In die­ser Woche habe ich eine Mail bekom­men, in der rank­sel­ler, ein bekann­ter Anbie­ter von Con­tent-Mar­ke­ting, einen neu­en Ser­vice gelauncht hat.


Mit die­sem Launch ändert rank­sel­ler auch sei­nen Fir­men­na­men und nennt sich von nun an See­ding Alli­an­ce GmbH, unter deren Dach die drei Platt­for­men rank­sel­ler, Socio­po und nati­ven­do geführt wer­den.

Was sind Native Ads?

Der neue Ser­vice heißt nati­ven­do und bie­tet Adver­ti­sern an, Nati­ve Ads auf ent­spre­chen­den Publis­her-Sei­ten zu plat­zie­ren. Unter Nati­ve Ads sind Wer­be­bot­schaf­ten zu ver­ste­hen, die als Anzei­gen naht­los in Blog­tex­te ein­ge­fügt wer­den.

Im Grun­de genom­men han­delt es sich dabei um Adver­to­ri­als, die mit der nati­ven­do-Tech­no­lo­gie voll­au­to­ma­tisch in das redak­tio­nel­le Umfeld ein­ge­bun­den wer­den.

Die Wer­bung wird nicht manu­ell in den ein­zel­nen Blog­ar­ti­kel ein­ge­fügt, son­dern mit­hil­fe eines Scrip­tes kann die Nati­ve Ad inhalt­lich ziel­ge­rich­tet, optisch, im respon­si­ve Design und aus­ge­stat­tet mit Social-Sharing-Funk­tio­na­liä­ten in den Publis­her-Sei­ten inte­griert wer­den. (Manu­el­les Ein­bin­den ist aber auch mög­lich, wie ich im Publis­her-Account gese­hen habe.)

Für die User von nati­ven­do ste­hen im Backend auch Moni­to­ring- und Sta­tis­tik­tools zur Ver­fü­gung, sodass die Per­for­mance der Anzei­gen stän­dig ange­passt wer­den kann.

Die Nati­ve Ads sind klar als Wer­bung gekenn­zeich­net. Sie set­zen sich zusam­men aus Titel, Text­an­riss (Tea­ser) und Inhalt. Wei­te­re Ele­men­te wie Bil­der, Vide­os und For­mu­la­re kön­nen auch in einem Nati­ve Ad ent­hal­ten sein. Das Lay­out von Tea­ser und Arti­kel passt sich dem Design in der inte­grier­ten Web­site ein.

Die­se Wer­b­e­inhal­te sind nicht von Goog­le inde­xier­bar, sodass man kei­nen dupli­ca­te con­tent zu befürch­ten hat, wenn eine Wer­be­an­zei­ge auf meh­re­ren Web­sites in der glei­chen Form erscheint.

Als Publis­her kann man dem Adver­ti­ser eine inhalt­lich abge­än­der­te Fas­sung der Wer­be­an­zei­ge vor­schla­gen, die von dem Wer­be­trei­ben­den dann ange­nom­men wer­den muss.

Anmeldung auf nativendo

Wer sich auf der Platt­form anmel­den will, kann sich ent­we­der nur als Adver­ti­ser oder Publis­her regis­trie­ren, bei­de Rol­len gleich­zei­tig aus­wäh­len funk­tio­niert nicht. Nach Absen­dung des Anmel­de­for­mu­lars erhält man wie immer eine Bestä­ti­gungs­mail, über die man sei­ne Anmel­dung schließ­lich veri­fi­zie­ren muss, um sich ein­log­gen zu kön­nen.

Als nächs­ter Schritt bie­tet es sich an, sei­ne Pro­fil- und Bank­da­ten aus­zu­fül­len. Wer Umsatz­steu­er abführt, soll­te auch die ent­spre­chen­den Fel­der mar­kie­ren und aus­fül­len.

Ins Dash­board kann man erst, wenn man von nati­ven­do frei­ge­schal­tet wur­de, was ein paar Minu­ten (oder noch etwas län­ger) dau­ern kann. Man erhält einen Hin­weis per Mail, dass die Frei­schal­tung erfolgt ist.

Publis­her-Dash­board von nati­ven­do

Das Dash­board unter­teilt sich in die Berei­che Dash­board, Web­sei­ten, Wer­be­platz, Anfra­gen und Sta­tis­ti­ken.

Im Dash­board wird einem u. a. ein Über­blick über die Ad Impres­si­ons, Klicks und erziel­ten Ein­nah­men des aktu­el­len Monats ange­zeigt.

Im Bereich Web­sei­ten tra­gen Sie Ihre Web­sites ein, auf denen die Wer­bung ein­ge­blen­det wer­den soll. Neben demo­gra­fi­schen Anga­ben, Page Impres­si­ons, Visits und Uni­que Visits kann man am Schluss aus­wäh­len, ob man die Kam­pa­gnen manu­ell oder auto­ma­tisch ein­bin­den will.

Ich habe mich bei mei­nem Ein­trag für auto­ma­tisch ent­schie­den. Nach dem Abspei­chern habe ich einen Java­Script-Code­schnip­sel erhal­ten, den ich auf dem Blog in die Hea­der-Datei vor dem schlie­ßen­den Hea­der-Tag ein­tra­gen muss. Über den But­ton Code prü­fen kann man schließ­lich tes­ten, ob der Code erfolg­reich ein­ge­tra­gen wur­de.

