Heu­te zum 1. Novem­ber 2011 soll­ten nor­ma­ler­wei­se die neu­en ver­schärf­ten Rege­lun­gen zum Grün­dungs­zu­schuss in Kraft tre­ten.


Wie die­se aus­se­hen soll­ten, habe ich vor ein paar Wochen in einem Blog­bei­trag mit dem Titel Grün­dungs­zu­schuss-Neu­re­ge­lun­gen geschil­dert.

Doch nun kommt etwas Ver­zug in die gan­ze Geschich­te, denn der Bun­des­rat hat am 14.10.2011 über­ra­schend sein Veto gegen die geplan­ten Kür­zun­gen ein­ge­legt und den Ver­mitt­lungs­aus­schuss ange­ru­fen.

Die­ser muss jetzt neu über das Gesetz bera­ten und danach wird der Bun­des­tag end­gül­tig ent­schei­den, ob es zu den Ände­run­gen und Ver­schär­fun­gen des Grün­dungs­zu­schus­ses kommt oder nicht. Dafür ist eine abso­lu­te Mehr­heit not­wen­dig. Ganz zum Schluss hat der Bun­des­prä­si­dent noch die Auf­ga­be, das Gesetz abzu­seg­nen und zu unter­schrei­ben.

Noch gilt der Status quo beim Gründungszuschuss

Bis die­ser Pro­zess abge­schlos­sen ist, kön­nen noch gut zwei bis drei Wochen ver­ge­hen. Das heißt auch, dass Grün­dungs­wil­li­ge jetzt in den ers­ten Tagen des Novem­bers noch zu den alten „güns­ti­gen“ Kon­di­tio­nen grün­den kön­nen. Wer also hun­dert­pro­zen­tig vor­hat, aus der Arbeits­lo­sig­keit zu grün­den, soll­te dies bes­ser in den nächs­ten Tagen und Wochen tun, bevor even­tu­ell das neue Gesetz in Kraft tritt.

Aller­dings soll­te man als poten­zi­el­ler Exis­tenz­grün­der nicht gleich in Panik ver­fal­len und auf Teu­fel komm raus grün­den, nur um die bes­se­ren Kon­di­tio­nen abgrei­fen zu kön­nen. Eine gute Pla­nung der künf­ti­gen Selb­stän­dig­keit, ein soli­der Busi­ness­plan und ein durch­dach­tes Geschäfts­kon­zept soll­ten schon vor­lie­gen.

Eine über­eil­te Exis­tenz­grün­dung führt noch lan­ge nicht zum Erfolg, nur weil man noch eine län­ge­re Lauf­zeit des Grün­dungs­zu­schus­ses in Anspruch neh­men kann.

Bin mal gespannt, wie es in die­ser Sache wei­ter­geht.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © geralt/Pixabay.com)