Online-Marketing: Sind Google AdWords-Anzeigen für Freiberufler sinnvoll?

Google AdWordsDas Internet gehört heute so selbstverständlich zum Alltag der Menschen wie der morgendliche Kaffee oder die Bundesliga am Samstag.

Für Freiberufler ist das Netz Chance und Herausforderung zugleich: Einerseits bietet es insbesondere für das Marketing neue Möglichkeiten, Kunden zu erreichen.

Auf der anderen Seite kosten diese Optionen jedoch auch Geld. Falsch eingesetzt können die ohnehin nur knappen Mittel leicht versanden. Als Allheilmittel für das Online Marketing für Freiberufler gilt der Dienst Google AdWords. Durch seine Flexibilität sei er für Freiberufler auch mit nur einem kleinen Budget wie geschaffen, heißt es. Doch stimmt das auch?

Google AdWords: Der Nachfolger von Google Anzeigen

Google AdWords ist ein Dienst, der es ermöglicht, Werbeanzeigen in der Suchmaschine Google an prominenter Stelle für spezifische Suchbegriffe zu platzieren. Das Angebot hat sich aus den früheren Google Anzeigen entwickelt. Die Suchmaschine hat in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent. Google beantwortet nach vorsichtigen Schätzungen mehr als 150 Millionen Suchanfragen am Tag in der Bundesrepublik. Eine Werbeanzeige hier macht für den Freiberufler auf den ersten Blick deshalb Sinn, erreicht er doch ein riesiges Publikum.

Doch der zweite Blick ist weniger positiv und bedeutete das Aus der klassischen Google Anzeigen. Für einen freiberuflichen Klempner aus dem Brandenburgischen spielt es keine Rolle, ob Kunden in München seine Werbung lesen können. Er kann den Auftrag ohnehin nicht annehmen. Google AdWords hat sich diesbezüglich angepasst und bietet eine lokale Einschränkung: Der Freiberufler kann entscheiden, in welcher Region seine Anzeigen zu lesen sind. Er hat somit die Möglichkeit, sich speziell an seine Zielgruppe zu wenden.

Budget und erfolgsabhängige Zahlungen: Die beiden weiteren Stärken von Google Adwords

Google AdWords bietet zwei weitere Stärken für Freiberufler: Zum einen kann er das Budget frei wählen und somit seinem Geldbeutel anpassen. Er kann fünf oder 5000 Euro täglich zur Verfügung stellen. Zum anderen muss er Leistungen nur im Erfolgsfall leisten.

Dies bedeutet, er zahlt nur dann, wenn auch wirklich ein Interessent auf seine Anzeige klickt. Geblieben ist zudem die alte Funktion der Anzeigen, dass der Kunde selbst die Keywords bestimmen kann, bei denen seine Anzeige angeklickt wird. Der Klempner wählt beispielsweise “Klempner Brandenburg” oder “Rohrbruch Brandenburg”, um gefunden zu werden. Google AdWords stellt ein passendes Programm bereit, mit dem Keywords ermittelt werden können.

Wenig Platz und das “blinde rechte Auge”: Die Schwächen von Google AdWords

Es ist allerdings nicht so, als hätte Google AdWords nur Vorzüge. Eine der größten Schwächen kommt beispielsweise in einem Artikel von blog.meine-firma-und-ich.de recht anschaulich heraus: Der Platz für eine solche Anzeige ist sehr gering: Sie besteht aus einem Titel, wenigen Worten Werbetext und schließlich dem Link zum eigenen Angebot.

Passt der Text nicht, wird niemand klicken. Hat man im Brandenburgischen einen Rohrbruch, möchte man in den zwei Zeilen lesen, ob der Klempner einen Notdienst hat und nicht, dass er viele tolle Dienste anbietet. Der Text muss passen, ansonsten hat er keinen Effekt.

Im schlimmsten Fall klicken viele Besucher zwar auf den Link und verursachen so Kosten, aber niemand bucht den Service. Deshalb müssen auf der Landingpage, auf die man durch den Link geleitet wird, alle wichtigen Informationen sofort ebenfalls transparent zur Verfügung gestellt werden. Diese Optimierung ist extrem schwierig und gelingt Einsteigern nur selten auf Anhieb wirklich gut.

Es gibt zudem ein zweites Problem: Häufige Google-Nutzer werden schon selbst gesehen haben, dass die Anzeigen nicht mehr wie früher nur rechts stehen, sondern inzwischen auch oberhalb und unterhalb der eigentlichen Suchergebnisse angezeigt werden. Dies hängt mit einem Internet-Phänomen zusammen: Nutzer werden auf dem rechten Auge blind, denn sie wissen, dass sie auf der rechten Seite des Schirms fast immer Werbung zu sehen bekommen. Google hat dafür zwar eine elegante Lösung gefunden, nur sind die Anzeigen oberhalb und unterhalb der Suchergebnisse teurer.

Fazit: Google AdWords macht Sinn – aber verlangt einen Lernprozess

Freiberufler sollten insgesamt nicht auf Google AdWords verzichten. Zu groß sind die Vorteile, die sich dadurch ergeben, dass man bei mehreren Keywords an prominenter Stelle in der Suchmaschine auftaucht. Durch die Einschränkungen bezüglich Region und Budget sowie die erfolgsabhängigen Bezahlungen ist der Dienst tatsächlich fast maßgeschneidert auf die Bedürfnisse von Freiberuflern zugeschnitten.

Nur verlangen optimale Google AdWords Anzeigen entweder professionelle (und damit kostspielige) Hilfe oder einen gewissen Lernprozess. Schnell große Umsatzsteigerungen sollten Freiberufler deshalb nicht erwarten.

Die mehrteilige Artikelserie zu AdWords hier auf dem Blog erklärt Ihnen ausführlich, wie Sie mit Google voll durch starten können. Weitere Beiträge dazu werden zu diesem Thema noch folgen.


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