Einen Online-Shop füh­ren und damit sein Ein­kom­men erzie­len, davon träu­men vie­le. Der E‑Commerce ist immer noch eine der häu­figs­ten Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten im Inter­net.


Doch auch hier läuft der Ver­kauf nicht von allei­ne und es ist har­te Arbeit, sei­nen Online-Shop bei einer mög­lichst gro­ßen Ziel­grup­pe bekannt zu machen.

Vor ein paar Wochen habe ich den wun­der­schön gestal­te­ten Online-Shop mys​up​per​.de im Netz ent­deckt und konn­te eine der Geschäfts­füh­re­rin­nen für ein Blog-Inter­view gewin­nen.

Dar­in schil­dert Bian­ca König ihre Erfah­run­gen mit dem Auf­bau und den Ver­mark­tungs­maß­nah­men von Mys​up​per​.de, einem noch jun­gen Online-Shop für Fein­kost und außer­ge­wöhn­li­che Acces­soires.

Viel Spaß beim Lesen des Inter­views.

1. Bit­te stel­len Sie sich und Ihren Online-Shop mys­up­per kurz den Blog­le­sern vor:

„Mys­up­per for food lovers“ ist Online­por­tal und Laden­ge­schäft für Fein­kost und schö­ne Acces­soires in Ham­burg. Sowohl unser Geschäft im Ham­bur­ger Schan­zen­vier­tel als auch der Online­shop wur­den im Okto­ber 2010 eröff­net.

2. Wie sind Sie auf die­se Idee gekom­men, kuli­na­ri­sche Beson­der­hei­ten und Lecke­rei­en zu ver­kau­fen?

Alles begann mit einer inter­es­san­ten Bekannt­schaft und einem fes­seln­den Gespräch über selbst­kre­ierte Gewürz­mi­schun­gen und den inter­net­ge­stütz­ten Trend zu immer mehr indi­vi­du­el­len Pro­duk­ten. Das Inter­net und die heu­ti­gen logis­ti­schen Mög­lich­kei­ten bil­den idea­le Vor­aus­set­zun­gen, um Geschmacks­pro­du­zen­ten und Geschmacks­kon­su­men­ten zusam­men zu brin­gen. Mys­up­per bringt sehr indi­vi­du­el­le Geschmacks­an­ge­bo­te auf den Tisch – und jeder kann nach Lust und Lau­ne zugrei­fen.

3. Wie ver­lief Ihr Geschäfts­start? Wie haben Sie ver­sucht, online Ihre ers­ten Kun­den zu gewin­nen?

Es war ein abso­lu­tes Hoch­ge­fühl, nach mona­te­lan­ger kon­zep­tio­nel­ler Arbeit und wochen­lan­gen „con­tent updates“ end­lich online zu sein. Ein­fach gran­di­os. Wir hat­ten super lecke­re und schö­ne Pro­duk­te aus­ge­wählt und uns unzäh­li­ge Gedan­ken gemacht – über Design, Ästhe­tik, beson­de­re Fotos und kna­cki­ge, anspre­chen­de Tex­te. Doch nach der anfäng­li­chen Eupho­rie kam die ernüch­tern­de Pha­se der „Usa­bi­li­ty-Tests“ in der Pra­xis. Es gab viel zu ler­nen in den ers­ten Wochen. Jetzt sind wir froh, dass unser E‑Shop nicht nur gut aus­sieht, son­dern auch ohne Mur­ren funk­tio­niert.

Existenzgründung online - Interview mit Bianca König von mysupper.de

Der Inter­net­auf­tritt von mys​up​per​.de

4. Wel­che Ver­mark­tungs­maß­nah­men (haupt­säch­lich online) waren bzw. sind beson­ders effek­tiv?

Über Effek­ti­vi­tät wür­de ich nach einem knap­pen hal­ben Jahr noch nicht spre­chen wol­len. Wir gewin­nen kon­ti­nu­ier­lich Kun­den hin­zu – den­noch bedarf es einer sehr kon­kre­ten und am Ende auch kon­se­quen­ten Pla­nung und Umset­zung ent­spre­chen­der Ver­mark­tungs­maß­nah­men. Einen wesent­li­chen Teil macht dabei sicher­lich der Bereich der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung aus.

5. Sie ver­kau­fen Ihre Pro­duk­te ja auch sta­tio­när in einem Geschäft. Mit dem Online-Shop kön­nen Sie Ihre Ware natür­lich deutsch­land­weit und auch nach Öster­reich ver­kau­fen. Hat sich die­ser Ver­triebs­ka­nal bis­her gelohnt und wie wird er von den Kun­den ange­nom­men?

Es gibt sicher­lich Pro­duk­te, auf die man als Kon­su­ment schnel­ler online zugreift als auf Lebens­mit­tel. Denn wir haben online nicht die Mög­lich­keit, den Geschmacks- und Geruchs­sinn anzu­spre­chen, die bekann­ter­ma­ßen die wesent­lichs­te Rol­le spie­len beim Kauf von Fein­kost und Lebens­mit­teln. Inso­fern ist und bleibt das eine Her­aus­for­de­rung.

Für uns war und ist es daher sehr wich­tig, unse­ren Online­shop sehr anspre­chend und vor allem „lecker“ zu gestal­ten. Wir arbei­ten mit Pro­dukt­fo­tos, die hoch­wer­tig aus­se­hen und Lust auf die Pro­duk­te machen sol­len. Wir inves­tie­ren sehr viel Ener­gie und Lei­den­schaft in unse­ren Auf­tritt und möch­ten uns dadurch posi­tiv dif­fe­ren­zie­ren.

6. Nut­zen Sie auch das Web 2.0 (Face­book, Twit­ter oder Xing), um Ihren Online-Shop und Ihre Pro­duk­te bekannt zu machen? Wenn ja, wie inten­siv und in wel­cher Form?

Zur Zeit sind wir nur auf Face­book ver­tre­ten. Die Ent­schei­dung für die­sen Kanal hat aller­dings auch einen Grund: Wir fin­den dort unse­re Ziel­grup­pe. Es gibt sehr vie­le genuss-affi­ne Men­schen auf Face­book, die über Neu­ig­kei­ten rund um unse­re The­men infor­miert wer­den möch­ten. Dabei ach­ten wir auf eine gesun­de Mischung aus Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Neu­ig­kei­ten rund um die Welt von mys­up­per oder auch Waren­kun­de.

7. Wel­che Erfah­run­gen haben Sie beim Auf­bau Ihrer Geschäfts­tä­tig­keit im Inter­net gemacht? Was wür­den Sie heu­te anders machen?

Wenn ich noch ein­mal von vorn begin­nen wür­de, gäbe es eine Viel­zahl von Ver­än­de­run­gen, die ich vor­neh­men wür­de. Die Arbeit am Shop zeich­net sich aber ohne­hin durch stän­di­ge Ver­än­de­run­gen, Erwei­te­run­gen und Opti­mie­run­gen aus. Ein Ende gibt es nicht. Und das ist auch gut so.

8. Was ist Ihr wich­tigs­ter Tipp für alle Grün­der, die sich im Inter­net eine Exis­tenz auf­bau­en wol­len? 

Einen lan­gen Atem zu haben.

Frau König, vie­len Dank für das aus­führ­li­che Inter­view und wei­ter­hin viel Erfolg mit mys​up​per​.de.