Wer vorhat, einen Online-Shop zu eröffnen, aber nur über ein geringes Budget verfügt oder vielleicht diese Geschäftsmöglichkeit erst einmal austesten möchte, ohne gleich einen großen und teuren Shop ins Netz zu stellen, dem kommt der Anbieter Supreme in dieser Hinsicht entgegen.
Auf dessen Plattform können Online-Händler sich einen eigenen Online-Shop in einer kurzen Zeit einrichten und mit Produkten füllen. Ansprechend sieht der Shop auch noch aus. Die Shopsoftware beruht übrigens auf WordPress.
In der Basisversion ist der Online-Shop kostenlos, es fällt nur eine Umsatzbeteiligung von drei Prozent an, die der Händler an Supreme abführen muss. Zum Online-Shop kommen noch das Webhosting, unbegrenzter Traffic, Warengruppen und Artikel sowie unbegrenzte Vertragslaufzeit hinzu, was ebenfalls nichts kostet.
Schon auf der Startseite von Supreme kann man sich einen Beispielshop anschauen und es gibt auch ein Einführungsvideo zum kostenlosen Online-Shop.
Doch wie klappt das Aufsetzen eines Online-Shops bei Supreme?
Ich habe nun zwar keine konkrete Planung für einen Online-Shop, dennoch teste ich den Service. Wer einen Online-Shop erstellen will, der sollte sich natürlich schon über seine zu verkaufenden Produkte und Artikel im Klaren sein.
Auf der Startseite von Supreme kann man über den Button Shop eröffnen das Registrierungsformular erreichen. Dort tragen Sie alle notwendigen Daten ein, wie Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Passwort und ganz oben geben Sie Ihren Shopnamen ein, beispielweise /schokoladentraum hinter die feststehende URL im Shopnamen-Feld. Bedenken Sie, dass Sie diesen Shopnamen im Nachhinein nicht mehr ändern können.

Nachdem Sie Ihre Daten über den Button abgeschickt haben, erhalten Sie gleich eine Mail, in der Sie den Bestätigungslink anklicken müssen. Sie werden dann weitergeleitet zu Ihren Betreiberdaten. Diese sollten Sie vollständig ausfüllen und auch noch Ihre Buchhaltungsdaten eingeben (Bankverbindung, Steuernummer usw.).
Haben Sie alles ausgefüllt, klicken Sie sich zum nächsten Bereich, der endgültigen Registrierung, wo Sie den Shopnamen, die Kategorie und Angaben zum Mindestbestellwert und Versandkosten pro Bestellung festlegen. Der erste Schritt zur Shoperstellung ist damit getan. Sie erhalten dann noch Ihre Shop-URL.
Der Verwaltungsbereich
Jetzt können Sie sich der eigentlichen Shoperstellung widmen, d.h. Produkte einstellen, den Shop rechtssicher machen mit einem korrekten Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutz.

Ihr Shop befindet sich nach der Einrichtung noch im Wartungsmodus, sodass er von möglichen Besuchern noch nicht eingesehen werden kann. Links finden Sie alle Funktionen wie Artikel, Bestellungen und Inhalte, Import, Export usw.
Über den Button Artikel legen Sie neue Artikel an. Hier sollte man schon im Voraus aktiv gewesen sein, seine Produkte fotografiert und interessante Artikelbeschreibungen formuliert haben. Dann geht das ganze Anlegen deutlich schneller. Außerdem sollten Sie sich auch schon Artikelkategorien ausgedacht haben.
Die Artikeleingabe-Ansicht wird vielen WordPress-User bekannt vorkommen.

