Mit BuddyPress eine Community erstellen, ist nicht kompliziert. Nachdem ich vor gut vier Wochen im ersten Teil meiner BuddyPress-Artikelreihe einen groben Überblick über das Community-Plugin BuddyPress und dessen Features gegeben habe, gehe ich heute näher auf die Funktionen von BuddyPress ein.


Wie sieht BuddyPress aus, wenn es installiert wurde und welche Funktionen haben die User und der Administrator zur Verfügung?

Wie Sie BuddyPress installieren, habe ich im ersten Artikel beschrieben. Ist das Plugin dann im WordPress-Verwaltungsbereich aktiviert worden, gibt es Folgendes zu sehen:

1. Der BuddyPress-Bereich im Dashboard:

BuddyPress Backend

BuddyPress hat im WordPress-Dashboard einen eigenen Verwaltungsbereich mit den Unterpunkten Komponenten, Seiten, Einstellungen, Foren und Profilfelder.

Komponenten

Wenn Sie in den BuddyPress-Verwaltungsbereich gehen, ist gleichzeitig die Seite Komponenten geöffnet. Dort stellen Sie verschiedene Komponenten, die es in BuddyPress gibt, ein oder aus (über Setzen bzw. Entfernen des Häkchens).

Dabei geht es darum, u. a. den Benutzer in ihrem Profil bestimmte Einstellungsänderungen zu erlauben oder dass Diskussionsforen direkt in die Gruppen integriert werden. Standardmäßig sind auf dieser Seite alle Häkchen gesetzt. Ich finde, dass man dies auch so lassen kann.

Brauchen Sie bestimmte Komponenten in Ihrer Community nicht, können Sie sie natürlich auch deaktivieren.

Seiten

Hier können Sie eigene und selbst angelegte statische Seiten für die einzelnen BuddyPress-Seiten wie Activity Stream, Mitglieder, Gruppen und Foren anlegen, falls Sie die Standardseiten für diese einzelnen Inhalte nicht möchten.

Genauso können Sie auch eine neue Registrierungs- und Aktivieren-Seite anlegen. Sie müssen hier allerdings nicht unbedingt was ändern. BuddyPress legt all diese Seiten bei der Installation an und man kann sehr gut diese Default-Seiten nutzen.

BuddyPress Backend

Einstellungen

Unter Einstellungen können Sie verschiedene Funktionen aktivieren oder deaktivieren. so z. B. die Möglichkeit, Beiträge im Activity Stream des Blogs oder der Foren zu kommentieren oder dass Benutzer ihr Konto selbst löschen können usw. Hier können Sie für sich entscheiden, was möglich und was nicht möglich sein soll. Ich finde es vor allem wichtig, dass die Adminbar (dazu komme ich später noch) für nicht angemeldete Benutzer nicht zu sehen sein sollte.

Lesen  WordPress-Blog zur BuddyPress-Community erweitern – Teil 6: BuddyPress-Plugins (3)

BuddyPress Backend

Foren

Unter Foren finden Sie zwei interessante Optionen. Sie können festlegen, wie und wo die Foren, also die Diskussionsmöglichkeiten über bestimmte Themen, in Ihrer Community integriert werden sollen.

Standardmäßig vorinstalliert sind die Foren in den einzelnen Gruppen, d. h. Sie können jeder einzelnen Gruppe ein Diskussionsforum zuweisen. Sie haben aber noch eine weitere Möglichkeit. Sie können auch die Foren webseitenweit installieren, d. h. diese sind nicht mehr isoliert in den einzelnen Gruppen, sondern es gibt dann einen zentralen Forenbereich. Beide Optionen auszuwählen, also Diskussionsforen in den Gruppen und webseitenweit, ist nicht zu empfehlen.

Entscheiden Sie sich entweder für die eine oder die andere Option. Wollen Sie eher thematisch eingegrenzte Diskussionen, dann ist die erste Option die bessere.

BuddyPress Backend

Profile

Unter Profile können Sie für die Community-Nutzer weitere Felder in deren Profil hinzufügen, wie beispielsweise Alter, Interessen usw. Standardmäßig ist nur das Feld Name als Pflichtfeld angelegt, was Sie nachträglich noch ändern können.

Über Feldgruppen können Sie inhaltlich zusammengehörige Felder in einer Gruppe zusammenfassen. Dazu sollten Sie zuerst die Gruppe erstellen und dann die Felder dazu anlegen. So können Sie beispielsweise eine Feldgruppe Privat anlegen mit den Feldern Alter, Hobbys/Interessen, Geschlecht usw.

