Mein vor­läu­fig letz­ter Bei­trag aus der Rei­he „Mit Bud­dy­Press eine Com­mu­ni­ty auf­bau­en“ will ein paar Refe­ren­zen für mit Bud­dy­Press umge­setz­te Com­mu­nities bzw. Netz­wer­ke vor­stel­len.


Als ich nach inter­es­san­ten Pra­xis­bei­spie­len im Web gesucht habe, ist mir aller­dings auf­ge­fal­len, dass es in Deutsch­land nicht sehr vie­le Bud­dy­Press-Refe­ren­zen gibt, was ich schon etwas scha­de fin­de.

Denn nach­dem ich mich selbst aus­gie­big mit Bud­dy­Press, sei­nen Mög­lich­kei­ten und den dafür exis­tie­ren­den Plugins beschäf­tigt habe, kann man mit der Wor­d­Press-Com­mu­ni­ty-Erwei­te­rung Bud­dy­Press doch eini­ges anfan­gen.

Ande­rer­seits ist es auch nicht so spie­lend ein­fach, eine anspre­chend gestal­te­te Com­mu­ni­ty­sei­te mit Bud­dy­Press zu erstel­len. Denn will man bestimm­te Fea­tures auf der Com­mu­ni­ty anbie­ten, kommt man wohl um indi­vi­du­el­le Anpas­sun­gen sowie kom­ple­xe­re Pro­gram­mier­tä­tig­kei­ten nicht her­um. Und das kön­nen natür­lich nicht alle in die Rea­li­tät umset­zen.

Lohnt sich die eigene Community in Zeiten von Facebook & Co.?

Außer­dem fällt für die Gewin­nung neu­er Mit­glie­der, die Ver­wal­tung und Betreu­ung einer regen Inter­net­com­mu­ni­ty ein nicht zu unter­schät­zen­der Zeit­auf­wand an, den man nicht unter­schät­zen soll­te.

Dar­über hin­aus wer­den sich vie­le auch fra­gen, war­um sich die Arbeit machen und eine eige­ne Com­mu­ni­ty erstel­len, wo es doch Face­book und Xing gibt, eine Fra­ge, die mit Sicher­heit berech­tigt ist.

Den­noch hat ein eige­nes Netz­werk den Vor­teil, dass man sich nicht abhän­gig macht von Face­book, des­sen nicht ganz durch­schau­ba­ren Prak­ti­ken hin­sicht­lich des Daten­schut­zes und der Daten­ver­wer­tung sowie den immer wie­der auf­kom­men­den Neue­run­gen und Ände­run­gen, denen man als Face­book-Nut­zer ja nicht aus­wei­chen kann. Außer­dem kann einem schon mal das Pro­fil auf Face­book gesperrt wer­den.

Das glei­che gilt eben­falls für die ande­ren gro­ßen Netz­wer­ke.

Welche Themen eignen sich für Communities?

Mit Sicher­heit lässt sich nicht jedes The­ma in eine Com­mu­ni­ty oder ein sozia­les Netz­werk umwan­deln. Beson­ders geeig­net sind The­men­be­rei­che, wo sich vie­le Men­schen inter­es­se­hal­ber und für den Aus­tausch mit ande­ren ger­ne zusam­men­schlie­ßen.

Daher eig­nen sich als The­men sehr gut Hob­bys sowie pri­va­te als auch beruf­li­che Inter­es­sen, sodass Com­mu­nities haupt­säch­lich für (Sport-)Vereine, geschäft­li­che Ver­ei­ni­gun­gen wie Busi­ness-Netz­wer­ke, den Hoch­schul­be­reich, poli­ti­sche und ande­re Orga­ni­sa­tio­nen sowie für den Dating- und Part­ner­su­che-Bereich prä­de­sti­niert sind.

Nur wenige Referenzen für BuddyPress in Deutschland?

Im Wor­d­Press-Forum habe ich dann doch ein paar Pra­xis­bei­spie­le für Bud­dy­Press im deutsch­spra­chi­gen Raum gefun­den, so u. a. Kenn​dich​.de, eine Com­mu­ni­ty für behin­der­te und nicht­be­hin­der­te Men­schen.

Ger­ne wür­de ich noch ande­re Bei­spie­le für deut­sche Bud­dy­Press-Refe­ren­zen vor­stel­len, habe aber kei­ne mehr gefun­den. Wer noch wel­che kennt, kann sie ger­ne in einem Kom­men­tar unter dem Bei­trag erwäh­nen. Ich freue mich über jeden wei­te­ren Tipp.

Weitere BuddyPress-Praxisbeispiele im BuddyPress-Showcase

Auf der inter­na­tio­na­len Bud­dy­Press-Platt­form fin­det sich eine Show­ca­se-Sei­te, auf der 12 Bud­dy­Press-Refe­ren­zen auf­ge­führt sind. Von die­sen Bei­spie­len gefällt mir sehr gut die Koch­re­zep­te-Com­mu­ni­ty Tas­ty Kit­chen und die Netz­werk-Sei­te von Cuny Aca­de­mic Com­mons, was zeigt, dass auch Uni­ver­si­tä­ten oder ande­re Aus­bil­dungs­in­sti­tu­te sehr gute eige­ne Com­mu­nities auf­bau­en kön­nen.

Eben­falls auf der Basis von Bud­dy­Press ist die Netz­werk-Sei­te Nepal­Stu­dents, die größ­te Online-Com­mu­ni­ty für Stu­den­ten in Nepal.

Fazit

Mit Bud­dy­Press ein eige­nes Netz­werk zu erstel­len, ist in den Grund­la­gen recht ein­fach. Aller­dings soll­te man sich vor der Umset­zung genau­es­tens über­le­gen, was man mit sei­ner Com­mu­ni­ty errei­chen und den Mit­glie­dern bie­ten will. Ganz wich­tig fin­de ich die strik­te the­ma­ti­sche Ein­gren­zung, denn gera­de dar­über kann man sich noch recht gut plat­zie­ren.

Bie­tet man eine Wald-und-Wie­sen-Com­mu­ni­ty an, wird der Zulauf gering sein, da sich hier nur schwer — oder eher über­haupt nicht — mit den gro­ßen wie Face­book und Co. kon­kur­rie­ren lässt.