Wer seinen Blog mit Bildern und Bildergalerien aufpeppen will, der kann zwar auch die WordPress-interne Funktion der Galerie nutzen, doch die ist nicht sonderlich komfortabel zu handhaben und auch kein optischer Hingucker.

Um einfach zu verwaltende und attraktive Bildergalerien in WordPress zu erstellen, bietet sich das wirklich gelungene Plugin NextGen Gallery von Alex Rabe an. Dieses ist sogar kostenlos zu haben.

Eine Bildergalerie lohnt sich nicht nur für private Blogs, wo man vielleicht seine letzten Urlaubsfotos veröffentlichen will, sondern auch für geschäftliche Blogs, um beispielsweise Bilder von einer Veranstaltung (Kongresse, Meetings usw.) zu präsentieren oder um eine Anleitung bzw. ein Tutorial in einer Bilderfolge darzustellen.


In diesem Artikel zeige ich Schritt für Schritt die Erstellung und Einbindung einer Bildergalerie in einen WordPress-Post.

Download und Installation von NextGen Gallery

Das Plugin steht auf der offiziellen WordPress-Seite zum Download bereit. Den Link finden Sie hier: Download NextGen Gallery.

Das Entpacken der Zip-Datei und Hochladen des Plugins funktioniert genauso wie bei den meisten anderen Plugins von WordPress. Die Galerie wird in den Plugins-Ordner unter wp-content auf den Webserver hochgeladen.

Dann einfach im Administrationsbereich von WordPress unter Plugins die Gallery aktivieren. Das Plugin stellt einen eigenen Verwaltungsbereich unter Galerie zur Verfügung.

Erstellen einer Bildergalerie

Um eine neue Bildergalerie anzulegen, klicken Sie im Verwaltungsbereich der Galerie auf Galerie / Bilder hinzufügen.

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Im Feld Neue Galerie vergeben Sie der Bildergalerie einen Namen und klicken auf Galerie hinzufügen. WordPress legt dann einen Ordner mit dieser Bezeichnung im Verzeichnis wp-content/gallery/ an.

Damit dieses Anlegen auch wirklich funktioniert, muss der Ordner wp-content samt Unterordnern die Berechtigung CHMOD 755 haben, sonst kommt eine Fehlermeldung.

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Nach dem Abspeichern erstellt das Plugin eine Galerie mit der ID 1. Unter dieser Angabe finden Sie auch den Codeschnipsel oder das Stichwort [nggallery]. Wenn Sie dieses in Ihren Artikel einfügen, nachdem Sie die Galerie mit Bildern befüllt haben, wird darüber die Galerie in den Text eingelesen. Jede neue Galerie erhält eine neue ID, die einfach durchnummeriert wird.

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Im nächsten Schritt laden wir Bilder hoch. Dafür auf Durchsuche klicken und den Ordner auf der Festplatte auswählen, der die Bilder enthält. Sie können auch mehrere Bilder gleichzeitig hochladen, indem Sie sie in der Auswahl mit der Maus anklicken und dabei die Shift-Taste gedrückt halten. Dann im Feld darunter das entsprechende Album auswählen, worin die Bilder enthalten sein sollen (im Screenshot: 1 – testalbum) und auf Bilder hochladen klicken.

Sie können, falls Sie sehr viele Bilder in die Galerie hochladen wollen, im Vorfeld die Bilder in einer Zip-Datei zusammenfassen und dann über den Befehl Zip-Datei hochladen die Bilder in die Galerie einfügen. Dieser Schritt kann schon einige Zeit sparen.

Außerdem sollten Sie auch schon die Bildergröße dementsprechend festgelegt haben, bevor Sie eine Galerie in WordPress anlegen, um nicht unnötige Speicherkapazität zu belegen.

Nun sind die Bilder in der Galerie und wir können die Galerie bearbeiten. Dafür klicken Sie im Verwaltungsbereich der Galerie auf Galerie verwalten.

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Sie sehen im oberen Screenshot die Auflistung aller Galerien. Bis jetzt ist nur eine vorhanden mit der ID 1, dem Namen testalbum und ganz rechts (auf dem Bild nicht mehr zu sehen – steht auch noch die Anzahl der darin enthaltenen Fotos (8)). Um die Galerie zu bearbeiten, klicken Sie auf den Namen der Galerie in dieser Übersicht.

