Neben dem Schreiben von informativen oder unterhaltsamen Artikeln gehört zur Bloggertätigkeit auch das Analysieren des eigenen Blogs, was das Ranking in den Suchmaschinen sowie die Backlinks angeht als auch die Recherche nach wichtigen Keywords und nach interessanten Themen für weitere Blogposts.

Für die hier aufgezählten Punkte gibt es im Internet verschiedene kostenlose Analyse-Tools, die es vorzustellen lohnt. In diesem Beitrag stelle ich fünf Gratis-Analyse-Tools vor, die für die Keyword-Recherche, Backlink-Kontrolle und Texterstellung eingesetzt werden können.

Keyword-Tool.org

www.keyword-tools.org

Keyword-Tool.org

Das Keyword-Tool ist das einzige Tool in diesem Beitrag, für dessen Nutzung du dich vorher anmelden  musst, kostenlos natürlich. Erst dann kannst du die drei Funktionen einsetzen.

Drei Keyword-Tools stehen auf der Website zur Verfügung:

Mit dem Keyword-Monitoring kannst du die wichtigsten Suchbegriffe deiner Website oder deines Blogs eintragen und herausfinden, welche Position deine Website mit diesen Keywords oder Keywordphrasen in den vergangenen Tagen und Wochen in den Suchergebnissen von Google einnimmt bzw. eingenommen hat.

So kannst du auf absteigende Positionen mit verschiedenen Optimierungsmaßnahmen, sei es nun OnPage– oder Offpage-Optimierung, ziemlich zeitnah reagieren.

Schon alle 15 Minuten können sich bei Google die Platzierungen der Suchergebnisse zu bestimmten Suchanfragen verändern.

Das zweite Tool, die Keyword-Recherche, hilft dir, das passende Keyword für einen Blogpost oder eine Landingpage zu finden, auch wenn das generell nicht so einfach abläuft und man ein gutes Keyword, mit dem man vorne in den Suchergebnissen platziert ist, nicht so schnell aufspürt. Aber dieses Feature unterstützt dich bei deinen Recherchen und Auswertungen.

Du gibt einen Suchbegriff oder eine Phrase in das entsprechende Feld ein und das Tool zeigt dir dann eine Liste mit 100 ähnlichen Suchbegriffen an, die du als Alternative für deinen eingegebenen Suchbegriff verwendet könntest. Weitere ermittelte Werte sind: das Suchvolumen des Keywords, der CPC (Cost per Click, wichtig zu wissen, wenn du für diesen Begriff Google-Adwords-Anzeigen schalten willst, dann weißt du, welche Kosten pro Anzeigenklick auf die zukommen) und die Wettbewerbssituation für den Suchbegriff. Das Keyword mit den meisten Suchanfragen steht in der Liste ganz oben.

Alle ermittelten Begriffe als Alternative zu deiner Sucheingabe solltest du natürlich nicht in einem Blogpost oder auf einer Landingpage einsetzen, sondern dich auf zwei bis maximal drei Keywords beschränken, je nachdem wie viel Text du schreibst. Bedenke auch, dass der Text für den User leserlich sein sollte und er nicht mit zu vielen Keyword-Varianten zugespammt wird.

Das dritte Tool, der Google Ranking Live-Check, gibt an, auf welcher Google-Position deine Website bei bestimmten Suchbegriffen steht.

Backlink-Tool.org

www.backlink-tool.org

Backlink-Tool.org

Auf Backlink-Tool.org stehen dir drei verschiedene Tools zur Verfügung:

Mit dem Backlink-Checker überprüfst du den aktuellen Status deiner Backlinks, indem du in das entsprechende Feld deine Website-URL eingibst. Die Auswertung geht ziemlich flott, und die Liste bietet zahlreiche wichtige Informationen wie u. a.

  • Gesamtzahl der ermittelten Backlinks
  • Gesamtzahl der Domains, die die Backlinks liefern
  • Gesamtzahl der IP-Adressen
  • Anzahl der Textlinks
  • Anzahl der Bilderlinks
  • Anzahl der Dofollow- und Nofollow-Links
  • Genaue Backlink-URL
  • Ankertext
  • die 100 wichtigsten Backlinks für die genauere Auswertung

Findest du in dieser Liste Backlinks, die dir nicht mehr zusagen, weil sie von einer unseriösen Quelle stammen, kannst du aktiv werden und dich mit dem Websitebetreiber in Verbindung setzen und ihn bitten, den entsprechenden Link zu löschen.