Die wei­te­ren Berei­che wie Wer­be­platz, Anfra­gen und Sta­tis­ti­ken wer­den erst inter­es­sant, wenn man eine akti­ve Web­site lau­fen hat und Wer­bung geschal­tet wird.

Die Web­site ist aber für die Wer­bung damit noch nicht frei­ge­schal­tet, davor steht noch die Ent­schei­dung des nati­ven­do-Teams.

Wer­be­platz anle­gen

Ist die gemel­de­te Web­site akzep­tiert wor­den, muss man für die­se einen Wer­be­platz unter dem Punkt Wer­be­platz fest­le­gen. Die­ser Pro­zess läuft in vier Schrit­ten ab.

1. Grund­ein­stel­lun­gen: Zuerst gibt man dem Wer­be­platz einen Namen, wählt die Plat­zie­rung der Wer­bung aus (3 Optio­nen: Domain­weit, Fixe URL oder Spe­zi­el­les Ver­zeich­nis — für die bei­den letzt­ge­nann­ten wird nach der Aus­wahl ein wei­te­res Feld geöff­net, in das man die URL oder die URL des Ver­zeich­nis­ses ein­tra­gen muss). Ich habe mir für Domain­weit ent­schie­den. Als Art des Wer­be­mit­tels habe ich Con­tent gewählt, eine wei­te­re Opti­on ist Video.

Ganz unten legt man die gewünsch­ten TKP- und CPC-Prei­se fest. Die ange­ge­be­nen Stan­dard­wer­te fin­de ich gut und über­neh­me die­se für den TKP-Preis (3,50 Euro). Als CPC-Preis lege ich 20 Cent fest.

2. Teaser­plat­zie­rung: Im zwei­ten Schritt muss man die Teaser­plat­zie­rung fest­le­gen. Dabei wird die Start­sei­te sei­nes Blogs oder sei­ner Web­site ange­zeigt. Fährt man mit der Maus über die Web­site, wer­den einem gelb gestri­chel­te Lini­en um die ein­zel­nen Web­site-Ele­men­te ange­zeigt. Klickt man ein Ele­ment an, wird der Strich grün. Dann kann man aus­wäh­len, ob die Wer­bung vor oder nach dem aus­ge­wähl­ten Ele­ment ange­zeigt wird. Wei­te­re Optio­nen sind innen (oben) und innen (unten). Dar­un­ter kann ich mir momen­tan nicht soviel vor­stel­len.

Auf die­se Art und Wei­se kann man meh­re­re Tea­ser in die Sei­te an ver­schie­de­nen Stel­len ein­bin­den.

Werbemittel von nativendo

3. Design-Anpas­sun­gen: Jetzt lässt sich die Wer­bung farb­lich anpas­sen: Basis-Ein­stel­lun­gen, Titel, Tea­ser, Bild­ein­stel­lun­gen und Wei­ter­le­sen-Link kann man in Far­be und Schrift- bzw. Bild­grö­ße an sein Lay­out anglei­chen.

4. Arti­kel­plat­zie­rung: Im letz­ten Schritt kann man mit einem Maus­klick defi­nie­ren, an wel­cher Stel­le bei Klick auf den Tea­ser die Kam­pa­gne als Arti­kel aus­ge­lie­fert wer­den soll.

Vergütung

Wie die Ver­gü­tung und deren Höhe aus­fällt, dazu kann ich nichts sagen, denn noch ist die Platt­form ja erst gestar­tet. So wie es in den FAQ steht, wird nach Klicks (CPC) und Tau­sen­der-Impres­sio­nen (TKP/​CPM) abge­rech­net.

Die Abrech­nung und Ein­nah­men­gut­schrift erfolgt monat­lich und ist unab­hän­gig von der Ver­dienst­hö­he. Die gene­rier­ten Ein­nah­men wer­den auf das im Account hin­ter­leg­te Bank­kon­to über­wie­sen.

Fazit

Noch kann ich den Dienst nicht rich­tig tes­ten. Mal sehen, wie sich die Sache ent­wi­ckelt. Wer stark fre­quen­tier­te Web­sites oder Blogs lau­fen hat, kann mit der Inte­gra­ti­on sol­cher Nati­ve Ads mit Sicher­heit ein paar Euros bequem hin­zu ver­die­nen.

In ein paar Wochen lässt sich zu nati­ven­do bestimmt mehr sagen. Dann wer­de ich auf die­sen Ser­vice noch­mal zurück­kom­men.

Da nati­ven­do noch in der Beta­pha­se läuft, wer­den alle getä­tig­ten Wer­be­plat­zie­run­gen die nächs­ten drei Mona­te aus­führ­lich getes­tet, um eine opti­ma­le Wer­be­aus­lie­fe­rung zu garan­tie­ren. Daher ist man in die­ser Zeit noch nicht frei­ge­schal­tet. Somit sind also auch kei­ne Ein­nah­men in der Anlauf­pha­se mög­lich.