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In dieser Übersicht können Sie nun die Galerie bearbeiten. Sie können der Galerie selbst einen anderen Titel geben und eine Beschreibung eintragen (ganz oben im Screenshot). Darunter schließt sich die Auflistung der Bilder an, die in kleinen Vorschaubildern (Thumbnails) angezeigt werden.

Auch hier haben Sie die Möglichkeit, den Bildern einen Alt-Tag und eine Beschreibung zu geben. Hier sollten Sie den Bildern wirklich aussagekräftige Namen geben, allein schon aus SEO-Gründen. Außerdem können Sie die Bilder mit Tags (Schlagwörtern) versehen. Diese Option schließt sich rechts neben der Beschreibung an und ist auf dem obigen Screenshot nicht mehr zu sehen.

Darüber hinaus können Sie die Thumbnails ändern, indem Sie auf Thumbnail ändern bei dem entsprechenden Bild klicken. In dem sich öffnenden Fenster ziehen Sie links einfach mit der Maus Ihren Rahmen um den Bildausschnitt, der nachher in der Vorschau angezeigt werden soll, und klicken auf Aktualisieren.

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Haben Sie alle Änderungen an der Galerie vorgenommen, klicken Sie auf Änderungen speichern.

Nun fügen wir die Galerie in einen Artikel ein.

Dazu gehen Sie in den Artikelbereich von WordPress, erstellen einen neuen Artikel, schreiben eventuell noch Text (ganz wie Sie wollen) und fügen dann die Galerie entweder manuell ein mit dem Schnipsel [nggallery] in der visuellen Ansicht oder über den Gallery-Button im Editor (gekennzeichnet mit dem roten Pfeil im unteren Screenshot).

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Wenn Sie den Artikel dann abgespeichert haben, können Sie Ihre Galerie auf der WordPress-Seite schon mal bestaunen.

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Sie können sich nun durch die Galerie klicken und die Bilder in Originalgröße sehen, indem Sie auf die Bilder klicken. Dann öffnet sich das Bild mit einem Lightbox-Effekt.

Ich habe am Anfang des Artikels erwähnt, dass man mit einer Galerie auch Bildertutorials erstellen kann. Dann ist natürlich die Bilderreihenfolge wichtig und man sollte die Bilder-Serie in den Bildernamen einfach durchnummerieren. Ich habe in dieser Testgalerie die Bilder auch von bild-1.jpg bis bild-8.jpg benannt und in dieser Reihenfolge erscheinen sie auch in der Galerie.

Wenn Sie eine Galerie erweitern möchten, also neue Bilder hinzufügen, dann gehen Sie genauso vor wie am Anfang des Artikels beschrieben. Einfach die Bilder hochladen und den entsprechenden Bilderordner auswählen und die neuen Bilder werden der Galerie hinzugefügt.

Soviel zum Erstellen einer Bildergalerie.

NextGen Gallery bietet natürlich noch mehr Funktionen. So können Sie unter Optionen im Verwaltungsbereich des Plugins u. a. die Standardgröße der Thumbnails verändern und ebenso die Bild-Einstellungen. Sie können auch festlegen, wie viele Bilder auf einer Seite einer Galerie angezeigt werden sollen.

Sie haben die Auswahl an Effekten, die bei dem Durchklicken der Bilder angezeigt werden (unterschiedliche Lightboxen). Sie können Wasserzeichen über Ihre Bilder legen und auch Flash-Slideshows anzeigen. Dafür benötigen Sie noch den JW Image Rotator von Jeroen Wijering.

Die Datei imagerotator.swf legen Sie am besten in den Ordner wp-content/uploads und geben den Dateipfad dorthin unter Optionen/Slideshow im Feld Pfad zum JW-Image-Rotator (URL) ein. Außerdem aktivieren Sie auf dieser Seite auch noch die Flash-Slideshow.

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Auf diese Art und Weise können Sie nun viele verschiedene Galerien in Ihrem Blog erstellen.

Außerdem bietet NextGen Gallery auch noch ein Sidebar Widget, in dem Sie Bilder in zufälliger Reihenfolge in der Seitenleiste Ihres Blogs anzeigen lassen können.

In diesem Artikel bin ich längst nicht auf alle Funktionen von NextGen Gallery eingegangen, aber die wichtigsten konnte ich erläutern, sodass die Erstellung einer Bildergalerie ganz einfach sein sollte.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und viel Erfolg beim Erstellen von attraktiven Bildergalerien.

(Bildquelle Artikelanfang: © Alexandr Mitiuc #29601827/Fotolia.com)