Das Backlinktool greift auf die Backlink-Datenbank von ahrefs.com zu, eine der größten und aktuellsten Backlink-Listen weltweit.

Über den Ankertext-Checker findest du schnell die Ankertexte deiner Backlinks heraus. So kannst du überprüfen, mit welchen Keywords bzw. Themen deine Website im Internet verlinkt ist. Ist deine Website häufig in einem ähnlichen Kontext verlinkt, wird sie von Google als relevant für diesen Kontext oder dieses Thema bewertet und damit in den Suchergebnissen höher eingestuft.

Als drittes Tool kannst du das EasyLink-Tool nutzen, um für dich bzw. deine Website relevante Backlink-Quellen aufzuspüren.

W-Fragen-Tool.com

www.w-fragen-tool.com

W-Fragen-Tool.com

Das W-Fragen-Tool unterstützt dich als Artikelschreiber bzw. Texter dabei, gesuchte Fragestellungen zu deinem eingegebenen Keyword aufzuspüren.

Ich habe als Test in das Feld eingetragen: Geld verdienen online und als Ergebnis wurden mir die W-Fragen der User, die mit dieser Begriffsphrase kombiniert werden, aufgelistet, beispielsweise:

  •  wie kann ich geld verdienen online
  • wie funktioniert geld verdienen im internet
  • mit was geld verdienen im internet
  • wo geld verdienen im internet

Hinweis: Mit W-Fragen sind Fragen gemeint, die mit den Fragewörtern wer, wie, was, warum, wo usw. anfangen und mit denen offene Fragen gestellt werden, die eine umfangreiche Antwort verlangen im Gegensatz zu geschlossenen Fragen, auf die man mit Ja oder Nein antworten kann.

Erhältst du auf deine Anfrage verschiedene Fragen von dem Tool „ausgespuckt“, dann kannst du zusätzlich diese Liste als CSV-Datei herunterladen und ein weiteres Tool einsetzen, das WDF*IDF Analyse-Tool, das als nächstes vorgestellt wird.

Die angezeigten Fragen zeigen dir, wie du einen für deine Website-Besucher interessanten Artikel schreiben kannst, indem du die Fragen mittels eines informativen Blogposts sinnvoll und umfassend beantwortest.
Auf der Seite des W-Fragen-Tools findest du auch ein gutes Beispiel – an dem Begriff „SEO“ – , wie du die W-Fragen zu einem Begriff optimal für eine Artikelerstellung nutzen kannst.

WDF*IDF Analyse Tool

www.wdfidf-tool.com

WDF*IDF Analyse Tool

Das WDF*IDF Analyse-Tool, mit dem du eine Termgewichtungs-Analyse deiner Website vornehmen kannst, bietet zwei Tools an.

Doch zuvor kurz zu der Begriffserläuterung WDF*IDF-Analyse:

Der Begriff und die damit verbundene Analyse setzt sich aus zwei Teilen zusammen – WDF bedeutet „within document frequency“ und IDF „inverse document frequency“. Mit dem ersten WDF-Wert wird in der Analyse ermittelt, wie oft ein Begriff oder eine Begriffskombination (was auch „Term“ bedeutet) in einem Dokument vorkommt. Dabei wird der Wert im Verhältnis zum Vorkommen anderer Begriffe gesetzt, die im Text oder auf der Website vorkommen.

Der zweite IDF-Wert bei der Analyse bestimmt, wie oft bestimmte Begriffe in Dokumenten vorkommen. Dabei wird die Anzahl der bekannten Dokumente dazu ins Verhältnis gesetzt, wie oft Begriffe in einem Dokument erscheinen. Dieser Algorithmus soll herausfinden, wie relevant ein Text hinsichtlich auf ein definiertes Schlüsselwort ist.

Kombiniert man nun beide Algorithmen, wird die WDF*IDF-Analyse angewandt, die die relative Begriffsgewichtung eines Dokuments ermittelt, im Verhältnis zu den möglichen Dokumenten, die auch das gleiche Schlüsselwort aufweisen.

