Vor einiger Zeit habe ich in einem Artikel die Plattform Momox vorgestellt. Auf dieser Bücher-Ankaufplattform können Sie über die Eingabe der ISBN-Nummer eines Buches testen, ob und wenn ja, wie viel Sie für den Buchverkauf an Momox noch für Ihre nicht mehr benötigten Bücher erhalten.

Mittlerweile habe ich noch ein paar weitere Bücher-Ankaufplattformen entdeckt, die dabei genau so vorgehen wie Momox.

Es handelt sich dabei um Rebuy.de, Buchankauf24 und Buchankauf-online.de.

Nicht mehr benötigte Bücher noch mal versilbern

Wer kennt das nicht: Es sammeln sich im Laufe der Zeit unzählige Bücher in unserer Wohnung an, die wir nicht unbedingt nochmal lesen müssen, sei es, weil das Buch ein Fehlkauf war, sei es, weil uns der Buchinhalt nicht mehr interessiert. Bevor diese Bücher dann mehr als Staubfänger dienen, wäre es doch ganz günstig, sie an Bücher-Ankaufplattformen zu verkaufen und wenigstens noch einen Teilbetrag des Kaufpreises zurückzubekommen.

Die oben genannten Plattformen geben einem die Möglichkeit, mit dem Ausmisten von Büchern noch ein wenig Geld zu verdienen. Es kommt aber auch immer darauf an, welche Bücher Sie verkaufen wollen.

Zuerst einmal dürfen die Bücher keine erheblichen Gebrauchsspuren aufweisen, denn Schrott nehmen die Aufkäufer nicht entgegen. Die Bücher sollen nicht vergilbt oder als Lese- bzw. Mängelexemplare gekennzeichnet sein. Außerdem muss der Originalumschlag noch existieren. Am besten informieren Sie sich in den jeweiligen Zustandsvorschriften der Ankäufer.

Preisvergleich der Plattformen: Wer bezahlt am meisten?

Reich werden Sie natürlich nicht, wenn Sie ein paar Kisten Bücher weggeben. Und außerdem müssen Sie ein paar Stunden Zeitvertreib einrechnen, denn um zu erfahren, ob Sie noch etwas für die Bücher bekommen und wie viel, müssen Sie auf jeder Plattform die ISBN-Nummer des Buches eingeben. Das hält schon ziemlich auf.

Ich habe mal in meinen Bücherregalen gestöbert und 11 Bücher entdeckt, die ich nicht mehr unbedingt brauche. Darunter waren 4 Computerbücher, 4 Sachbücher und der Rest Geschichtsbücher. Ein paar Romane habe ich auch noch zusammengekramt, aber diese Massenware wird von keiner Plattform angenommen.

So habe ich die anderen 11 Bücher getestet. Dabei habe ich festgestellt, dass gerade Sachbücher, Ratgeber und noch ziemlich neue Bücher über Programmiersprachen das meiste Geld bringen.

Für meine 11 Bücher hätte ich bei Momox 27 Euro bekommen, bei Rebuy 25,15 Euro, bei Buchankauf24.de 23,85 Euro und bei Buchankauf-online 26,55 Euro. Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Ankaufsbetrag lagen also 3,15 Euro. Das soll aber nicht heißen, dass Momox die beste Ankaufplattform ist. Beim Preisvergleich der Sachbücher hätte ich bei Rebuy für zwei Bücher noch mehr bekommen als bei Momox, dagegen war der Preis bei den anderen dort etwas niedriger.

Ich habe dann auch noch meine Germanistikliteratur in allen Portalen getestet und war da mit den Ankaufpreisen sehr enttäuscht, dass ich mich entschlossen habe, diese Bücher zu behalten oder irgendwann mal einen Flohmarkt zu veranstalten.

Versandkosten werden von den Plattformen übernommen

Um die Bücher an die jeweiligen Ankäufer zu versenden, müssen Sie ein Paket schnüren, das Sie dann auf der Post aufgeben. Rebuy übernimmt die Paketkosten ab einem Warenwert von 30 Euro, Buchankauf24 lässt das Paket von DHL bei Ihnen abholen und übernimmt die Versandkosten. Genauso machen es Buchankauf-online und Momox. Momox verlangt für diesen Abholservice allerdings einen Mindestversand von 6 Büchern. Eine weitere Möglichkeit, die Momox bietet, ist der Paketaufkleber, den Sie sich online ausdrucken lassen können und auf dem Paket anbringen. Damit nimmt die Post es kostenlos entgegen.

Sein Geld erhält man, wenn die Ware eingegangen und geprüft wurde. Ich hatte vor längerer Zeit eine kleine Kiste mit Büchern an Momox geschickt und die Bezahlung erfolgte schnell und reibungslos – d. h. nach 10 Tagen war das Geld da.

Wie zügig die Zahlung bei den anderen drei Ankäufern erfolgt, kann ich nicht sagen, da ich an diese noch nichts verschickt habe.

Fazit

Viel bekommt man nicht mehr für seine Bücher, das ist klar. Aber bevor man sie verschenkt, lohnt es schon, diese Ankaufstellen zu testen. Für Bücher, die die Ankäufer nicht annehmen, bleibt dann nur der Flohmarkt und für wirklich alte Bücher sollte man beim Antiquar vorbeischauen.

Sie können Bücher auch auf Amazon oder eBay verkaufen, aber das bedeutet noch mehr Arbeit und ob es sich lohnt, bleibt dahingestellt.

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