Sie können auch festlegen, ob ein Feld ein Pflichtfeld oder optional ist; Sie haben verschiedene Feldtypen zur Verfügung, was heißt, dass Sie auch Auswahlboxen, Auswahlbuttons oder Kontrollkästchen für bestimmte Feldinhalte auswählen können.

BuddyPress Backend

Inwieweit Sie von Ihren Benutzer den wirklichen Namen für die Registrierung verlangen sollten, sei dahingestellt. Ich finde es besser, wenn die User nur mit Ihrem Usernamen zu sehen sind, einfach aus Datenschutzgründen. Denn nicht jeder will einem unregistrierten Websitebesucher sein Profil mit wesentlichen Daten präsentieren. Denn diese Funktion, dass man für unregistrierte Besucher die Profile nicht einsehbar macht, liefert BuddyPress (noch) nicht.

Lesen  Plugin-Vorstellung: WordPress-Plugin SEO SearchTerms Tagging 2 - Erhöhung der internen Verlinkung im Blog und Anzeige der wichtigsten Google-Suchbegriffe

2. Der BuddyPress-Bereich im Frontend

Wenn Sie sich auf Ihrem Blog mit der BuddyPress-Installation als Admin einloggen, dann erscheint auf der Website ganz oben die sogenannte Adminbar (siehe Screenshot unten), über die Sie zu den verschiedenen BuddyPress-Bereichen gelangen.

BuddyPress Backend

Über das Benutzerkonto gelangen Sie u. a. zu den verschiedenen Gruppen, sehen Ihre letzten Aktivitäten, kommen zu Ihrem Profil und können dort auch Änderungen vornehmen und sich auch abmelden.

In Ihrem Profil haben Sie einen Überblick über Ihre Freunde, den beigetretenen Gruppen, Sie sehen, ob neue Nachrichten an Sie geschickt wurden usw. (siehe Screenshot unten).

BuddyPress Backend

Über den Link Dashboard in der Adminbar gelangen Sie wieder in das WordPress-Backend, können neue Artikel schreiben oder Kommentare verwalten, wie Sie das in der „normalen“ WordPress-Installation auch tun ohne BuddyPress.

Unter Benachrichtigungen werden Ihnen neue Registrierungen von Benutzern oder Freundschaftsanfragen angezeigt.

Wenn Sie sich als normaler Community-Nutzer (in der Standardrolle Abonnent) in BuddyPress einloggen, dann sehen Sie auch die Adminbar, allerdings mit weniger Funktionalitäten. Der Punkt Dashboard ist nicht vorhanden, es sei denn, Sie erhalten eine hochwertigere Benutzerrolle wie Autor oder Redakteur, wo Sie dann auch Artikel für den Blog schreiben können.

Alle Community-Benutzer werden in dem WordPress-Bereich Benutzer mit ihren Profildaten abgespeichert. Dort können Sie auch die gewünschte Standard-Benutzerrolle für die Community-Mitglieder einstellen. Am Anfang ist die Rolle Abonnent empfehlenswert, denn so können die Mitglieder keine unsinnigen Artikel posten. Aber Sie können natürlich noch nachträglich die Benutzerrolle eines jeden ändern.

BuddyPress-Version 1.5

Meine BuddyPress-Beschreibungen beziehen sich auf die Version 1.5. Gerade heute habe ich festgestellt, dass es schon eine Version 1.5.2 gibt.

Lesen  WordPress-Blog zur BuddyPress-Community erweitern – Teil 8: Praxisbeispiele für BuddyPress-Communities

Ich habe BuddyPress 1.5 auf eine Subdomain installiert und kann nur sagen, dass sie sehr gut funktioniert, außer beim IE 8 gibt es ein paar Schwierigkeiten beim Anlegen eines neuen Forums (die Formularfelder verschwinden), allerdings sollte man ja auch schon auf IE 9 upgedatet haben. BuddyPress Deutschland empfiehlt dagegen diese Version nicht für den Live-Betrieb und verweist auf die Vorgängerversion 1.2.10. Wäre allerdings auch mal ganz nett, diese Version auf ihrer Seite zum Download anzubieten. Ich jedenfalls habe nichts gefunden bzw. der Link dazu führt zur Startseite und nicht zum Download.

Sie können sich die aktuelle BuddyPress-Version auf BuddyPress.org herunterladen. Dann fehlt Ihnen allerdings noch die deutsche Sprachdatei für die Version 1.5.2. Ich habe eine auf Deckerweb gefunden, die auch funktioniert. Wo Sie die Datei dann in Ihrer Installation einfügen müssen, steht auch dabei.

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