Klingt kompliziert und ist es auch für mich. 🙂 Das Video auf der Seite hilft anschaulich weiter. Letztendlich wird mit der Analyse untersucht, wie relevant die untersuchte Website zu einem bestimmten Thema ist. In die Analyse werden auch andere Website mit einbezogen, die das gleiche oder ein ähnliches Thema behandeln.

Das Tool WDF*IDF-Analyse liefert nach der Eingabe eines bestimmten Begriffes und deiner Website-URL (es kann auch eine Unterseite statt der Startseite in das Feld eingetragen werden) eine Übersicht (Termgewichtung) aller relevanten Keywords in einer Säulengrafik. Das Keyword ganz links ist das relevanteste, das ganz rechts das am wenigsten relevante, das aber auch auf der Website verwendet werden sollte.

Du kannst anhand der Grafik gut erkennen, wie häufig ein Begriff auf den Konkurrenzseiten vorkommt und wie oft du ihn verwendest (die Linie über dem Balkendiagramm). Liegen deine Werte unterhalb der Werte der Balkengrafik, solltest du deine Seite oder deine Texte daraufhin optimieren, indem du den Begriff häufiger verwendest, also die Texte überarbeitest.

Auf dem Register Wettbewerb findest du eine Grafik von Websites, die zu deinem ausgewählten Keyword sehr gut in Google ranken.

Das Tool WDF*IDF-Textassistent hilft dir dabei, einen WDF*IDF-optimierten Text zu erstellen. Du gibst einfach das entsprechende Keyword in das Feld ein und der Texteditor liefert dir verschiedene Begriffe, die du in deinem geschriebenen Text unterbringen solltest, um ihn möglichst gut für die Termgewichtung zu optimieren.

Im nächsten Schritt wird ein Textfeld geöffnet, in das du deinen verfassten Text einfügst. Über den Button „Analyse aktualisieren“ startest du die Auswertung. Das Analyseergebnis zeigt dir schließlich an, welche Wörter noch fehlen, die du also noch in den Text einbringen solltest, welche Wörter öfter und welche Wörter seltener verwendet werden sollten.

Textanalyse-Tool

www.textanalyse-tool.de

Textanalyse-Tool

Mit dem Textanalyse-Tool kannst du die Lesbarkeit und Qualität deiner Blogartikel oder anderer Texte schnell überprüfen. Darüber hinaus lässt sich auch noch die Keyworddichte des Hauptkeywords im Text ermitteln.

Dafür gibt du einfach das Keyword in das entsprechende Feld ein und darunter kopierst du deinen zu überprüfenden Text.

Ich habe für einen Test selbst einen Text über ein Affiliate-Netzwerk in die Felder eingegeben.

Als Resultat wurde mir angezeigt, dass ich das Keyword „Affiliate-Netzwerk“ zu wenig verwende, und auch noch andere Negativpunkte hat das Tool ermittelt.

Die genannten Schwachpunkte waren: zu viele Modalverben, zu viele Passivformulierungen, zu viele Füllwörter, um die wichtigsten zu nennen. Der LESIX-Wert ist 36, also schwierig. Ich denke, für die Blogbesucher wäre ein Wert mit der Bewertung „leicht verständlich“ besser. Aber auch die Stärken des analysierten Textes werden angezeigt: So sind u.a. meine Sätze nicht zu lang, und ich verwende keine überlangen Wörter.

Auch dieses Tool werde ich nun häufiger verwenden, denn es zeigt Schwachstellen an, die man leicht beheben kann. Wer ein paar der ermittelten Kritikpunkte ausbügelt, verbessert eindeutig die Lesbarkeit seiner Artikel, was schließlich den Usern zugutekommt.

Unter LESIX (Lesbarkeitindex) versteht man ein Verfahren, mit dem die Verständlichkeit eines Textes anhand bestimmter Messwerte festgestellt wird. Wie das genau funktioniert und wie die Kriterien aussehen, findest du auch auf der Website von www.textanalyse-tool.de ausführlich erläutert.

Fazit

Die hier vorgestellten Tools sind für Blogger und andere Webworker mit Sicherheit äußerst nützlich, denn Keyword-Recherche, Backlink-Auswertung und das Erstellen von Keyword-optimierten Texten bleiben für die organische Suchmaschinenoptimierung weiter wichtige Faktoren, die es zu ständig berücksichtigen gilt.