Sie sehen den Titelbereich für die Artikelbezeichnung, das Textfeld für die Artikelbeschreibung, weitere Artikeldetails wie Preis und Versandkosten finden Sie darunter. Und Sie können auch ganz einfach von Ihrem Rechner Produktbilder hochladen. Über Veröffentlichen schalten Sie den Artikel frei.
Am besten legen Sie jedoch vor den Artikeln die Kategorien und Unterkategorien fest. Auch das geht mit Supreme ganz einfach und es lassen sich beliebig viele Kategorien verschachteln. Haben Sie alle Kategorien angelegt, finden Sie diese beim Anlegen der Artikel in der rechten Spalte und brauchen diese nur noch anzuhaken, wenn Sie die Produkte darin einordnen (siehe Screenshot oben).
Unter dem Button Inhalte finden Sie schon die wichtigsten statischen Seiten für Ihren Shop angelegt (Impressum, AGB, Datenschutz, Widerrufsbelehrung). Auch diese Texte sollten Sie schon vorab erstellt haben oder sich erstellen haben lassen und hier einfügen. Darüber hinaus können Sie auch einen Newsticker für Ihren Shop freischalten.
Sind Sie schon als Verkäufer auf eBay aktiv, können Sie sogar Ihre eBay-Artikel in diesen Shop importieren. Auch dafür stellt Supreme einen eigenen kleinen Verwaltungsbereich zur Verfügung.
Unter Darstellung können Sie sich ein ansprechendes Shop-Layout auswählen. Es gibt kostenlose wie kostenpflichtige Layouts, die monatlich mit 25 Euro berechnet werden.

Unter Einstellungen können Sie neben Shopeinstellungen und allgemeinen Angaben zu Bestellungen Ihre Bezahlmethoden für den Shop festlegen, wie Vorkasse, Rechnung, Lastschrift oder PayPal. Wie Sie PayPal in den Shop einbinden, wird Ihnen genau in einem Videotutorial gezeigt, das Sie in der Verwaltungsübersicht Ihres Shops finden. Dort sind auch weitere wichtige Informationen gebündelt.
Haben Sie alle Produkte eingepflegt, dann sollten Sie Ihren Shop vom Wartungsmodus befreien und freischalten.
Die Shop-Ansicht (Shop-Frontend)
Wie sieht ein mit Supreme gestalteter Shop aus? Ich greife auf den Beispielshop zurück, weil der mit Produkten gefüllt ist und man sich diese in der Produktdetailansicht genauer anschauen kann.

Die Layouts sind ohne übertriebenen Schnickschnack sehr übersichtlich gehalten, man findet Produkte entweder über die Suche oder über die Kategoriennavigation. Und auch der Bestellprozess ist übersichtlich gelöst. Nachdem man ein Produkt in den Warenkorb gelegt hat und den Checkout-Prozess beginnt, sieht man an der rechten Seite alle zu absolvierenden Bestellschritte bis zum Kaufabschluss. Diese grafische Lösung gefällt mir sehr gut.
Fazit
Für einen Einstieg in den Onlinehandel gefällt mir die Ecommerce-Lösung von Supreme wirklich gut. Der Anbieter wirbt zwar mit dem Slogan, einen eigenen Online-Shop in 20 Minuten erstellen zu können, aber ganz so schnell wird es wohl nicht gehen, was auch von der einzupflegenden Artikelanzahl abhängt. Ein bisschen Vorbereitung braucht man schon, auch was die statischen Seiten wie AGB usw. angeht.
Allerdings lässt sich ein so ein Shop unkompliziert und zügig aufbauen, und wenn man nicht 20 Minuten braucht, sondern eine Stunde, dann ist dieser Zeiteinsatz immer noch sehr gering. Zu verdanken ist dies dem sehr klar aufgebauten Verwaltungsbereich, der sich so gut wie selbst erklärt und auch den vielen Informationen, die Supreme den Shoperstellern zur Verfügung stellt.
Mit dem günstigen Tarif – 3 Prozent Verkaufsprovision vom Umsatz – kann man gerade als Kleinanbieter nebenberuflich seinen Einstieg ins nicht so einfache Online-Geschäft wagen, ohne sich gleich finanziell zu übernehmen.

Mein Name ist Susanne Braun und ich bin selbständige Webdesignerin, Bloggerin und EDV-Dozentin. 









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