teu­rer sein.

Güns­ti­ge Alter­na­ti­ven sind AGB-Pake­te, die man online bei spe­zia­li­sier­ten Anwalts­kanz­lei­en im Abo kau­fen kann, z. B. bei IT​-Recht​-Kanz​lei​.de.

SSL-Verschlüsselung

Seit­dem die DSGVO im Mai 2018 in Kraft getre­ten ist, ist eine SSL-Ver­schlüs­se­lung für Geschäfts­web­sites und Online-Shops zur Pflicht gewor­den.

Wer als Online-Händ­ler kein SSL-Zer­ti­fi­kat ein­setzt, ris­kiert eine Abmah­nung, und auch Selb­stän­di­ge und Unter­neh­men soll­ten auf ihren Fir­men­auf­trit­ten im Inter­net ein SSL-Zer­ti­fi­kat nut­zen, vor allem wenn Kon­takt­for­mu­la­re ver­wen­det wer­den, um eine Abmah­nung zu ver­mei­den.

Außer­dem hin­ter­lässt eine Web­site kei­nen seriö­sen Ein­druck, wenn in der Brow­s­er­zei­le der Hin­weis “Nicht sicher” ange­zeigt wird.

Zeitnah auf Kundenfragen antworten

Eben­falls ver­trau­en­er­we­ckend sind schnel­le Ant­wor­ten auf Kun­den­an­fra­gen. Das zeigt, dass da noch jemand “hin­ter der Web­site oder dem Shop” sitzt und die Anfra­gen und E‑Mails von Inter­es­sen­ten und Kun­den ernst nimmt.

Sich persönlich vorstellen

Ich mag es, wenn ich auf Web­sites oder auch auf Online-Shops Vor­stel­lungs­sei­ten von den Betrei­bern fin­de. Das macht das Unter­neh­men oder den Shop direkt sym­pa­thi­scher, zugäng­li­cher und mensch­li­cher.

Web­sites, auf denen ich nicht ein­mal eine/​n Ansprechpartner/​in im Impres­sum vor­fin­de, kom­men mir suspekt vor, auch wenn sie das viel­leicht gar nicht sind. Auf sol­chen Sei­ten wür­de ich nichts kau­fen oder irgend­wel­che Dienst­leis­tun­gen in Anspruch neh­men. Gera­de hier kön­nen klei­ne Händ­ler gegen­über den gro­ßen Markt­plät­zen wie Ama­zon oder eBay punk­ten, indem sie ihrem Online-Auf­tritt ein Gesicht geben.

Fazit

Es ist immer bes­ser, etwas Arbeit in die Prä­sen­ta­ti­on einer Web­site zu ste­cken und sich über Zer­ti­fi­zie­run­gen u. ä. zu infor­mie­ren, als den einen oder ande­ren Kun­den bzw. Leser unnö­ti­ger­wei­se abzu­schre­cken.

Dabei ist der Auf­wand, um ein Zer­ti­fi­kat, eine Bewer­tung oder ähn­li­ches zu erhal­ten, meis­tens rela­tiv gering und die Anbie­ter sind meist sehr zuvor­kom­mend. Es kann sich also sehr loh­nen, sich eini­ge Gedan­ken dar­über zu machen, wie man sei­ne Sei­te bzw. sei­nen Online-Shop ver­trau­ens­wür­di­ger gestal­ten kann.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © mohamed_hassan/Pixabay.com)